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B 10 - neu
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B 10 - neu

In dieser Rubrik werden künftig Informationen zum Thema B10 neu eingestellt. 

Ortsumfahrung Gingen frei gegeben / Planfeststellungsverfahren absehbar


...zahlreiche Besucher verfolgten die Reden

Am Mittwoch, 10.07.18 Woche war es soweit: die Ortsumfahrung Gingen wurde mit dem Abbau der Absperrbarken für den Straßenverkehr freigegeben. Bereits am Tag zuvor fand die offizielle Feierstunde mit symbolischer Durchschneidung eines schwarz-rot-goldenen Bandes statt. Mehrere hundert Besucher aus Gingen, Geislingen und Umgebung, sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Behörden, Firmen, und der IG B10-neu, nahmen an der Feier teil. Auch viele Bürger aus Kuchen und etliche Gemeinderäte waren dabei um zu unterstreichen, dass man hinter dem Weiterbau der B10 steht.

Pünktlich zu Beginn, der von der Gemeinde Gingen mit Unterstützung von etlichen Vereinen ausgerichteten Veranstaltung, setzte der Regen ein, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Nach der musikalischen Eröffnung durch die Gingener Grundschüler folgten Ansprachen von Andreas Hollatz (Leiter der Abteilung Straßenwesen beim RP) und MdB Steffen Bilger (Parlamentarischer Staatssekretär). Eine erfreuliche Überraschung hatte dann Ministerialdirektor Uwe Lahl (als Vertreter des verhinderten Landesverkehrsministers Winfried Hermann) parat: der„RE-Entwurf“ für den Abschnitt Gingen/Ost – Kuchen – Geislingen wurde in Form von 23 Aktenordnern übergeben, um nun vom Bundesverkehrsministerium den sogenannten „Sichtvermerk „ zu erhalten. Laut Lahl könne in der Folge damit voraussichtlich in 2019 das Planfeststellungsverfahren beginnen. Mit der Aufforderung an Landrat, Bürgermeister und die  Lokalpolitiker aus Kreis und Gemeinden: „Versuchen Sie Ihre Interessen unter einen Hut zu bringen. Dann sind wir schneller fertig“  machte er deutlich, dass die zeitlichen Abläufe neben den übergeordneten Stellen auch zum Teil vor Ort mitbestimmt werden. Landrat Wolff unterstrich, dass man sich im Kreis mit aller Macht dafür einsetze, dass es mit der B10 weitergeht –  Anwohner und Autofahrer sind genug genervt. BM Marius Hick zeigte sich erfreut, dass Gingen nun endlich weniger Verkehr aufnehmen müsse und damit auch gleichzeitig die Chance zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt erhalte. Abschließend machte er aber auch deutlich, dass eine tatsächliche Entlastung von Gingen erst erfolge, wenn bis auf die Alb hinauf weitergebaut werden. Erst wenn alle Ortsumfahrungen fertiggestellt sind, könne man zufrieden sein. Mit dem direkten Versprechen auch weiterhin Seite an Seite mit Kuchen und Geislingen zu stehen, spielte Marius Hick den Ball gekonnt Bernd Rößner zu. Kuchens Bürgermeister – der eigentlich nicht auf der Rednerliste stand und „rein zufällig“ (?) ein Mikrophon in der Hand hatte,  räumte ein, dass man die Freigabe mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe. Man freue sich für die Ginger Bürgerschaft mit, müsse als Autofahrer nun nicht mehr so oft an der Ginger Ampel „Grünenbergstraße“ stehen, habe die B10-neu nun wieder ein Stück näher an Kuchen und damit in Sichtweite. „Weinend“  deshalb, weil neue Straßen bekanntlich mehr Verkehr bedeuten und damit der Stau in Kuchen wohl noch größer werde. Man baue zwar darauf, dass die beteiligten Stellen nun zügig weiterplanen und dann auch bauen, wolle dies aber auch mit Nachdruck erneut einfordern. „Damit diese Forderung länger im Ohr und damit im Gedächtnis bleibe, wollen wir dies jedoch anders tun, als sonst üblich“, so Kuchens Bürgermeister… Zur Überraschung der Anwesenden kündigte er den aus Funk und Fernsehen weithin bekannten Kuchener Schlagersänger Tobee an, der erstmals vor breitem Publikum seinen neusten Song „Wir brauchen die B10“ präsentierte. Darin heißt es u. a.: „Es reicht uns im Filstal… wir brauchen die B10… wir können nicht verstehen, Jahrzehntelang im Filstal Gestank  und Lärm… …Politiker bewegt euch jetzt… 2 Spuren was für ne Qual…Berlin schau endlich hin… der Bau muss endlich weitergehen“.
Mitsingende Besucher und lauter Applaus zeigten, dass Tobee mit diesem Song und Text den Nerv der Teilnehmer getroffen hatte. Wer den Song hören will, wird im Internet fündig.


- Mit seinem neuesten Song „Wir brauchen die 10“ unterstreicht Schlagersänger Tobee (links)
die Forderung der Gemeinde Kuchen zum Weiterbau -

Weitere Infos und Eindrücke von der Veranstaltung sind den Berichterstattungen der  Geislinger Zeitung, Filstalwelle und anderer Medien zu entnehmen.
Jetzt heißt es erstmal „mitfreuen und weiterkämpfen für den Weiterbau der B10-neu bis auf die Alb hinauf“.

