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Kindergartenordnung
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Kontakt

Bürgermeisteramt Kuchen
Marktplatz 11
73329 Kuchen
Tel.: 07331-9882 0
Fax: 07331-9882 13
e-mail: bma@kuchen.de

Öffnungszeiten Rathaus

Mo.,Di.,Do. u. Fr.
08.00 - 12.00 Uhr
(Standesamt ab 8.30 Uhr)

Mo., Di., Do.,
14.00 - 16.00 Uhr

Mi. vormittags geschlossen
15.00 - 18.00 Uhr

1. Allgemeines
1.1 Der Kindergarten hat die Aufgabe, die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Familien zu unterstützen, zu ergänzen und fortzuführen. Er will den individuellen Bedürfnissen und Interessen des Kindes dienen und dieses in seiner Gesamtpersönlichkeit fördern. Um den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Kindergartens erfüllen zu können, orientiert sich die Erzieherin an den durch Aus- und Fortbildung vermittelten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Kleinkindpsychologie und Pädagogik sowie an ihren Erfahrungen in der praktischen Kindergartenarbeit.
1.2 Die Erziehung im Kindergarten soll auf die durch die Herkunft der Kinder bedingten unterschiedlichen sozialen, weltanschaulichen, religiösen und sprachlichen Gegebenheiten Rücksicht nehmen.

2. Aufnahme
2.1 In den Kindergarten werden Kinder vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Beginn der Schulpflicht aufgenommen, soweit Plätze vorhanden sind. Der Träger legt die Grundsätze für die Aufnahme der Kinder in den Kindergarten fest.
2.2 Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind, können den Kindergarten nur dann besuchen, wenn ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann, ohne dass die Belange der übrigen Kinder beeinträchtigt werden.
2.3 Die Leiterin regelt die Aufnahme der Kinder nach den vom Träger im Benehmen mit dem Elternbeirat (Anlage 1) festgelegten Grundsätzen und Beschlüssen.
2.4 Jedes Kind muß vor Aufnahme in den Kindergarten ärztlich untersucht werden.
Als ärztliche Untersuchung gilt auch die Vorsorgeuntersuchung. Die ärztliche Untersuchung darf nicht länger als 12 Monate vor der Aufnahme in den Kindergarten zurückliegen (Anlage 2).
2.5 Die Aufnahme erfolgt nach Vorlage der Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (Anlage 3) und nach Unterzeichnung des Aufnahmeformulars und der Erklärung (Anlagen 4 und 5).

3. Abmeldung
3.1 Die Abmeldung muss schriftlich mindestens 4 Wochen zum Monatsende an das Bürgermeisteramt Kuchen erfolgen.
3.2 Einer Abmeldung bedarf es nicht, wenn das Kind zum Ende des Kindergartenjahres (31.7.) in die Schule überwechselt.
3.3 Längeres unentschuldigtes Fehlen berechtigt den Träger zur Neubesetzung des Platzes.

4. Besuch des Kindergartens, Öffnungszeiten und Ferien
4.1 Im Interesse des Kindes und der Gruppe soll der Kindergarten regelmäßig besucht werden.
4.2 Fehlt ein Kind länger als 3 Tage, ist die Erzieherin zu benachrichtigen.
4.3 Das Kindergartenjahr beginnt und endet mit dem Ende der Kindergartensommerferien, die vom Träger im Einvernehmen mit dem Elternbeirat festgelegt werden.
4.4 Der Kindergarten ist geöffnet: (Regelöffnungszeit)
Montag - Freitag jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr sowie
Montag - Donnerstag jeweils von 13.30 bis 16.00 Uhr.
Zusatzbetreuung:
In Absprache mit der Leiterin wird für einzelne Kinder eine Zusatzbetreuung ab 7.30 Uhr bzw. bis 12.30 Uhr eingerichtet.
4.5 Die Kinder sollen nicht vor der Öffnungszeit im Kindergarten eintreffen. Bei Zusatzbetreuung nach Ziff.4.4 gilt die mit der Leiterin vereinbarte Betreuungszeit.
4.6 Es wird gebeten, die Kinder pünktlich und nicht vor den genannten Schließungszeiten abzuholen.
4.7 Die erzieherisch tätigen Mitarbeiter sind zur beruflichen Fortbildung verpflichtet. Kann bei Fortbildungsveranstaltungen keine Vertretung geregelt werden, wird der Kindergarten ausnahmsweise geschlossen.
4.8 Muß der Kindergarten aus besonderem Anlass (z.B. wegen Erkrankung oder sonstiger dienstlicher Verhinderung) geschlossen bleiben, werden die Eltern rechtzeitig hiervon unterrichtet. Die Gemeinde ist bemüht, eine über die Dauer von 3 Tagen hinausgehende Schließung des Kindergartens zu vermeiden. Dies gilt nicht, wenn der Kindergarten zur Vermeidung der Übertragung ansteckender Krankheiten geschlossen werden muss.

