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Gemeinderatsbericht vom 27.07.2011
Nachruf für Hans Jakober
Vor Eintritt in die
Tagesordnung gedachte das Gremium dem verstorbenen
Gemeinderatskollegen Hans Jakober. Bürgermeister Rößner unterstrich
das langjährige, herausragende Engagement und erfolgreiche Wirken
von Hans Jakober für die Gemeinschaft.
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Sitzung
des Gemeinderats vom 30.05.2011
Im Rahmen der letzten
nichtöffentlichen Sitzung fasste das Gremium folgende
Beschlüsse:
1. Für diverse Gemeindewohnungen wird zum nächstmöglichen
Termin eine Anpassung der monatlichen Mietbeträge
vorgenommen.
2. Die Gemeinde Kuchen beteiligt sich als stille
Gesellschafterin an der Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG
mit einem Betrag von 170.000 Euro. Damit zusammenhängende Details
sind mit der Rechtsaufsichtsbehörde zu klären.
Anmerkung: die Zustimmung des Landratsamts Göppingen liegt mittlerweile bereits vor; die Beteiligung mit Datum vom 01.07.2011 wird somit wirksam.
Kommunales Straßeninstandsetzungsprogramm
-
Tiefbau-/Belagsarbeiten und Erneuerung der Wasserleitung in der
Hohensteinstraße
Im Rahmen der Beratungen über das
Straßeninstandsetzungsprogramm wurde vom Gemeinderat in der Sitzung
vom 07.02.2011 beschlossen, im Jahr 2011 neben der Straße „Am
Sommerberg“ zusätzlich die Hohensteinstrasse inkl. Wasserleitung
umfassend zu sanieren.
Mit der Ausschreibung der Arbeiten wurde das Ing.büro Wassermüller,
Ulm beauftragt. Die Ausschreibung erfolgte im Rahmen einer
beschränkten Ausschreibung. Zur Angebotsabgabe wurden 7
Firmen aufgefordert.
Mit einem Angebot von 154.991,67 EUR für die Straßenbauarbeiten und
den Tiefbau für die Wasserleitung ist die Firma Haag Bau aus Neuler
die günstigste Bieterin.
Für das Liefern und Verlegen der Wasserleitung liegt ein
Angebot der Eislinger Wasserversorgung in Höhe von brutto 21.939,90
€ vor.
Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag für die
Straßenbauarbeiten/Tiefbauarbeiten (Straße, Tiefbau für
Wasserleitung) an die Firma Haag Bau, und den Auftrag zur
Erneuerung der Wasserleitung an die Eislinger
Wasserversorgungsgruppe zu vergeben.
Sanierung der Ankenhalle
Lieferung und Montage
der Heizungs- und Regelungsanlage
Hierfür wurden 7 Firmen
zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Das günstigste Angebot hat die Firma Greiner aus Geislingen mit
275.450,81 € abgegeben.
Elektroinstallation
Hier wurden 5 Firmen zur
Angebotsabgabe aufgefordert. Es ging nur ein Angebot ein – Fa. Erb,
Geislingen mit 34.060,05 €.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Hier wurden 4 Angebote
eingeholt. Die Angebote gingen mit einer Spanne von 82.467 EUR bis
104.072,15 EUR ein.
Die Vergabe erfolgt letztlich auch auf Grund des abzuschließenden
Wartungsvertrages, welcher auf die Laufzeit gesehen starken
Einfluss auf die Gesamtkosten hat.
Der Gemeinderat beschloss, die Arbeiten für die Heizungs- und Regelungsanlage an die Fa. Greiner und für die Elektroinstallation an die Firma Erb zu vergeben. Die Verwaltung wurde ermächtigt, die Arbeiten für das BHKW an den günstigsten Bieter unter Berücksichtigung des noch abzuschließenden Wartungsvertrages zu vergeben.
Jahresrechnung
2010
-Rechnungsabschluss
-Rechenschaftsbericht
Stand der Rechnungsabschluss 2009 noch ganz im Zeichen von
Banken- und Wirtschaftskrise, so hat sich doch die deutsche
Wirtschaft sehr schnell erholt, was sich auch im Ergebnis des
Rechnungsabschlusses 2010 niederschlägt. Die Haupteinnahmen der
Gemeinde aus Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen und
Gewerbesteuer haben sich im Jahr 2010 sehr positiv gegenüber den
Planansätzen entwickelt.
Die erreichte Zuführungsrate von 825.794,07 € kann als wirklich
positiv bezeichnet werden, wenngleich das Superergebnis aus dem
Jahr 2008 noch in weiter Ferne liegt. Gegenüber der
prognostizierten Zuführungsrate von 146.000 € bedeutet dies aber
eine satte Steigerung von 463 % (+ 697.000 €). Die Gemeinde ist zum
31.12.2010 nach wie vor schuldenfrei. Die Durchschnittsverschuldung
der Kommunen in BW liegt bei über 1.100 €. Vielmehr kann noch eine
Rücklagenzuführung in Höhe von 606.966,03 € verbucht werden. Dieser
Betrag steht für künftige Investitionen zur Verfügung bzw. wird für
die Sanierung der Sporthalle Anken benötigt.
Das Ergebnis des Jahres 2010 darf durchaus als zufrieden stellend
betrachtet werden. Neben den Steuermehreinahmen hat aber auch die
nach wie vor äußert sparsame Mittelbewirtschaftung der Gemeinde zu
dieser Investitionsrate beigetragen.
Die Stellungnahmen der drei Fraktionen zur Jahresrechnung
bewerteten die Jahresrechnung entsprechend positiv.
Der Gemeinderat nahm abschließend vom Rechenschaftsbericht zur
Jahresrechnung 2010 Kenntnis und stellte die Jahresrechnung mit den
entsprechenden Beschlüssen fest.
Jahresrechnung 2010 der Wasserversorgung
a)
Lagebericht
b) Feststellungsbeschluss
Das Steuerberatungsbüro Schmitz - Treubert - Rosenberger hat den
Jahresabschluss 2010 der Wasserversorgung Kuchen am 25.05.2011
erstellt. Die Jahresrechnung 2010 schließt mit einem Verlust von
3.639,89 € (veranschlagt war ein Gewinn von 3.154 €). Der zum
31.12.2009 bestehende Bilanzverlust von 24.715,44 € erhöht sich
dadurch zum 31.12.2010 auf einen Verlustvortrag von 28.355,33
€.
Die Wasserverkaufsmenge betrug im Jahr 2010 insgesamt 220.066 cbm,
wovon etwa 86,5 % auf Privathaushalte einschl. Kleingewerbe
entfallen. Der Wasserbezug von der LW lag im Jahr 2010 bei 149.747
cbm und damit um 9.747 cbm über dem Normalbezug von 140.000 cbm.
Das Mischungsverhältnis lag im Jahresmittel 2010 bei 31,98%
LW-Wasser und 68,02 % Espan-Wasser. Im November 2010 musste die
LW-Zuleitung wegen zweier Rohrbrüche und der anschließenden
gänzlichen Leitungserneuerung vorübergehend außer Betrieb genommen
werden.
Der Gemeinderat nahm vom Lagebericht der Wasserversorgung
zustimmend Kenntnis und fasste die damit im Zusammenhang stehenden
erforderlichen Beschlüsse.
Neubesetzung eines Gemeinderatsmandats
-
Nachrücken von Frau Silke Funk
Durch den plötzlichen Tod
von Herrn Hans Jakober ist dieses Gemeinderatsmandat neu zu
besetzen.
Nach § 31 Abs. 2 GemO rückt die als nächste Ersatzperson des
Wahlvorschlags festgestellte Person nach. Auf dem Wahlvorschlag der
FWV ist dies Frau Silke Funk.
