Artikelübersicht
- Gemeinderatsbericht vom 13.07.2009
- Gemeinderatsbericht vom 14.09.2009
- Gemeinderatsbericht vom 12.10.2009
- Gemeinderatsbericht vom 09.11.2009
- Gemeinderatsbericht vom 07.12.2009
- Gemeinderatsbericht vom 01.02.2010
- Gemeinderatsbericht vom 01.03.2010
- Gemeinderatsbericht vom 29.03.2010
- Gemeinderatsbericht vom 26.04.2010
- Gemeinderatsbericht vom 14.06.2010
- Gemeinderatsbericht vom 12.07.2010
Gemeinderatsbericht vom 13.07.2009
Finanzzwischenbericht für das Jahr
2009
Vor dem Hintergrund der vor kurzem
veröffentlichten Maisteuerschätzung des Bundes äußerte sich
Kämmerer Schmid insbesondere zu den sinkenden Einnahmen im
Verwaltungshaushalt für 2009. Im Vergleich zum Haushaltsplan-Ansatz
werden Weniger-Einnahmen in Höhe von 383.078 EUR erwartet. Durch
Mehrausgaben (darunter verschiedene Umlagen) in Höhe von 100.244
EUR wird sich die neue Zuführungsrate auf etwa 269.060 EUR
belaufen. Im Vermögenshaushalt wird eine überschaubare
Verschlechterung von 85.000 EUR erwartet. Die Finanz- und
Konjunkturkrise kommt damit auch bei den Kommunen an!
Der Kämmerer wies auch darauf hin, dass die Kommunen wohl über
Vorwegentnahmen aus der Kommunalen Finanzmasse die gewährten
Zuschüsse im Konjunkturpaket II indirekt selbst bezahlen werden.
Kämmerer Schmidt und Bürgermeister Rößner betonten, dass man zwar
die Finanzen im Auge behalten müsse, jedoch kein „Grund zur Panik“
bestehe.
Die drei Fraktionen nahmen den Bericht nach kurzen Stellungnahmen
zur Kenntnis.
Jahresrechnung 2008 der Wasserversorgung
Das Steuerberatungsbüro Schmitz - Treubert - Rosenberger hat den
Jahresabschluss 2008 der Wasserversorgung Kuchen am 28.05.2009
erstellt. Die Jahresrechnung 2008 schließt mit einem Gewinn von
3.070,47 €. Der zum 31.12.2007 bestehende Bilanzverlust von
35.588,68 € verringert sich dadurch zum 31.12.2008 auf einen
Verlustvortrag von 32.518,21 €. Die Wasserverkaufsmengen sind in
den Jahren 2005 – 2008 stetig gesunken, so dass im Jahr 2008
insgesamt 224.492 cbm Wasser abgenommen wurden. Hiervon entfielen
86,99 % (=195.288 cbm) auf Privathaushalte einschl. Kleingewerbe.
Ob die Einsparungen wetterbedingt sind (sowohl der Sommer 2007 wie
auch der Sommer 2008 war relativ schlecht), kann nicht beantwortet
werden. Es drängt sich aber immer mehr die Erkenntnis auf, dass
dies tatsächliche Einsparungen beim Wasserverbrauch sind -
möglicherweise auch durch die verstärkte Nutzung von Zisternen. Der
Rückgang der verkauften Frischwassermenge macht sich natürlich auch
bei den Gebühreneinnahmen bemerkbar. Um den Fehlbetrag aus den
Gebühreneinnahmen auszugleichen (die Aufwendungen bei der
Wasserversorgung bestehen fast ausschließlich aus Fixkosten), wurde
der Wasserzins zum 01.01.2008 von 1,59 €/cbm auf 1,70 €/cbm
angehoben. Ursächlich für die notwendigen und beschlossenen
Preisanpassungen sind die in den letzten Jahren getätigten
Investitionen und Leitungserneuerungen (letztmals die
Leitungserneuerung in der B 10 im Herbst 2005), insbesondere aber
der Rückgang der verkauften Wassermenge. Das Mischungsverhältnis im
Jahr 2008 lag bei 63 % Eigenwasser und 37 % LW-Wasser. Im Ergebnis
ist das Espanwasser für Kuchen immer noch sehr günstig. Bei allen
durchgeführten Wasseruntersuchungen wurde alle Grenzwerte der
Trinkwasserverordnung „problemlos“ eingehalten.
Erfreut zeigten sich die Fraktionen, dass für 2009 keine Erhöhung
des Wasserzinses geplant sei. Gemeinderat Stegmaier bat die
Verwaltung, den Bericht zur Düngung des Golfplatzes von
Oberböhringen wieder anzufordern, um sicherzugehen, dass hierdurch
keine Belastung des Espan-Wassers eintritt. Dies wurde von
Bürgermeister Rößner zugesagt.
Das Gremium fasste einstimmig die erforderlichen Beschlüsse zum
Lagebericht der Wasserversorgung, zum Jahresabschluss der
Wasserversorgung und zur Entlastung der Betriebsleitung der
Wasserversorgungsanlage Kuchen.
Ausstattung von zwei Omnibushaltestellen mit Wartehallen
- Auftragsvergabe
Am 02.02.2009 hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, die
Omnibushaltestellen in der Bahnhofstraße und in der Filsstraße
(Kath. Gemeindezentrum) mit Wartehallen auszustatten. Um eine
gewisse Einheitlichkeit bei der Gestaltung zu erreichen, wurde
daher vorgeschlagen, den Auftrag an die Fa. MABEG, Soest zu
erteilen, die auch bereits die Wartehalle an der
Fils-/Langwiesenstraße geliefert hat.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf und Gemeinderat Kiene wiesen auf die
starke Verschmutzung im Bereich des Wartehäuschens an der
Filsstraße hin. Grundsätzlich seien die Wartehäuschen zwar gut,
Verschmutzung und Vandalismus jedoch ein großes Übel. Gemeinderat
Mann stellte in diesem Zusammenhang den Antrag, jede nicht
genehmigte Plakatierung an den Häuschen zur Anzeige zu
bringen.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass der Bauhof regelmäßig die
Wartehäuschen reinigt und die Verwaltung unerlaubte Plakatierungen
auch schon bisher verfolgt habe.
Der Gemeinderat beschloss bei drei Enthaltungen, den Auftrag zur
Lieferung von 2 Omnibuswartehallen an die Fa. MABEG Kreuschner
GmbH, Soest zum Angebotspreis von 12.769,89 € zu vergeben.
Ernennung weiterer Standesbeamten
Da derzeit nur noch zwei Standesbeamte im Rathaus zur Verfügung
stehen, beschloss der Gemeinderat, Frau Stefanie Wietstock und Frau
Marianne Horwath mit sofortiger Wirkung zu weiteren Standesbeamten
der Gemeinde Kuchen zu bestellen.
Beschaffung von Schulcomputern für die
Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule
Die im Jahre 2002 beschafften PCs im Computer-Raum der Schule sind
mittlerweile sehr reparaturanfällig, technisch veraltet und nicht
mehr in der Lage, zeitgemäße PC-Anwendungen zu bearbeiten. Außerdem
ist die Anzahl und räumliche Anordnung der PC-Arbeitsplätze für
heute übliche Unterrichtsformen nicht mehr geeignet. Die Schule hat
daher bereits im Vorjahr den Antrag auf Neuausstattung des PC-Raums
für 2009 gestellt. Der PC-Raum soll im bisherigen Medienraum
(Altbau) mit neuer Möblierung und neuen PCs neu eingerichtet
werden. Bisher mußten sich mehrere Schüler einen PC teilen, künftig
soll jeder Schüler seinen eigenen Arbeitsplatz im PC-Raum
haben.
Als Alternative wurde auch ein Leasing-Angebot eingeholt. Es zeigte
sich aber, dass ein Leasing der Computer zu teuer wäre, zumal nach
Ablauf der Laufzeit neue Geräte geleast werden müssen; bei Kauf die
Geräte hingegen noch mindestens 3 – 4 Jahre zur Verfügung
stehen.
Alle drei Fraktionen unterstrichen die Notwendigkeit, angemessene
PC-Arbeitsräume in der Schule einzurichten.
Rektor Hagmeyer führte aus, dass bereits ab der zweiten Klasse in
der Grundschule PC-Unterricht stattfindet und die künftigen
Grundschülerzahlen für den Bedarf an Computern zu Grunde gelegt
worden sei. Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag zur Lieferung
und Installation der PC-Ausstattung für den Computerraum der Schule
der Fa. Schmidt & Fuchs, Eislingen zum Angebotspreis von
33.188,91 € zu erteilen.
Baugesuche
Nach mehrfacher Umplanung war erneut das Baugesuch zur Errichtung
einer Neubebauung auf dem Grundstück Hohle Gasse 7 (Flurstück Nr.
446/1) auf der Tagesordnung. Die nun geplanten Mehrfamilienhäuser
mit Garagen orientieren sich in der Höhe an der vorhandenen
Umgebungsbebauung, so dass der Gemeinderat das Einvernehmen
erteilte.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass die Gemeinderatswahl vom
Landratsamt geprüft und nicht beanstandet wurde. Die Wahl sei damit
gültig.
Außerdem ließ sich Bürgermeister Rößner vom Gemeinderat
ermächtigen, in der Sitzungspause über das Einvernehmen von
Baugesuchen zu entscheiden, sofern es sich um „unproblematische“
Fälle handelt.
Der Vorsitzende gab außerdem die Vergabe zur Erneuerung der
Heizungsanlagen in den kommunalen Kindergärten im Rahmen des
Konjunkturpakets II bekannt. Mittlerweile wurde bestätigt, so der
Vorsitzende, dass mit Mitteln des Konjunkturpakets II kein
Lärmschutz an Bundesstraßen gefördert werde. Damit könne der im
Frühjahr gestellte SPD-Antrag, im Rahmen des Konjunkturpakets II
eine Förderung für eine Lärmschutzwand entlang der B 10 zu
beantragen, nicht umgesetzt werden. Eine Lärmschutzwand in den
Seewiesen werde nach wie vor nicht bezuschusst und wäre beim Bau
durch Erschließungsbeiträge zu finanzieren.
Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aufrechterhalten zu
können, werde zwei Mitgliedern der erforderliche LKW-Führerschein
von der Gemeinde finanziert.
Bürgermeister Rößner informierte das Gremium über Vorschläge der
SPD-Fraktion zur Optimierung der neuen B 10-Trasse. Diese sollten
in einer kleinen Runde mit je zwei Vertretern aus den Fraktionen
beim Regierungspräsidium vorgestellt werden. Der Gemeinderat
stimmte dieser Vorgehensweise zu. Bürgermeister Rößner wies
außerdem darauf hin, dass sich das Planfeststellungsverfahren wegen
neuen Vorschriften zur Sicherheit in Tunnels auf Juni 2010
verschieben werde.
Gemeinderat Mann berichtete, dass in Kuchen und mittlerweile
bereits weit darüber hinaus das Gerücht kursiere, dass das
chinesisch-mongolische Restaurant in Kuchen angeblich massive
Hygieneprobleme z.B. tote Hunde in der Gefriertruhe habe. Er möchte
wissen, ob die Verwaltung hierzu nähere Informationen habe.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass auch er mehrfach angesprochen
worden sei. Der Inhaber des Restaurants sei bereits bei ihm gewesen
und habe ihn ermächtigt, den Sachverhalt auch dem Gemeinderat zu
schildern. Auf Grund eines Hinweises per e-mail habe sich die
Verwaltung an das Landratsamt (Amt für Veterinärwesen und
Verbraucherschutz) gewandt. Von dort aus seien in den letzten 12
Monaten insgesamt 7 Kontrollen im Restaurant durchgeführt worden,
da an das Amt ebenfalls entsprechende Hinweise herangetragen
wurden. Die Gerüchte konnten jedoch in keiner Weise bestätigt
werden. Es gebe absolut keinen Anlass, an der Sauberkeit und
ordentlichen Führung des Restaurants zu zweifeln. Auch sei das
Restaurant entgegen den Gerüchten noch nie vom Landratsamt
geschlossen worden. Das Landratsamt gehe von einer Verleumdung aus.
Der Inhaber des Restaurants habe bereits Anzeige gegen Unbekannt
erstattet.
Gemeinderat Teichgräber sprach die SPD-Anträge und insbesondere die
beantragte Versetzung der Glascontainer auf die Fläche hinter den
Friedhof an. Bürgermeister Rößner erklärte hierzu, dass die
Verwaltung in dieser Sache nach der Sitzungspause auf das Gremium
zukommen werde. Gemeinderätin Heer äußerte sich zum Erhalt des
Schulstandorts in Kuchen, Gemeinderat Bilgery wies auf die
mangelnde Verkehrssicherheit am „Schwarzen Weg“ wegen hoch
gewachsener Hecken hin, Gemeinderätin Metzger-Kielkopf sprach den
ebenfalls immer mehr zuwachsenden Radweg sowie lockere Absperrbügel
in den Beckenwiesen an, Gemeinderätin Mühlich regte auf Grund der
Parkplatzprobleme vor der neuen Arztpraxis in der ehemaligen Post
an, den Gemeindevollzugsdienst öfters kontrollieren zu
lassen.
Aus dem Gremium kamen weitere Wortmeldungen zur gefährlichen
Situation wegen parkenden Fahrzeugen am Zebrastreifen in der
Bahnhofstraße. Gemeinderat Maier sprach die unbefriedigende
Situation der Öffnungszeiten am Grünmassesammelplatz an. Aus dem
Gremium kamen mehrere Stimmen, die Öffnungszeiten um einen Tag zu
erweitern. Gemeinderat Jakober gab zu bedenken, dass eine gewisse
Eingewöhnungsphase für den Abfallwirtschaftsbetrieb durchaus
notwendig sei, da auch mit dem neuen Trennsystem bisher keine
Erfahrung vorliege. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, welches
die energetische Verwertung des Grasschnittes vornimmt, müsse sich
erst einspielen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb bleibe aber an dem
Thema dran.
Gemeinderat Mann sprach den wegen schlechter Wetterprognosen
abgesagten Kuchener Hock an und erklärte, dass nun
Schuldzuweisungen an einzelne Personen für diese Entscheidung nicht
angebracht seien. Auch Gemeinderat Maier machte deutlich, dass es
eine mehrheitliche Entscheidung gegen die Durchführung des Hocks
gegeben habe und man dies akzeptieren müsse. Dies müsse
schnellstmöglich in einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Kuchener
Vereine geklärt werden.
Gemeinderat Stegmaier überreichte Bürgermeister Rößner eine Spende
der Jagdgenossenschaft an die Gemeinde. Eintausend Euro sind für
die Sanierung der Feldwege bestimmt, weitere eintausend Euro für
die Finanzierung der Mitarbeit von Dieter Strobel bei der
Jugendbetreuung.
Abschluss der Amtsperiode des Gemeinderats und
Verabschiedung der Gemeinderäte Axel Schlecht und Torsten
Bührle.
Im Anschluss folgte der Rückblick von Bürgermeister Rößner auf die
vergangene Amtsperiode des Gemeinderates. Mit der geleisteten
Arbeit könne man insgesamt sehr zufrieden sein, so der Vorsitzende.
Unter den gemeinsam gemeisterten Aufgaben erwähnte Bürgermeister
Rößner insbesondere die Rathaussanierung, das Gewerbegebiet ESPAN,
Investitionen in den Bereich Kindergarten, Jugendtreff und
Ganztagesbetreuung, Umbau der Feuerwache, die aktive Begleitung der
Planungen an der neuen B 10, und vor allem der komplette Abbau von
Schulden bis Ende 2008 trotz zahlreicher Investitionen.
Bürgermeister Rößner dankte in erster Linie dem Gremium, aber auch
dem Gemeindeteam und allen mitwirkenden Bürgern für das kooperative
Miteinander in den vergangenen Jahren. Zur Verabschiedung von
Gemeinderat Axel Schlecht stellte Bürgermeister Rößner fest, dass
dieser dreimal mit jeweils über 1000 Stimmen in das Gremium gewählt
worden sei. Mit Überzeugung und guten Argumenten habe Gemeinderat
Schlecht wichtige Beiträge zu den Diskussionen geleistet. Herr
Schlecht habe seine Entscheidungen als Pragmatiker weniger an
parteipolitischen Gesichtspunkten, sondern immer nach seiner
eigenen Überzeugung gefasst. Sehr am Herzen lagen ihm dabei die
Bereiche Kindergarten, Schule und VHS, wo er auch in den jeweiligen
Ausschüssen vertreten war. Seine Entscheidung nicht mehr
anzutreten, um einem jüngeren Kandidaten in der Fraktion Platz zu
machen, sei aber zu respektieren und nachzuvollziehen.
Bürgermeister Rößner dankte dem ausscheidenden Gemeinderat für sein
Engagement, welches er nicht nur im Gremium, sondern auch in
Kirche, Familienkreis und Posaunenchor gezeigt habe, und bedauerte,
dass Herr Schlecht bei der letzten Wahl nicht mehr angetreten sei.
Bürgermeister Rößner dankte in Abwesenheit auch Gemeinderat Bührle,
für seine Arbeit. Herr Bührle sei weniger ein Mann der großen
Worte, sondern vielmehr ein „Schaffer“ im Hintergrund gewesen. Im
Anschluss dankte Gemeinderätin Heuschneider als stellvertretende
Sprecherin der SPD-Fraktion Gemeinderat Schlecht für sein
engagiertes Mitwirken in der Partei und im Gremium. Es sei schade,
dass er nun das Gremium verlasse. Gemeinderat Schlecht erklärte
abschließend, es sei schon ein eigenartiges Gefühl, nach 16 Jahren
das Gremium zu verlassen. Er hielt es jedoch für den richtigen
Zeitpunkt, das Amt niederzulegen. Gemeinderat Schlecht bedankte
sich für die gemeinsam erlebte Zeit und wünschte dem Gemeinderat
auch weiterhin kluge und bezahlbare Entscheidungen.
Gemeinderatsbericht vom 14.09.2009
Nachruf für den ehemaligen Gemeinderat Franz
Wieland
Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachten Gremium
und Verwaltung des verstorbenen Franz Wieland, welcher lange Zeit
Gemeinderat in Kuchen war. Bürgermeister Rößner erinnerte in einem
kurzen Rückblick an das vielfältige Engagement von Herrn Wieland,
welcher Träger des Bundesverdienstkreuzes war und viel für die
Gemeinde Kuchen geleistet hat.
Verpflichtung der Gemeinderäte
Das Landratsamt
Göppingen hatte die Wahl des Gemeinderats-Gremiums vom 07.06.2009
als gültig festgestellt.
Die Gemeinderäte wurden nun in der ersten Sitzung ihrer neuen Amtsperiode am Montag von Bürgermeister Rößner auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten verpflichtet.
Nachfolgeregelung für Gemeinderätin Annegret
Weit
Die bei der Kommunalwahl am 07.06.2009 gewählte
Gemeinderätin Annegret Weit (SPD) hatte bereits im Vorfeld der
Gemeinderat-Sitzung vom Montag der Verwaltung mitgeteilt, dass ihr
aufgrund ihres Studiums in Heidelberg eine Beibehaltung des
Hauptwohnsitzes in der Gemeinde Kuchen unmöglich sei. Sie könne
daher das Amt einer Gemeinderätin nicht antreten.
Der Gemeinderat anerkannte dies als wichtigen Grund für die Ablehnung des Ehrenamtes, womit die Nachfolgeregelung nach der Gemeindeordnung eintritt. Damit rückt Herr Dieter Taufer nach.
Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters
In der
Vergangenheit variierte die Zahl der Stellvertreter zwischen zwei
und drei Gemeinderäten. Zu Beginn des Tagesordnungspunktes einigte
man sich auf Vorschlag der Verwaltung auf 3 Stellvertreter.
Am Montag wurden folgende Gemeinderäte zu Stellvertretern des
Bürgermeisters gewählt:
1. Stv. Bürgermeister: Hans-Georg Frey (FWV) – 12 JA-Stimmen, 2
Enthaltungen (Vorschlag FWV)
2. Stv. Bürgermeister: Hans Maier (CDU) – 12 JA-Stimmen, 2
Enthaltungen (Vorschlag CDU).
Nachdem GR Wohlrab als Kandidat für den 3.stv. Bürgermeister mit 7 JA-Stimmen und bei 7 Enthaltungen im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit der anwesenden Gemeinderäte erhielt, zog die SPD-Fraktion ihren Vorschlag zurück. Die Position bleibt damit vorerst unbesetzt.
Besetzung von Ausschüssen und Gremien
Die
Vorsitzende der Fraktionen und ihre Stellvertreter wurden am Montag
bekannt gegeben. Für die Freie Wählervereinigung sind dies Hans
Jakober (Vorsitzender) und Wolfgang Stegmaier (Stellvertreter), für
die SPD: Hansjörg Wohlrab (Vors.) und Inge Heuschneider (Stellv.)
und für die CDU: Hans Maier (Vors.) und Johannes Bilgery
(Stellv.).
Nach jeder Wahl des Gemeinderats sind auch die Ausschüsse und sonstigen Gremien, in denen die Gemeinderäte vertreten sind, neu zu besetzen.
