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  • Streuobstwiese - Ast von einem Obstbaum in der Blüte

Neue Fördermöglichkeit für den Schnitt stark pflegebedürftiger Obstbäume

Förderprojekt des Landschaftserhaltungsverband Landkreis Göppingen e. V.

Der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Göppingen e.V. (LEV) führt aktuell das Förderprojekt „Streuobstwiesen im Landkreis Göppingen entwickeln und erhalten“ durch. Als Mitgliedskommune beim LEV beteiligen wir uns innerhalb der Maßnahmengebiete Sommerberg/ Tegelberg (nördliche Hanglagen von Kuchen) an der Maßnahme „Revitalisierung und Baumstabilisierung“.

Die Maßnahme beinhaltet den Revitalisierungs- bzw. Stabilisierungs-Schnitt stark pflegebedürftiger Obstbäume durch einen zentral beauftragten LOGL-geprüften Obstbaumpfleger. So kann die Lebenserwartung solcher länger nicht gepflegter Bäume deutlich gesteigert werden und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen geleitest werden. Zudem ist eine Maßnahme zur Schnittgutverwertung geplant, die aber noch nicht zugesichert werden kann.

Als Eigentümer/Pächter eines Streuobstgrundstücks mit stark pflegebedürftigen Obstbäumen innerhalb des Maßnahmengebiets haben Sie die Möglichkeit, an dieser Fördermaßnahme freiwillig und kostenfrei teilzunehmen und somit Ihre Bäume im Rahmen der Maßnahme nach obstbaulichen sowie naturschutzfachlichen Kriterien schneiden zu lassen. Die Anmeldung erfolgt mit Anmeldeformular bis spätestens 19.07.2019 auf dem Rathaus. Die Auswahl der Bäume, die im Rahmen der Maßnahme geschnitten werden können, erfolgt nach Anmeldung Ihres Grundstücks durch den LEV. Folgende Voraussetzungen gelten für die Förderung:

-     Auf ihrem Grundstück stehen stark pflegebedürftige Hochstamm-Obstbäume (mind. 10 Jahre alt, Kronenansatz ab 1,60 m), bei denen der letzte Schnitt länger zurückliegt; typische Merkmale solcher Bäume sind: armdicke Wasserschosse, kein klarer Kronenaufbau, sehr dichte Krone, eingeschränkte Stabilität, starker Mistelbefall.

-     Sie haben ein längerfristiges Interesse an der Streuobstwiese, bewirtschaften die darunterliegende Wiese, erhalten den Baumbestand für mindestens zehn weitere Jahre und werden die Folgepflege der revitalisierten Bäume selbst organisieren.

-     Nach dem Schnitt durch einen LOGL-geprüften Obstbaumpfleger beseitigen Sie das Schnittgut vom Grundstück (evtl. Unterstützung beim Abtransport durch eine weitere Maßnahme, s. o. „Schnittgutverwertung“).

-     Sie haben in den letzten Jahren und aktuell keine Fördermittel aus anderen Programmen für die Pflege der Obstbäume erhalten (z. B. LIFE+, Landesförderung Baumschnitt; eine FAKT-Grünland-Förderung ist parallel möglich).

Die Anmeldung kann nur grundstücksweise erfolgen. Es besteht kein Anspruch auf eine Förderung. Aufgrund eines begrenzten Budgets, wird die Auswahl der förderfähigen Bäume vom LEV anhand von fachlichen Kriterien vorgenommen. Je nach Zustand der Bäume ist es auch möglich, dass nur einzelne Bäume pro Grundstück gepflegt werden.

Wenn Sie sich dazu entscheiden beim Projekt teilzunehmen, werden Sie im Herbst/Winter 2019 darüber informiert, ob Bäume auf Ihrem Grundstück gepflegt werden können oder nicht. Außerdem werden Sie darüber informiert, ob die Pflege im Winterhalbjahr 2019/2020 oder 2020/2021 durchgeführt werden kann.

Weitere Informationen, den genauen Ablauf der Fördermaßnahme sowie Hintergrundinformationen finden Sie in einem Informationsblatt, das Sie im Rathaus abholen oder unter www.lev-gp.de abrufen können.

Folgende Ansprechpartner stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung:

-     Ansprechpartner bei Ihrer Kommune für organisatorische Fragen:
Heiko Potschkay, 07331 – 9882 15, hpotschkay@kuchen.de

-     Ansprechpartner beim LEV für fachliche Fragen:
Franziska Schill, 07161-202 2276, f.schill@lkgp.de
Alexander Koch, 07161-202 2275, a.koch@lkgp.de

Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Angebot nutzen und somit zum Erhalt unserer Streuobstwiesen beitragen.

Willkommen im Schwäbischen Streuobstparadies

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar sind mit über 1,5 Millionen Obstbäumen eine der größten zusammenhhängenden Streuobstlandschaften Europas. Auch die Streuobstwiesen der Gemeinde Kuchen gehören zu diesem Gebiet.
Diese einmalige Kulturlandschaft ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen, Ursprung hochwertiger Streuobstprodukte und Freizeit-und Erholungsraum für den Menschen.
Fast zweihundert Akteure aus den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis haben sich im Verein "Schwäbisches Streuobstparadies" zusammengeschlossen, um das Streuobstparadies zu erhalten und besser vermarkten zu können.

 


Streuobstbauförderung

Beschreibung:

Nach der vom Landschaftsarchitekturbüro Ziebandt, Böhmenkirch, ausgearbeiteten "Biotopverbundplanung Gemarkung Kuchen" stellen die im Markungsbereich vorhandenen Streuobstwiesen einen wertvollen Biotoptyp dar, der u.a. folgende Funktionen hat.

  • Bodenschutz
  • Klimaverbesserung
  • Bienenweide
  • Artenschutz
  • Ortsrandeingrünung

Auf der Grundlage dieser Aussage hat der Gemeinderat auf Empfehlung des Arbeitskreises Biotopverbund zur Erhaltung und Ergänzung des Streuobstbaues folgende Richtlinien beschlossen:

  • In der Gemeinde wird die Neu- oder Ersatzpflanzung von Hochstammkernobstbäumen und von Hochstammkirschbäumen im Außenbereich gefördert.
  • Pro gepflanztem Baum wird gegen Vorlage der Rechnung ein Betrag von max. 10,-- € ausbezahlt.
  • Der Zuwendungsempfänger hat sich zu verpflichten, den neu gepflanzten Baum in den folgenden 5 Jahren ordentlich zu pflegen.
  • Ein Rechtsanspruch auf Gewährung dieses Zuschusses besteht nicht. Auszahlungen erfolgen nur im Rahmen der im Haushaltsplan zur Verfügung stehenden Mittel.

Bitte beachten Sie, dass die De-minimis-Verordnung des EU-Rechts gilt. Eine gleichzeitige Förderung des Streuobstanbaus aus anderen staatlichen Programmen kann zu einer Kürzung/ Ablehnung der Förderung der Gemeinde führen. Die Höchstbeträge für so genannte De-minimis-Beihilfen sind zu beachten.

Kosten: keine
Hinweise: Es wird empfohlen, vor Antragstellung mit dem Bauamt, Rücksprache zu nehmen.
Folgende Unterlagen sind vorzulegen: Rechnungen über gepflanzte Bäume .
Zuständiges Amt: Baurechtsamt, Heiko Potschkay, Rathaus, Zimmer 14, Tel. 07331/9882-15, E-Mail

Hier ist das Streuobstwiesenparadies