Der Gemeinderat beschloss dem entsprechend, das Gemeinderatsmandat
durch Frau Funk zu besetzen.
Überörtliche Rechnungsprüfung 2005 - 2008 durch die
Gemeindeprüfungsanstalt
- Beschluss über die
Stellungnahme der Gemeindeverwaltung
Die
Gemeindeprüfungsanstalt hat in der Zeit vom 15.02.2010 – 11.03.2010
im Rathaus die überörtliche Prüfung der Haushalts-/Kassen- und
Rechnungsführung der Gemeinde Kuchen in den Haushaltsjahren 2005 –
2008 sowie die Wirtschaftsführung und das Rechnungswesen der
Gemeindewasserversorgung in den Jahren 2005 – 2008 durchgeführt.
Zur Prüfung waren 2 Beamte der Prüfungsanstalt im Einsatz.
Der Prüfbericht mit den vorgesehenen Stellungnahme der Verwaltung
wurde dem Gemeinderat in der Sitzung vom 27.07. zur Kenntnisnahme
vorgelegt. Von den Prüfern wurde bestätigt, dass die Verwaltung in
den geprüften Bereichen ordnungsgemäß gearbeitet hat.
Die aufgeführten Einzelfeststellung und Hinweise schmälern den
guten Gesamteindruch nicht, so das Fazit des Prüfungsberichts.
Bestätigung der Wahl des Feuerwehrkommandanten und seiner
beiden Stellvertreter
Bei der diesjährigen
außerordentlichen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Kuchen am 06.06.2011 standen nach Ablauf der jeweils fünfjährigen
Amtszeit die Wahlen für den Feuerwehrkommandanten und seiner
Stellvertreter an.
Von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr wurden jeweils
gewählt:
Feuerwehrkommandant:
Ulrich Vetter, Attenried 3, 73329 Kuchen
1. stellvertretender Kommandant: Uwe Hofer,
Filsstr. 18, 73329 Kuchen
2. stellvertretender Kommandant: Dieter
Goll, Ringstr. 3, 73329 Kuchen
Der Gemeinderat stimmte der Wahl des Kommandanten und seiner Stellvertreter zu.
Beantwortung der Anfrage der SPD-Fraktion vom
01.07.2011
- Aktueller Stand des Antrags
Schulentwicklung
- Bahnhofsprogramm
Filstal
- Planung B 10-neu /
Gutachten
Aktueller Stand „Schulantrag“
Bürgermeister Rößner
führte hierzu aus, dass das oberste Ziel die Einführung des 10.
Schuljahres an der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule ist und bleibt.
Schulleitung und Verwaltung wurden vom Gemeinderat am 02.05.2011
ermächtigt, einen entsprechenden Antrag bei den zuständigen Stellen
einzureichen. Seither fanden zwischen Verwaltung, Schule und
Jugendbetreuer mehrere Abstimmungsgespräche statt. Eine schulintern
gebildete Kommission erarbeitet einen Entwurf eines
Schulkonzeptes.
Schulleiter Hagmeyer hat außerdem Kontakt mit dem zuständigen
Leiter der Stabsstelle Norbert Zeller aufgenommen. Im September
findet in Denkendorf eine Veranstaltung des Gemeindetags zur
Schulentwicklung in Baden-Württemberg statt.
Bahnhofsprogramm Filstal
Bürgermeister Rößner
berichtete ausführlich über die erneuten Verzögerungen und deren
Hintergründe bei der Umsetzung des
Bahnhofsanierungsprogramms.
Bei einer Informationsveranstaltung am 26.07.2011 im Landratsamt
wurden die Kommunen von der DB über den neuen Terminplan in
Kenntnis gesetzt. Demnach soll der Haltepunkt in Kuchen nun statt
im Herbst 2011 erst ab Juli 2012 saniert werden.
Die Verzögerungen, welche sämtliche am Bahnhofsprogramm
teilhabenden Filstalkommunen betreffen, werden verursacht durch
Gründungsprobleme mit den neuen Fertigbauteilen, Kapazitätsengpässe
beim Eisenbahnbundesamt, Erforderlichkeit einer
Umweltverträglichkeitsprüfung und insbesondere die erneute
Eintaktung der Bauarbeiten in den betrieblichen Ablauf.
Planung B 10-neu /
Gutachten
Hintergrund dieser
Anfrage war die Anforderung von Gutachten zur geplanten B 10 neu
durch Gemeinderat Wohlrab beim Regierungspräsidium Stuttgart. Da
der Schriftverkehr jedoch an der Verwaltung vorbei geführt wurde,
konnte Bürgermeister Rößner zu dem Bearbeitungsstand des
Regierungspräsidiums keine Stellung nehmen.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass die Stelle im Bereich Steuern und Abgaben auf dem
Rathaus neu ausgeschrieben wird, da die bisherige Stelleninhaberin
Frau Stefanie Wietstock die Verwaltung im Herbst verlassen wird und
eine neue Herausforderung in ihrem Heimatort Baienfurt
aufnimmt.
Außerdem ließ sich Bürgermeister Rößner vom Gemeinderat
ermächtigen, in der Sitzungspause über das Einvernehmen bei
einfachen Baugesuchen selbst zu entscheiden.
Angesprochen wurden aus dem Gremium außerdem die Baustelle des
AlbWerks im Bereich der Richard-Wagner-Str. zur Verbesserung der
Stromversorgung (Gemeinderätin Heuschneider, Gemeinderätin
Metzger-Kielkopf), die Holzstämme und das ehemalige Gärtnerhaus im
SBI-Park (Gemeinderat Mann), Pflege einer Grünfläche in der Lange
Straße (Gemeinderat Stegmaier), und nicht zuletzt ein Lob aus der
Bevölkerung über die Blumeninseln im Ort (Gemeinderätin
Metzger-Kielkopf).
Gemeinderatsbericht vom 12.09.2011
Neubesetzung des freigewordenen
Gemeinderatsmandats:
Zu Beginn der
Gemeinderatssitzung begrüßte Bürgermeister Rößner im Namen aller
Gemeinderatsfraktionen die neue Gemeinderätin Frau Silke Funk
herzlichst. Frau Funk rückt aufgrund des plötzlichen Todes von
Herrn Hans Jakober in den Gemeinderat nach. BM Rößner verpflichtete
Frau Silke Funk auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten
und bot im Namen des gesamten Gremiums eine gute Zusammenarbeit an.
Anschließend wurden diverse Ausschüsse und Gremien neu
besetzt.
Bauvoranfrage auf Nutzungsänderung des historischen
Bestandsgebäude von Gewerbe- in Wohnnutzung, Auf der Fabrik
1
Der Bauherr (Denkmal-Renovierung GmbH & Co KG) beabsichtigt in
dem Gebäude „Auf der Fabrik 1“ insgesamt 55 Eigentumswohnungen,
sowie die Unterbringung eines Pflegedienstes im Erdgeschoss,
unterzubringen. Für die ehemalige Schmiede „Auf der Fabrik 3“
liegen im Moment noch keine konkreten Pläne vor. Da das Gebäude
laut Bebauungsplan in einem Mischgebiet steht, ist die Nutzung für
Wohnungen grundsätzlich möglich. Dabei soll die äußere Gestalt
weitestgehend erhalten bleiben. Die erforderlichen Stellplätze
werden im rückwärtigen Grundstücksbereich in Form einer
Caportanlage erstellt. Der Bauherr beabsichtigte eine Zufahrt über
die Weberallee und die Spindelstraße festzusetzen, sodass die
Ausfahrt über den Gewerbepark erfolgen sollte. Bürgermeister Rößner
erklärte, dass man sich über die neue Nutzung des Gebäudes freue,
da das Gebäude zur Zeit entweder leer oder nur unbefriedigt genutzt
werde. Allerdings sei die Zufahrt über die Weberallee bzw. die
Spindelstraße nicht empfehlenswert, da sonst zu viel Verkehr in die
verkehrsberuhigten Bereiche eingeleitet werde. Die
Gemeinderatsfraktionen äußerten sich positiv über die geplante
Nutzungsänderung des Gebäudes „Auf der Fabrik 1“. Jedoch
unterstützen sie die Einwände gegen die Zufahrt über die Weberallee
und Spindelstraße. Der Gemeinderat beschloss mit einer Enthaltung
das Einvernehmen der Bauvoranfrage auf Nutzungsänderung von
Gewerbe- in Wohnnutzung, Erstellung einer Carportanlage und
Parkgarage, Auf der Fabrik 1, unter der Bedingung, dass Einfahrt
und Ausfahrt über den Gewerbepark erfolgen.