Die Gremien wurden am Montag per Akklamation folgendermaßen besetzt:
Gemeinsamer Ausschuss der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Geislingen/Kuchen/Bad Überkingen:
|
Fraktion |
Vertreter
|
|
FWV |
GR Stegmaier /Stv. GR Jakober |
|
SPD |
GR Wohlrab / GRin Heuschneider |
|
CDU |
GR Maier / Stv. GR Bilgery |
Verbandsversammlung Abwasserzweckverband Mittlere Fils:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GR Jakober |
|
CDU |
GR Maier (Stellvertreter) |
Verbandsversammlung Zweckverband Abwasserreinigung Kuchen/Gingen:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GRin Metzger-Kielkopf / Stv. GR Jakober |
|
SPD |
GRin Heuschneider / Stv. GR Teichgräber |
|
CDU |
GR Kiene / Stv. GR Mühlich |
Turnhallekommission:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GR Mann / Stv. GR Buchsteiner |
|
SPD |
GR Taufer / Stv. GR Wohlrab |
|
CDU |
GR Kiene / Stv. GR in Mühlich. |
Schulbeirat:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GR Scherf / Stv. GRin Metzger-Kielkopf |
|
SPD |
GR Kruschina / Stv. GRin Heuschneider |
|
CDU |
GRin Heer / Stv. GR Kiene |
Kindergartenbeirat:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GRin Priester / Stv. GRin Metzger-Kielkopf |
|
SPD |
GR Taufer / Stv. GRin Heuschneider |
|
CDU |
GRin Heer / Stv. GR Kiene |
Arbeitskreis Biotopverbund:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GR Frey |
|
SPD |
GR Kruschina |
|
CDU |
GR Bilgery |
Programmbeirat der Volkshochschule:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GRin Metzger-Kielkopf |
|
SPD |
GR Wohlrab |
|
CDU |
GRin Heer |
Arbeitskreis „SBI“:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
Vors. GR Mann / GR Frey |
|
SPD |
GR Teichgräber / GR Wohlrab |
|
CDU |
Schriftf. GRin Heer / GR Kiene |
Neu: Seniorenbeirat:
|
Fraktion |
Vertreter |
|
FWV |
GRin Metzger-Kielkopf |
|
SPD |
GR Teichgräber |
|
CDU |
GRin Heer |
Wahl der ehrenamtlichen Richter beim Verwaltungsgericht
Stuttgart für die Wahlperiode 2010 bis 2015
Die Amtszeit
der gegenwärtig beim Verwaltungsgericht Stuttgart berufenen
ehrenamtlichen Richter endet am 30.05.2010. Die Wahl für die neue
Amtsperiode erfolgt durch einen beim Verwaltungsgericht bestellten
Ausschuss. Hierfür hat der Landkreis eine Vorschlagsliste
aufzustellen. Die Gemeinde Kuchen kann für diese Vorschlagsliste
über die vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft Geislingen-Kuchen-Bad
Überkingen eine Person benennen.
Für die neue Amtszeit wurde am Montag Gemeinderätin Metzger-Kielkopf (FWV) gewählt.
Aktuelles aus der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule
- Bericht von Schulleiter Hagmeyer
Zu Beginn des
traditionellen Schulberichts von Rektor Hagmeyer gab Bürgermeister
Rößner bekannt, dass in den letzten Wochen die Fenster auf der
Nordseite im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des Neubaus
getauscht worden seien und damit nun im neuen Teil des
Schulgebäudes fast überall neue Fenster eingebaut seien. In den
Herbstferien werde noch der Eingangsbereich auf neuesten Stand
gebracht, auch was die aktuellen Sicherheitsbestimmungen
(Panikschloss) betrifft.
Rektor Rainer Hagmeyer lobte zunächst die vom Gemeinderat beschlossene und bereits umgesetzte Ausstattung des Computerraumes mit neuen Computern. Damit hat jeder Schüler einen eigenen PC-Arbeitsplatz.
Der Schulleiter stellte im Anschluss die verschiedenen
pädagogischen Angebote der Grund- und Hauptschule vor. Insbesondere
erwähnte er die Vorklasse der Grundschule zur Verbesserung der
Deutschkenntnisse und die verlässliche Grundschule. Hierzu gehört
ein Betreuungsangebot von 7.30 – 8.30 Uhr und montags, dienstags
und donnerstags von 12.10 – 15.30 Uhr.
Außerdem geht Herr Hagmeyer unter anderem auf den Mittagstisch, die
Ganztagesbetreuung, die erfolgreiche Teilnahme der Klassen an
Schulsportwettbewerben (Hauptschule) und die Kooperation zwischen
Betrieben aus der Wirtschaft und der Schule ein.
Herr Hagmeyer stellte in diesem Zusammenhang auch kurz den Förderkreis der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule vor, der die Schule nicht nur bei Anschaffungen verschiedenster Art (z.B. Treppenlifter) finanziell unterstützt, sondern auch ein breit gefächertes Angebot an Veranstaltungen (Veranstaltungen zu Erziehungsfragen, Kleiderbazar usw.) bereithält. Der Förderkreis ist für Mitglieder, aber auch einfach für Anregungen und Ideen, jederzeit offen.
Rektor Hagmeyer erläuterte ausführlich die Schülerzahlen und die Prognosen für die Zukunft. Demnach ist mit sinkenden Zahlen zu rechnen. Dieses Schuljahr wird die Grundschule erstmals durchgängig zweizügig geführt werden. Es bestehe aber Grund zur Hoffnung, dass die Zahlen in wenigen Jahren wenigstens stagnieren – und nicht noch weiter sinken - werden.
Ziel von Schule, Gemeinderat und Verwaltung ist es, die
Hauptschule zur Werkrealschule umzuwandeln. Hierfür wird noch
dieses Jahr ein Antrag bei der Schulbehörde gestellt.
Herr Hagmeyer und Herr Neifer geben abschließend dem Gemeinderat
noch einige Wünsche und Anregungen auf den Weg, die Ausstattung der
Schule an sinnvoller Stelle zu erneuern, bzw. zu verbessern.
Von allen Fraktionen wurden die Anregungen gern aufgenommen.
Unterhaltungsarbeiten, wie z.B. die Erneuerung der Waschbereiche in
den Klassenräumen, werden ohnehin von der Verwaltung bei Bedarf
veranlasst, so Bürgermeister Rößner.
Auf Grund der schlechten Prognosen für die Finanzlage des Haushalts
sind im nächsten Jahr keine großen Investitionen in der Schule
vorgesehen, zumal in jüngerer Vergangenheit einiges getan wurde
(Anschaffung neuer PCs, Ausstattung des Physikraumes zur
Ermöglichung von Gruppenarbeit etc.). Größere Anschaffungen würden
daher Zug um Zug getätigt werden.
Herr Hagmeyer bot dem Gremium an, sich selbst ein Bild von der Schule zu verschaffen und eine gemeinsame Begehung durchzuführen. Dies soll im Laufe des Jahres erfolgen.
Aktuelles aus der betreuten Jugendarbeit und
Ganztagesbetreuung
- Bericht von Jugendbetreuer Schamarek
Mit eher geringen
Besucherzahlen ins Schuljahr eingestiegen startete der Jugendtreff
zu Beginn des Jahres 2009 voll durch. Mehr Angebote, mehr Aktionen
und daraus resultierend hervorragende Besucherzahlen in den
Sommermonaten machten das zweite Schulhalbjahr zum
ereignisreichsten Abschnitt der bisherigen Jugendhausgeschichte.
Achtzehn ehrenamtliche Helfer (Vorstand und Beisitzer) realisierten
neue, kreative Spielformate, halfen mit den Tagesablauf zu
bewältigen und bereicherten unsere Planungen und Unternehmungen mit
tollen Ideen. Vierzig Teilnehmer bei der Übernachtung zum
Schuljahresabschluss zeigen, wie beliebt der Jugendtreff ist. Erste
Aktionen für Mädchen (Schminkkurs, Bastelkurs) wurden gut
angenommen und sollen Grundlage für eine ehrenamtlich geleitete
Mädchengruppe ab Oktober sein.
Der Jugendtreff bleibt somit weiterhin zentraler Anlaufpunkt für viele Kinder und Jugendliche aus Kuchen.
Zu Beginn des Schuljahres wurde die Grundschule in die Ganztagesbetreuung eingebunden. Essensausgaben für bis zu 48 Schüler an guten Tagen wurden gut bewältigt und liegen auch dauerhaft im Bereich des Möglichen.
Bis auf die Osterferien wurde in allen Ferien ein Schülerferienprogramm (Aktionswoche, Projekt „Gegen die Langeweile“, …) mit verschiedensten Aktionen angeboten. Ausflüge, kooperative Spielmittage, Bastelangebote für Mädchen und Aktionen mit Sachthemen waren zu jeder Jahreszeit begehrt und oftmals bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Die drei Fraktionen zeigten sich erfreut über den erfolgreichen Jugendtreff. Gemeinderat Scherf wies für die Fraktion der Freien Wählervereinigung auf die Bedeutung eines entsprechenden Angebots für Mädchen hin. In diesem Zusammenhang schlug Gemeinderat Kruschina vor, für Betreuerinnen im Jugendtreff ein freiwilliges soziales Jahr anzubieten. Derzeit wird die Mitarbeit im Jugendtreff überwiegend durch männliche Betreuer (Zivildienstleistende etc.) bestritten. Gemeinderätin Heer fragte nach, ob die Ganztagesbetreuung der Schüler für die Eltern tatsächlich kostenfrei sei. Dies wurde von Bürgermeister Rößner bestätigt. Allerdings sei mit der Ganztagesbetreuung für die Eltern die Verpflichtung verbunden, einmal im Jahr an einem Mittag bei der Betreuung zu helfen, oder alternativ einen Betrag von 20 Euro pro Jahr zu entrichten. Das Mittagessen kann durch die Bezuschussung der Gemeinde auch weiterhin für 3 Euro angeboten werden. Für Bedürftige beträgt der Preis 1 Euro pro Essen. Auf Nachfrage von Gemeinderat Kiene erklärte Hauptamtsleiter Rieker, dass das Angebot für Bedürftige durchaus angenommen werde.
Hochwasserschutz Am Kuchalber Weg
- Vergabe der
Bauleistungen
Nachdem bei der letzten
Informationsveranstaltung mit den Grundstückseigentümern am
05.11.08 über den Grabenausbau am Kuchalber Weg grundsätzlich
Einigkeit mit den Eigentümern erzielt werden konnte, wurden die
weiteren Schritte für die Durchführung der Maßnahme
eingeleitet.
Derzeit werden die letzten Kaufverträge zwischen Gemeinde und Grundstücks-eigentümern abgeschlossen. Bürgermeister Rößner dankte einleitend zu diesem Tagesordnungspunkt in der Sitzung am Montag den Grundstückseigentümern für die Mitwirkungsbereitschaft bei der Baumaßnahme.
Parallel zum Grunderwerb wurde die Ausschreibung der Baumaßnahme
vorbereitet. Verschiedene Bauunternehmen gaben daraufhin ein
Angebot ab, wobei die Firma Heim GmbH + Co. KG mit 136.296,65 € der
günstigste Bieter war. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den
Auftrag an die Fa. Heim zu vergeben.
Die Kostenberechnung des Ing.-Büros lag bei ca. 162.000 Euro
(einschl. Mehrwertsteuer). Die Kostenberechnung wurde auf Grundlage
der aktuellen Planung für den Hochwasserfall HQ50 („Minimallösung“)
erstellt.
Mit dem Angebot der Fa. Heim liegt damit ein verhältnismäßig
günstiges Angebot vor.
Die Förderung durch das Land beträgt max. 32,8 % der zuwendungsfähigen Kosten (hierin enthalten sind auch Grunderwerb und Planungskosten).
Die Arbeiten sollen Anfang Oktober 2009 beginnen und voraussichtlich bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
In der anschließenden Diskussion machten einige Gemeinderäte und Verwaltung deutlich, dass die Baumaßnahme am Kuchalber Weg nur ein weiterer Schritt für den Hochwasserschutz sei. Es gibt im gesamten Ort noch weiteren Handlungsbedarf.
Bürgerhaus
- Antrag der SPD-Fraktion zur
Reduzierung des laufenden
Abmangels
Das
Bürgerhaus wurde im Jahr 2003 eröffnet und wird seitdem von vielen
Besuchern häufig genutzt. Das Gebäude wird für verschiedene
Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Schulungen, usw.
vermietet. Zudem werden die Räumlichkeiten überwiegend durch
Vereine, Musikschule, Gemeinderatsfraktionen,
Gemeindeveranstaltungen und der Volkshochschule unentgeltlich
genutzt.
Insgesamt ist festzustellen, dass das Bürgerhaus von der
Bevölkerung gut angenommen wird. So fanden im Jahr 2008 insgesamt
62 gebührenpflichtige Veranstaltungen im Bürgerhaus statt. Dies
entspricht einer Belegungszeit von ca.700 - 800 Stunden. Zusätzlich
waren 1.856 Belegungsstunden für unentgeltliche Nutzung (Vereine,
Volkshochschule, usw.) zu verzeichnen.
Auf Grund eines Antrags der SPD erstellte die Verwaltung einen
Bericht über die laufenden Einnahmen und Ausgaben des
Bürgerhauses.
Der Vergleich mit den letzten Jahren belegt, dass der Abmangel
aus dem laufenden Betrieb im Jahr 2008 in Höhe von 14.317,33 EUR
einen Tiefstand seit der Inbetriebnahme des Bürgerhauses
darstellt.
Durch eine an die tatsächliche Belegung des Bürgerhauses angepasste
Steuerung von Heizung und Lüftung gibt es praktisch keine
Möglichkeiten zur Reduzierung der Betriebskosten. Ausgaben für
Reinigung, Wartung usw. sind zum Erhalt des Gebäudes notwendig und
können daher ebenfalls nicht beliebig reduziert werden.
Zu beachten ist auch, dass das Bürgerhaus häufig unentgeltlich
belegt ist (Vereine, Volkshochschule, usw.).
Im Vergleich mit anderen Einrichtungen in Kuchen und Umgebung
zeigt sich, dass das Bürgerhaus ein gutes
Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Verwaltung konnte daher eine
Gebührenerhöhung nicht empfehlen.
Der Gemeinderat nahm nach kurzer Diskussion den Bericht zustimmend
zur Kenntnis.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab die in der Sommerpause eingegangenen Baugesuche und das von der
Verwaltung durch Ermächtigung erteilte Einvernehmen bekannt.
Hierbei handelte es sich erforderliche Befreiungen von kleineren
Verstößen gegen den jeweiligen Bebauungsplan.
Erfreulich sei, dass auch für das Gewerbegebiet Espan wieder ein Bauvorhaben eingegangen sei. Die Firma KoCos Engineering mit Hauptsitz in Korbach möchte in Kuchen eine Zweigstelle eröffnen.
Bürgermeister Rößner berichtete über den aktuellen Stand zur Umsetzung des Konjunkturpakets II.
Kämmerer Schmid wies auf die Bauarbeiten im Bereich der Kreuzung Filsstr./ Neckartstr. hin, welche am Montag begonnen haben.
Gemeinderat Teichgräber fragte nach den von der Verkehrsschau beschlossenen Maßnahmen. Diese seien zum Teil bereits umgesetzt, doch sei im Gremium noch keine Anordnung des Landratsamts bekannt gegeben worden. Bürgermeister Rößner erklärte hierzu, dass für die bereits umgesetzten Maßnahmen keine Anordnung erforderlich sei.
Gemeinderat Bilgery fragte nach dem Stand der Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Bürgermeister Rößner erläuterte hierzu kurz, dass die Umrüstung nach der Urlaubzeit vorgesehen sei. Das AlbWerk habe den Auftrag bereits erhalten.
Gemeinderatsbericht vom 12.10.2009
Verpflichtung der in der letzten Sitzung nicht anwesenden
Gemeinderäte
Die Gemeinderäte Volker Mann und Hansjörg
Wohlrab, welche in der Sitzung am 14.09.09 nicht anwesend waren,
wurden nun in der Sitzung am Montag ebenfalls in ihrer neuen
Amtsperiode von Bürgermeister Rößner auf die gewissenhafte
Erfüllung ihrer Amtspflichten verpflichtet.
Nachrücken von Herrn Dieter Taufer als
Gemeinderat
Durch das Ausscheiden von Frau Annegret Weit
ist ein Gemeinderatsmandat neu zu besetzen.
Nach § 31 Abs. 2 GemO rückt der als nächste Ersatzmann des
Wahlvorschlags festgestellte Bewerber nach. Bei der Wahl des
Gemeinderats am 07.06.2009 wurde als nächster möglicher Ersatzmann
des Wahlvorschlags der SPD Herr Dieter Taufer
festgestellt.
Herr Taufer nahm das Amt in der Sitzung am Montag an. Er wurde daraufhin vom Bürgermeister Rößner auf die gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten verpflichtet
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der vorausgegangenen
nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 14.September
2009 Bürgermeister Rößner gab
bekannt, dass die Verwaltung beauftragt wurde, Angebote zur
Realisierung der ursprünglich angedachten Trapezdachlösung für die
angedachte Sanierung des Bauhofdaches einzuholen. Von der
Dach-/Fassadenlösung nach dem Thyssen-Krupp-System wurde Abstand
genommen.
Außerdem wurde beschlossen, das AlbWerk Geislingen mit der
Realisierung einer Bürger-Photovoltaikanlage zu beauftragen.
Hierzu wird die Verwaltung gemeinsam mit dem Albwerk eine
Informationsveranstaltung organisieren.
Aktualisierung des Kommunalen
Straßeninstandsetzungsprogrammes
- Information über den
aktuellen Stand
- Umsetzung von Maßnahmen in
2010
Das Ingenieurbüro Appenzeller, Kuchen, stellte
am Montag ein Gutachten zum Straßeninstandsetzungsprogramm vor. In
einer Begehung mit anschließender Auswertung hatte Herr Appenzeller
sämtliche Straßen von Kuchen erfasst und in verschiedene
Schadenstypen eingeteilt. Ausgehend von einer Nutzungszeit einer
Straße von 25 Jahren wurde dann im Gutachten – mit Zu- und
Abschlägen je nach Verkehrsbelastung – eine Prioritätenliste für
die Sanierung erstellt und Kosten ermittelt. Würden alle Straßen
der Priorität 1 (schlechtester Zustand) auf einmal saniert werden,
wäre dies mit Kosten in Höhe von 1,4 Mio. € verbunden. Damit war
klar, dass eine Entscheidung getroffen werden musste, welche Straße
als nächste erneuert wird.
Die Aufarbeitung des Straßeninstandsetzungsprogramms durch Herrn
Appenzeller brachte auch das Ergebnis, dass in der Seewiesenstraße
dringend etwas gemacht werden müsste, bevor größere Schäden
entstehen (hier hat es teilweise bis zu 2 cm große Risse im
Oberflächenbelag - durch eindringendes Wasser und Frost nimmt auch
der Unterbau Schaden).
Außerdem schlug die Verwaltung vor, die Hohensteinstraße (einschl.
Wasserleitung) zu erneuern, da die Straße durchgehend Setzungen am
Rand aufweist.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD, dass dringend etwas getan
werden müsse, auch wenn dies zweifellos ein ungünstiger Zeitpunkt
im Hinblick auf die einbrechenden Finanzen sei. Ihm sei aber die
Lange Straße auf Grund des Verkehrs und ihres Zustandes ebenso
wichtig wie die Hohensteinstraße.
Bürgermeister Rößner erläutert, dass die Instandhaltung von Kanal
und Wasserleitung auch in der Vergangenheit stetig erfolgte. Die
Straßen seien hingegen abhängig von der Finanzlage saniert oder
eben auch zurückgestellt worden. Vom Zustand her betrachtet müsse
man mehr als nur die vorgeschlagenen Straßen erneuern. Dies sei
aber finanziell sehr schwierig.
Gemeinderat Jakober erklärte für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung, dass die Lange Straße mit rund 185.000 EUR
finanziell sehr kritisch zu sehen sei. Auch in den nächsten Jahren
wird der beträchtliche Sanierungsbedarf nicht einfach gestemmt
werden können. Deshalb wäre man für die Hohensteinstraße.
Gemeinderat Teichgräber sprach sich für die Erneuerung des
Marktplatzes als Aushängeschild für den Ort aus. Mit einer
Nullverschuldung müsse man sich nicht brüsten, man könne durchaus
Schulden machen.
Bürgermeister Rößner stellte klar, dass die Hohensteinstraße herausgegriffen worden sei, da diese finanziell tragbar sei. Er sprach sich dagegen aus, Kredite für den Straßenbau aufzunehmen. Stattdessen sollte man lieber in Kinder- und Jugendbetreuung und Bildung investieren, statt in Beton und Asphalt. Das Ziel heiße klar Haushaltskonsolidierung. Kosmetische Maßnahmen wie die Marktplatzerneuerung seien da hinten anzustellen, zumal heutige vermeidbare Kredite die künftigen Kosten unserer Kinder seien.
Gemeinderätin Heer erklärte für die CDU, dass man bis Frühjahr 2009 mit einer definitiven Entscheidung warten solle. Die Maßnahmen könnten zwar beschlossen werden, sollten jedoch vorbehaltlich der Haushaltssituation erst nächstes Jahr umgesetzt werden.
Die Verwaltung wurde letztendlich bei zwei Gegenstimmen und
einer Enthaltung beauftragt, noch im Jahr 2009 in der
Seewiesenstraße einen Dünnschichtasphalt zum Preis von rund 38.000
Euro aufbringen zu lassen, sofern die Witterung dies erlaubt.