Bürgermeisteramt



 

Wie geht es weiter mit der B10-neu?

Mit dieser Fragestellung hatte MdL Razavi am vergangenen Montag nach Geislingen eingeladen. Im vollbesetzen Kapellmühlsaal hörten die Teilnehmer – darunter viele Kuchener Einwohner, etliche Gemeinderäte, IB-B10-neu-Vertreter und die Bürgermeister von Geislingen, Gingen und Kuchen – interessiert den Ausführungen von Herrn Andreas Hollatz zu. Der im Regierungspräsidium als Abteilungspräsident tätige Hollatz erinnerte zunächst mit einer Zeitachse an die bisherigen Ausbauabschnitte der B10. Es folgten Daten zu Kosten, Finanzierung, Verkehrsbelastung, Trassenführung und Aussagen zu den weiteren noch anstehenden Hürden bis zum Bau der künftigen Abschnitte. Was die Trassenführung um bzw. durch Kuchen und die Priorisierung durch das Land/Bund betrifft, gab es keine Neuigkeiten – die waren aber auch nicht zu erwarten. Interessant war aber, wie der zeitliche Horizont aussieht. Aktuell wird in Stuttgart noch am sogenannten RE-Entwurf gearbeitet. Dieser soll dann dem Bund zur Erteilung des „Sichtvermerks“ zugesandt werden. Dabei ist mit einer Bearbeitungszeit von 6-9 Monaten zu rechnen. Wenn alles glatt läuft, so Hollatz könnte nach Fertigstellung der Genehmigungsplanung das Planfeststellungsverfahren im Frühjahr 2019 beginnen, wobei hier mit einer rund 1,5-2-jährigen Verfahrenszeit zu rechnen ist. Dies hängt auch davon ab, wie viele und welche Stellungnahmen von Behörden und Bürgerschaft erfolgen. Nach der anschließenden Erstellung der Ausführungsplanung könnte bei optimalem Verlauf in 2021/22 mit dem Bau der Kuchener Ortsumfahrung begonnen werden. Hier rechnet er mit einer ca. 3-jährigen Bauzeit, anschließend könnten dann die weiteren Bauarbeiten bis Geislingen-Mitte bzw. der Bau des Schildwachttunnels folgen. Stand 2016 ist für diese insgesamt 7 km lange Strecke mit Kosten von ca. 223 Millionen zu rechnen, wobei diese Zahlen mittlerweile überholt sein dürften. Allein die Umfahrung Kuchens – mit 2 großen Brückenbauwerken über Seetalbach- und Attenrieder Tal - wird mit 73,2 Millionen veranschlagt. Gelder sind derzeit genügend vorhanden, problematisch wären aktuell eher die fehlenden personellen Kapazitäten bei Behörden, Planern und Firmen, so der Referent. Nachdem in Kuchen schon mehrfach Info-Veranstaltungen in ähnlicher Art stattgefunden hatten und die Forderung von Gemeinde und Bürgerschaft nach einer B10-neu schon oft genug gegenüber RP, Land und Politik artikuliert wurden, gab es aus unserer Sicht nichts Neues in diese Richtung anzumerken. Hier kann man sich nach jahrelangem Kampf der Unterstützung von Bund und Land sicher sein, sonst wären die Bauabschnitte nicht in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingestuft  und damit auch die Finanzierung sichergestellt worden. Außerdem sind Gemeinde und RP in engem Kontakt bei diesem Thema. So nutzten vor allem die Geislinger Besucher die Gelegenheit zur Fragestellung oder Stellungnahme. Deutlich wurde auch hier, dass es – genauso wie in Kuchen – auch in Geislingen „Gewinner“ und „Verlierer“ geben wird, je nachdem wo man wohnt oder persönlich betroffen ist. Insgesamt hatte man aber den Eindruck dass die große Mehrheit der Teilnehmer hinter der B10-neu steht und die Dringlichkeit für Einwohner, Wirtschaft und Verkehrsteilnehmer sieht.

Bereits lange vor dieser Veranstaltung hatten der Kuchener Gemeinderat und die Verwaltung vereinbart, dass mit der absehbaren Einleitung des Planfeststellungsverfahren der AK B10-neu wieder aktiviert und das Verfahren gemeindebetreffend vorbereitet werden soll. Dies wird wohl im zweiten Halbjahr der Fall sein. Weitere Informationsveranstaltungen mit dem RP, Wiederholung der Trassenbegehung mit der Einwohnerschaft, Veröffentlichung von Plänen usw… all das soll im Rahmen einer breit angelegten Bürgerbeteiligung stattfinden. Was die im Planfeststellungsverfahren letztlich notwendige, offizielle Stellungnahme der Gemeinde zur Planung betrifft, wird BM Rößner dem Gemeinderat zum gegebenen Zeitpunkt die Durchführung eines Bürgerentscheids zu diesem für Kuchen so wichtigen Projekt vorschlagen. Jetzt heißt es erstmal abwarten wie sich die für den 10. Juli terminierte Freigabe des neuen B10-Abschnitts bis Gingen-Ost auf unsere Gemeinde auswirkt. Klar ist aber, besser wird’s nicht, deshalb muss es zügig weitergehen mit dem Bau der B10-neu!

Bürgermeisteramt

 

Land legt Priorisierung für baureife Bundesfernstraßenprojekte vor

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Pläne der B 10 - neu

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