Weitere Baugesuche:
Der Gemeinderat erteilte
das erforderliche Einvernehmen für die Errichtung einer Werbeanlage
in der Hauptstraße 171.
Finanzzwischenbericht für das Jahr 2011
Kämmerer Schmid stellte kurz zusammengefasst den
Finanzzwischenbericht für das Jahr 2011 vor.
Nach Berücksichtigung der Einnahmen und Ausgaben beträgt der frei
verfügbare Stand der allgemeinen Rücklage zum 31.12.2010 825.522
Euro. Die Zuführungsrate („Gewinn“ im laufenden Betrieb) erhöhte
sich um ca. 100.800 Euro auf 322.354 Euro.
BM Rößner ergänzte, dass die Finanzen der Gemeinde auf einem sehr
soliden Fundament stehen und aus heutiger Sicht auch in 2012 auf
gutem Kurs bleiben werden.
Die Gemeinderäte waren sich einig, dass Kuchen mit diesem Ergebnis
sehr zufrieden sein kann. Das Gremium nahm den Bericht zustimmend
zur Kenntnis.
Mitteilungsblatt der Gemeinde Kuchen – Neubesetzung der
Redaktionskommission und Überprüfung der
Redaktionsrichtlinien
Vor über 20 Jahren hatte der damalige Gemeinderat die seither nicht
mehr geänderten Redaktionsrichtlinien des Kuchener Mitteilungsblatt
beschlossen. Auf Antrag der FWV-Fraktion sollte die geregelte
Redaktionskommission wieder besetzt werden, sowie die
Redaktionsrichtlinien überarbeitet werden. Die
Gemeinderatsfraktionen haben für die Redaktionskommission je einen
Vertreter benannt: Herrn Stefan Scherf (FWV-Fraktion), Herrn
Hansjörg Wohlrab (SPD-Fraktion) und Herrn Johannes Bilgery
(CDU-Fraktion). Im Weiteren soll die benannte Kommission gemeinsam
mit der Verwaltung die bestehenden Redaktionsrichtlinien
überprüfen.
In den Redaktionsrichtlinien wurde beispielsweise geregelt, dass
für den amtlichen Teil des Mitteilungsblattes der Bürgermeister
bzw. sein Vertreter verantwortlich ist. Darüber hinaus ist
geregelt, welche Beiträge nicht aufgenommen werden, z.B.
Leserbriefe, Kommentare und Beiträge die die Ehre einzelner
Personen angreifen, gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen,
polemische Aussagen, persönliche Angriffe usw. enthalten. Hierbei
hat die Redaktionskommission die Entscheidung, welche Beiträge
veröffentlicht werden dürfen und welche aufgrund eines Verstoßes
nicht im Mitteilungsblatt erscheinen.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass die Gemeindeprüfungsanstalt
einige Baumaßnahmen von 2007 bis 2010 überprüft habe. Ohne
wesentliche Feststellungen wurde die Bestätigung erteilt.
Bürgermeister Rößner gab außerdem bekannt, dass man das geplante
Blockheizkraftwerk für die Ankenhalle, zum Preis von 94.001 Euro,
an die Firma Doll vergeben habe, der Einbau solle wenn möglich in
den Herbstferien statt finden. Bürgermeister Rößner bedankte sich
in diesem Zuge bei allen Beteiligten für die zügige Abwicklung der
Baumaßnahmen.
BM Rößner lud im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen zur
Hauptübung und zum Kameradschaftsabend ein.
Darüber hinaus wurde die Einladung des katholischen Kindergarten
„Arche Noach“ zur Einweihung des neuen Außenbereich am 25.09.2011
bekannt gegeben.
Der Gemeinderat beschloss außerdem die Anschaffung neuer
Winterdienstgeräte, wie Schneepflug und Streugerät, aufgrund der
langen Lieferzeit als dringlich ohne Vorlage unter dem Punkt
„Bekanntgaben“. Der Gesamtpaketpreis beläuft sich auf 32.500
Euro.
Gemeinderat Stegmaier sprach im Namen der Jagdgenossenschaft, die
freilaufende Hunde im Außenbereich an, diese hätten dieses Jahr im
Bereich Spitzenberg bereits acht Rehe getötet. Er forderte hierbei
zur Zivilcourage, bei einer solcher Beobachtung auf, welcher eine
Anzeige folgen solle. Gemeinderat Teichgräber sprach in diesem Zuge
noch einmal das Thema Hundekot an. Bürgermeister Rößner,
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf und Gemeinderätin Funk merkten an,
dass man dieses Thema nicht auf alle Hundehalter verallgemeinern
dürfe.
Gemeinderat Bilgery sprach auf Wunsch eines Landwirts den
schlechten Zustand des Feldwegs in Richtung Kleingärten an,
Gemeinderat Maier wies auf die Steinplatten auf dem Friedhof
zwischen den Gräbern hin, welche immer mehr zur Stolpergefahr
geworden seien. Bürgermeisteramt
Gemeinderatsbericht vom 10.10.2011
Demonstrationsfahrt der IG B 10 neu und Bürgeraktion B 10
neu
Gemeinderat Mann bedankte sich als Vorsitzender der IG
B 10 neu Kuchen, aber auch im Namen von Peter Maichle von der
Bürgeraktion B 10 neu Geislingen, für die Teilnahme zahlreicher
Bürger und Gemeinderäte an der Demonstrationsfahrt zwischen
Geislingen und Süßen am 30. September, mit welcher der Weiterbau
der B 10 neu eingefordert wurde.
Bürgermeister Rößner schloss sich dem Dank an. Er betonte, dass die Gemeinde am Thema „Weiterbau der B 10 neu“ dran bleibe. Auch die Einwohner der betroffenen Kommunen seien gefragt, verstärkt Zeichen zu setzen – so wie am 30. September bei der Demonstrationsfahrt.
Aktuelles aus der
Gottfried-von-Spitzenberg-Schule
- Bericht von
Schulleiter Hagmeyer
Hauptamtsleiter Rieker erläuterte
einleitend, dass Verwaltung und Schule im August für Kuchen einen
Antrag auf Einrichtung einer Werkrealschule – und damit eines
10.Schuljahres – bei den zuständigen Stellen eingereicht haben.
Nachdem noch vor einigen Monaten zu vernehmen war, dass es künftig
keine Werkrealschulen mehr geben werde, sondern statt dessen
alternative Schulkonzepte zu entwickeln seien, soll nach neuesten
Informationen nun die Werkrealschule wiederbelebt werden.