Außerdem wurde beschlossen, im Jahr 2010 die Hohensteinstraße
(einschl. Wasserleitung) zu erneuern. Die Verwaltung wurde
beauftragt, eine beschränkte Ausschreibung dieser Arbeiten
vorzubereiten. Die Maßnahme steht vorerst unter dem
Finanzierungsvorbehalt der weiteren finanziellen Entwicklung im
Jahr 2010.
Haushaltssatzung 2010
- Genehmigung der
mittelfristigen Investitionsplanung 2009 -
2013
Die Finanzplanung 2009 – 2013 ist geprägt
von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, welche im
Spätherbst 2008 mit der Bankenkrise ihren Anfang genommen hat.
Konnte im Rechnungsjahr 2008 noch ein Rekordergebnis erzielt
werden, zeigen alle finanziellen Zukunftsprognosen seit der
Steuerschätzung vom Mai 2009 steil nach unten. Die Rede ist von der
schwersten Wirtschaftskrise / Weltwirtschaftskrise seit dem
Bestehen der Bundesrepublik. Die im Jahr 2009 bereits real
gewordenen Steuereinbrüche lassen auch zumindest für die Jahre 2010
und 2011 nichts Gutes erwarten.
Nur Dank der auf Ende 2008 erreichten Schuldenfreiheit bleibt der
Gemeinde – zumindest bis jetzt – noch „Luft zum Atmen“. Nach den
vorliegenden Planzahlen 2010 können noch einige
Unterhaltungsmaßnahmen angegangen werden.
Für das Jahr 2010 ergibt sich bei der Gewerbesteuer ein Planansatz
von 357.606 €. Basierend auf den HH-Erlass 2010 ist die
Einkommensteuer im Planjahr 2010 mit 1.921.320 €
(Berechnungsgrundlage 3,6 Mrd. €) zu veranschlagen, dies sind
400.000 € weniger als der Planansatz 2009 oder rd. 737.000 €
weniger als das Rechnungsergebnis 2008.
Wie die Einkommensteuer gehen auch die Schlüsselzuweisungen zurück, wenngleich auch im Jahr 2010 noch nicht in gleichem Maße. Gemäß dem HH-Erlass 2010 sind Schlüsselzuweisungen in Höhen von 1.954.221 € zu veranschlagen. Die Personalausgaben der Gemeinde werden für das Jahr 2010 mit insgesamt 1.580.710 € veranschlagt (zum Vergleich: laut Haushaltsplan lagen die Kosten im Jahr 2009 bei 1.643.742 €).
Nach der vorliegenden Planung ist im Jahr 2010 keine
Kreditaufnahme erforderlich. Die Kreisumlage ist in Eurobeträgen
weiter angestiegen (für 2010 sind 1.732.847 € angesetzt).
Ein Überschuss des Verwaltungshaushalts wird als Investitionsrate
dem Vermögenshaushalt zugeführt. Nach den Zahlen der vorliegenden
Finanzplanung wird sich die Brutto-Investitionsrate im Jahr 2010
auf 140.486 € belaufen.
Im Investitionsprogramm 2009 – 2013, das den Namen eigentlich
nicht verdient, liegt der Schwepunkt auf der
Substanzerhaltung des vorhandenen Vermögens (Gebäude,
Leitungsnetze, Straßen).
In der Ankenhalle steht die Erneuerung der Heizung/Lüftung an. Die
Maßnahme mit einem Gesamtaufwand von 500.000 € wurde grundsätzlich
neu veranschlagt in den Jahren 2009 bis 2011 – eine erste
Rate für Planung und kleinere Teilmaßnahmen mit 100.000 € im Jahr
2009. Aufgrund der neuen finanziellen Gesamtsituation wäre diese
Maßnahme im Jahr 2010 aber nur mit einer erneuten Kreditaufnahme
finanzierbar. Um dies zu vermeiden wird nun diese Maßnahme um ein
Jahr verschoben (in die Jahre 2011 und 2012) mit Ausnahme der
Planung. Für die Herstellung eines öffentlichen Parkplatzes in der
Ortsmitte sind 50.000 € veranschlagt. Die aufwändige Sanierung des
Kanals in der Tegelbergstraße wird ebenfalls um ein Jahr
verschoben.
Mit dem Abschluss des Jahres 2008 war die Gemeinde im Kernhaushalt
– trotz beachtlicher Investitionen in den vergangenen Jahren -
schuldenfrei. Die Gemeinde hat sich eisern an ihre Vorgaben
gehalten und sämtliche Steuermehreinnahmen der guten Jahre 2007 und
2008 für die Schuldentilgung verwendet.
Durch den massiven Steuereinbruch ab dem Jahr 2010 lässt sich diese
Null-Verschuldung zumindest im Jahr 2010 nur halten, wenn die
beabsichtigten Investitionen wie vorstehend erläutert zeitlich
verschoben werden.
Fraktionsvorsitzender Jakober machte in seiner Stellungnahme für die Fraktion der Freien Wählervereinigung deutlich, dass bei dem drohenden Rekord-Minus für das Land auch Kuchen nicht verschont bleibe. die Investitionen seien eher als Abschlüsse größerer Maßnahmen wie z.B. die Sanierungen Ortsmitte und Marktplatz zu sehen. Ein schnelleres Tempo bei der Straßensanierung und dem Hochwasserschutz wäre zwar schön, doch sei zu befürchten, dass in den nächsten Jahren die Mittel hierzu fehlen. Eine Neuverschuldung bringe hohe Zinsfinanzierungen mit sich, so dass hiervon abzuraten sei. Die Fraktion der Freien Wählervereinigung schlage eine Kenntnisnahme – statt Genehmigung - der Finanzplanung vor, da ein echtes Investitionsprogramm mit entsprechenden Zahlen nicht vorliege.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD, dass er die Situation nicht ganz so pessimistisch sehe wie der Kämmerer. Antizyklisches Verhalten der öffentlichen Hand sei auch in der Vergangenheit manchmal sinnvoll gewesen. Im Moment liegen aber hierfür zu wenig Informationen vor. Gemeinderat Wohlrab sieht die Umsetzung des Bahnhof-Sanierungsprogrammes bis 2011, wie von der Bahn angekündigt, als großes Ziel. Er sei aber froh, dass die Bahn nun doch am Programm festhalten will.
Gemeinderätin Heer äußerte sich optimistisch, dass sich die Gemeinde wie auch in der Vergangenheit nicht übernehmen werde. Weiterentwicklung sei vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendbetreuung erforderlich. Hier sei Kuchen auf einem guten Weg. Das Beispiel Ganztagesbetreuung zeige, dass es mit Kreativität auch kostengünstig gehe.
Bürgermeister Rößner gab abschließend zu bedenken, dass die Gemeinde im Jahr 2009 vor allem durch das Konjunkturpaket und anderen Maßnahmen mit fast 1 Mio. EUR einige Investitionen getätigt habe, die nicht vorgesehen gewesen waren. Damit könnte 2010 zur Investitionspause genutzt werden. Sollten die Zahlen dann doch wesentlich besser ausfallen, als heute prognostiziert, könnten immer noch Investitionen getätigt werden. Hier sei die Gemeinde flexibel genug.
Die Finanzplanung 2009 - 2013 mit Investitionsprogramm wurde vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Grundlage den Haushaltsplan 2010 zu erstellen.
Bestätigung des Ergebnisses der Kleinen Verkehrsschau vom
25.08.2009
Die vom Landratsamt angeordneten bzw. von der
Verkehrsschau empfohlenen Maßnahmen wurden am Montag vom
Gemeinderat bestätigt und können damit umgesetzt werden.
Im Einzelnen handelt es sich um
- die Einführung eines eingeschränkten, zeitlich begrenzten
Haltverbots in der Moltkestraße sowie die Anbringung eines
Mittelstreifens im Kurvenbereich der Moltkestraße/ Lange
Straße.
- die Einführung eines Haltverbots in der Bahnhofstraße und
Friedrichstraße im Kreuzungsbereich,
- die Einführung eines verkehrsberuhigten Bereichs in der
Färberstraße (zwischen Bleicher- und Neckarstraße),
- die versuchsweise Anbringung eines Blumenkübels in der Filsstraße
zur Verengung der Farbahn, da dort die zulässige Geschwindigkeit
von 30 km/h oftmals nicht eingehalten wird,
- die Einführung eines eingeschränkten Haltverbots in der
Langwiesenstraße (nach der Einmündung Robert-Koch-Straße),
- in der Strudelstraße (Einmündungsbereich bei der
Richard-Wagner-Straße) die Verlängerung eines bestehenden
gesetzlichen Parkverbots mittels Zick-Zack-Linie.
In der Hölderlinstraße beriet die Verkehrsschau über die unzureichenden Parkmöglichkeiten auf öffentlicher Verkehrsfläche. Abhilfe kann hier jedoch nicht geschaffen werden, da die Ausweisung von Stellplätzen im Endeffekt den vorhandenen Parkraum noch zusätzlich verringern würde.
Hauptamtsleiter Rieker erklärte zur Verengung der Fahrbahn in der Filsstraße, dass es bereits auch kritische Stimmen von Anwohnern gebe, da z.B. durch das vermehrte An- und Abfahren mehr Verkehrslärm entsteht.
Gemeinderat Mann wies daraufhin, dass eine saubere Abwägung von pro und contra erforderlich sei. Bei näherer Betrachtung zeige sich, dass die Maßnahmen nicht immer zur Verbesserung der Situation beitragen.
Vorerst wird die Verengung versuchsweise beibehalten.
Sprachförderung in den Kuchener
Kindergärten
-Antrag der FWV-Fraktion auf
Berichterstattung
Die
FWV-Gemeinderatsfraktion hat im Rahmen der Haushaltsberatung 2009
folgenden Antrag gestellt:
- Prüfung, welchen Zeitaufwand die gegenwärtige Sprachförderung für
Kinder umfasst
- Prüfung, wie viele Kinder in Kuchener Kindergärten schwere Sprachdefizite haben.
Für die FWV-Fraktion bewerte GRin Prister die Situation. Der „Hase-Test“, der vom Gesundheitsamt durchgeführt wird, berücksichtigt keine Grammatik. Aber viele Nationalitäten haben sich ihre eigene Grammatik angeeignet. Es sei weiterhin sehr wichtig die Sprachförderung zu betreiben.
Gemeinderat Teichgräber fand den Unterschied der Bewertungen vom
Gesundheitsamt und den Erzieherinnen unbefriedigend und meinte,
dass sich die beiden annähern sollten. Es sei auffällig, dass 70 %
der Kinder mit Sprachdefiziten einen Migrationhintergrund
aufweisen.
Gemeinderätin Heer schlug vor die Erzieherinnen nach geeigneten
Mitteln für die optimale Förderung zu fragen und auch eventuell
ehrenamtlich Tätige zum Vorlesen mit einzubeziehen.
Gemeinderat Jakober meinte, dass solange die Landesstiftung aktiv
ist, diese auch in Anspruch zu nehmen. Zudem sollte man aber auch
eigene Mittel mit einbringen um Fachpersonal anzustellen.
Bürgermeister Rößner hält es für wichtig, dass Fachpersonal
eingestellt werde, aber ein großes Problem sei der Beginn der
Sprachförderung selbst, da diese erst im letzten Kindergartenjahr
beginnt – viel zu spät.
Gemeinderätin Metzger- Kielkopf bemerkte, dass im Investitionsplan
sei die Sprachförderung und Integrationskraft miteingeplant.
Bürgermeister Rößner sagte, dass nur eine Gruppe nicht gefördert
sei und die Integrationskraft eine andere Sache sei.
Kommunale Wasserversorgung
- Änderung der
Betriebssatzung
Im Haushaltsplan 2009
ist eine Eigenkapitalszuführung an den „Eigenbetrieb
Wasserversorgung“ in Höhe von 200.000,00 € veranschlagt. Diese
Eigenkapitalzuführung dient der Finanzierung der getätigten
Investitionen bzw. einer entsprechenden Reduzierung des
Kreditbedarfs der Wasserversorgung.
Zur Vollziehung dieses Planansatzes ist eine Änderung der
Betriebssatzung für die Wasserversorgung durch den Gemeinderat
notwendig.
Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am Montag, die Satzung entsprechend zu ändern.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen
zur Errichtung einer Werbeanlage auf dem Grundstück Hauptstraße
174, welche zwei Kuchener Betrieben dient.
Bekanntgaben/ Verschiedenes
Die geplante
Werkrealschule mit Gingen wird nicht im nächsten Jahr verwirklicht
werden können. Die für die Genehmigung einer Werkrealschule
benötigte Schüleranzahl (27) kann nicht aufgebracht werden. Man
stelle nun andere Überlegungen an.
Für die geplante Bürger- Photovoltaikanlage auf dem Bauhofdach
wurde vom Albwerk eine größere Anlage errechnet mit 65 kWp, anstatt
der bisherigen 40 kWp. Für diese Anlage wäre eine einmalige
Investition von 215.000 € nötig.
Am 11. November 2009 findet eine Informationsveranstaltung statt,
bei der das Albwerk das genauere Konzept vorstellen wird.
Gemeinderätin Heuschneider bemerkte, dass man sich größte Mühe gebe
die Straßen von Kuchen in Ordnung zu halten und dann die Kabel BW
die Straße aufgräbt. Sie wollte wissen ob es dafür eine
Gegenleistung gäbe.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass Kabel BW vertraglich ein Recht
darauf habe dort zu graben.
Gemeinderat Scherf teilte mit, dass an manchen Gebäuden die
Hausnummern nicht ersichtlich seien und bat um einen Hinweis im
Mitteilungsblatt.
Des weiteren schilderte er, dass Die Treppe an der Mozartstr. /
Staubstr. in schlechtem Zustand sei und bat darum, dass dies
angeschaut wird.
Gemeinderat Mann deutete darauf hin, dass die Baustelle beim Tunnel
beendet sei und dass dort jetzt Schäden an der Fahrbahndecke
vorhanden seien.
Außerdem wollte er wissen ob die Ampelschaltung an der B 10,
Löwenkreuzung korrigiert worden ist.
Bürgermeister Rößner antwortete, dass man dies überprüfen
werde.
25-jähriges Dienstjubiläum von BM Rößner
Gemeinderat Frey hielt eine Ansprache bezüglich des 25- jährigen
Dienstjubiläums von Herrn Bürgermeister Rößner.
Herr Frey beschrieb kurz den beruflichen Werdegang von Herrn Rößner
und bedankte sich im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung und
der Bürger für das verantwortungsvolle Handeln und das
Engagement.
Er meinte, dass die Gemeinde mit Herrn Rößner als Bürgermeister
immer gut gefahren wäre und deutete darauf hin, dass viele Pläne
verwirklicht und gesteckte Ziele erreicht worden sind. Daher sei
Herr Rößner als eine erfahrene und sehr geschätzte
Führungspersönlichkeit anzusehen, was auch bei den Wahlergebnissen
der Bürgermeisterwahlen deutlich wurde. Er meinte, dass auch in
Zeiten der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Knappheit der
Finanzen das verantwortungsvolle und besonnene Handeln des
Bürgermeisters mehr denn je gefragt ist. Bürgermeister Rößner sei
nach wie vor der Motor, der nicht ins Stottern kommt. Mit ihm sei
man stets sehr gut gefahren.
Gemeinderat Frey wünschte Bürgermeister Rößner noch alles Gute und
Gottes Segen für seinen beruflichen und privaten Werdegang und zum
Schluss übergab er Herrn Rößner eine Dankesurkunde des Landkreises
Göppingen und ein Präsent.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass die 25 Jahre für ihn sehr schnell vergangen seien. Er bereue seine Berufswahl nicht, denn ihm mache die Arbeit als Bürgermeister immer noch sehr viel Spaß. Er sei Bürgermeister mit Leib und Seele und könne seinen Traumberuf ausüben. Er habe das Glück gehabt, stets zur rechten Zeit am jeweils richtigen Ort mit dem richtigen Aufgabengebiet und bei den richtigen Leuten zu sein. Gemeinsam habe man viel erreicht, weshalb er Gemeinderat, Team, Bevölkerung, Freunde und Familie zu danken habe.
BM
Rößner bei der Übergabe der Dankesurkunde des Landrats.
Gemeinderatsbericht vom 09.11.2009
20. Jahrestag Mauerfall
Bürgermeister Rößner
erinnerte in der Sitzung am Montag an den zwanzigsten Jahrestag des
Falls der Berliner Mauer und erklärte, dass dieses wichtige
Ereignis für uns ein Glücksfall war. Die Menschen sollten eher
Brücken bauen, als Mauern.
Verpflichtung der in der konstituierenden Sitzung nicht
anwesenden Gemeinderäte
Bürgermeister Rößner
verpflichtete Hans Maier (CDU) auf seine neue Amtszeit als
Gemeinderat.
Bekanntgaben von Beschlüssen aus der vorausgegangenen
nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 12. Oktober
2009
Die SPD-Fraktion hatte im Vorfeld
Alternativ-Vorschläge zur Vorplanung der B10-neu ausgearbeitet.
Hierbei handelt es sich um eine hangseitige Verschiebung eines
Teils der Trasse und einer Tunnellösung im Anschluss an die
Seetalbrücke. Von diesen Vorschlägen wurde Kenntnis genommen.
Je zwei Vertreter der Fraktion und der Verwaltung sollen nun beim Regierungspräsidium vorstellig werden. Ein Termin soll noch vor Weihnachten vereinbart werden, so Bürgermeister Rößner.
Außerdem wurde beschlossen, die Firma Leonhardt für Zimmer- und Holzbauarbeiten und die Firma Wolf für Flaschner- und Dachdeckerarbeiten zur Sanierung bzw. Wärmedämmung des Bauhofdachs zu beauftragen. Die Entsorgung des Eternitdachs übernimmt die Firma PS Containerservice.
Umsetzung des Konjunkturpakets II
Bericht über den aktuellen Stand
Bürgermeister Rößner
erläuterte im Detail die einzelnen Arbeiten, die im Rahmen des
Konjunkturpakets II ausgeführt wurden. Die meisten Maßnahmen sind
mittlerweile abgeschlossen.
Im einzelnen handelt es sich um:
Einbau von Solarduschen im Freibad, Erneuerung der Heizungsanlage
im SBI-Kindergarten, Erneuerung der Fenster und des Daches in der
Bahnhofturnhalle, Austausch der Fenster und Bodensanierung in der
Schwimmbadturnhalle, Sanierung des Bauhofdaches, Austausch von
Fenster und Türen sowie der Heizung im Kindergarten Kirchgasse,
Austausch von Heizkörpern und Fenstern sowie Erneuerung des
Eingangbereichs in der Schule.
Der Eingangsbereich der Schule wird erst in den Weihnachtsferien
ausgeführt, da die Türelemente bisher nicht geliefert werden
konnten. Die Türen werden nun außerdem mit sogenannten
Panikschlössern versehen, so dass im Notfall die Türen vom
Sekretariat bzw. Hausmeisterbüro aus gesteuert werden können.
Insgesamt wurden Maßnahmen mit einem Auftragsvolumen von rund
300.000 EUR durchgeführt. Die Förderung durch den Bund betrug 61,5
% (entspricht rund 184.000 EUR).
Wichtig sei vor allem, so Bürgermeister Rößner, dass 14 Aufträge an
Betriebe aus Kuchen und der direkten Umgebung vergeben werden
konnten. Damit konnte die Gemeinde mit dazu beitragen, die lokale
Wirtschaft zu stärken. Erfreulich war auch, dass die Gemeinde dank
der damals guten Haushaltslage und der Förderung durch den Bund das
Konjunkturprogramm finanziell gut stemmen konnte.
Gemeindeeigene Brunnen in Kuchen
Antrag der Fraktion der Freien Wählervereinigung zum Bericht
über die Schadensursachen und mögliche Instandsetzungen an den
Kuchener Brunnen
Gemeinderat Stegmaier wies im Namen der
FWV-Fraktion am 02.02.09 darauf hin, dass sich einige Brunnen der
Gemeinde in einem schlechten Zustand befinden. Die Brunnen, welche
mit zum Wohlfühlen und zur Lebensqualität in der Gemeinde
beitragen, sollten wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt
werden.
Die FWV-Fraktion beantragte deshalb, dass die Verwaltung über
Möglichkeiten zur Instandsetzung der Brunnen berichten möge.
Bauamtsleiter Potschkay erläuterte zu den einzelnen Brunnen der Gemeinde den baulichen Zustand und mögliche Instandsetzungsarbeiten.
Der Bauhof hat in den letzten Tagen für den Brunnen am Marktplatz/ Seetalbachstraße und den Weberbrunnen eine Vorrichtung eingebaut, mit welcher das Wasser im Winter abgestellt werden kann. Am Kaskadenbrunnen an der Pfarrgasse/ Seetalbachstraße ist die Umwälzpumpe defekt.
Bei den drei Brunnen in der Hafengasse besteht das Problem, dass
alle drei aus derselben Brunnenstube am Lippenrain gespeist werden.
Die Brunnenstube bringt – abhängig vom Niederschlag –
unterschiedliche Mengen an Wasser. Zudem ist die Zuleitung
verkalkt, so dass das durchfließende Wasser die Brunnen nicht mehr
ausreichend versorgt.
Auf dem SBI-Festplatz steht ein weiterer Brunnen, welcher auf Grund
des sehr kleinen Ablaufdurchmessers - und dem damit verbundenen,
häufigen Überlaufen des Beckens - vor einigen Jahren außer Betrieb
genommen wurde.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf schlug für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung vor, den Kaskadenbrunnen dauerhaft zu bepflanzen.
