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(Wann) macht das Freibad dieses Jahr auf?

Diese Frage beschäftigt sicher viele Freibadfans in Kuchen. Leider gibt es darauf noch keine verlässliche Antwort. Vieles ist noch ungeklärt bzw. fragwürdig. Wie durchgesickert ist, hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Ministerium, der kommunalen Landesverbände und Experten aus dem Bäderbereich ein Konzept erarbeitet, dass sich nun in der Finalisierungsphase befindet. Eine Entscheidung des Landes zu einer möglichen Öffnung im Juni wird für die nächsten Tage erwartet. Von einem regulären Betrieb ist in diesem Jahr allerdings nicht auszugehen, so die Einschätzung des Gemeindetags. Die Einhaltung von strengen Hygienevorgaben und ein detailliertes Betriebskonzept sind wesentlicher Bestandteil der Überlegungen. Selbst im zuständigen Ministerium geht man laut Mitteilung des Gemeindetags davon aus, dass unter Umständen nicht alle Bäder die voraussichtlichen Vorgaben umsetzen können. Das sagt schon viel!
Und genau da liegt jetzt das Problem der Bäderbetreiber und auch bei uns in Kuchen. Mit welchen Vorgaben ist zu rechnen? Können wir diese ggfs. Überhaupt bzw. sinnvoll umsetzen? Wieviel Vorlauf braucht es? Fragen über Fragen. Und wie immer… alles sehr kurzfristig und unbefriedigend. Ob eine Öffnung dann wirklich Sinn macht, kann erst nach Bekanntwerden der rechtlichen Vorgaben bewertet werden.

Das was bisher bekannt ist, lässt gewisse Fragezeichen aufkommen. So müssten beispielsweise von jedem Badegast, die persönlichen Daten wie Name, Adresse, Anschrift und Telefonnummer abgefragt werden. Damit sollen mögliche Infektionsketten zurückverfolgt werden können. Das wäre sicherlich machbar. Angelehnt an den "Pandemieplan Bäder" der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB) könnten auf der Anlage außerdem folgende Regeln gelten: Jeder Gast müsste eine Liegefläche von mindestens 15 Quadratmetern haben. Das bedeutet, dass bei einer Liegefläche von ca. 3.300 m² zeitgleich nur 220 Besucher auf dem Kuchener Freibadgelände sein dürften. Im Wasser gilt es ebenfalls eine Begrenzung der Personenzahl. Für das Schwimmerbecken würde dies z. B. ca. 50 - 60 Personen bedeuten. Dies ist aus Sicht der Gemeinde jedoch reine Theorie, denn wie bei diesen relativ „großen“ Zahlen auf einer Fläche von 375 m² der Mindestabstand von 1,50 Meter bei sich „bewegenden“ Schwimmern konstant eingehalten werden soll, ist der Verwaltung ein Rätsel. Soll man hier im Kreis schwimmen, wie in einem Video der Tagesschau im Internet zu sehen? Oder jeder nur eine Bahn im Einbahnverkehr ohne Überholverbot? Wie lange darf jeder im Becken bleiben? Die Kinderplanschbecken wären wohl geschlossen, da bei Kleinstkindern die Einhaltung des Mindestabstandes nicht zu gewährleisten ist. Gleiches gilt für den Strömungskanal. Man sieht schon, das würde schwierig, wäre aber vielleicht irgendwie zu lösen… durch noch geringere Personenzahlen und sehr viel Aufsichtspersonal. Um zudem möglichst vielen Menschen einen Freibad-Besuch zu ermöglichen, könnte der Badetag in mehrere Schichten eingeteilt werden. Baden wäre dann entweder nur am Vormittag oder nur am Nachmittag, oder stundenweise möglich. Dazwischen müsste das Freibad geräumt und desinfiziert werden. Um große Schlangen vor dem Eingang zu verhindern, bekämen die Besucher durch einen Online-Kauf eine bestimmte Zeitspanne angewiesen, in der sie erscheinen sollen… so lautete ein weiterer Vorschlag aus Bäderkreisen. Andere meinten, nur örtliche Bürger zuzulassen, oder tageweise einzelne Ortsbereiche, oder Einteilung in Altersgruppen, Zeiten für Senioren, Zeiten für Familien, Zeiten für…. oder, oder….  Beim Lesen dieser Zeilen werden sicher viele nur mit dem Kopf schütteln. Und man fragt sich, kann das überhaupt funktionieren? Macht das wirklich alles Sinn? Zur Einhaltung der Vorgaben müsste sicherlich auch sehr viel zusätzliches Personal eingesetzt werden. Unklar ist, ob Duschen benutzt werden dürften.…. Ein Sitzen auf den Bänken am Beckenrand ist wohl nicht möglich, Kinderspielgeräte, Sandkasten und Beachvolleyball dürften möglicherweise nicht benutzt werden. Auf den Liegewiesen müssen ggfs. „Liegebereiche“ markiert und Aufenthaltszonen erstellt werden Es gibt sehr viele weitere Unwägbarkeiten, da offen ist, ob und wie genau die Vorgaben der Landesregierung am Ende aussehen werden. Klar ist, dass immer auch die Gefahr eines Saisonabbruchs besteht, da das ganze Konstrukt sehr fragil ist. Es ist nicht möglich, jeden einzelnen Gast zu „beobachten“, ob er sich an die Regeln hält." Am Ende käme es vor allem darauf an, wie diszipliniert sich die Besucher an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Es könnte aber auch sein, dass das Land die Corona-Vorgaben wieder verschärft, oder ändert, weil die Pandemie wieder aufflammt. Vielleicht kommt es auch zu weiteren Lockerungen? Keiner kann hierauf eine verbindliche Antwort geben. Vieles bleibt ungeklärt.