Im Anschluss stellten Schulleiter Hagmeyer und Herr Neiffer ihren
Bericht über Aktuelles aus der Gottfried- von- Spitzenberg-Schule
vor, wobei insbesondere die Zukunft der bisherigen Hauptschule im
Vordergrund stand.
An der zweizügig geführten Grundschule wurden im vergangenen
Schuljahr 185 Schülerinnen und Schüler mit durchschnittlich 23,1
Schüler(innen) pro Klasse unterrichtet, an der einzügigen
Hauptschule 86 Schüler(innen) mit einer durchschnittlichen
Klassengröße von 17,2. Sechs Schülerinnen mit Behinderungen
nehmen erfolgreich und in die Schulgemeinschaft integriert am
Unterricht teil.
Mit 16 Wochenstunden wird in der Grund- und Hauptschule ein breites
Zusatzangebot wahrgenommen, darunter unter anderem ein Chor, eine
Fußball-AG, Kurse in Informatik, Mediation, Technik.
Dieses Jahr wurde außerdem das Qualitätsmanagement eingeführt, mit
welchem durch Eigen- und Fremdevaluierung Prozesse im Schulbetrieb
überwacht und optimiert werden.
Mit der Einführung des 10. Schuljahres wird ein Schritt in Richtung
Weiterbildung und Standortsicherung der Schule vorgenommen. Dieser
eingeschlagene Weg könnte in Zukunft z.B. mit einer
Gemeinschaftsschule weiter beschritten werden. Herr
Hagmeyer stellte ausführlich das Modell der Gemeinschaftsschule
vor. Die Landesregierung zeigt sich offen gegenüber neuen
Schulkonzepten, was für die Schulträger einige Chancen bietet, aber
auch etliche derzeit noch ungeklärte Fragen aufwirft. Die
Entscheidung darüber, ob die Kuchener Schule künftig eine
Werkrealschule, eine Gesamtschule oder ein anderes Konzept
beinhalten wird, kann derzeit noch nicht getroffen werden. Hierzu
sind noch viele Details zu klären und insbesondere die Eltern
einzubinden, betonte Bürgermeister Rößner. Nur wenn Eltern, Schüler
und Lehrerkollegium es wollten, mache eine solche Schulreform in
Kuchen Sinn. Er wies auch darauf hin, dass die vorgegebene
Mindestschülerzahl in Klasse 5 von 20 Schülern für Kuchen praktisch
nur in Kooperation mit einem anderen Schulträger erreicht werden
könnte, wobei selbst die Mindestschülerzahl von 16 Schülern für
eine Werkrealschule schwierig werden dürfte.
Das Modell einer Gemeinschaftsschule wurde von den Fraktionen
kontrovers diskutiert. Gemeinderätin Heer sprach sich für die
CDU-Fraktion sehr erfreut über das vorgestellte Modell und die
derzeitige Entwicklung in der Schullandschaft aus.
Gemeinschaftliches Unterrichten und Lernen aller Schüler sei –
entgegen der bisherigen Praxis – erfolgreich möglich. Dies zeige
auch der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne
Behinderung, wie er in Kuchen schon vor vielen Jahren erprobt
wurde.
Gemeinderat Scherf sah als Sprecher der Fraktion der Freien Wählervereinigung noch viele Fragen zur Gemeinschaftsschule offen. Hierzu müssen erst ein mit Inhalten gefülltes Konzept und entsprechend ausgebildete Lehrkräfte vorhanden sein. Verwundert zeigte er sich über die zahlreichen Schulempfehlungen für das Gymnasium (ca. 57 %).
Gemeinderat Wohlrab wies für die SPD-Fraktion auf die – auch unter räumlichen Gesichtspunkten - günstigen Voraussetzungen in Kuchen zur Umsetzung einer Gemeinschaftsschule hin. Ein entsprechendes Angebot könne auch die Nachfrage – also die Schülerzahlen – wieder steigen lassen.
Das Thema Gemeinschaftsschule wurde mit weiteren Wortbeiträgen aus dem Gremium näher beleuchtet und hinterfragt. Einig waren sich Gemeinderat, Schulleitung und Verwaltung, dass noch etliche Details zu klären sind, bevor die breite Öffentlichkeit über die Möglichkeiten informiert werden könne. Letztlich müssen dann die Eltern die weitere Ausrichtung der Schule entscheidend mitbestimmen.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Mann und Gemeinderätin Funk erklärte Schulleiter Hagmeyer, dass die Schüler von den angebotenen Praktika bei den Firmen im Allgemeinen profitieren. Auch die Firmen seien im Regelfall sehr zufrieden mit den Praktikanten. Auf Nachfrage von Gemeinderätin Metzger-Kielkopf erklärte Her Neiffer, dass der geplante Dunstabzug im Physiksaal noch nicht eingebaut sei, da die Schule noch auf ein drittes Angebot eines Bieters warte. Bürgermeister Rößner erklärte auf Nachfrage von Gemeinderat Teichgräber, dass die Räumlichkeiten und Kapazitäten für das Mittagessen in der Schule auch einem steigenden Bedarf angepasst werden könnten, z.B. durch Nutzung leerstehender Klassenzimmer. Gemeinderat Kiene wies darauf hin, dass ab 2013 ein Rechtsanspruch für Eltern bestehe, Kinder mit Behinderung zusammen mit Kindern ohne Behinderung unterrichten zu lassen.
Aktuelles aus der betreuten Jugendarbeit und
Ganztagesbetreuung
- Bericht von Jugendbetreuer
Schamarek
Betreut wird der Jugendtreff von Herrn Schamarek und von
Herrn Strobel, unterstützt durch einen ehrenamtlichen Vorstand von
Jugendlichen.
Bei 161 Öffnungszeiten wurden im Durchschnitt pro Öffnungszeit 32
Besucher betreut. Der Anteil an Mädchen mit derzeit nur ca. 12 %
ist geringer als im Vorjahr, wobei hierbei nicht die Besucherzahlen
bei Aktionen und Ausflügen tagsüber mitgerechnet werden. Diese
werden von Mädchen in der Regel gut angenommen.
Im Schuljahr 2010/2011 wurden insgesamt ca. 110 unterschiedliche
Schüler in der Ganztagesbetreuung betreut. Davon waren 75 aus der
Grundschule, 35 aus der Hauptschule. Im Schnitt wurden pro
Tag 51 Essen ausgegeben. Für 3,00 € erhalten die Schüler ein
komplettes Mittagessen mit Salat, Hauptgericht und einer kleinen
Nachspeise. Ebenfalls enthalten sind die Getränke. In der Betreuung
war zusätzlich Simon Bartel als Praktikant sowie zwei Schulhelfer
aus der achten Klasse tätig.
Die Betreuung wird immer besser angenommen, wobei der Zulauf
insbesondere an Tagen mit Nachmittagsschule groß ist. Ein Bedarf
für eine Erweiterung der Ganztagesbetreuung scheint derzeit aber
nicht vorhanden zu sein, wie eine Abfrage der Schule
ergab.
Das Schülerferienprogramm im Sommer wurde recht gut besucht. In 44 Aktionen wurden insgesamt über 175 unterschiedliche Kinder und Jugendliche betreut. Die durchschnittliche Anzahl an betreuten Kindern pro Aktion lag bei 16 Teilnehmern.
Gemeinderäte und Bürgermeister Rößner sprachen ein Lob gegenüber der erfolgreichen Jugendarbeit aus. Bürgermeister Rößner sagte auch namens des Gemeinderats spontan als Zeichen der Anerkennung eine Unterstützung des Jugendtreffs mit 250 EUR zu.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf schlug im Namen der Fraktion der Freien Wählervereinigung vor, die Sitzecke im Pausenhof ansprechender zu gestalten. Die Fraktion werde das Material zur Verfügung stellen. Der geringe Mädchenanteil im Jugendtreff sei zwar schade, vermutlich aber auch auf einen geringen Bedarf zurückzuführen und insoweit kein Anlass zur Sorge.