Der Brunnen an der Kirche könnte zu Gunsten des Elefantenbrunnens
und des Ochsenbrunnens dauerhaft abgestellt werden. Beim
Fischbrunnen könnte ein Sieb angebracht werden, um zu verhindern,
dass der Wasserlauf mit Gegenständen verstopft wird.
Gemeinderat Maier schloss sich für die CDU-Fraktion der Stellungnahme der FWV an.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD-Fraktion, dass das Anliegen der FWV wichtig gewesen sei. Die Brunnen sollen zur Verschönerung des Ortes beitragen. Er plädierte dafür, dass möglichst alle Brunnen wieder zum Laufen gebracht werden sollen.
Gemeinderat Mann sprach sich dafür aus, die Entnahme von Wasser aus den öffentlichen Brunnen in der Polizeiverordnung zu verbieten, da bei Umwälzpumpen sonst die Gefahr eines Defekts besteht.
Schließlich beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, beim Kaskadenbrunnen eine dauerhafte Bepflanzung vorzunehmen. Für die Leitung der Brunnen in der Hafengasse soll die Verwaltung nach einstimmigem Beschluss ein Unternehmen ausfindig machen, welches die Leitung ausfräsen kann. Mit der Evangelischen Kirchengemeinde soll über den Brunnen bei der Jakobuskirche gesprochen werden. Für den Fischbrunnen wurde beschlossen, die Kosten für den Einbau einer Umwälzpumpe zu ermitteln. Der Brunnen in der Neckarstraße soll nach mehrheitlichem Beschluss weiterhin außer Betrieb bleiben.
Interkommunaler Kostenausgleich nach § 8a
KiTaG
Abschluss eines öffentlich-rechtlichen
Vertrags
Die Neufassung des Kindertagesbetreuungsgesetzes
(KiTaG) ist rückwirkend zum 01.01.2009 in Kraft getreten. § 8a
KiTaG verpflichtet gesetzlich dazu einen Kostenausgleich für die
Betreuung auswärtiger Kinder vorzunehmen. Dies bedeutet, dass für
Kinder die außerhalb der Wohnsitzgemeinde betreut werden, ein
Ausgleich an die Gemeinde/ Stadt in der die Betreuung statt findet
bezahlt werden muss.
Der Gemeinderat beschloss, die Abrechnung nach den vom Gemeindetag und Städtetag empfohlenen Pauschalbeträgen vorzunehmen. Die Verwaltung wurde außerdem ermächtigt, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur pauschalen Abrechnung zwischen den Städten und Gemeinden des Landkreises Göppingen abzuschließen.
Geräteschuppen im Außenbereich
- Standort für
eine Gemeinschaftsanlage
- Änderung des
Bebauungsplans “Schallstr., Staubstr.,
Friedhof“
Bürgermeister Rößner erinnerte an die Diskussion
im Gemeinderat vom 30. März 09, welche die rechtlich schwierige
bzw. nicht mögliche Errichtung von Geräteschuppen im Außenbereich
zum Inhalt hatte. Als mögliche Alternative wurde hierbei die
Errichtung einer Gemeinschaftsanlage gesehen. Die Fraktion der
Freien Wählervereinigung stellte den Antrag, hierfür mögliche
Standorte zu prüfen.
Die Verwaltung schlug in der Sitzung am Montag als möglichen Standort den ehemaligen Grüngutplatz - zwischen Friedhof und Bahn - vor.
Die Fläche gehört der Gemeinde und ist vom Bebauungsplan „Schallstr., Staubstr., Friedhof“ erfasst, welcher entsprechend geändert werden müsste.
Auf dieser Fläche könnten auch die Glascontainer der Schallstr.
aufgestellt werden. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, die
Glascontainer generell zu versetzen und Parkplätze zu
erstellen.
Gemeinderat Scherf sprach sich für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung ebenfalls für den Standort zwischen Friedhof und
Bahn aus. Die Vorgehensweise – Bebauungsplan ändern, Kontakt zu den
Interessenten aufnehmen – sei sinnvoll.
Auch Gemeinderat Bilgery unterstützte für die CDU-Fraktion den
vorgeschlagenen Standort. Beide Fraktionen sprachen sich gegen das
Versetzen der Glascontainer aus, da an dieser etwas abgelegenen
Stelle wilde Müllablagerungen und eine Störung von Trauerfeiern
befürchtet wird.
Gemeinderat Wohlrab betonte, dass die SPD die Glascontainer in
Verbindung mit Parkplätzen an diesem Standort beantragt
hatte.
Gemeinderat Teichgräber bemerkte, dass er zwar für einen
Gemeinschaftsschuppen sei, jedoch nicht am vorgeschlagenen
Standort. Das Parkplatzangebot am Friedhof müsse hingegen
verbessert werden. Auch durch einen Schuppen wäre dort eine
Lärmbelästigung bei Beerdigungen zu befürchten. Das Gewerbegebiet
Espan biete hierfür bessere Standorte.
Gemeinderat Jakober gibt zu bedenken, dass es im Espan um wertvolle
Bauflächen gehe. Wenn sich ein Gemeinschaftsschuppen realisieren
lasse, wäre die Fläche des ehemaligen Grüngutplatzes die passende
Gelegenheit. Die Glascontainer hingegen seien in der Schallstraße
auch für Radfahrer besser erreichbar und sollten daher nicht
versetzt werden.
Gemeinderat Mann schlug vor, die Parkplätze in der Schallstraße in
Richtung Gingen zu vergrößern, da dort ein Grünstreifen zwischen
Radweg und Filsböschung vorhanden sei.
Auch Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Bauflächen im Espan
besser an Gewerbebetriebe veräußert werden. Im Übrigen sei
letztlich entscheidend, dass die Interessenten die Anlage auch
tatsächlich umsetzen wollen und finanzieren können. Die Mehrkosten
für einen Bauplatz im Espan werden diese sicher nicht
hinnehmen.
Auf Nachfrage von Gemeinderätin Heuschneider führte Bürgermeister
Rößner aus, dass der Schuppen von den Interessenten zu finanzieren
sei, die Fläche jedoch von der Gemeinde kostenlos zu Verfügung
gestellt werde.
Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich, den Bebauungsplan und die Örtlichen Bauvorschriften „Schallstr., Staubstr., Friedhof“ zu ändern und die Öffentlichkeit/ Träger öffentlicher Belange zu beteiligen. Wenn die Änderung des Bebauungsplans am Laufen ist, wird die Verwaltung mit den Interessenten an einer Schuppenanlage Kontakt aufnehmen.
Änderung der Friedhofsatzung
In der Friedhofsatzung
der Gemeinde vom 09. September 1991 ist geregelt, dass zum Setzen
von Grabsteinen auf dem Friedhof nur Gewerbetreibende zugelassen
sind, welche die Meisterprüfung abgelegt haben. Diese Einschränkung
ist nach der neuen Dienstleistungsrichtlinie der EU nicht mehr
zulässig. Der Gemeinderat beschloss daher am Montag, die
Friedhof-Satzung entsprechend zu ändern.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass das AlbWerk der Gemeinde eine Spende in Höhe von
4.000 EUR zukommen ließ. Der Betrag soll in die Bereiche
Kindergarten/Jugend/Schule eingesetzt werden.
Bürgermeister Rößner gab außerdem die Einladung zum Volkstrauertag am 15.11. und die Einladung zur Eröffnung der Weihnachtsausstellung im Rathaus am 29.11. bekannt.
Gemeinderat Scherf beantragte im Namen der Fraktion der Freien Wählervereinigung die sofortige Entfernung der Absperrung und des Blumenkübels in der Filsstraße. Diese Maßnahme war ursprünglich zur Verkehrsberuhigung gedacht, doch gehen die Meinungen über den Erfolg weit auseinander.
Auch Gemeinderat Maier unterstrich, dass die Anwohner unterschiedlicher Meinung seien und ein wirklicher Erfolg nicht erkennbar sei. Gemeinderat Jakober merkte an, dass die Fahrbahnverengung zudem für Radfahrer gefährlich sein könne. Das Gremium beschloss einstimmig, den Versuch zur Verkehrsberuhigung in dieser Form zu beenden und den Blumentrog abzubauen. In 2010 soll nach anderen Lösungen gesucht werden.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf erklärte für den Seniorenausschuss, dass die Ruhebänke in der Gemeinde dringend erneuert werden sollten. Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Situation, wo dies möglich sei, verbessert werde.
Gemeinderätin Heuschneider wies auf den neu aufgebrachten Dünnschichtbelag in der Seewiesenstraße hin, der ziemlich rau sei. Gemeinderat Bilgery ergänzte, dass auch die Schachthöhen angepasst werden müssten. Kämmerer Schmid führte aus, dass der Belag eine Reparaturmaßnahme und kein neuer Belag sei. Der Belag werde aber durch das Fahren, insbesondere im Sommer, geglättet. Der Split werde noch abgekehrt.
Gemeinderätin Heuschneider regte an, die Winteröffnungszeiten des Grünmassesammelplatzes im Mitteilungsblatt bekannt zu geben. Bürgermeister Rößner sagte zu, die neuen Öffnungszeiten zu veröffentlichen.
Gemeinderatsbericht vom 07.12.2009
Beschlüsse aus der vorausgegangenen nichtöffentlichen Sitzung
vom 09.11.2009
Bürgermeister Rößner teilte die Beschlüsse
mit:
Die Mitfinanzierung der Stadt Geislingen für die Herstellung der
Haupterschließungsstraße im Gewerbegebiet ESPAN liege im Regelfall
bei 17%. Dies sei auf Grund der nutzbaren Gewerbefläche errechnet.
Die Mehrkosten für den zum Schutz der Trinkwasserfassung ESPAN
notwendigen RiStwagausbau werden allein von der Gemeinde Kuchen
getragen.
Die Kostenaufteilung wurde vom Gemeinderat genehmigt und die
Verwaltung wurde beauftragt einen öffentlich-rechtlichen Vertrag
mit der Stadt Geislingen bezüglich der Kostenverteilung
auszuarbeiten. Für die künftige Aufteilung der Unterhaltungskosten
soll die Verwaltung vertragliche Vereinbarungen ausarbeiten. Der
Entwurf des öffentlich/rechtlichen Vertrags bzw. das Ergebnis der
Verhandlungen mit der Stadt Geislingen ist vom Gemeinderat
abschließend zu bestätigen.
Die Verwaltung wurde ermächtigt im Gewerbegebiet ESPAN freie
Flächen (ca. 2.555 m²/ 600 m²/ 500 m²) mit einem Gesamtvolumen von
ca. 3.655 m² an drei bereits im Gewerbegebiet angesiedelte Firmen
zu veräußern.
Trinkwasserbericht 2009
Kämmerer Schmid teilte mit,
dass das Kuchener Trinkwassers, das von der Wasserfassung ESPAN und
der Landeswasserversorgung bezogen werde von höchster Qualität sei.
Dies zeigen die zahlreichen Untersuchungen des Quellfassung ESPAN
auf mikrobiologische Organismen, Chemikalien, den Nitratgehalt,
Chlorkohlenwasserstoffe, PAK´s, Pflanzenbehandlungsmittel und
Uran.
Er bemerkte, dass der Wasserverbrauch in Kuchen in den letzten
Jahren ständig gesunken sei, so war es 1990 ein Pro-Kopf-Verbrauch
von 108 Litern je Tag und 2008 dann nur noch 94.
Durch den Abschluss der Erschließung des ESPAN, mit dem Ausbau nach
RiStwag, wurde eine gewichtige Maßnahme zum Schutz der
Wasserfassung durchgeführt.
Die Rohrbrüche seien derzeit allerdings nicht vermeidbar.
Zusammenfassend sei zu sagen, dass das Trinkwasser von Kuchen ohne
Bedenken genutzt werden könne und die Wasserfassung ESPAN au jeden
Fall erhalten bleiben müsse.
Auch die Fraktionen stimmten zu, dass das Wasser von bester Qualität sei, da die Untersuchungsergebnisse sehr gute Werte zeigen. Die Rohrbrüche seien nicht sonderlich erfreulich, jedoch sei durch die Sanierung wenigstens ein Ausgleich des Wasserverlusts möglich. Der Schutz der Wasserfassung ESPAN sei verbessert worden, jedoch hoffe man, dass die nahe B10 bald weiter weg verlaufen werde. Es sei sehr wichtig die Wasserfassung ESPAN beizubehalten. Zum Pro-Kopf-Verbrauch wurde mitgeteilt, dass ein niedriger Verbrauch nichts schlechtes sei, da Wasser ein sehr kostbares Gut sei.
Spenden und Sponsoring 2009
- Genehmigung zur
Annahme von Spenden an die Gemeinde
Bürgermeister Rößner
merkte an, dass auch dieses Jahr viele Einzelspenden eingegangen
seien. Insgesamt sei eine Summe von 12.268 € gespendet
worden.
Er bedankte sich herzlich bei allen die etwas gespendet haben.
Der Gemeinderat genehmigte generell die Annahme von Spenden im Betrag von bis zu 100,00€. Es wurde beschlossen die Annahme aller Einzelspenden im Jahr 2009 und die Verwaltung wurde beauftragt, den Spendenbericht 2009 der Rechtaufsichtsbehörde vorzulegen.
Änderung der Satzung zur Regelung des Marktwesens
(Marktordnung)
Auf Grund der EU-Dienstleistungsrichtlinie
und des Gesetzes über einheitliche Ansprechpartner ist die Satzung
zur Regelung des Marktwesens anzupassen.
Es soll im Ausland lebenden EU-Bürgern ermöglicht werden das
Verfahren zur Zulassung zu einem Markt über einen einheitlichen
Ansprechpartner abzuwickeln.
Daher beschloss der Gemeinderat die Satzung entsprechend zu
ändern.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass der Termin für die Besprechung zum Bau der B 10
neu am 13.01.2010 im Regierungspräsidium Stuttgart sein werde.
Die Gemeinderäte erhielten die Liste der gemeindlichen Termine 2010.
In Bezug auf den Haushaltsplan wurde beschlossen, dass die genaue Planung der Maßnahmen erst nach Vorliegen der Zahlen durchgeführt werde.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass der Bau der Gemeinschaftsschuppenanlage vorerst zurückgestellt werde, da im Moment kein großes Interesse bestehe. Er schlug vor zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine Umfrage durchzuführen.
Er sagte außerdem, dass die Bürgerphotovoltaikanlage zu Stande kommen werde. Die vom Albwerk vorgegebenen 100.000€ als Mindestanteil wurden mit derzeit 140 Anteilen überschritten.
Gemeinderat Mann erläuterte, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt auf Grund der Besucherzahl gut gewesen sei. Allerdings seien die Meinungen über den Markt, die Stände und den Flohmarkt geteilt gewesen. Er schlug u.a. vor den Markt mit einem anderen Konzept attraktiver zu gestalten.
BM Rößner antwortete darauf, dass für den Weihnachtsmarkt ein kleiner Arbeitskreis vorhanden sei, welcher sich dann im nächsten Jahr treffen und sich beraten werde.
Gemeinderat Teichgräber merkte an, dass in Kuchen die Leute, so bald es dunkel wird, zu anderen Veranstaltungen gehen würden und dass danach der Weihnachtsmarkt geschlossen habe sei schade. Viele Leute würden eine längere Marktöffnung wünschen. Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Betreiber der Stände damit einverstanden sein müssten. Er sagte nochmals zu, dass der Arbeitskreis sich beraten werde.
Gemeinderat Stegmaier meinte, dass einige Bürger Brennholz lagern wollen, aber keinen Platz dafür hätten. Er fragte, ob es nicht möglich sei Holz an einem gemieteten Ort unterzubringen und trocknen zu lassen.
Bürgermeister Rößner meinte, dass man sich mit dem Förster bezüglich einer „Gemeinschaftswiese“ in Verbindung setzen könne.
Gemeinderätin Mühlich sprach an, dass die Parkzeit von einer
Stunde im Seetalbach für einen Praxisbesuch zu kurz sei und wollte
wissen ob man die Parkzeit nicht um eine halbe Stunde verlängern
könne.
Bürgermeister Rößner sagte zu, mit den Anliegern zu sprechen.
Jahresabschluss
Traditionell hielt Bürgermeister
Rößner eine Rede zum Jahresabschluss. Vom Jahr werden hoffentlich
viele schöne persönliche Erlebnisse in Erinnerung bleiben, was 2009
aber auch präge seien die Auswirkungen der globalen Krise wie
Kurzarbeit uns massiver Stellenabbau, Insolvenzen von Firmen und
massiv einbrechende öffentliche Finanzen.
Er meinte, dass es glücklicherweise auch Menschen gebe, die positiv
in die Zukunft blicken und die Krise als neue Chance nutzen.
Allerdings seien die Schlagzeilen in der Zeitung sehr
unterschiedlich.
Einerseits Optimismus an der Börse, andererseits verlegt Daimler
die Produktion der C-Klasse nach Bremen und ins Ausland. Gerade
jetzt müsse man sich bemühen das Ende des Tunnels und somit den
Lichtblick zu erreichen. Dies gelte auch für Gemeinderat,
Bürgermeister und Verwaltung von Kuchen.
Trotz schwieriger Finanzlage sei man einen soliden Kurs gefahren
und bringe die Gemeinde mit einer Nullverschuldung im Kernhaushalt
ins neue Jahr. Eigentlich sei 2009 eine Investitionspause angedacht
gewesen, doch es wurde einiges angepackt, vorangetrieben oder
zumindest in Angriff genommen. Durch das Konjunkturpaket II wurden
ungeplant und von „Null auf Hundert“ einige Maßnahmen durchgeführt,
wie die Solaranlage fürs Freibad oder neue Fenster in der
Schwimmbadturnhalle, Bahnhofsturnhalle, Schule, Bauhofdach sowie
Heizung den beiden kommunalen Kindergärten. Insgesamt wurden
300.000€ investiert und 184.000€ bezuschusst.
Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens B10-neu erfolge
zwar erst im neuen Jahr, aber Ziel sei weiterhin eine starke
Minimierung der kologischen Eingriffe und bestmöglicher Schutz der
Anwohner. 2009 wurden die Fils- und Neckarstraße großflächig
saniert, ein Dünnschichtbelag in den Seewiesen aufgebracht und der
Fahrradweg Ebersteinach verlegt. Im Bereich ESPAN wurden weitere
Verhandlungen geführt (ca. 3.300 m² stehen kurz vor dem Verkauf)
und der Grüngutplatz in Betrieb genommen.
Beim kommunalen Hochwasserschutz wurde der Zuschussantrag
bewilligt, die neue minimierte Planung „Sommerberg“ mit den
Anliegern abgestimmt und ein Zuschuss von ca. 68.000€ bewilligt
(Kosten rund 200.000 Euro).
Die Straßenbeleuchtung wird in den nächsten Wochen auf Gelblicht
und Energiesparlampen umgerüstet, was jährlich ca. 63 to CO² und
ca. 27.000€ einspart.
Für die Bürgerphotovoltaikanlage wurde großes Interesse gezeigt und
über 150 Anteile gezeichnet, was bedeutet, dass die Anlage zu
Stande kommen werde.
Ansonsten wurden für die Schule Computer für ca. 40.000€
angeschafft, 2 weitere Omnibushaltestellen gebaut und die
Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet Bülowstraße fertig
gestellt.
Die Gemeinde habe eine Nullverschuldung und keine Steuererhöhungen
vorgenommen und geplant. Insgesamt wurde eine Summe von rund 1,1
Mio. € investiert. Trotz der Krise werde die Zuführungsrate 2009
bei knapp 300.000 € liegen.
Bürgermeister Rößner halte das Jahr 2009 trotz der Probleme für ein
gutes Jahr.
Er bedankte sich beim Gemeinderat für das gute Miteinander, das
engagierte Wirken, gute Ideen und das Vertrauen in die
Verwaltung.
Außerdem bedankte er sich beim gesamten Gemeindeteam,
verantwortliche und ehrenamtlich tätige Personen, Firmen und
Handwerker, Presse und alle, die aktiv- aber oftmals im Stillen –
an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde mitgewirkt haben.
Für das Jahr 2010 wünschte er auf allen Wegen stets einen sicheren Schritt, Gesundheit, Zufriedenheit, Glück, Erfolg und Zeit.
Auch Gemeinderat Frey blickte auf das Jahr 2009 zurück. Er bezeichnete es als ein Jahr der Wahlen und der Neuorientierung. Sowohl auf Bundes- als auch auf Kommunalebene wurden die Weichen neu gestellt. Es gab Schreckensnachrichten wie Entlassungen bei Daimler, aber auch hier vor Ort, Ausschreitungen nach dem VfB-Spiel am Sonntag oder die getötete Familie aus Eislingen. Aber trotz alledem gab es auch gute Nachrichten. So wurden in Deutschland 2009 über 4,6 Milliarden Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Jeder ehrenamtlich Tätige arbeitete im Durchschnitt 16,2 Stunden.
In Kuchen zeigte sich dies zum Beispiel am Samstag bei der
Biotoppflege.
Eine weitere erfreuliche Nachricht sei auch die Summe der Spenden
2009, die über 12.000 € betrug. Über den Grüngutplatz könne man
sich auch freuen. Er werde gut angenommen, und sei für die Kuchener
und Geislinger Bürger schon fast wieder zu klein.