Auf der anderen Seite muss berücksichtigt werden, dass viele Familien dieses Jahr wohl nicht in den Urlaub fahren werden. Kinder und Jugendliche blieben wochenlang daheim und durften nicht in Schule, Kita, nicht zum Sport, nicht auf Spielplätze, Jugendtreff…. Morgens ist das Freibad von den „Bahnenziehern“ üblicherweise nicht ganz so überfüllt, abends wird es auch leerer. Und bei 30 Grad nicht ins Wasser zu können – auch schwer vorstellbar. Keinen leckeren Cappuccino oder ein kühles Weizenbier im Freibadkiosk? Es gibt viele weitere gute Gründe, warum es nicht wenigstens versuchen sollte, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Hier muss gut abgewogen werden.
Wenn man dies alles reflektiert, ist Ärger und Verdruss für Badegäste, Personal und Gemeinde vorprogrammiert. Wer bei einer Öffnung des Freibades nicht reinkommt, ärgert sich. Wer reinkommt und keinen Platz im Becken bekommt, ärgert sich. Wer bei bestem Wetter nach Zeitablauf gehen muss, ärgert sich auch. Wer seine Schicht bei Regenwetter hat, ärgert sich vielleicht auch. Und wenn das Freibad dieses Jahr gar nicht öffnet, ärgern sich vielleicht noch mehr und sagen vielleicht „wenigstens eine gewisse Anzahl hätte man doch reinlassen können“. Und über allem steht dann auch das oberste Ziel: „Keine gesundheitliche Gefährdung der Badegäste“.  Was also tun? Ganz oder gar nicht? Besser eingeschränkt als gar nicht? Hier werden die Meinungen wohl auseinander gehen. Bürgermeister Rößner sagte deshalb in der letzten Gemeinderatssitzung:
„Eine schwere Entscheidung, soviel steht heute schon fest! Hier kann man es ggfs. nur falsch machen! Dies gilt sowohl bei der Beschlussfassung, als auch ggf. bei „Not-Betrieb“… oder auch Nichtöffnung…“

Jetzt heißt es erstmal warten, was die Landesregierung beschließt. Bis dahin bleibt Vieles reine Spekulation. Unabhängig davon wäre die Gemeinde aber ggfs. in der Lage innerhalb weniger Tage die eigentlichen Vorbereitungen für eine Freibadöffnung über die Bühne zu bringen. Schwieriger und zeitaufwändiger dürften allerdings die Vorbereitungen der bis dato nicht bekannten Auflagen und des damit verbundenen Hygienekonzepts werden. Hierin waren sich die Betreiber von Freibädern im Kreis Göppingen, die sich auf Initiative von Dr. Berge (Geschäftsführer Stadtwerke Göppingen/Geislingen) und BM Rößner Anfang dieser Woche zu einer Besprechung trafen, einig. Hier wurden Ideen und Meinungen zur Umsetzung voraussichtlicher Vorgaben ausgetauscht und festgelegt, dass man bei einer möglicherweise erfolgenden Öffnung der Bäder möglichst ähnlich, sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch vom Konzept, verfährt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass das Land nun möglichst schnell für Klarheit sorgt. Hoffentlich läuft es nicht so, wie bisher so oft: die Politik verkündet Mitte/Ende der Woche die Lockerungen, die Regierung beschließt dann am Wochenende die konkreten Vorgaben und ab Montag gelten die neuen Vorschriften….für deren Umsetzung, dann die Kommunen zuständig sind. Dass das nicht überall sofort möglich ist, dürfte klar sein. Minimum zwei Wochen Vorlauf – ab Kenntnis aller gesetzlichen Vorgaben - wird man wohl mindestens benötigen, so die Einschätzung der Bäderbetreiber im Kreis.

Eines steht allerdings schon fest: in den Pfingstferien wird es leider keinen öffentlichen Badebetrieb im Kuchener Freibad geben…genauso wenig in den Bädern im Umkreis.

Bürgermeisteramt


Willkommen im Kuchener Freibad

Das Freibad der Gemeinde Kuchen ist beliebt bei alt und jung. Folgende Einrichtungen stehen zur Verfügung

  • Schwimmerbecken mit 25m-Bahn
  • Erlebnisbecken mit Gegenstromanlage
  • Massagesprudler und Wasserspeier
  • Kinderplanschbecken mit Wasserspielen
  • Umkleide- und Sanitärbereich
  • solarbeheizte Becken
  • Großzügiger Kioskbereich
  • Beachvolleyballfeld

Öffnungszeiten

Das Kuchener Freibad ist von Mai bis September (je nach Witterung) täglich von 08.00 bis 20.00 Uhr
(Mai und September 8.00 bis 19.00 Uhr) geöffnet.

Auch bei schlechter Witterung ist das Bad für "Früh-Schwimmer /Feierabend-Schwimmer"
von Montag bis Freitag von 08.00 bis 11.00 Uhr 17.00 bis 18.30 Uhr geöffnet.


Eintrittspreise

Für das Kuchener Freibad gelten in der Saison 2019 folgende Preise:

Preisliste

Hier kommen Sie zur am 15.02.2016 beschlossenen Änderung der Gebührenordnung der Gemeinde Kuchen über die Erhebung von Gebühren für die Benützung öffentlicher Bäder (Freibad und Lehrschwimmbecken).


Über 85 Jahre Freibad Kuchen - einst und heute

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