Gemeinderat Wohlrab sprach sich für die SPD-Fraktion dafür aus, die Ganztagesbetreuung finanziell und personell zu unterstützen, sofern die Betreuungszeiten ausgeweitet werden.
Gemeinderätin Heer sieht für die CDU-Fraktion einen Bedarf an einer weiblichen Betreuerin. So könnte der Jugendtreff auch für Mädchen attraktiv werden. Herr Schamarek stellte klar, dass Mädchen durchaus tagsüber an Aktionen teilnehmen.
Nach weiterer Diskussion bedankte sich das Gremium abschließend für die engagierte und erfolgreiche Arbeit von René Schamarek.
Trinkwasserbericht 2011
Kämmerer Schmid erläuterte
ausführlich den Trinkwasserbericht Stand September 2011. Das
Kuchener Trinkwasser, das von der Wasserfassung ESPAN und der
Landeswasserversorgung bezogen wird, ist von höchster Qualität.
Dies zeigen die zahlreichen Untersuchungen des Quellfassung ESPAN
auf mikrobiologische Organismen, Chemikalien, den Nitratgehalt,
Chlorkohlenwasserstoffe, PAK´s, Pflanzenbehandlungsmittel und
Uran.
Er bemerkte, dass der Wasserverbrauch in Kuchen in den letzten
Jahren ständig gesunken sei – von einem Pro-Kopf-Verbrauch im
Jahr 1990 von 108 Litern je Tag bis zu einem
Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2010 von 95 Litern je Tag. Es ist
leider paradoxerweise so, dass Wasser sparen zu einem höheren Preis
pro cbm führt. Rund 80 % der laufenden Kosten in der
Wasserversorgung sind feste Kosten, die durch Steigerung oder
Verringerung des Wasserverbrauchs nicht beeinflusst werden. Sie
entstehen für die Vorhaltung von Produktionskapazitäten, die
Erhaltung der Wasserqualität und der Versorgungssicherheit. Diese
Kosten können nicht eingespart werden.
Mit dem Ausbau der Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Espan nach
RiStwag (Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in
Wasserschutzgebieten) wurde eine gewichtige Maßnahme zum Schutz der
Wasserfassung durchgeführt.
Eine unerfreuliche Erscheinung sind nach wie vor Rohrbrüche, die
sowohl in Hauptleitungen als auch in Hausanschlussleitungen
auftreten. Der Wasserverlust durch Rohrbrüche betrug im Jahr 2010
28,34 % der geförderten Menge, was in etwa dem Niveau der Vorjahre
entspricht. Die zeigt, wie wichtig Investitionen ins Leitungsnetz
sind, auch wenn hierdurch zunächst hohe Kosten entstehen. Die
Gemeinde nimmt sich des Problems nachhaltig an – in den vergangenen
Jahren wurden die Leitungen in der Jahnstrasse, Bismarckstraße,
Steinstraße, Neckarstraße, Lange Straße, Am Sommerberg und nunmehr
in der Hohensteinstraße erneuert.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Trinkwasser von Kuchen ohne
Bedenken genutzt werden kann und die Wasserfassung ESPAN auch
weiterhin erhalten bleiben muss.
Auch die Fraktionen stimmten zu, dass das Wasser von bester
Qualität sei, da die Untersuchungsergebnisse sehr gute Werte
zeigen. Die Rohrbrüche seien nicht sonderlich erfreulich, jedoch
sei die Gemeinde erfolgreich um die stetige Sanierung der Leitungen
bemüht. Da der Schutz der Wasserfassung ESPAN mit der
Erschließung des Gewerbegebiets verbessert worden sei, sei das
Gefährdungspotential der Wasserfassung nur als sehr gering
anzusehen.
Bekanntgaben - Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab die Sitzung des Arbeitskreises B 10 neu am 12.10. sowie die
gemeinsame Gemeinderat-Sitzung mit Gingen zum Thema B 10 neu am
27.10. bekannt.
Außerdem gab Bürgermeister Rößner bekannt, dass der erst in der letzten Sitzung vorgestellte und gewählte Nachfolger von Frau Wietstock, welcher die Stelle im Beriech Steuern und Abgaben besetzen sollte, überraschend abgesagt habe. Damit muss die Stelle nochmals ausgeschrieben und ein neuer Nachfolger gefunden werden. Er bittet um Verständnis, dass auf Grund des entstandenen Personalengpasses derzeit in der Kämmerei nur die dringend anstehenden Arbeiten erledigt werden können.
Gemeinderätin Priester äußerte ihre Verwunderung über einen Artikel in der Geislinger Zeitung anlässlich der Einweihung des neu gestalteten Außenspielbereichs des katholischen Kindergartens in Kuchen, in welchem der Kindergarten definitiv als künftiger Kinderkrippenstandort dargestellt worden sei. Bürgermeister Rößner stellte klar, dass dieser Kindergarten aus mehreren Gründen ein geeigneter möglicher Standort sei, jedoch auch andere Standorte in Frage kommen. Die Entscheidung falle noch in diesem Jahr in Gesprächen mit Kirche und Gemeinderat. Man wisse auch noch nicht, wie viele Krippengruppen notwendig seien.
Gemeinderätin Heer regte an, den Kinderausschuss bald tagen zu lassen. Bürgermeister Rößner gab hierzu bekannt, dass bereits diese Woche ein Gespräch zur Kindergartenplanung mit einer beauftragten, neutralen Expertin stattfinden werde. Er wies ergänzend auf die sinkenden Kinderzahlen hin – derzeit seien 142 von 203 Kindergartenplätzen belegt und 8 Gruppen vorhanden.
Gemeinderätin Heuschneider sprach den Verkauf von Bauplätzen im Espan an. Bürgermeister Rößner berichtete kurz über den aktuellen Stand.
Gemeinderat Mann berichtete über die seit kurzem erstellte Lärmschutzwand an der Bahnstrecke in Kuchen. Einige Anwohner am Sommerberg, aber auch er selbst, empfinden den Lärm vorbeifahrender Züge nun als lauter als zuvor. Die Deutsche Bahn habe seinerzeit den Einbau absorbierender Wände zugesagt. Er bittet die Verwaltung, der Angelegenheit nachzugehen. Bürgermeister Rößner sagte zu, mit der Bahn Kontakt aufzunehmen.
Gemeinderatsbericht vom 07.11.2011
Umsetzung des Projekts „Landschaftspark Fils“
-
Antrag der SPD-Fraktion auf Berichterstattung
-
Vorstellung der Überlegungen der Büros „Planstatt
Senner“
Der Verband Region Stuttgart verfolgt seit
2007/2008 die Idee der Planung und Realisierung eines regionalen
Landschaftsparks. Der Verband kann die Trägerschaft von
Landschaftsparks übernehmen, Maßnahmen zu 50 % mitfinanzieren und
so zusammen mit den Städten und Gemeinden an der Umsetzung des
Konzepts mitwirken. Im Dezember 2009 beauftragte der Verband Region
Stuttgart das Landschaftsarchitekturbüro Planstatt Senner aus
Überlingen mit der Bearbeitung des Landschaftsparks Fils als Teil
des Landschaftsparks Region Stuttgart. Der Landschaftspark Fils
soll neue Perspektiven und Chancen für Natur und Umwelt,
Kulturlandschaft, attraktive Erholungsräume sowie für Wirtschaft
und Tourismus eröffnen. Hierbei sollen ökologische Lebensräume
sowie die Siedlungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte
thematisiert werden, wobei die Fils als verbindendes Element eine
zentrale Rolle spielt. Baudenkmale bzw. das Landschaftsbild
prägender Bauwerke werden miteinbezogen.