Gemeinderat Frey bedankte sich bei allen, die mit ihren Ideen und
ihrer Tatkraft Kuchen positiv beeinflussen.
Gemeinderatsbericht vom 01.02.2010
Haushaltsplan 2010
Kämmerer Schmid erläuterte
ausführlich den Haushaltsplan für das Jahr 2010. Wie bereits bei
der Haushaltsplanung 2009 befürchtet wurde, werden die Gemeinden –
einschließlich Kuchen - von der Finanz- und Wirtschaftskrise
im Jahr 2010 voll eingeholt. Dennoch zeigt der Haushaltsplan von
Kuchen nach wie vor eine solide finanzielle Situation der Gemeinde.
Das Jahr 2010 weist mit 146.471 € noch eine kleine Zuführungsrate
aus – in weitem Umkreis wohl eine der wenigen Kommunen, die dies
noch kann.
Insbesondere bei der Gewerbesteuer ist mit einem Planansatz von
357.606 € ein deutlicher Rückgang zu befürchten (237.590 € weniger
als das Rechnungsergebnis 2008). Der Einnahmerückgang fällt
allerdings bei der Einkommenssteuer – welche die Gemeinde nicht
beeinflussen kann – am stärksten aus (Planansatz von rund 1,9 Mio.
€ für 2010 und damit 737.806 € weniger als 2008). Trotz sinkender
Steuereinnahmen sind keine Erhöhungen der Grund- und
Gewerbesteuer und keine Gebührenerhöhungen bei Frisch- und Abwasser
für das Jahr 2010 vorgesehen. Auf der anderen Seite werden die
Kreisumlage und Finanzausgleich-Umlage steigen. Hauptaufgabe der
Gemeinde in den kommenden Jahren kann ausschließlich die
Substanzerhaltung ihrer geschaffenen Werte sein.
Der Haushaltsplan 2010 sieht keine neuen Kreditaufnahmen
vor.
Die Bereiche „Kinder/ Schule/ Jugend“ wird die Gemeinde auch
weiterhin als wichtige Aufgabe wahrnehmen. weshalb auch in 2010
ausreichend Mittel bereit gestellt werden.
Auch das im letzten Jahr überarbeitete
Straßeninstandsetzungsprogramm soll weiterhin umgesetzt werden.
Vorbehaltlich der weiteren finanziellen Entwicklung stehen hier
85.000 € für eine Sanierungsmaßnahme bereit. Weitere 50.000 €
könnten von der angedachten Renovierung des Sitzungssaales auf
diesen Bereich umgeschichtet werden. Nimmt man doch noch die Mittel
für Kanalsanierungen dazu, könnte ein Maßnahme – z.B Hohenstein-
oder Lange Straße – abgewickelt werden.
Die Sanierung der Ankenhalle sollte auf Grund der finanziellen Lage
auf 2011 und 2012 verschoben werden, wobei die Planungen im Jahr
2010 getätigt werden können.
Der Kämmerer fasste abschließend zusammen, dass die Gemeinde dank
ihrer Schuldenfreiheit auch weiterhin trotz der allgemeinen
Wirtschaftskrise handlungsfähig sei und notwendige Ausgaben tätigen
könne. Er sehe deshalb der weiteren Entwicklung relativ gelassen
entgegen.
Gemeinderat Jakober stellte für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung fest, dass die weitere Entwicklung des Jahres
2010 umstritten sei. Jedenfalls bleibe dieses mal wenig „Luft“ im
Verwaltungshaushalt und damit wenig Raum für Investitionen. Daher
sei es sinnvoll, Planungen für Investitionen unter Vorbehalt zu
stellen, wie z.B. die Straßensanierung. Über Kredite sollte
zumindest in 2010 keine Straßensanierung finanziert werden.
Eine Erhöhung der seit 2005 auf gleichem Niveau befindlichen
Kindergartengebühren werde die FWV für 2010 nicht beantragen, auch
wenn eine Verbesserung der Bildungsqualität Vorrang vor niedrigen
Gebühren habe.
Abschließend bedankte sich Gemeinderat Jakober für die Fraktion der
Freien Wählervereinigung bei der Verwaltung und den
Gemeindemitarbeitern. Dass Bürgermeister Rößner sich in Eislingen
beworben habe, sei zwar nachvollziehbar, für Kuchen jedoch nicht
erfreulich. Der Haushaltsplan 2010 zeige aber, dass im Falle einer
Wahl der Bürgermeister geordnete Verhältnisse hinterlasse.
Gemeinderat Wohlrab bedankt sich für die SPD-Fraktion bei
Bürgermeister Rößner und den anderen Fraktionen für die
Unterstützung der Initiative für eine umweltschonende B 10 neu,
welche dem Regierungspräsidium vorgetragen wurde. Dort habe man
erfahren, dass das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung
Kuchens nun erst 2011 erwartet werde.
Die von der Verwaltung im Haushaltsplan vorgeschlagene
Investitionspause werde von der SPD mitgetragen. Zweitrangige
Maßnahmen wie die Modernisierung des Sitzungssaals sowie die
Anlegung des Parkplatzes Schweizergasse sollten verschoben werden.
Die SPD weise aber darauf hin, dass gerade in der Krise ein
antizyklisches Verhalten der Gemeinden durch Investitionen in
sinnvolle Zukunftsmaßnahmen wichtig sei. Die Fraktion stellte
folgende Anträge:
- Umfassende Sanierung der Lange Straße im Jahr 2011 und
Abbruch des baufälligen, gemeindeeigenen Gebäudes Lange Straße
3
- Instandsetzung der Ortsbrunnen, insbesondere des Brunnens auf dem
SBI-Festplatz
- Vortrag eines Vertreters des Gesundheitsamtes und einer
Erzieherin der Kuchener Kindergärten im Gemeinderat über die
Sprachstandsdiagnosen und den zusätzlichen intensiven Förderbedarf
für Sprachförderung
- Erstellung eines Integrationsberichts der Gemeinde Kuchen
Abschließend erklärte Gemeinderat Wohlrab, dass die SPD-Fraktion dem Haushaltsplan zustimme und der Verwaltung für die Präsentation danke.
Für die CDU-Fraktion erklärte Gemeinderätin Heer, dass die
Fraktion ebenso wie die Verwaltung die Sicherung des Bestandes als
Aufgabe für 2010 sehe. Bildung, Klimaschutz,
Generationengerechtigkeit, nachhaltiges Wirtschaften müsse
weiterhin das Leitziel der kommenden Jahre sein. Eine Politik
des Miteinander sei in Kuchen selbstverständlich, wie das große
Engagement der Bürger in der Schule oder in Vereinen zeige.
Wichtig sei, dass Angebote für Bedürftige auch ankommen. Allerdings
sei es mit finanzieller Ausstattung allein nicht getan, sondern man
müsse sich um einander kümmern, um die Bedürfnisse des anderen zu
kennen.
Die CDU-Fraktion beantragte
- eine Beratung im Gemeinderat, wie eine
Freiwilligenagentur unter den Bürgern aussehen könnte,
- eine gemeinsame Gemeinderat-Sitzung mit Jugendlichen,
- eine Beratung gemeinsam mit Rektor Hagmeyer, den Lehrern und den
Eltern, ob eine Modellschule für längeres gemeinsames Lernen in
Kuchen möglich und gewünscht wäre
- über die Einführung einer „Kuchener Währung“ nachzudenken, mit
welcher soziales Miteinander und Ehrenamt gewürdigt wird
Mit dem Jugendbetreuer, der auch die Ganztagesbetreuung und das
Mittagessen bestens mitorganisiert, werde auch Gewaltprävention
betrieben. Sehr wichtig sei auch die Sprachförderung der
Kinder.
Nach einigen konkreten Fragen zum Haushaltsplan schloss
Gemeinderätin Heer mit einem Dankeschön an die Verwaltung,
insbesondere aber an Bürgermeister Rößner für die gute
Zusammenarbeit und an Kämmerer Schmid für sein umsichtiges und
sparsames Wirtschaften. Die Fraktion könne den Entschluss des
Bürgermeisters, sich in Eislingen zu bewerben, gut verstehen – für
Eislingen wäre dies ein Gewinn, für Kuchen ein Verlust. Sollte es
nicht klappen, würde man ihn natürlich gerne „behalten“.
Im Anschluss gingen Bürgermeister Rößner und Kämmerer Schmid auf die Fragen aus dem Gremium ein.
Zur Straßensanierung werde das Ing.-Büro Wassermüller die Kosten
berechnen, so dass der Gemeinderat dann erst entscheidet, ob und
ggf. welche Maßnahme im Jahr 2010 umgesetzt wird.
Die Anträge der Fraktionen wurden von Bürgermeister Rößner
angenommen. Er schlug mit Zustimmung der CDU-Fraktion vor, mit dem
Gemeinderat einen Besuch des Jugendtreffs durchzuführen, da nicht
damit zu rechnen sei, dass viele Jugendlichen die
Gemeinderat-Sitzung besuchen werden.
Bürgermeister Rößner erklärte abschließend, dass Kuchen trotz einbrechender Finanzen nach wie vor auf einem sehr soliden finanziellen Fundament stehe. Das Gemeindeschiff sei in einem sicheren Hafen und sollte dort auch bleiben. Eine vorsichtige Finanzpolitik über Jahre zahle sich gerade in Krisenzeiten aus, weshalb auch 2010 in Kuchen schwarze Zahlen geschrieben werden. Kuchen habe nicht nur eine Nullverschuldung aufzuweisen, sondern könne auch den hohen Standard an Infrastruktur, auch was Kindergarten, Schule und anderes betreffe, halten. Mit der Abwicklung des Konjunkturprogrammes habe man außerdem wichtige energetische Maßnahmen vorgezogen und komplett abgewickelt.
Um die Zukunft von Kuchen sei ihm insgesamt nicht bange. Vor allem im Hinblick auf einen möglichen Wahlerfolg in Eislingen sei ihm wichtig, keine offenen Aufgaben und ungeordneten Verhältnisse zu hinterlassen. Dazu seien ihm die Menschen in Kuchen viel zu sehr ans Herz gewachsen.
Die Haushaltssatzung wurde anschließend einstimmig beschlossen.
Bebauungsplan „Zehntwiesen II 3. Änderung“
Das
Bebauungsplanverfahren für eine kleine Erweiterung des Gewerbeparks
sei nun schon lange Zeit am Laufen, so Bürgermeister Rößner zu
Beginn des Tagesordnungspunktes.
Er wies darauf hin, dass die denkmalschutzrechtlichen Belange im
Bebauungsplan berücksichtigt wurden und im Bebauungsplan
festgesetzt sei, dass der wertvolle Baumbestand erhalten bleiben
muss.
Im Anschluss wurde die Bebauungsplanänderung und die Örtlichen
Bauvorschriften einstimmig als Satzungen beschlossen.
Bauantrag auf verschiedene bauliche Veränderungen, Hauptstr.
52/ Silcherstr. 2
Zu einem Bauantrag auf einige kleinere
bauliche Veränderungen und die Errichtung zweier Rampen und eines
überdachtes Leergutlagers sowie die Anlegung von Stellplätzen auf
dem Anwesen Hauptstr. 52/ Silcherstr. 2 wurde nach ausführlicher
Beratung mehrheitlich das Einvernehmen erteilt.
Bauvoranfrage auf Errichtung einer Seniorenwohnanlage mit
Garage und Stellplätzen, Strudelstr.
Zu der bestehenden
Seniorenwohnanlage Strudelstr. 13 soll ein kleineres
Erweiterungsgebäude auf dem angrenzenden noch unbebauten Grundstück
entstehen. Ferner sind die Errichtung einer Garage und Stellplätze
geplant. Der Gemeinderat erteilte zu den Abweichungen vom
Bebauungsplan – Baufensterüberschreitung, abweichende Firstrichtung
– mehrheitlich das Einvernehmen. In den Beschluss wurde der Hinweis
aufgenommen, dass die Baurechtsbehörde (Landratsamt Göppingen) die
Anzahl der notwendigen Stellplätze für den Bestand und Neubau genau
prüfen solle.
Bekanntgaben/ Verschiedenes
Bürgermeister Rößner gab
bekannt, dass die Bürgerphotovoltaikanlage in der Bevölkerung auf
großes Interesse stoße und am 10. Februar in einer zweiten
Veranstaltung nun die weiteren Schritte zum zügigen Aufbau der
Anlage gemacht würden.
Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Technik –
teilweise mit orange-farbigem Licht -, welche vom Gemeinderat im
Jahr 2009 beschlossen wurde, wird vom AlbWerk im Februar
durchgeführt, sofern das Wetter mitspielt.
Ins Bahnhofsanierungsprogramm sei nun doch erfreulicherweise
Bewegung gekommen. In einer Besprechung auf dem Landratsamt wurde
bekannt gegeben, dass die Sanierung in Kuchen im Jahr 2011 begonnen
und Ende 2012 abgeschlossen werden soll.
Das Konjunkturpaket II sei in Kuchen mittlerweile erfolgreich
umgesetzt. Für rund 308.000 EUR – davon rund 184.000 EUR
bezuschusst – wurden im Freibad, im Bauhof, in der
Schwimmbadturnhalle, im Kindergarten Kirchgasse, im
SBI-Kindergarten, in der Bahnhofturnhalle und in der Schule
zahlreiche energetischen Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Alle
Auszahlungsanträge wurden von BM Rößner, der die Sache federführend
abwickelte gestellt.
Aus dem Gremium wurde unter anderem der Masterplan Landschaftspark
Albtrauf, der Arbeitskreis SBI, der Hochwasserschutz am Sommerberg,
die Werkrealschule und der Neubau der B 10 angesprochen.
Gemeinderatsbericht vom 01.03.2010
Gottfried-von-Spitzenberg-Schule
Auf Grund einer
Anregung aus der Mitte der SPD-Fraktion vom 14.09.09 zu einer
Besichtigung des Schulhauses wurden in der Sitzung am Montag
Gemeinderat und Verwaltung von Schulleiter Rainer Hagmeyer und
Lehrer Peter Neifer durch die Grund- und Hauptschule in Kuchen
geführt. Ausführlich erläuterten die beiden Vertreter der Schule
die einzelnen Räume und deren Ausstattung.
In der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule wurden im vergangenen Jahr
und bis in die letzten Tage hinein mehrere größere Investitionen
mit einem Kostenvolumen von rund 161.000 Euro getätigt:
Hierzu zählen die Erneuerung der Fenster auf der Nordost-Seite,
verbunden mit einer Verbesserung des Wärmeschutzes im Zwischenbau,
Erneuerung der Eingangstüren mit Verbesserung der Sicherheit durch
Panikschlösser, Neuausstattung des Computerraums, Erneuerung der
Schulmöbel, teilweise Neueinrichtung des Werkraumes und Erneuerung
der Ausstattung der Schulküche.
Herr Neifer erläuterte, dass im neu eingerichteten Computerraum in
jeder Klasse mindestens ein mal pro Woche Unterricht stattfinde.
Informatik sei ein Pflichtfach, wobei der Raum auch in anderen
Fächern genutzt werde.
Schulleiter Hagmeyer erklärte, dass auf Grund der erwarteten
Schülerzahlen die Klassen der Hauptschule im nächsten Schuljahr
einzügig geführt werden sollen.
Bereits ab der 5. Klasse sind Begegnungen mit der Berufswelt Teil
des Lehrplans. In der 7. Klasse werden so genannte
Bildungspartnerschaften mit lokalen Betrieben gegründet, die dann
ab der 8. Klasse für Praktika und die Lehrstellenbörse genutzt
werden können.
Für die Wahlpflichtfächer in den höheren Klassen werden die Lehrer
über Fortbildungen ausgebildet, so Herr Hagmeyer auf Nachfrage von
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf.
Auf Nachfrage von Gemeinderätin Heer erklärte der Schulleiter, dass
ein Wechsel von der Hauptschule auf die Realschule für die Schüler
möglich sei. Relativ stark genutzt werde jedoch die zweijährige
Berufsfachschule in Geislingen, die im Anschluss an die Hauptschule
besucht werden kann. Gemeinderat Teichgräber fragte, ob der
Abschluss der Werkrealschule angesehener und gefragter sei als der
Hauptschulabschluss. Herr Hagmeyer wies darauf hin, dass ein
Mittlerer Bildungsabschluss bei der Hauptschule natürlich nicht
möglich sei, aber jederzeit eine weiterführende Schule mit
entsprechendem Abschluss – Berufsfachschule, Werkrealschule –
aufbauend auf die Hauptschule besucht werden könne. Kuchen habe als
Schulstandort einen guten Ruf, so dass es sogar Wechsel von der
Werkrealschule an die Hauptschule gebe. Er werde sich auch dafür
einsetzen, dass Kuchen ein eigener Schulbezirk wird. Die
Gemeinderäte Bilgery und Stegmaier fragten, ob eine erste bzw.
fünfte Klasse jedes Jahr sichergestellt werden könne, da auf Grund
der Schulempfehlungen zu geringe Schülerzahlen denkbar seien.
Rektor Hagmeyer erklärte, dass dies zwar wenig wahrscheinlich sei,
die Empfehlungen aber objektiv ausgesprochen werden und hier keine
Rücksicht auf Schülerzahlen genommen werde. Die Hauptschule solle
auch nicht als Sackgasse verstanden werden, da ein Wechsel –
verbunden mit einem höheren Bildungsabschluss - stets möglich sei.
Dies bestätigte auch Gemeinderätin Heer.
Besichtigung des Kinder- und
Jugendtreffs
Im Anschluss überzeugten sich
Gemeinderat und Verwaltung von dem gut besuchten Kinder- und
Jugendtreff, welcher sich ebenfalls in den Räumlichkeiten der
Gottfried-von-Spitzenberg-Schule befindet. Jugendbetreuer René
Schamarek erläuterte, dass der Anteil an Mädchen mittlerweile
erfreulicherweise zugenommen habe. Bei den ständig anfallenden
Arbeiten wie Putzen etc. helfen sie älteren Jugendlichen tatkräftig
mit, da anders der Aufwand nicht zu bewältigen wäre. Gut angenommen
werde auch das Mittagessen-Angebot, was sich an der täglichen
Anzahl von etwa 50 ausgegebenen Essen zeige.
Die Jugendlichen präsentierten im Anschluss mit einer vorbereiteten
Bildershow am Beamer die vielfältigen Aktivitäten im Kinder- und
Jugendtreff. Wasserspiele im Lehrschwimmbecken, ein Tag ohne Strom,
ein Stand am Kuchener Adventsmarkt, verschiedene Team-Spiele, ein
Selbstverteidigungskurs und anderes mehr wurden mit viel
Begeisterung vorgestellt.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Kinder und Jugendlichen
stolz darauf sein könnten, so viele Aktivitäten zu stemmen. Mit
Jugendleiter René Schamarek, Dieter Strobl, Zivildienstleistender
Daniel Schäfer und dem Jugendvorstand habe man ein richtig gutes
Team beieinander.
Gemeinderätin Heer erläuterte, dass die CDU-Fraktion mehr
Kontakt zu den Jugendlichen herstellen wollte, da die ältere
Geberation kaum darüber Bescheid wisse, was junge Menschen wirklich
bewegt. Die Jüngeren bestimmen die Welt von morgen, weshalb ein
gutes Miteinander für beide Seiten wichtig sei.
Gemeinderat Scherf wies darauf hin, dass sich politisches
Engagement auch für junge Menschen lohne. Deshalb habe ihn
besonders die Wahlaktion der Jugendlichen gefreut.
Gemeinderat Wohlrab ergänzte, dass ihn die Vielfalt der Aktionen
und Teilnehmer beeindruckt habe. Der Dank gebühre Jugendbetreuer
Schamarek für seinen großen Einsatz im Kinder- und Jugendtreff. Die
Anstellung eines Jugendbetreuers, womit Kuchen seinerzeit ein
Vorreiter unter den Gemeinden gewesen sei, habe sich jedenfalls
gelohnt.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass auch die Zusammenarbeit mit dem Zivildienstleistenden von Bedeutung sei. Die Verwaltung werde sich auch weiterhin bemühen, hierfür eine geeignete Person zu finden.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass seit Montag die Straßenbeleuchtung in Kuchen auf
energiesparende Lampen und Dimmer-Regelung umgerüstet werde.
Erwartet werde eine Einsparung von 63 t CO2 pro Jahr und eine
Kosteneinsparung von jährlich über 20.000 EUR.
Des Weiteren gab Bürgermeister Rößner bekannt, dass das Landratsamt Göppingen die Haushaltssatzung 2010 genehmigt habe.
Bauamtsleiter Potschkay informierte den Gemeinderat darüber, dass die Deutsche Telekom im Frühjahr und Sommer Aufgrabungen im Gehweg der Bahnhofstraße beabsichtige. Dort soll ein älteres Kabel gegen ein leistungsfähigeres Glasfaserkabel ausgetauscht werden. Bürgermeister Rößner wies darauf hin, dass die Verwaltung darauf hinwirken werde, die Aufgrabungen möglichst gering zu halten.
Bauamtsleiter Potschkay gab bekannt, dass das AlbWerk kleinere
Umbaumaßnahmen am Wasserkraftwerk an der Fils (im Bereich des
Fußgängerstegs Staubstr.) vornehmen werde.