5. Elternbeitrag
5.1 Als Benutzungsentgelt wird ein Elternbeitrag erhoben, der in Übereinstimmung mit der Regelung der kirchlichen Kindergartenträger in der Gemeinde festgesetzt wird.
5.2 Der monatliche Elternbeitrag beträgt für jeden angefangenen Monat
für ein Kind aus einer Familie mit einem Kind 75,-- €
für ein Kind aus einer Familie mit zwei Kindern 57,-- €
für ein Kind aus einer Familie mit drei Kindern 38,-- €
Bei vier und mehr Kindern in der Familie werden keine Elternbeiträge erhoben. Berücksichtigt werden alle Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.
Bei regelmäßiger Inanspruchnahme der Zusatzbetreuung erhöht sich der Elternbeitrag um jeweils 10%.
Eine Anpassung des Beitrags an die Kostensteigerung bleibt vorbehalten. Der Elternbeitrag wird im Wege des Bankeinzugsverfahrens erhoben (Anlage 6).
5.3 Da der Elternbeitrag eine Beteiligung an den gesamten Betriebskosten des Kindergartens darstellt, ist er auch während der Ferien, bei vorübergehender Schließung, bei längerem Fehlen und bis zum Ausscheiden des Kindes voll zu bezahlen.
Für Schulanfänger ist der Elternbeitrag bis zum Ende des Monats zu bezahlen, in dem die Kindergartensommerferien beginnen.
5.4 In Härtefällen kann gemäß dem Bundessozialhilfegesetz eine Übernahme des Elternbeitrags beim Jugendamt/Sozialamt/Bürgermeisteramt beantragt werden.
5.5 Sollte es Eltern/Erziehungsberechtigten nicht möglich sein, die Elternbeiträge zu leisten, kann der Beitrag in begründeten Fällen ermäßigt werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Gemeinde.

6. Aufsicht
6.1 Die erzieherisch tätigen Mitarbeiter sind während der Öffnungszeiten des Kindergartens für die ihnen anvertrauten Kinder verantwortlich.
6.2 Auf dem Weg zum und vom Kindergarten sind die Eltern/Erziehungsberechtigten für ihre Kinder verantwortlich (Anlage 5).
Insbesondere tragen die Eltern/Erziehungsberechtigten Sorge dafür, dass ihr Kind ordnungsgemäß vom Kindergarten abgeholt wird. Sie entscheiden durch eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Träger (Anlage 5), ob das Kind allein nach Hause gehen darf.
6.3 Die Aufsichtspflicht beginnt mit der Übernahme des Kindes durch die erzieherisch tätigen Mitarbeiter in den Räumen des Kindergartens und endet mit der Übergabe des Kindes in die Obhut eines Erziehungsberechtigten bzw. einer von den Eltern/Erziehungsberechtigten mit der Abholung beauftragten Person. Haben die Eltern/Erziehungsberechtigten erklärt, dass das Kind allein nach Hause gehen darf, endet die Aufsichtspflicht beim Verlassen des Kindergartens an der Grundstücksgrenze
.
7. Versicherungen
7.1 Die Kinder sind nach den Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung gegen Unfall versichert
- auf dem direkten Weg zum und vom Kindergarten,
- während des Aufenthalts im Kindergarten,
- während aller Veranstaltungen des Kindergartens außerhalb seines Grundstücks (Spaziergang, Feste u.dgl.).
7.2 Alle Unfälle, die auf dem Wege vom und zum Kindergarten eintreten und eine ärztliche Behandlung zur Folge haben, sind der Leiterin des Kindergartens unverzüglich zu melden, damit die Schadensregulierung eingeleitet werden kann.
7.3 Für den Verlust, die Beschädigung und die Verwechslung der Garderobe und Ausstattung der Kinder wird keine Haftung übernommen. Es wird daher empfohlen, diese Gegenstände mit dem Namen des Kindes zu zeichnen.
7.4 Für Schäden, die ein Kind einem Dritten zufügt, haften u.U. die Eltern. Es wird daher empfohlen, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen.

8. Regelung in Krankheitsfällen
8.1 Bei Erkältungskrankheiten, Hautausschlägen, Halsschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Fieber sind die Kinder zu Hause zu behalten. Das gleiche gilt beim Auftreten von Läusen, Flöhen u.ä.
8.2 Bei Erkrankung des Kindes oder eines Familienmitgliedes an einer ansteckenden Krankheit (z.B. Diphtherie, Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken, Keuchhusten, Mumps, Ziegenpeter, Wochentölpel, Tuberkulose, Kinderlähmung, übertragbare Darmerkrankung, Gelbsucht, übertragbare Augen- oder Hautkrankheiten) muss der Kindergartenleiterin sofort Mitteilung gemacht werden, spätestens an dem der Erkrankung folgenden Tag. Der Besuch des Kindergartens ist in jedem dieser Fälle ausgeschlossen.
8.3 Bevor das Kind nach Auftreten einer ansteckenden Krankheit - auch in der Familie - den Kindergarten wieder besucht, ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich.
Besucht das Kind wieder den Kindergarten, ohne dass diese Bescheinigung vorgelegt wurde, haften die Eltern/Erziehungsberechtigten für die Folgen.

9. Elternbeirat
Nach den Bestimmungen des Kindergartengesetzes für Baden-Württemberg werden die Eltern durch einen jährlich zu wählenden Elternbeirat an der Arbeit des Kindergartens beteiligt (siehe hierzu die in der Anlage 1 angeschlossenen Richtlinien).

10. Verbindlichkeit
Diese Kindergartenordnung wird den Eltern/Erziehungsberechtigten bei der Anmeldung ausgehändigt und durch Unterschrift auf dem Aufnahmebogen und der Erklärung in ihrer jeweiligen Fassung als verbindlich anerkannt. Dadurch wird ein Vertragsverhältnis zwischen dem Träger des Kindergartens und den Eltern/Erziehungsberechtigten begründet.

11. Zustimmung des Gemeinderats
Der Gemeinderat der Gemeinde Kuchen hat die vorstehenden Kindergartenrichtlinien am 21.5.1990 beschlossen.
Ziffer 4.4 wurde durch Gemeinderatsbeschluss vom 30.März 1992 geändert. Die Ziff.5.2 wurde durch Gemeinderatsbeschluss vom 27.03.2000 mit Wirkung vom 01.09.2000 geändert. Die Ziffer 5.2 wurde durch Gemeinderatsbeschluss mit Wirkung vom 01.09.2004 geändert.