Im Rahmen des Landschaftsparks Fils wurden nun vom Büro Planstatt
Senner Projektvorschläge für die einzelnen Kommunen des Filstals
ausgearbeitet, welche in einem so genannten Masterplan dargestellt
werden.
Frau Grob von der Planstatt Senner erläuterte in der Sitzung den
Masterplan, stellte große interkommunale Projekte und dann speziell
Kuchens Projekte vor, darunter auch der SBI-Park und das
Gärtnerhaus. In der Investitionsplanung 2012 sind für den Einstieg
60.000 Euro vorgesehen, jedoch wird ein Zuschuss von mindestens 50%
erhofft, somit würde der Gemeindeanteil noch bei 30.000 Euro
liegen. Im Falle einer Förderung könnte man die Maßnahme dann im
Jahr 2012 angehen.
Für die SPD-Fraktion erklärte Gemeinderat Wohlrab, dass viele
interessante Ansätze dabei seien. Die SPD-Fraktion werde die
Umsetzung der Projekte unterstützen, da auch die Verbindung
zwischen der Fils und der Arbeitersiedlung eine sehr gute Idee
sei.
Gemeinderat Bilgery erklärte für die CDU-Fraktion, dass sie das
Projekt Landschaftspark Fils begrüßen. Hierbei sollte die Fils auch
ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden, denn es sei wichtig
die Fils und ihre frühere Stellung zu begreifen und dadurch
erlebbarer zu machen.
Für die Freie Wähler Vereinigung schloss sich Gemeinderat Mann den
anderen Gemeinderatsfraktionen an. Diese gelungene Vorstellung des
Projekts zeige gut die Grundlagen auf, wie beispielsweise die
Veränderungen im SBI-Park zur Steigerung der Attraktivität.
Gemeinderat Frey sprach hierbei, noch den Leerschuss an, welcher
gesäubert und evtl. durch einen Zulauf reaktiviert werden können.
Frau Grob von der Planstatt Senner begrüßte diese Idee.
Gemeinderätin Funk sprach im Namen der FWV-Fraktion den Tourismus
an, welcher durch moderne Angebote verbunden werden können, wie
z.B. das vorhandene Geocaching. Auch Wohnmobilstellplätze wären
eine gute Ergänzung.
BM Rößner bedankte sich bei Frau Grob für den ausführlichen Vortrag und betonte, dass die Umsetzung in 2012 geplant sei. Insgesamt wolle man am Thema dran bleiben und Schritt für Schritt umsetzen.
Haushaltssatzung 2012
- Vorstellung und
Genehmigung der mittelfristigen Investitionsplanung 2011 –
2015
Kämmerer Schmid erläuterte, dass die Finanzplanung
2011-2015 auf den positiven Ergebnissen der Mai-Steuerschätzung
2011 basiert, wobei selbst diese Schätzungsergebnisse im Jahr 2011
noch übertroffen werden. Deutschland hat die Finanz-, Wirtschafts-
und Bankenkrise des Jahres 2009 für alle überraschend schnell und
gut überstanden, die deutsche Wirtschaft boomt. Allerdings steht
mit der Staatsschuldenkrise nun schon die nächste Bankenkrise ins
Haus.
Derzeit liegt noch kein offizieller Haushaltserlass 2012 vor,
lediglich eine Mitteilung des Finanzministeriums Baden-Württemberg
mit Zahlen für das Jahr 2012. Dies zeigt, dass angesichts der
momentanen Situation eigentlich keine auch nur annähernd
verlässlichen Zukunftsprognosen möglich sind.
Die vorliegende Planung beinhaltet nun die wiederholt bestätigte
Beschlusslage des Gemeinderats:
- Erneuerung der Heizungs- und
Lüftungsanlage in der Sporthalle Anken inkl.
Brandschutzmaßnahmen
- Unterhaltung und Erhaltung
von Straßen, Leitungen und Gebäuden
- Keine neuen Großprojekte
Nach den vorliegenden Zahlen sind 2012 keine Kreditaufnahmen erforderlich.
Kämmerer Schmid schlug vor die Tegelbergstraße zu sanieren, wobei auch die Wasserleitung erneuert werden muss.
BM Rößner betonte, dass die Tegelbergstraße auf der Prioritätenliste oben stehe und mit einem Beschluss des Gemeinderats könne man die Sanierung schon im Januar ausschreiben.
Gemeinderat Stegmeier erklärte für die Fraktion der Freien Wählervereinigung, dass Sie in der letzten Stellungnahme zum Haushaltsplan 2011 noch von einem Rekordminus der öffentlichen Finanzen gesprochen hätten, welches zum Glück nicht so stark eingetreten sei. Auch die FWV-Fraktion habe an die Tegelbergstraße gedacht, wenn Geld zur Verfügung stehe werden sie gegebenenfalls für weitere Straßensanierungsmaßnahmen einen entsprechenden Antrag stellen.
Für die SPD-Fraktion nahm Gemeinderat Wohlrab folgendermaßen Stellung: Kuchen habe eine gute Ausgangsposition. Es sei verständlich, dass die Kreisumlage aufgrund des demografischen Wandels und den steigenden Sozialausgaben auch erhöht wird. Die SPD-Fraktion bedankt sich bei der Verwaltung für die Ausarbeitung und stimmt dem Investitionsplan zu.
Die CDU-Fraktion erklärt durch Gemeinderat Kiene, dass sie sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben und den sparsamen Umgang begrüßen. Die Fraktion ist mit der Investitionsplanung einverstanden, vor allem mit den Straßensanierungen.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Gemeinde Kuchen trotz
der wirtschaftlich und finanziell angespannten Zeiten optimistisch
in die Zukunft blicken könne. Dank sparsamem Wirtschaften und
umsichtigem Handeln kann die Gemeinde einen soliden Haushalt
vorweisen, so die allgemeine Einschätzung des Gremiums.
Die Finanzplanung 2011 – 2015 mit Investitionsprogramm wurde vom
Gemeinderat einstimmig genehmigt und die Verwaltung wurde
beauftragt auf der Grundlage dieser den Haushaltsplan 2011 zu
erstellen. Ebenso wurde die Sanierung der Tegelbergstraße
einstimmig genehmigt.
Satzung über die Verpflichtung der Straßenanlieger zum
Reinigen, Schneeräumen und Bestreuen der Gehwege
(Streupflichtsatzung)
-Antrag der CDU-Fraktion zur
Erläuterung der gemeindlichen Festsetzung
-Antrag der
Verwaltung zum Erlass einer neuen
Satzung
-Satzungsbeschluss
Im Rahmen der
Haushaltsrede am 07.02.2011 stellte die CDU-Fraktion den Antrag,
über die Räum- und Streupflicht in Kuchen zu beraten. Im
Mittelpunkt stand dabei die Frage, wann die Anwohner den Gehweg und
wann die Gemeinde die Straßen zu räumen habe.
In der Gemeinde Kuchen gilt die Streupflichtsatzung vom 30. Oktober
1989. Die Satzung wurde seinerzeit vom Gemeinderat beschlossen und
entsprach der damaligen Mustersatzung des Gemeindetags
Baden-Württemberg. Die Mustersatzung wird von den Städten und
Gemeinden häufig weitgehend übernommen, da dort Gerichtsurteile
eingeflossen sind und rechtssichere Formulierungen verwendet
werden. Es obliegt dem Gemeinderat, eine entsprechende Satzung zu
formulieren und zu erlassen. Mit Abweichungen von der Mustersatzung
begibt man sich jedoch buchstäblich aufs Glatteis, da dies mit
erheblichen juristischen Risiken behaftet und daher nicht
empfehlenswert ist.