Gemeinderat Mann wies auf ein großes Ärgernis in der Badgasse hin:
Hier seien zahlreiche Hinterlassenschaften in Form von Hundekot
vorzufinden. Ein Hinweis im Mitteilungsblatt auf die Ahndung solch
rücksichtslosen Verhaltens sei mal wieder angebracht.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Teichgräber erklärte Bürgermeister Rößner, dass die zertrümmerte Telefonzelle im Gewerbepark von der Telekom zwar ersetzt werde, wie die Verwaltung in Erfahrung bringen konnte, bis jetzt aber offenbar noch nichts geschehen sei. Die Verwaltung werde aber dran bleiben.
Gemeinderat Teichgräber wies außerdem auf die verfallenen Hütten im SBI-Park hin, die unbedingt saniert werden sollten. Er fragte in diesem Zusammenhang auch nach der Sicherheit der im SBI-Park angebrachten Baumstämme und ob diese vom TÜV abgenommen seien, da sie von Kindern zum Klettern benutzt werden.
Bürgermeister Rößner führte aus, dass im Rahmen der nächsten Sitzung des Arbeitskreises SBI die Hütten näher angeschaut werden, da deren Zustand tatsächlich baufällig sei. Für die Baumstämme werde es sicher keine TÜV-Bescheinigung geben, wobei der TÜV die Anlage bei Gelegenheit überprüfen könne. Doch sei der SBI-Park kein ausgewiesener Kinderspielplatz, sondern bewusst möglichst naturnah ausgestattet.
Gemeinderat Wohlrab gab abschließend Anregungen der SPD-Fraktion für die Sitzung des Arbeitskreises SBI bekannt.
Gemeinderatsbericht vom 29.03.2010
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Sitzung
am 01.02.10
Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass der
Gemeinderat beschlossen hatte, HErrn Gerd Kern als neuen
Hausmeister für die Ankenhalle einzustellen. Herr Kern wird ab
Sommer 2010 die Stelle des jetzigen Hausmeisters Werner Fischer,
der in den Ruhestand geht, übernehmen. Damit verbunden ist auch der
Gastronomiebetrieb in der Ankenhalle.
Bericht über die Sprachstandsdiagnose im Rahmen der
Einschulungsuntersuchung
Aufgrund der
Schuluntersuchungsverordnung vom 26.11.2008 wurden erstmals im
vergangenen Jahr bei Kindern, die das 4.Lebensjahr vollendet haben,
durch das Gesundheitsamt Einschulungsuntersuchungen und in
begründeten Fällen außerdem verpflichtende Sprachstandsdiagnosen
durchgeführt.
Diese Sprachstandsdiagnosen sind u.a. auch Grundlage für das
Sprachförderprogramm „Sag mal was“ der Landesstiftung
Baden-Württemberg.
Nur Kinder, bei denen ein „intensiver Förderbedarf“ festgestellt
wurde, können an dem Sprachförderprogramm teilnehmen.
Landesweit kam es zu Problemen, da die für die Sprachförderung
notwendigen Gruppengrößen von mindestens 6 Kindern nicht mehr
erreicht wurden. Um dieses Problem etwas abzumildern, wurden
kurzfristig kindergartenübergreifende Fördergruppen zugelassen. Für
den Kindergarten Kirchgasse konnte so doch noch eine
Sprachfördermaßnahme erreicht werden.
Aufgrund des SPD-Antrags vom 01.02.2010 wurde das Gesundheitsamt
Göppingen gebeten, über die Durchführung der
Einschulungsuntersuchungen mit Sprachstandsdiagnosen zu
berichten.
Frau Dr. Mürter vom Gesundheitsamt berichtete ausführlich von den
Erfahrungen im Landkreis mit der neuen Einschulungsuntersuchung. Im
Rahmen der Sprachstandsdiagnosen wird ein Sprachtest durchgeführt
(HASE-Test). Das Kind kann hierbei eine bestimmte Punktzahl
erreichen, wobei unterhalb einer gewissen Schwelle ein weiterer,
ausführlicher Sprachtest durchgeführt wird (SETK-Test).
Als Schwierigkeit erwies sich die teils nur geringe
Mitwirkungsbereitschaft der Eltern. Z.B. seien manche Kinder zum
ausführlichen Sprachtest gar nicht erschienen. Bisher bestand durch
das starre Punktesystem zudem kein ärztlicher Ermessensspielraum
über die Durchführung des SETK-Tests. Hier ist ab diesem Jahr
Besserung in Sicht, da nun bei nicht eindeutigen Grenzfällen die
Möglichkeit besteht, Kinder am intensiven Test teilnehmen zu
lassen.
Auch die anwesenden Erzieherinnen der Kuchener Kindergärten
berichteten von ihren Erfahrungen vor Ort. Das Problem seien
teilweise grammatikalische, weniger sprachliche Defizite. Außerdem
sei ein früherer Einstieg in die Sprachförderung ab 3 Jahren
sinnvoll. Ungünstig sei auch letztes Jahr der späte Start der
Untersuchung in Kuchen gewesen.
Bürgermeister Rößner unterstrich, dass die Sprachförderung eigentlich früher ansetzen müsse. Wichtig sei aber vor allem, dass die Kinder auch imElternhaus die richtige Anwendung der Sprache lernen. Dies betreffe deutsche Kinder ebenso wie Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Den Einschätzungen der Erzieherinnen über die Sprachdefizite der Kinder messe er hohen Stellenwert bei, da die Erzieherinnen die Kinder über einen längeren Zeitraum beobachten als die Assistentinnen beim Sprachtest.
Gemeinderat Wohlrab erklärte, dass die Vorgaben des Landes über
die Sprachförderung unbefriedigend seien. So entstehe die
Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Förderbedarf an Kuchener
Kindergärten und den Ergebnissen der Sprachtests, die einen
Förderbedarf bei weniger Kindern sehen. Auch das nun im Haushalt
des Landes eingestellte Budget von 8 Mio. EUR für die
Sprachförderung sei zu gering bemessen.
Gemeinderätin Priester wies auf die unterschiedlichen Beurteilungen
hin. Wichtig sei, dass die Eltern besser eingebunden werden. Sie
fragte nach, ob Kuchen nicht mit eigenen finanziellen Mitteln in
die Sprachförderung einsteigen könne, wie dies z.B. in Süßen
praktiziert werde.
Auch Gemeinderätin Heer betonte, dass die Beteiligung der Eltern
an der Sprachförderung enorm wichtig sei.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Teichgräber erklärte Bürgermeister
Rößner, dass nahezu alle Kuchener Kinder den Kindergarten
besuchen.
Bürgermeister Rößner schlug vor, dass auch Kuchen mit eigenen
Mitteln in eine zusätzliche Sprachförderung einsteigen solle.
Bürgermeister Rößner sehe aber in erster Linie das Land in der
Pflicht. Deshalb sollen, solange noch Landesmittel angeboten
werden, diese ausgeschöpft werden. Es könnten aber z.B. die Spenden
an die Gemeinde Kuchen für die Verbesserung der Sprachförderung
verwendet werden. Mit 5.000 EUR im Jahr könne zusätzlich eine
ausgebildete Teilzeitkraft für alle Kuchener Kindergärten im
Bereich Sprachförderung eingesetzt werden.
Gemeinderat Jakober betonte die mittelfristig notwendige
Finanzierung durch die Gemeinden. Vor diesem Hintergrund wäre ein
größerer Betrag der Gemeinde wünschenswert. Als Einstieg in eine
eigene Sprachförderung als Zusatzangebot stimme aber die Fraktion
der Freien Wählervereinigung dem Vorschlag von Bürgermeister Rößner
zu.
Gemeinderat Wohlrab unterstrich, dass die Finanzierung vorrangig
Aufgabe des Landes sei und er insofern ebenfalls den Vorschlag von
Bürgermeister Rößner unterstütze.
Nach weiterer Diskussion beschloss der Gemeinderat, ein
Jahresbudget von 5.000 EUR für eine zusätzliche Sprachförderung
einzustellen.
Bebauungsplan und Veränderungssperre "Hauptstraße und
Ortsmitte"
Der Gemeinderat beschloss für den Bereich der
Hauptstraße – zwischen Richard-Wagner-Str., Silcherstr. und der
Trasse des ehemaligen Mühlkanals – sowie im Bereich der
Bahnhofstraße einen Bebauungsplan aufzustellen. Entsprechend den
vorhandenen gewerblichen Nutzungen und der Wohnnutzung wird ein
Mischgebiet, bzw. Kerngebiet festgesetzt, wobei Vergnügungsstätten
ausgeschlossen werden. Damit soll der Bereich als Standort für
Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung gestärkt werden. In der jüngeren
Vergangenheit ist eine steigende Nachfrage an Gebäuden zur
Einrichtung insbesondere von Spielhallen zu beobachten.
Insbesondere mit der vorhandenen Wohnnutzung sind Konflikte zu
erwarten, weshalb eine planungsrechtliche Steuerung erforderlich
wurde.
Im Gremium wurde darüber diskutiert, ob nicht besser ein
qualifizierter Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Auch die
Abgrenzung des Gebiets wurde beraten. Beschlossen wurde schließlich
ein einfacher Bebauungsplan für den oben beschriebenen
Bereich.
Um zu verhindern, dass während des Aufstellungsverfahrens für den
Bebauungsplan Bauvorhaben genehmigt werden, die dem Planungsziel
widersprechen, beschloss der Gemeinderat außerdem, eine
Veränderungssperre für das Gebiet zu erlassen.
Damit ist die Genehmigung von Vorhaben im Planbereich nicht, bzw.
nur als Ausnahme, möglich.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen
zur Errichtung von Dachgauben auf dem Gebäude Gerokweg 2 sowie zur
Errichtung eines Anbaus und Carports auf dem Grundstück
Christofstr. 10.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen die Einladung zur
Hauptversammlung am 12.04. um 19.30 Uhr in der Feuerwache
bekannt.
Nach Informationen der Deutschen Telekom soll für das beschädigte
Telefonhäuschen im Gewerbepark im April eine neue Telefonzelle
aufgestellt werden, so Bürgermeister Rößner.
Außerdem gab Bürgermeister Rößner bekannt, dass am 27.04. der
Arbeitskreis SBI um 16.30 Uhr im SBI-Park tagt. Die Sitzung wurde
vom Vorsitzenden Volker Mann nach längerer Pause des Arbeitskreises
einberufen.
Die Gemeinde Kuchen nimmt am Projekt „Unternehmensfreundlicher Landkreis“ des Landratsamtes teil, so Bürgermeister Rößner. Ein wichtiger Standortfaktor ist unternehmensfreundliches Verwaltungshandeln. Der Landkreis hat sich deshalb dafür entschieden, den Unternehmen im Rahmen einer Selbstverpflichtung so genannte Serviceversprechen zu geben. Landrat Edgar Wolff möchte aber noch einen Schritt weiter gehen und die Städte und Gemeinden mit ins Boot nehmen. Bürgermeister Rößner vertritt dabei als Mitglied in der Lenkungsgruppe zusammen mit Bürgermeister Heim aus Bad Überkingen und der Göppinger Wirtschaftsförderin Christine Kumpf die Kommunen.
Kämmerer Schmid informierte das Gremium über ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs, welches die Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr in praktisch allen Gemeinden nach sich ziehen könnte. Dies wäre aber mit großem Aufwand verbunden, zumal ein Ingenieurbüro eingeschaltet werden müsste. Wenn die gesplittete Abwassergebühr tatsächlich kommt, wird die Bemessung vielleicht gerechter, dafür aber für alle teurer, so der Kämmerer.
Gemeinderätin Heuschneider fragte nach den Mobilfunkstandorten in Kuchen. Bauamtsleiter Potschkay erklärte, dass die bestehenden Mobilfunkmasten zwar immer wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, der Verwaltung aber nichts von neuen weiteren Standorten bekannt sei. Gemeinderat Stegmaier wies darauf hin, dass manche Mobilfunkstandorte von Polizei und DRK betrieben werden, wobei diese natürlich erwünscht seien.
Gemeinderat Taufer wies auf den schlechten Belag in der Färberstraße hin und auf das Problem, dass im verkehrsberuhigten Bereich der Färberstraße viel zu schnell gefahren werde. Auf Vorschlag von Gemeinderat Taufer hin wird im Mitteilungsblatt auf die Verkehrsregeln im verkehrsberuhigten Bereich hingewiesen. Eigene Verkehrskontrollen kann die Gemeinde nicht durchführen.
Weitere Beiträge und Anfragen kamen aus dem Gremium zu verschiedenen Bausachen und einem freilaufenden Hund im Seetal.
Gemeinderatsbericht vom 26.04.2010
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen
zu folgenden Baugesuchen bzw. Anträgen auf Befreiung von den
Festsetzungen des Bebauungsplans:
Baugesuch zu einer Terrassenverglasung mit Vordach auf dem Grundstück Friedrichstr. 8/5, Antrag auf Befreiung zu einer Garage auf dem Grundstück Richard-Wagner-Str. 8, geänderte Planung eines Anbaus an das Wohngebäude Christofstr. 10, Baugesuch zur Errichtung einer Seniorenwohnanlage mit Garage und Stellplätzen auf den Grundstücken Strudelstr. 13 und dem Flurstück Nr. 19 an der Strudelstraße.
Lärmsanierungsprogramm der Deutschen Bahn
Die
Verwaltung berichtete dem Gemeinderat über den neuesten Stand des
Lärmsanierungsprogrammes der Deutschen Bahn.
Nachdem über die geplante Lärmschutzwand und die passiven
Lärmschutzmaßnahmen an der Eisenbahnstrecke in Kuchen seit längerem
nichts mehr vernommen worden ist, informierte die DB Projekt Bau
die Verwaltung vor einigen Wochen über den weiteren geplanten
Ablauf. Mit dem Bau der Lärmschutzwand soll im Juli 2011 begonnen
werden. Rund einen Monat später sollen die Arbeiten dann beendet
sein. Unverändert zum Planungsstand von 2007 soll die Wand mit
einer Höhe von 2 Metern und einer Länge von 815 Metern ab der
Bahnunterführung Schallstraße bis zur Christofstraße ausgeführt
werden. Hierzu fand bereits im Herbst 2007 in Kuchen eine
Informationsveranstaltung der Bahn für die betroffenen Anwohner
statt.
Da ebenfalls im Jahr 2011 das Bahnhofsanierungsprogramm der DB
Station & Service durchgeführt werden soll, sind beide
Unternehmen der Bahn derzeit dabei, die beiden Baumaßnahmen
zeitlich aufeinander abzustimmen. Damit soll verhindert werden,
dass zwei Baustellen kurz hintereinander durchgeführt werden.
In Abstimmung mit der Deutschen Bahn soll die Gemeinde bis Sommer
2010 eine Farbgestaltung für die Lärmschutzwand entwickeln.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf berichtete von einer
Lärmschutzwand der Deutschen Bahn in Aalen, die mit Solarmodulen
versehen worden sei. Sie schlug vor, bei der Bahn anzufragen, ob
dies in Kuchen ebenfalls möglich sei. Außerdem sei eine
Besichtigungsfahrt mit dem Gemeinderat sinnvoll, um sich über
bereits gebaute Lärmschutzwände zu informieren.
Gemeinderat Wohlrab wies auf die große Bedeutung des
Bahnhofsanierungsprogrammes hin, welches ebenfalls im Jahr 2011 in
Kuchen umgesetzt werden soll. Wichtig sei in diesem Zusammenhang
vor allem, dass beide Baumaßnahmen zeitlich und organisatorisch
aufeinander abgestimmt werden.
Zur Wandhöhe erklärte Bürgermeister Rößner auf Nachfrage von
Gemeinderat Mann, dass die ursprüngliche Höhe der Lärmschutzwand
von 2 Metern weiterhin geplant sei. Eine höhere Wand lasse sich auf
Grund des relativ instabilen Hanges nicht realisieren.
An eine Nutzung der Lärmschutzwand für Phtovoltaikmodule habe
die Verwaltung auch schon gedacht, so Bürgermeister Rößner. Dies
werde man der Deutschen Bahn vorschlagen, wobei letztlich die DB
darüber zu entschieden habe.
Besichtigen könne man bereits gebaute Lärmschutzwände an der Bahn
in der nächsten Umgebung, da von Amstetten an in Richtung Ulm
bereits einige Lärmschutzwände fertiggestellt seien. Gemeinderat
Teichgräber wies auf die Bedeutung von Schalluntersuchungen hin,
worauf Bauamtsleiter Potschkay erläuterte, dass diese in Form von
Berechnungen im Vorfeld durchgeführt worden seien.
Geänderte Gebühren für das Kuchener Freibad
Mit dem
Kuchener Freibad wird über den Sommer ein bei Jung und Alt
gleichermaßen beliebtes Freizeit- und Erholungsangebot
unterbreitet.
In den letzten Jahren wurde immer wieder versucht mit Neuerungen
(z.B. mit neuen Spielgeräte, Trimaran, Sandkasten, Wassergymnastik)
neue Anreize zu schaffen. Neben der demographischen Entwicklung und
Besucher abziehenden Neuerungen im Geislinger Freibad spielt vor
allem aber auch das Wetter eine große Rolle. Im letzten Jahr konnte
mal wieder ein guter Besuch verzeichnet werden, über 66.000
Besucher passierten die Eingangstore in der Jubiläumssaison.
Dies darf und muss der Gemeinde auch etwas wert sein. Das heißt
aber nicht, dass die wirtschaftliche Betrachtung ganz außer Acht
gelassen werden darf.
Während der Abmangel im „alten“ Freibad (bei deutlich weniger
Besuchern/Personal und weniger Komfort) zwischen 32.000
– 36.000 Euro lag, belief dieser sich in den letzten Jahren auf ca.
40.000 – 72.000 Euro. Im letzten Jahr betrug der Abmangel rund
60.000 Euro. Kalkulatorische Abschreibung und Verzinsung sind
hierbei nicht berücksichtigt.
Die letzte Erhöhung der Freibadgebühren erfolgte im Jahr 2006. In
einer Vorberatung des Themas hielten es Gemeinderat und Verwaltung
für angebracht, die Gebühren-situation neu zu beurteilen und eine
moderate Anpassung vorzunehmen. Oberstes Ziel bleibt dabei, das
bisherige Markenzeichen „bezahlbare Preise in einem
kinderfreundlichen Familienbad“ auf jeden Fall zu erhalten.
Mit den neuen Gebühren bleibt man weiterhin unter den Preisen der
umliegenden Freibäder.
Auch in dieser Saison wird wieder ein Vorverkaufsrabatt bis zur
Öffnung des Freibades eingeräumt. Entsprechende Veröffentlichungen
im Mitteilungsblatt erfolgten, der Vorverkauf läuft bereits.
In den vergangenen Jahren wurde immer wieder aus der Mitte des
Gremiums – aber auch von Besuchern – angeregt, über einen
Preisnachlass für Badegäste mit Handicaps/ Behinderungen
nachzudenken.
Der Gemeinderat beschloss nun, für Erwachsene mit Behinderungen
einen Preisnach-lass einzuführen und bei Kindern/ Jugendlichen ganz
auf die Erhebung eines Eintrittspreises zu verzichten.
Die nun geltenden Eintrittspreise werden im Mitteilungsblatt in
einem separaten Artikel veröffentlicht.
Vorgehen gegen das Projekt 'Google Street
View'
Antrag der FWV-Fraktion vom
29.03.2010
Die FWV-Fraktion hatte in der letzten
Gemeinderat-Sitzung den Antrag gestellt , Erkundigungen über die
derzeitige rechtliche Lage sowie das Vorgehen anderer
Kommunen im Hinblick auf das Filmen/Fotografieren von
Gebäuden, Straßenzügen und Personen für das Projekt „Google Street
View“ der Firma Google einzuholen und außerdem in Erfahrung zu
bringen, ob in Kuchen bereits Aufnahmen gemacht wurden.
Zu dem Antrag ist zunächst festzustellen, dass es sich bei dem
Thema um keine gemeindliche Aufgabe handelt. Da das Thema jedoch
von allgemeinem Interesse ist, hat sich die Verwaltung nach dem
Vorgehen anderer Kommunen erkundigt.
Eine Kommune z.B. hat nach einem Beschluss des
Verwaltungsausschusses ohne jegliche rechtliche Grundlage der Fa.
Google per Brief mitgeteilt, dass sie keine Genehmigung für
360°-Fotoaufnahmen erteile. Eine solche Genehmigung ist jedoch nach
der überwiegenden Rechtsauffassung überhaupt nicht erforderlich.
Außerdem hat die Gemeinde Kernen im Mitteilungsblatt und im
Internet einen Musterbrief für einen Widerspruch an die Fa. Google
veröffentlicht.
Eine andere Stadt hat gegenüber der Fa. Google für die Befahrung
der Straßen eine Sondernutzungsgebühr in Rechnung gestelllt.
Allerdings vertreten mehrere Rechtsgutachten die Auffassung, dass
eine Sondernutzung durch die Fa. Google nicht vorliegt.
Die überwiegende herrschende Meinung vertritt die Auffassung, dass
die Kommunen die Tätigkeiten von Google Street View rechtlich nicht
unterbinden können. Das geltende Recht bietet keine Rechtsgrundlage
für ein Verbot.
Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist das Projekt sicher nicht
unbedenklich, wird aber von den zuständigen Datenschutzbehörden
entsprechend kontrolliert.
Ob seitens der Fa. Google in der Gemeinde Kuchen schon Aufnahmen
gemacht wurden, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Eine
diesbezügliche Anfrage an die Firma blieb unbeantwortet. Es ist
jedoch nach den Erfahrungen anderer Kommunen davon auszugehen, dass
die Befahrungen bereits stattgefunden haben. Bei den von der Fa.
Google auf deren Homepage angekündigten Terminen für April und Mai
ist der Kreis Göppingen nicht aufgeführt. Es ist aber bekannt, dass
es sich z.B. beim Alb-Donau-Kreis nur noch um Nachbefahrungen
handelt.
Gemeinderat Scherf stellte nun in der Sitzung am Montag für die
Fraktion der Freien Wählervereinigung den Antrag, den Musterbrief
für das Widerspruchsschreiben gegen die Veröffentlichung von Fotos,
welche das eigene Haus oder Fahrzeug abbilden, durch Google Street
View, im Mitteilungsblatt den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Die
Fraktion der Freien Wählervereinigung sei mit der Verwaltung einig,
dass die Gemeinde rechtlich wohl kaum etwas gegen das Projekt
unternehmen könne. Es gehe aber mehr darum, im Sinne des
Gemeinwohls den Bürger über seine Rechte aufzuklären.
Auch die Gemeinderäte Bilgery (CDU-Fraktion) und Wohlrab
(SPD-Fraktion) sprachen sich im Namen ihrer Fraktionen für die
Veröffentlichung des Briefes im Mitteilungsblatt aus. Gemeinderat
Bilgery erklärte, dass allerdings jede weitere Bemühung der
Gemeinde, gegen das Projekt vorzugehen, als zwecklos anzusehen sei.
Auch Gemeinderat Wohlrab vertrat die Auffassung, dass auf lokaler
Ebene der Bürger nicht vor großen Konzernen geschützt werden könne.
Dies müsse auf gesetzlicher Ebene geschehen.
Bürgermeister Rößner erklärte abschließend, dass gegen die Veröffentlichung eines Musterbriefes nicht einzuwenden sei. Die Verwaltung werde den Brief im Mitteilungsblatt veröffentlichen, mit dem Hinweis, dass die Gemeinde nicht für den Inhalt haftet.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Kämmerer Schmid
berichtete über den neuesten Stand zur gesplitteten Abwassergebühr.
Dabei müssen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs
voraussichtlich alle Gemeinden statt einer einheitlichen
Abwassergebühr eine Schmutzwasser- und eine
Niederschlagswassergebühr mit unterschiedlichen Gebührenmaßstäben
erheben.
Es sei nicht zu erwarten, dass der Gesetzgeber die Einführung der
gesplitteten Abwassergebühr verhindern könne, da sich nach einer
Information des Gemeindetags die gesplittete Abwassergebühr aus dem
verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz herleite.
Die Verwaltung werde daher die weiteren Schritte zur Vorbereitung
der gesplitteten Abwassergebühr unternehmen müssen.
Gemeinderätin Heuschneider fragte nach Zuschussmitteln für Gemeinden, von welchen in der Geislinger Zeitung zu lesen war. Bürgermeister Rößner erklärte, dass es sich hier um Sanierungsförderungen bzw. um Programme des ländlichen Raums gehandelt habe, wobei Kuchen derzeit keine Maßnahmen durchführe, für welche entsprechende Fördermittel abgerufen werden können.
Gemeinderat Teichgräber sprach Treppenstufen auf dem denkmalgeschützten SBI-Wall an.
Gemeinderat Wohlrab fragte nach der geplanten Schließung der
Postfiliale in Kuchen.
Bürgermeister Rößner erklärte hierzu, dass der Gebietsleiter der
Deutschen Post im Rathaus bereits vorgesprochen habe, um neue
mögliche Standorte mit ihm zu besprechen. Daraufhin habe die
Verwaltung im Mitteilungsblatt einen Aufruf an Unternehmen
gestartet, sich bei Interesse an einer Kooperation mit der Post zu
melden. Sollte die Post keinen Partner für eine Filiale finden, sei
sie verpflichtet, innerhalb von drei Monaten in eigener Regie eine
Filiale anzubieten.
Gemeinderatsbericht vom 14.06.2010
Umsetzung des kommunalen
Straßeninstandsetzungsprogrammes
Im Rahmen der Beratungen
über das laufende Straßeninstandsetzungsprogramm wurde festgelegt,
dass die Lange Straße inkl. der Wasserleitungen umfassend zu
sanieren ist. In der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde die
Verwaltung ermächtigt, die Arbeiten beschränkt auszuschreiben. In
diesem Zug soll auch die Bismarckstr. zwischen Lange Str. und B 10
einschl. Wasserleitung erneuert werden.
Für die Sanierung der Lange Straße (von Seetalbachstraße bis
Kreuzung Bismarckstraße) wurde das Ing.büro Wassermüller
beauftragt, die Arbeiten entsprechend auszuschreiben (inkl.
Erneuerung der Wasserleitung).
Von folgenden Firmen gingen Angebote ein: Fa. Eckle, Langenau, Fa.
Keller, Süßen, Fa. Moll, Gruibingen, Fa. Rossaro, Aalen, Fa.
Leonhard Weiss, Göppingen. Das günstigste Angebot wurde mit
179.944,11 € von der Fa. Keller abgegeben.
Für die Erneuerung der Wasserleitung gaben die Eislinger
Wasserversorgung, die Fa. Leonhard Weiss, Göppingen und die Fa.
Dietrich, Weilheim, jeweils ein Angebot ab. Mit 65.242,94 € ist die
Eislinger Wasserversorgung günstigste Bieterin.
Der Gemeinderat beschloss, die Arbeiten an die jeweils günstigste
Firma zu vergeben. In der Lange Straße wird die Wasserleitung
nur bis zur Kreuzung Bismarckstr. ausgetauscht. Die Erneuerung im
Abschnitt Bismarckstr. – Moltkestr. wurde aus Kostengründen
zurückgestellt, zumal der Straßenbelag in diesem Bereich noch gut
ist.
Jahresrechnung 2009
Rechnungsabschluss und
Rechenschaftsbericht
Bürgermeister Rößner wies auf das
gute Ergebnis des Rechnungsabschlusses hin, welches weit besser
ausgefallen sei als ursprünglich befürchtet. Der Rechnungsabschluss
zeige, dass die Gemeinde die Balance zwischen „investieren“ und
„sparsamem Wirtschaften“ gehalten habe. Nicht nur wegen der
Nullverschuldung, die auch in 2010 erhalten bleibt, könne man auch
die nächsten Jahre mit Rückenwind und voller Zuversicht
angehen.
Der Rechnungsabschluss 2009 steht ganz im Zeichen vor
Bankenkrise und Wirtschaftskrise. Die Haupteinnahmen der
Gemeinde aus Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen und
Gewerbesteuer sind rückläufig, so wie dies schon im
Finanzzwischenbericht 2009 prognostiziert wurde. Dass trotzdem ein
besseres Ergebnis als beim Finanzzwischenbericht genannt erreicht
werden konnte liegt an Einsparungen im lfd. Haushalt – quer durch
den ganzen Haushalt – und an sinkenden Energiepreisen.
Die noch erreichte Zuführungsrate von 654.438,89 € kann als
wirklich positiv bezeichnet werden. Dies auch vor dem Hintergrund,
dass im Jahr 2009 sämtliche zusätzlichen Ausgaben im Rahmen des vom
Bund auf den Weg gebrachten Konjunkturprogramms finanziert sind.
Während andere Kommunen noch dabei sind, hier Ausschreibungen zu
machen und Aufträge zu vergeben, hat Kuchen sämtliche Maßnahmen
bereits durchgeführt und abgerechnet. Sämtliche Zuschüsse sind
schon in der Kasse.
Der Vermögenshaushalt hat mit rd. 840.000 € (unter Einschluss von
HH-Resten) ein relativ geringes Volumen. Den Jahren gewaltiger
Investitionen folgt eine Konsolidierungsphase, was aber nicht
heißen soll, dass die Gemeinde gar nichts mehr investiert. Die
Gemeinde ist zum 31.12.2009 nach wie vor schuldenfrei.
Gemeinderat Jakober erklärte für die Fraktion der Freien Wählervereinigung, dass Kuchen im Jahr 2009 gut über die Runden gekommen sei und auch 2010 überleben werde. Auch das Jahr 2011 könnte besser laufen, als dies noch vor einem Jahr befürchtet worden sei. Es sei wichtig, dass in diesen Zeiten keine Schulden aufgenommen werden. Andererseits müssten aber auch keine übermäßigen Rücklagen gebildet werden, solange es noch zahlreiche Straßen zu sanieren gebe. Ausdrücklich begrüße die FWV die vorgenommenen bzw. beabsichtigten Maßnahmen zur Energieeinsparung. Eine Verbesserung der Einnahmen durch Erhebung von Benutzungsgebühren für das Bürgerhaus lehne die FWV jedoch ab. Kuchen stehe finanziell auch deshalb relativ gut da, da auch bei den Personalausgaben stets sparsam gewirtschaftet worden sei. Ein Personalmangel sei aber derzeit in der Verwaltung und auf dem Bauhof nicht erkennbar. Unstrittig sei sicher, dass die Neuerungen bei der Gebührenberechnung für das Abwasser nicht von der Verwaltung allein bewältigt werden können. Abschließend erklärte Gemeinderat Jakober, dass die FWV der Jahresrechnung 2009 erfreut zustimme.
Gemeinderat Wohlrab bestätigte für die SPD-Fraktion, dass der Rechnungsabschluss ein ausgezeichnetes, wenn auch nicht ganz unerwartetes Ergebnis vorweise. Der Personaleinsatz sei in Kuchen tatsächlich eher an der unteren Grenze zu sehen. Sinkende Einnahmen gebieten der Gemeinde auch weiterhin vorsichtiges Handeln in der Zukunft. Über die im Jahr 2009 umgesetzte Hochwasserschutzmaßnahme am Sommerberg sei die Fraktion nicht sehr glücklich, da es sich lediglich um eine „kleine“ Kompromisslösung gehandelt habe. Als hochwertige Wohngemeinde müsse Kuchen weiterhin stark in den Bildungs- und Kinderbetreuungsbereich investieren. Deshalb halte die Fraktion auch am Anspruch auf eine Krippenplatz für unter Einjährige bis 2013 fest. Die SPD-Fraktion stimmte dem Rechnungsabschluss 2009 zu.
Gemeinderätin Heer erklärte für die CDU-Fraktion, dass die hohe
Nettozuführungsrate erfreulich sei, vor allem, da zahlreiche
Investitionen getätigt worden seien, darunter neue Computer für die
Schule, Baumaßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaket II und die
Hochwasserschutzmaßnahme am Sommerberg. In nächster Zeit soll die
Sanierung der Ankenhalle angegangen werden. Mit einer
Nullverschuldung bestehe üblicherweise ein großer
Gestaltungsspielraum, doch leider sei dies wegen der unsicheren
Zukunftsaussichten derzeit nicht möglich.
In Deutschland müsse eine Kultur der Freude und des guten Gefühls
entwickelt werden, um wieder voranzukommen. Ein wichtiger Baustein
in Kuchen sei mit den Betreuungsangeboten für Kinder gelegt worden.
Die CDU-Fraktion hoffe, dass der Seniorenbeirat im Jahr 2010 tagen
werde und regte außerdem die Einführung einer Ehrenamtsbörse an.
Die CDU-Fraktion stimmte dem Rechnungsabschluss 2009 zu.
Bürgermeister Rößner führte aus, dass die Verwendung der
Rücklagen noch offen gelassen wurde und gegebenenfalls für die
Sanierung der Ankenhalle, die Parkplatzgestaltung Schweizergasse
oder die Neugestaltung des Sitzungssaals eingesetzt werden können.
Die Verwaltung erarbeite derzeit einen Energiebericht, welcher die
ökologisch und ökonomisch wirksamen Einsparmaßnahmen der letzten
Jahre aufzeige. Personell fahre die Verwaltung an der unteren
Grenze, da zunehmend mehr Aufgaben und Bürokratie zu bewältigen
seien. Über eine Aufstockung des Personals werde derzeit aber nicht
nachgedacht, da dies nicht erforderlich sei. Teilweise müssten eben
verschiedene Arbeiten an externe Unternehmen vergeben werden. Der
Hochwasserschutz am Sommerberg sei zwar eine Kompromisslösung,
wobei jedoch immerhin eine deutliche Verbesserung zum vorherigen
Zustand erreicht werden konnte.
Der Gemeinderat nahm den Jahresbericht 2009 zustimmend zur Kenntnis
und stellte die Jahresrechnung fest.
Jahresrechnung 2009 der Wasserversorgung
Im Jahr
2009 wurde eine Wassermenge von 221.367 cbm verkauft. Der Rückgang
der verkauften Frischwassermenge im Vergleich zum Jahr 2008 beträgt
nochmals 3.125 cbm und macht sich natürlich auch bei den
Gebühreneinnahmen bemerkbar. Für das Jahr 2009 wurde (auf der
Grundlage des Verkaufsergebnisses des Jahres 2006) mit einem
Wasserverkauf von 234.000 cbm kalkuliert. Mit einem
Verkaufsergebnis von nun 221.367 cbm wurden 12.633 cbm weniger
verkauft; die Gebühreneinnahmen bleiben somit rechnerisch um
21.476,10 € hinter dem Planansatz zurück (0,09 €/cbm). Um den
Fehlbetrag aus den Gebühreneinnahmen auszugleichen (die
Aufwendungen bei der Wasserversorgung bestehen fast ausschließlich
aus Fixkosten), wurde der Wasserzins zum 01.01.2008 von 1,59 €/cbm
auf 1,70 €/cbm angehoben. Dass trotz der geringeren
Wasserverkaufsmenge und dem daraus resultierenden Gebührenausfall
von rd. 22.400 € noch ein Gewinn vom 7.802,77 € erwirtschaftet
werden konnte ist erfreulich.
Beigetragen zu diesem Ergebnis haben hauptsächlich weniger Ausgaben
für die Unterhaltung des Leistungsnetzes, rückläufige Zinsen und
rückläufige Abschreibungen.
Gemeinderat Kiene erklärte für die CDU-Fraktion, dass die hohe
Trinkwasserqualität und die Verringerung der Verschuldung im
Bericht positiv auffallen. Trinkwasser sei kostbares Gut – daher
sei es erfreulich und wichtig, dass die Tendenz zum Wassersparen
sichtbar sei.
Gemeinderat Wohlrab wies für die SPD-Fraktion darauf hin, dass der
günstige Wasserpreis gehalten werden soll, doch hierzu müsse erst
die Kalkulation abgewartet werden.
Gemeinderat Stegmaier erinnerte im Namen der FWV an die Vorlage des
Berichts über die Düngung des Golfplatzes in Oberböhringen.
Alle drei Fraktionen stimmten der Jahresrechnung 2009 der Wasserversorgung einstimmig zu.
Integrationsbericht für die Gemeinde
Kuchen
Antrag der
SPD-Gemeinderatsfraktion
Die
SPD-Fraktion hat am 01.02.2010 den Antrag gestellt, die Verwaltung
möge in einem Integrationsbericht Antworten auf wichtige Fragen
geben, z.B. Zahl der Ausländer am 31.12.2009, Zahl der Einwohner
mit Migrationshintergrund, Nationalitäten, Zahl der Schulabbrecher,
nichtdeutsche Bezieher von Grundsicherung und Hartz IV u.a.m.
Im Ergebnis stellen sich die ermittelten Zahlen wie folgt dar:
Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung in Kuchen: 8,95 %, Anteil
ausländischer Schulkinder an der Grundschule: 7,4 %, Anteil
ausländischer Schulkinder an der Hauptschule: 26,66 %,
Ausländeranteil an Hartz-IV-Empfängern: 28,5 %, nichtdeutsche
Bezieher von Grundsicherung: vier. Einwohner mit
Migrationshintergrund sind entweder als Ausländer oder Deutsche
erfasst, womit keine genauen zahlenmäßigen Angaben vorliegen.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD-Fraktion, dass der
Fraktion klar gewesen sei, dass in Kuchen das Thema Integration
kein Problem darstellen würde. Nun liegen aber auch zahlenmäßige
Nachweise vor. Dass die größte Gruppe ausländischer Mitbürger nicht
die Türken seien, hinge sicher mit der Einbürgerung, aber auch mit
der Geschichte der Gastarbeiter zusammen, für die es in Kuchen kein
allzu großes Angebot gegeben habe. Bedenkt man, dass mittlerweile
etwa die Hälfte der Neugeborenen aus Migrantenfamilien stammen,
werde der Integrationsbedarf klar ersichtlich. Integrationskurse
werden zwar angeboten (z.B. VHS Geislingen, AWO Göppingen), jedoch
nur wenig wahrgenommen. Über eine Selbstverpflichtung der
Verwaltung, Menschen mit Migrationshintergrund bevorzugt
einzustellen, könne nachgedacht werden.
Gemeinderätin Mühlich erklärte für die CDU-Fraktion, dass vor allem
im Kindergarten Integration betrieben werden müsse. Die Einbindung
von Erwachsenen in das Thema sei schwieriger. Diese sollten z.B.
bei Schul- und Klassenfesten mit einbezogen werden.
Gemeinderat Jakober wies für die FWV darauf hin, dass der
Handlungsbedarf zwar unbestritten sei, ebenso aber auch, dass schon
viel getan worden sei. Der kommunalpolitische Handlungsspielraum
sei aber gering.
Bürgermeister Rößner unterstrich, dass Integration ein sehr
wichtiges Thema sei und ein Zusammenleben nur miteinander
funktioniere. Dies setze aber auch die Mitwirkung und das Wollen
aller Beteiligten voraus. Große Auswirkungen seien vom
Integrationsbericht allein sicher nicht zu erwarten.
Bebauungsplan 'Hauptstraße und Ortsmitte'
Bei der
Gemeinderatsitzung vom 29.03.10 beschloss der Gemeinderat, für den
Bereich entlang der B 10 und für den Ortskern einen einfachen
Bebauungsplan aufzustellen, welcher – entsprechend der vorhandenen
Bebauung - ein Mischgebiet und ein Kerngebiet festsetzt, wobei
Vergnügungsstätten ausgeschlossen werden.
Der Ausschluss von Vergnügungsstätten soll nun auf das Misch- und Gewerbegebiet im Wasserstall ausgeweitet werden. Im Bereich der Adlerstraße soll der Geltungsbereich geringfügig erweitert werden. Auf Anregung des Regierungspräsidiums Stuttgart soll zudem großflächiger Einzelhandel im Bereich des Kerngebiets zwischen Marktplatz und B 10 ausgeschlossen werden, da diese Nutzung nach den Zielen der Landesplanung dort nicht zulässig ist. Der Bebauungsplan wird entsprechend angepasst, wobei sich das Thema großflächiger Einzelhandel an dieser Stelle in der Praxis kaum stellen dürfte. Der Gemeinderat beschloss am Montag, den in der Aufstellung befindlichen Bebauungsplan entsprechend zu ergänzen. Auf der Grundlage des geänderten Entwurfs soll dann die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden.
Baugesuche
Der Gemeinderat beschloss, zu einer
Brandrenovierung und Teilaufstockung des bestehenden Wohngebäudes,
Bahnhofstr. 17, das Einvernehmen zu erteilen.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
stimmte mit dem Gremium einen weiteren Termin zur Besprechung des
Trassenverlaufs der geplanten B 10 beim Regierungspräsidium
Stuttgart ab.
Intensiv diskutiert wurde die viel befahrene Zufahrt zum Grünmassesammelplatz im Espan. Auf Grund parkender Fahrzeuge und dem teilweise zu schnell fahrenden Lieferverkehr gibt es des Öfteren verkehrstechnisch bedenkliche Situationen. Bürgermeister Rößner erklärte, dass eine zweite Fahrbahnschwelle angebracht werden soll, um Abhilfe zu schaffen. Wegen einer möglichen Vergrößerung der Sammelfläche für das Grüngut regte Bürgermeister Rößner bei den Kreisräten im Gremium an, auf das Landratsamt als Betreiber des Grüngutplatzes zuzugehen. Die Gemeinde habe sicherlich kein Problem damit, weitere verfügbare Flächen zur Verfügung zu stellen.
Gemeinderat Stegmaier fragte an, ob für das Freibad nicht eine weitere Liegefläche zur Verfügung gestellt werden könnte. Bürgermeister Rößner antwortete, dass dies aufgrund des Bebauungsplanes nicht möglich sei.
Angesprochen wurden außerdem die Kinderspielplätze, Pferdehaltung im Ort und das Bürgerhaus.