Nachdem BM Rößner kurz die unterschiedlichen Regelungen für
Straßen und Gehwege erläuterte hatte, schlug er vor, die über 20
Jahre late Satzung neu zu beschließen. Der Gemeinderat beschloss
einstimmig die neue Streupflichtsatzung.
Volkshochschule Kuchen
- Überarbeitung der
Gebühren- und Honorarrichtlinien
Bürgermeister Rößner
begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt die VHS-Leiterin Ellen
Vossler im Namen des Gremiums herzlich.
Frau Vossler erklärte, dass die Honorare für VHS-Dozenten und
die Gebühren der Teilnehmer in einer Honorar- und Entgeltordnung
der VHS Kuchen geregelt sind.
Diese Entgeltordnung gilt seit dem 01.02.2002 und ist in einigen
Teilen nicht mehr zeitgemäß. Die VHS Kuchen liegt nach einer
Umfrage bei Umland-Volkshochschulen am unteren Niveau was sowohl
das Entgelt für die Dozenten als auch die Gebühren für die
Teilnehmer betrifft. Es gab auch schon Einzelfälle, in denen ein
Vertrag mit der VHS Kuchen nicht zustande kam, weil der Dozent in
einer Nachbargemeinde ein höheres Entgelt und auch eine
Kilometerpauschale erhalten hat. Insgesamt gesehen sei es nun
notwendig, hier Anpassungen vorzunehmen.
BM Rößner bedankte sich bei Frau Vossler für ihr Engagement, ihren Ideen und ihr Geschick, mit der sie die Volkshochschularbeit in Kuchen ausübt. Ebenso sprach BM Rößner ein Dank an alle Dozenten aus. Er betonte, dass in den Gebühren keine Personal-, Energie- und Reinigungskosten berechnet werden. Da die VHS die Weiterbildung fördern soll, müsse dies so bleiben, um bezahlbare Gebühren zu gewährleisten.
Für die FWV-Fraktion bedankte sich Gemeinderätin
Metzger-Kielkopf bei Frau Vossler für ihre gute Arbeit. Die VHS
Kuchen ist die kleinste VHS im Kreis Göppingen und man könne froh
sein sie zu haben. Durch die steigenden Benzinpreise sei eine
Kilometerpauschale ebenso notwendig, genauso wie die
Dozentenhonorare.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD-Fraktion, dass sie Frau
Vossler Rückendeckung geben und sie unterstützen, da eine VHS nicht
selbstverständlich sei.
Die CDU-Fraktion erklärte durch Gemeinderat Bilgery, dass die VHS klein aber fein sei. Sie müsse immer noch bezahlbar bleiben, daher sei eine moderate Erhöhung angemessen um die Qualität erhalten zu können. Gemeinderat Bilgery sprach ebenso einen Dank an Frau Vossler aus.
Die neu überarbeiteten Honorar- und Entgeltrichtlinien wurden vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Bekanntgaben - Verschiedenes
BM Rößner erklärte,
dass das Blockheizkraftwerk in der Ankenhalle eingebaut worde sei
und in den nächsten Tagen in Betrieb genommen werde.
Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass eine Jahresspende des AEW in Höhe von 3.900 € eingehen werde. Diese soll zur Finanzierung von weiterem Personaleinsatz im Kindergarten und Schule für die Zeit während der Mittagessenbetreuung genutzt werden. Der Rest diene dem Erneuern von Sportgeräten. Der Gemeinderat schloss sich dem Vorschlag an.
Aus der Mitte der Gemeinderäte wurden die Themen, Boden in der Aussegnungshalle (GR Mann), Straßenbeleuchtung Seewiesen (GR Teichgräber) und Parken in der Weberallee (GRin Funk) angesprochen.
Gemeinderatsbericht vom 08.12.2011
Spenden und Sponsoring 2011
- Genehmigung zur
Annahme von Spenden an die
Gemeinde
Bürgermeister Rößner merkte an,
dass auch dieses Jahr viele Einzelspenden eingegangen seien.
Insgesamt sei eine Summe von 7.491,10 € gespendet worden.
Er bedankte sich herzlich bei allen die etwas gespendet
haben.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die generelle Annahme von
Klein- und Sachspenden im Betrag von bis zu 100,00 € und die
Annahme sämtlicher Einzelspenden im Gesamtbetrag von 7.491,10 €.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den Spendenbericht 2011 der
Rechtaufsichtsbehörde vorzulegen.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Wie in den vergangenen
Jahren wurde die Verwaltung vom Gemeinderat dazu ermächtigt,
während der Sitzungspause einfachen Baugesuchen das Einvernehmen zu
erteilen.
Angesprochen wurden aus dem Gremium außerdem der diesjährige
Adventsmarkt (Gemeinderat Scherf), die Ampel Höhe Bismarckstraße
(Gemeinderat Teichgräber) und der neue Platz des Christbaumes am
Marktplatz (Gemeinderat Taufer).
Ehrung für langjährige Mitgliedschaft im
Gemeinderat
Die Gemeinderäte Heuschneider, Maier und
Wohlrab wurden für ihre 40, 30 und 25 jährige Mitgliedschaft im
Gemeinderat geehrt. „Menschen wie Sie brauchen wir, denn jede
Gemeinde lebt von und mit ihren Bürgerinnen und Bürgern“ , sagte BM
Rößner gleich zu Beginn. Ohne ehrenamtlichen Einsatz so mancher
Mitbürger wäre vieles in unserer Gesellschaft nicht möglich. Und
vieles, was eine Gemeinde und die örtliche Gemeinschaft
auszeichnet, verdanke man Frauen und Männern – wie den drei
Jubilaren - , die neben den eigenen Belangen auch an die
Bedürfnisse der Mitbürger denken – dafür müsse man sehr dankbar
sein.
Die Gemeinderatstätigkeit sei nicht immer eine
angenehme Arbeit. Auch die Familie und Freizeit leiden zeitweise
unter der ehrenamtlichen Tätigkeit. Alle drei hätten sich aber
immer wieder vom inneren Drang, unsere Gemeinde immer ein kleines
bisschen liebens- und lebenswerter zu machen, leiten lassen.
Als Gemeinderat gehöre man dem wichtigsten Kollegialorgan der
Gemeinde an und übernehme somit eine große Verantwortung. Obwohl
alle 3 Gemeinderäte Mitglied einer Partei sind, sei es ihnen
in den meisten Fällen gelungen, Kommunal- und große Politik zu
trennen. Gemeinsam mit den Ratskollegen hätten sie Kuchen in
vielerlei Hinsicht vorangebracht, so der Schultes. Es sei
unmöglich, all das im Einzelnen aufzuzählen was die drei
Gemeinderäte in den vergangenen Jahren geleistet haben.
Es könne jedoch bestätigt werden, dass sie sich auf ihre
persönliche Art und Weise immer wieder aktiv und engagiert mit
eingebracht haben. Ein Dank gelte auch den jeweiligen Partnern, die
die ehrenamtlichen Tätigkeiten mittragen und immer wieder großes
Verständnis aufbringen würden. Abschließend sprach BM Rößner die
einzelnen Gemeinderäte noch gezielt an:
Im Jahr 1986 rückte Herr Wohlrab im Nachrückverfahren in den
Gemeinderat. Schnell habe er sich damals eingelebt. Dabei sei ihm
sicher zu Gute gekommen, dass er Einiges an politischem Vorwissen
mitgebracht habe. Gemeinderat Wohlrab gehöre zu den
Gemeinderäten die sich stets akribisch auf die Sitzungen
vorbereiten, um dort wortreich und mit vielen Argumenten für ihren
Standpunkt einzutreten. Insbesondere bringe er sich bei den
sozialen Themen Kindergärten, Jugendliche, Schule und Familie ein.