Gemeinderatsbericht vom 12.07.2010
Gemeindewald
Forsteinrichtungserneuerung 2009 -
2018
Bei der Sitzung am Montag stellten Forstamtsleiter
Martin Geisel und der zuständige Sachbearbeiter Herr Hirt den
zehnjährigen Betriebsplan zur so genannten
„Forsteinrichtungserneuerung des Gemeindewaldes“ vor, welche eine
nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellen soll. Teil des
Berichts war auch eine ausführliche Darstellung des derzeitigen
Zustands des Gemeindewaldes. Rund 67 % der Betriebsfläche befindet
sich an Steillagen mit eingeschränkter oder ohne regelmäßige
Bewirtschaftung, womit eine ungünstige Voraussetzungen für die
Holznutzung besteht. 61 % des Waldes steht auf schlechten
Standorten. Bedingt durch die Standortsituation, wird langfristig
ein Verhältnis von 6 % Nadelbaumanteil und 94 % Laubbaumanteil
angestrebt. Derzeit liegt das Verhältnis bei 13 % Nadelbaumanteil
und 87 % Laubbaumanteil. Die Altbestände sind stark
überrepräsentiert, während jüngere bzw. junge Baumbestände
einen geringen Stellenwert einnehmen. Bedingt durch die hohe
Basensättigung der Waldböden weist der alte Fichtenbestand Schäden
durch Rotfäule auf. Beim Holzeinschlag fielen in Folge des
trockenen Sommers 2003 in den drei darauf folgenden Jahren relativ
große Mengen an Holz mit Käferschäden an. Der Sturmholzanteil fällt
bedingt durch „Lothar“ fast komplett ins Jahr 2000. In den Jahren
2000 – 2009 wurden 3.539 Efm Holz geschlagen. In den nächsten 9
Jahren sollen 4.515 Festmeter eingeschlagen werden.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf wies im Namen der Fraktion der
Freien Wählervereinigung insbesondere auf die Gleichwertigkeit der
drei Funktionen des Waldes – Schutzfunktion, Erholungsfunktion,
Nutzfunktion – hin. Die Erholungsfunktion mit ihren negativen
Begleiterscheinungen dürfe nicht als oberstes Ziel angesehen
werden. Das Wild werde zunehmend durch quer durch den Wald laufende
Walker, Mountainbiker, Geocatcher, Autorallyes etc.
beunruhigt.
Gemeinderätin Heuschneider erklärte für die SPD-Fraktion, dass
übertriebene Schanzen und Bike-Strecken im Wald nicht sein
müssten.
Gemeinderätin Heer fragte für die CDU-Fraktion, ob angesichts des
heißen Sommers bereits eine Gefahr für den Wald durch Schädlinge
drohe, wie dies 2003 der Fall gewesen sei.
Bürgermeister Rößner und Herr Hirt betonten, dass ein
verantwortungsvoller Umgang mit dem Wald wichtigstes Ziel sein
müsse. Die drei Waldfunktionen seien als gleichbedeutend zu
behandeln, wobei eben auch die Erholungsmöglichkeit für die
Bevölkerung gegeben sein müsse. Bürgermeister Rößner wies darauf
hin, dass sich das Freizeitverhalten auch geändert habe. Zweifellos
gehören aber Auto- und Motocross-Rennen nicht in den Wald.
Herr Geisel erklärte auf Nachfrage von Gemeinderätin Heuschneider,
dass der Eichenprozessionsspinner trotz geringer Eichenbestände
auch in Kuchen auftauche. Dieses Jahr allerdings sei er deutlich
weniger verbreitet. Herr Hirt erläuterte zum Waldsterben, dass nach
wie vor Stickoxide ein Problem für den Baumbestand seien, während
schwefelige Luftschadstoffe mittlerweile keine große Rolle mehr
spielen. Auf Nachfrage von Gemeinderat Jakober erklärte Herr
Geisel, dass auch im Kreis Göppingen mittlerweile flächendeckend
ein bislang wenig erforschter Pilzbefall vor allem bei jungen
Eschen Sorge bereite.
Auf Nachfrage von Gemeinderätin Heer erläuterten der
Forstamtsleiter und Herr Hirt, dass durch die Steilhänge um Kuchen
herum eine Bewirtschaftung nur schwer möglich sei. Der Hangwald
sorge aber für einen Erosionsschutz und sei daher ökologisch
bedeutsam. Die labile Fichte sei hier nicht am richtigen
Standort und daher auch anfällig für Krankheiten. Daher werde ein
Umbau der Fichtenstandorte zu Laubbaumstandorten praktiziert.
Der Gemeinderat nahm den zehnjährigen Betriebsplan zur
Forsteinrichtungserneuerung des Gemeindewaldes einstimmig
zustimmend zur Kenntnis.
Nach den Sommerferien soll dann der praktische Teil für den
Gemeinderat folgen – dort ist dann eine Besichtigung des
Gemeindewaldes mit Vertretern des Forstamtes vorgesehen.
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Sitzung
des Gemeinderates am 14.06.2010
1. Dem Verkauf einer
Teilfläche des Grundstücks, Flurstück Nr. 1715 (Gewerbegebiet
ESPAN) mit einem Flächengehalt von ca. 80 m² wurde zugestimmt
und die Verwaltung ermächtigt, die erforderlichen
Verträge/Vereinbarungen abzuschließen.
2. Dem Verkauf einer Teilfläche des Flurstücks Nr. 1700/1
(Gewerbegebiet ESPAN) mit einer Größenordnung von ca. 930 m² zur
Ansiedlung zweier Gewerbebetriebe wurde zugestimmt. Die Verwaltung
wurde ermächtigt, die erforderlichen Verträge abzuschließen. Die
mit der Abwicklung dieses Grundstücksgeschäfts eingehenden
Finanzmittel im Gesamtbetrag von ca. 63.426 € sind an den
Erschließungsträger KE zur Reduzierung der Kredite zu
überweisen.
3. Dem Teilausbau des bisherigen Feldweges, Flurstück 1641, zur
Erschließung der Anliegergrundstücke wurde zugestimmt. Bei der
nächsten Fortschreibung des Bebauungsplanes sind die Flächen
entsprechend zu überplanen.
4. Die Verwaltung wurde beauftragt die Einführung der
gesplitteten Abwassergebühr vorzubereiten. Damit zusammenhängend
wurde die Verwaltung ermächtigt, auf externe Dienstleister
zurückzugreifen.
Nutzung der gemeindeeigenen Brunnen in Kuchen
- Brunnen in der Hafengasse und
Fischbrunnen
Zu den Gemeindeeigenen Brunnen wurde auf Grund eines Antrages
der Fraktion der Freien Wählervereinigung in der
Gemeinderat-Sitzung am 09.11.09 eine ausführliche Beratung geführt.
Der Beschluss über die Instandsetzung der Brunnen in der Hafengasse
und über eine Umwälzpumpe am Fischbrunnen in der Bahnhofstraße
wurde damals zurückgestellt.
Die Verwaltung hatte in der Zwischenzeit nochmals umfangreiche
Untersuchungen angestellt. Bei den Brunnen in der Hafengasse
bestehe das Problem, so Bürgermeister Rößner am Montag, dass die
Brunnenstube am Lippenrain nicht mehr genügend Wasser liefere.
Dieser Wassermangel könne natürlich nicht behoben werden. Abgesehen
davon sei auch ein Ausfräsen der verkalkten Zuleitung zu den
Brunnen auf Grund des geringen Leitungsdurchmessers und fehlender
Schächte technisch nicht möglich.
Der Einbau einer Umwälzpumpe am Fischbrunnen erfordere einen
größeren und kostenintensiven Umbau. Daher schlage die Verwaltung
den Einbau einer Zeitschaltuhr vor.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Brunnen an der
Jakobuskirche still zu legen und die beiden Brunnen am Hafenplatz
weiterhin aus der bestehenden Brunnenleitung zu speisen. Am
Fischbrunnen soll eine Zeitschaltuhr eingebaut werden.
Gemeinderätin Heuschneider stellte im Namen der SPD-Fraktion den
Antrag, den Brunnen am SBI-Festplatz in der Neckarstraße wieder in
Betrieb zu nehmen. Dieser Antrag wurde vom Gremium mit großer
Mehrheit abgelehnt. Um die Bepflanzung des Brunnens wird sich wie
bisher auch weiterhin die Fraktion der Freien Wählervereinigung
kümmern.
Renovierung und Neumöblierung des
Sitzungssaales
Antrag der
FWV-Fraktion
Bei der Sanierung des Rathauses
in den Jahren 2005/2006 war der Sitzungssaal bewusst ausgenommen
worden, um die vorgegebene Kostengrenze nicht zu
überschreiten.
Die Gestaltung des Sitzungssaales und die Möblierung stammen aus
den 60er-Jahren, ist also mittlerweile über 40 Jahre alt.
Gravierender Mangel ist das Fehlen einer zeitgemäßen Daten- und
Medientechnik.
Die FWV-Fraktion (Gemeinderat Stegmaier) hat am 02.02.2009 den
Antrag gestellt, der Sitzungssaal solle auf den neuesten Stand der
Technik gebracht und mit modernem Mobiliar ausgestattet
werden.
Die Verwaltung hat daraufhin Sitzungssäle in mehreren Gemeinden
besichtigt und bei der Fa. Kretzler Geislingen ein Angebot
eingeholt.
Dieses Angebot umfasst neben einer Konferenzmöblierung auch eine
neue Medientechnik und eine abgehängte Akustikdecke.
Der Angebotspreis hierfür liegt bei rd. 66.000 €.
Hinzu kommen Kosten für eine neue Beleuchtung inkl. Elektroarbeiten
in der Größenordnung von etwa 15.000 €. Kosten für eine
Überarbeitung bzw. Erneuerung des Fußbodens kommen unter Umständen
noch hinzu.
Angesichts der unsicheren Finanzsituation tendiert die Verwaltung
dazu, die Maßnahme im Moment nicht weiter zu verfolgen.
Gemeinderat Jakober äußerte im Namen der Fraktion der Freien
Wählervereinigung, dass zu einem renovierten Rathaus grundsätzlich
auch ein entsprechender Sitzungssaal gehöre. Doch zweifellos müsse
hier keine Luxus-Ausstattung installiert werden. angesichts der
wirtschaftlich schlechten Zeiten sei eine Rückstellung aber die
richtige Vorgehensweise.
Gemeinderätin Heer stellte für die CDU-Fraktion den Antrag,
zumindest neue Sitzpolster und einen Ventilator anzuschaffen.
Gemeinderätin Heuschneider erklärte für die SPD-Fraktion, dass der
Saal noch gut sei und zu gegebener Zeit über eine Renovierung
beraten werden könne. Dem schloss sich auch Gemeinderat Teichgräber
an.
Bürgermeister Rößner wies darauf hin, dass eine neue Medientechnik
durchaus sinnvoll wäre und in diesem Zusammenhang weitere
Umbaumaßnahmen notwendig seien. Die Erneuerung sei aber nicht so
dringend, dass sofort etwas getan werden müsste.
Gemeinderat Mann ergänzte, dass die Bevölkerung in der jetzigen
Zeit wohl wenig Verständnis für eine Erneuerung des Sitzungssaals
hätte.
Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme von Gemeinderat
Stegmaier die Zurückstellung der Erneuerung des Sitzungssaals.
Ehemaliger Grünmüllsammelplatz hinter dem
Friedhof
- weitere Verwendung der Fläche
-
Antrag der SPD-Fraktion
In der Sitzung vom 27.04.2009
wurde seitens der SPD-Fraktion folgender Antrag gestellt:
“Inzwischen ist der Grünmassesammelplatz beim Friedhof neben der
Bahnlinie aufgelöst.
Wir beantragen deshalb, die freiwerdende Fläche doppelt zu
nutzen:
zum einen sind jetzt die am zentralen Friedhofseingang störenden
Müllcontainer zur Bahnlinie hin umzusetzen. Zum anderen sind dort
mit wenig Aufwand zusätzliche Parkplätze herzurichten“.
Da in dieser Zeit Überlegungen bestanden, auf dieser Fläche hinter
dem Friedhof landwirtschaftliche Geräteschuppen zu erstellen, wurde
dieser Antrag vorerst zurückgestellt. Die Überlegungen der
landwirtschaftlichen Geräteschuppen haben sich zwischenzeitlich
zerschlagen, so dass der vorliegende Antrag nun zu entscheiden
ist.
Bezüglich der Verlegung der Glascontainer auf diese Fläche hinter
dem Friedhof wurde mit der Firma ETG Kontakt aufgenommen. Die ETG
befürchtet allerdings wilde Müllablablagerungen an dem abgelegenen
Standort und riet von einer Verlegung der Container auf die Fläche
hinter dem Friedhof ab. Die Verwaltung unterstrich in der Sitzung
die Problematik von illegaler Müllentsorgung, welche bereits zu
Zeiten des Grünmassesammelplatzes bestand.
Die Verwaltung könnte sich grundsätzlich vorstellen, diese Fläche
einzuschottern, damit sie zumindest im Bedarfsfall als
Ausweichparkplatz genutzt werden kann
Gemeinderat Teichgräber wies für die SPD-Fraktion darauf hin, dass
die Container am Radweg kein schöner Anblick für die
Friedhofsbesucher seien und die umher liegenden Scherben auch für
Radfahrer gefährlich seien. Der von der SPD-Fraktion vorgeschlagene
Standort hinter dem Friedhof sei wegen der leicht möglichen wilden
Müllablagerungen allerdings auch nicht optimal geeignet. Daher
schlug er den Bereich an der Bahnunterführung Schallstraße als
geeigneten Standort für die Container vor.
Bezüglich des Parkplatzes stimme er für den Vorschlag der
Verwaltung, die Fläche einzuschottern.
Gemeinderat Scherf erklärte für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung, dass bereits nach dem logischen Menschenverstand
der Standort hinter dem Friedhof für die Glascontainer nicht
geeignet. Die Fraktion der Freien Wählervereinigung stimme daher
dem Vorschlag der Verwaltung zu.
Auch Gemeinderat Maier erklärte die Zustimmung der CDU-Fraktion zum
Beschlussvorschlag der Verwaltung.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Fläche
einzuschottern.
Bei drei Gegenstimmen der Gemeinderäte Heuschneider, Teichgräber
und Taufer und einer Enthaltung von Gemeinderat Kruschina beschloss
der Gemeinderat, die Glascontainer, nicht auf den ehemaligen
Grünmassesammelplatz zu versetzen, sondern am jetzigen Standort zu
belassen.
Bebauungsplan "In der Gärtnerei" und Örtliche Bauvorschriften
in diesem Bereich
Auf Grund der bereits erfolgten
Betriebsaufgabe der Gärtnerei Pressmar soll das Areal einer
sinnvollen Folgenutzung zugeführt werden. Das ca. 5.300 m² große
Gelände soll künftig für Wohnnutzung zur Verfügung stehen. Die
Erschließung erfolgt über eine etwa 50 Meter lange Stichstraße von
der Hölderlinstraße her. Insgesamt entstehen etwa 11 Bauplätze für
Ein- bis Zweifamilienhäuser. Hierzu beschloss der Gemeinderat mit
einer Gegenstimme am Montag, eine Änderung des Flächennutzungsplans
von derzeit „Grünfläche für Gärtnerei“ in „Wohnbaufläche“ bei der
Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Geislingen/ Bad Überkingen/
Kuchen zu beantragen und einen Bebauungsplan und Örtliche
Bauvorschriften aufzustellen sowie die Beteiligung der
Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange
durchzuführen.
Lärmsanierungsprogramm der DB
- Gestaltung der
Lärmschutzwand
Der Bau einer
Lärmschutzwand der Deutschen Bahn, welche im Rahmen des
Lärmsanierungsprogrammes an Schienenwegen an der Bahnstrecke in
Kuchen angebracht werden soll, ist nach den neuesten Informationen
der DB für Juli/ August 2011 vorgesehen. Die Kosten für die
Lärmschutzmaßnahme trägt der Bund - bei der Gestaltung der Wand war
am Montag der Gemeinderat gefragt, da die Kommunen zumindest für
die Abschnitte außerhalb der Bahnsteigbereiche die Farbwahl selbst
bestimmen können. Die Verwaltung zeigte einige Beispiele aus
anderen Gemeinden, wo entsprechende Lärmschutzwände bereits gebaut
wurden.
Der Gemeinderat entschied sich am Montag für eine Gestaltung der
Wand in abgestuften Grüntönen. Im Bahnhofbereich wird die Wand –
entsprechend den Vorgaben der DB – hellgrau.
Auf Nachfrage von Gemeinderätin Heer erklärte Bürgermeister Rößner,
dass die Wand im Lauf der Zeit sicher wieder einwachsen werde. Dies
könne aber unter Umständen eine Photovoltaiknutzung
verhindern.
Gemeinderat Kruschina wies darauf hin, dass das
Bahnhofsanierungsprogramm unbedingt zeitlich auf den Bau der
Lärmschutzwand abgestimmt werden müsse. Derzeit seien hier zwei
unterschiedliche Bauzeiten geplant. Bauamtsleiter Potschkay
erklärte, dass eine Abstimmung der beiden Unternehmen erfolge und
nur eine Baumaßnahme vorgesehen sei.
Gemeinderat Teichgräber fragte, ob die Bahnsteige mit dem
Bahnhofsanierungsprogramm auch für einen zukünftigen möglichen
S-Bahn-Verkehr ausgebaut würden. Bürgermeister Rößner erklärte,
dass nach den letzten Informationen eine für die S-Bahn kompatible
Bahnsteighöhe geplant sei.
Baugesuche
Der Gemeinderat stimmte dem geplanten
Anbau an ein bestehendes Wohnhaus in der Moltkestr. 5 mit
Überschreitung der Baulinie zu.
Außerdem stimmte der Gemeinderat einer Terrassenüberdachung und
einer Gerätehütte mit Überdachung in der Lonestraße 25 zu. Beide
bauliche Anlagen überschreiten die im Bebauungsplan festgesetzte
überbaubare Grundstücksfläche.
Vereinbarung der Gemeinde Kuchen und der Stadt Geislingen an
der Steige über die gemeinschaftlichen Erschließungsanlagen der
Gewerbegebiete 'ESPAN'
Von der Gemeinde Kuchen und der
Stadt Geislingen wurden die beiden auf der jeweiligen Gemarkung
liegenden Gewerbegebiete ESPAN entwickelt. Für die gemeinsame
Haupterschließungsstraße „Im Espan“ wurde für den Abschnitt
„Einmündungsbereich B 10 – Abzweig Klärwerk“ auf Verwaltungsebene
eine gemeinsame Finanzierung vereinbart und von den beiden
Gemeinderatsgremien so bestätigt. Die Kosten sollten – wie bereits
im Jahr 2005 von beiden Gemeinderatsgremien beschlossen -
entsprechend den künftig nutzbaren Netto-Gewerbeflächen auf
der jeweiligen Gemarkung aufgeteilt werden. Der Verteilerschlüssel
liegt damit bei 83% Kuchen/17% Geislingen.
Die vorliegenden Schlussrechnungen führen zum Ergebnis, dass die
ursprünglich prognostizierten Kosten deutlich unterschritten
wurden, d.h. nunmehr bei rund 1,4 Mio. Euro liegen. Der
Mitfinanzierungsanteil der Stadt Geislingen liegt damit bei rund
77.400 Euro.
Die jetzt und künftig anfallenden Unterhaltskosten für den
gemeinsamen Straßenabschnitt werden ebenfalls gemeinschaftlich
getragen.
Hierzu ist von beiden Kommunen eine Vereinbarung abzuschließen, in
welcher die Kostentragung geregelt ist. In der Sitzung am Montag
wurde der Vertragsentwurf vom Gemeinderat Kuchen genehmigt.
Gemeinderat Teichgräber hielt den Kostenverteilerschlüssel
entsprechend der nutzbaren Gewerbebauflächen von 87% Kuchen/ 13 %
Geislingen für nicht gerechtfertigt, da Geislingen die Zufahrt in
gleichem Maße benötige wie Kuchen. Bürgermeister Rößner entgegnete,
dass Kuchen den deutlich größeren Nutzen habe. Während Kuchen ca.
106.000 qm erschließen könne, wären dies auf Geislinger Markung nur
ca. 21.700 qm. Wer den größeren Nutzen habe, zahle eben auch mehr.
Im Übrigen sei der Verteilerschlüssel längst im Gemeinderat
beschlossen worden – das letzte Mal in der Sitzung vom 09.11.09, wo
Gemeinderat Teichgräber beim einstimmigen Beschluss ebenfalls mit
dafür gestimmt habe.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab die Einladung zur Schulabschlussfeier am 22.07. bekannt.
Die Verwaltung ließ sich für das Erteilen des gemeindlichen Einvernehmens zu einfachen Baugesuchen in der Sitzungspause ermächtigen.
Bürgermeister Rößner gab außerdem bekannt, dass für den Bauhof nun der Bau eines Salzsilos anstatt eines Salzlagergebäudes geplant sei. Dieses sei bedeutend günstiger. Damit wurde ein Vorschlag von Gemeinderat Frey aufgegriffen, der einige Sitzungen zuvor ein Salzsilo angeregt hatte. Das damals befürchtete Problem mit Rostbildung konnten andere Gemeinden nicht bestätigen, die ein Salzsilo verwenden.
Bürgermeister Rößner gab außerdem bekannt, dass einige Fahrzeuge des Bauhofs repariert bzw. neu angeschafft werden müssten.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf erklärte zu einem Bericht in der Geislinger Zeitung über Bildungspartnerschaften, dass die Aussage eines Lehrers, die Schule habe für Mädchen noch eine soziale Einrichtung als Bildungspartner benötigt, ihr nicht mehr zeitgemäß erschiene. Mädchen könnten heute doch auch technische Berufe ergreifen.
Gemeinderat Teichgräber sprach die Lärmschutzwände „Am Krapfenbach/Seewiesen“ und eine Baumaßnahme in der Strudelstraße an.
Gemeinderat Bilgery schlug vor, mit der Verkehrsschau darüber zu beraten, die Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h auf der B 10 zu versetzen, so dass im Abschnitt zwischen der Kreuzung Richard-Wagner-Straße und Gewerbepark nicht mehr so schnell gefahren werde. Bürgermeister Rößner erklärte, dass dies bei der nächsten Verkehrsschau besprochen werden könne.