Wer an die Kuchener SPD denke, verknüpfe dies in den letzten Jahren
eng mit Hansjörg Wohlrab. Bildlich ausgedrückt sei er als
„Zugpferd, gerade aber auch als Kutscher“ oftmals die kräftig
ziehende und gleichzeitig treibende Kraft der SPD-Fraktion.
Bürgermeister Rößner wünschte abschließend alles Gute und bedankte
sich mit Urkunde, Geschenk und Blumenstrauß.
Fünf Jahre länger ist Hans Maier im Gremium. Mit Stolz dürfe er
auf eine überaus erfolgreiche 30-jährige Ratstätigkeit zurück
blicken. Hans Maier ist kein Mann der großen Worte und lege keinen
Wert darauf, Gesagtes nochmals zu wiederholen, nur damit es in der
Presse stehe. Herr Maier verfüge über eine hohe fachliche Kompetenz
und sehe seine Arbeit mehr in der Vorbereitung in der Fraktion.
Hierbei fließen seine Erfahrungen aus dem Beruf und dem TSV mit
ein. Für die Themen Sport und Freizeit, sowie den vielfältigen
Punkt Familie, setzte er sich verstärkt ein. Oftmals nütze Hans
Maier dabei den kurzen Dienstweg und den guten Draht zum Rathaus,
statt in der Sitzung darüber zu lamentieren. Wichtig war und ist
Hans Maier stets ein gutes Miteinander mit Gemeinderatskollegen,
Verwaltung und Schultes. Nicht zuletzt wegen seiner umgänglichen,
geselligen und unkomplizierten Art sei er so beliebt. Auf Hans
Maier ist immer Verlass – egal, ob als 2. Stv. Bürgermeister, bei
der Arbeitsgemeinschaft Kuchener Vereine, im AK B10-neu oder
sonstwo: überall könne man auf ihn bauen!
Für seine Mühe und das bewiesene große Engagement bedankte sich
Bürgermeister Rößner ebenfalls mit Urkunde, Geschenken und
Blumenstrauß.
Höhepunkt der Ehrung war dann das 40-jährige Ratsjubiläum von
Gemeinderätin Inge Heuschneider.
Am 24. Oktober 1971 wurde Frau Heuschneider als erste und einzige
Frau in ein von Männern dominiertes Gremium gewählt. Seit dem wurde
sie acht weitere Male mit hohen Stimmenzahlen wiedergewählt. In den
letzten 3 Wahlen sei sie jeweils Stimmenkönigin der SPD-Fraktion
gewesen. Eine kurze Umfrage im Kreis ergab, dass es keine
Gemeinderätin gibt die schon 40 Jahre in einem Gemeinderat und
derzeit aktiv ist. Kuchen und die Welt habe sich in dieser langen
Zeit grundlegend geändert. Bei vielen für die Gemeinde wichtigen
Themen habe sie engagiert mitgewirkt. Sie habe immer wieder das
persönliche Gespräch mit den Bürgern gesucht und das Ohr am Volk
gehabt, um die entsprechenden Bürgernähe zu praktizieren.
Gemeinderätin Heuschneider setzte sich in all diesen Jahren
ebenfalls für die Belange der Kindergärten, Jugend und Schule ein,
aber auch für große Investitionsmaßnahmen der Gemeinde. Immer
wieder bringe sie sich mit ihren Standpunkten und ihrer Meinung
aktiv ein. Bei einer Umfrage wurde sie von Ratskollegen als eifrige
Besucherin vieler örtlicher Veranstaltungen gelobt, als
bodenständig bezeichnet und als jemand, der das ehrenamtliche
Engagement der Vereine und Organisationen schätze und unterstütze.
Alles in allem trage Inge Heuschneider einen wichtigen Anteil an
der gemeindlichen Entwicklung der letzten 40 Jahre, so H. Rößner
abschließend. Dafür gebühre ihr Dank und Anerkennung.
(vlnr. GR Hans
Maier, Herr Heuschneider, GRin Inge Heuschneider, GR Hansjörg
Wohlrab mit Ehegattin, BM Rößner)
Anschließend überreichte Kuchens Bürgermeister der Jubilarin ebenfalls Präsente, eine Auszeichnung des Gemeindetags und eine Dankesurkunde.
Im Anschluss bedankte sich Gemeinderat Wohlrab im Namen der
SPD-Fraktion bei Gemeinderätin Heuschneider für die 40-jährige
Tätigkeit im Gremium. Er betonte, dass sie stets eine loyale
Fraktionskollegin sei und für die SPD wichtige Arbeit leiste.
Gemeinderat Maier bedankte sich beim Gemeinderat, der Verwaltung
und den Bürger für die jahrelange Unterstützung und die schönen
Stunden. Er habe sein Mandat immer nach bestem Wissen und sehr gern
ausgeübt.
Gemeinderat Teichgräber bedankte sich im Namen der SPD-Fraktion
bei Herrn Wohlrab für seine Arbeit im Gremium und als
stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Ebenso gratulierte er noch
bei Gemeinderat Maier für die 30 Jährige Tätigkeit.
Für die CDU-Fraktion gratulierte Gemeinderat Bilgery zunächst den
Jubilaren Heuschneider und Wohlrab. Gemeinderat Maier dankte er für
seine Arbeit und erklärte, dass er stets mit guten Ratschlägen und
Grundlagen den Gemeinderat unterstütze. Hierbei sei er eine
tragende Säule nicht nur als Fraktionsvorsitzender. Er wünschte ihm
viel Kraft, Gesundheit und den nötigen Erfolg für die
Zukunft.
Gemeinderat Stegmeier gratulierte im Namen der FWV-Fraktion den
drei Jubilaren, für 95 Jahre geballtes Wissen. Und wünschte Ihnen
weiterhin alles Gute und hoffe weiterhin auf eine gute
Zusammenarbeit.
Abschließend bedankte sich Gemeinderätin Heuschneider bei allen für
ihre Gratulationen und die jahrelange Unterstützung aus allen
Seiten. Sie habe die Arbeit bis jetzt immer gern gemacht und viele
schöne Stunden erlebt.
Antrag von Herrn Gemeinderat Hans Jörg Frey auf Ausscheiden
aus dem Gemeinderat
- Entbindung von der ehrenamtlichen
Verpflichtung
- Verabschiedung
Zu Beginn des
Tagesordnungspunktes beschloss der Gemeinderat dem Antrag von
Gemeinderat Frey zuzustimmen und ihn somit mit Ablauf des Jahres
aus dem Gemeinderat zu entlassen.
Anschließend bedankte sich Bürgermeister Rößner in einer längeren
Ansprache für seine 43 jährige Tätigkeit im Gremium. Er betonte,
dass es allen schwer falle, ihn vom Amt zu entbinden, jedoch
respektiere man seinen Wunsch. Kuchen sei eine liebens- und
lebenswerte Gemeinde. Dies habe mehrere Gründe. Vor allem aber sind
es die Menschen, die Kuchen zu dem machen, was es ist und dem Ort
seine eigene Identität verleihen. Einer der herausragenden
Persönlichkeiten ist Hansjörg Frey. Herr Frey setzte sich
weit überdurchschnittlich für die Belange der Allgemeinheit ein.
Fast meine man, er sei Mitglied auf Lebenszeit im Gremium, er habe
immer wieder beeindruckende Wahlergebnisse erzielt. In den 43
Jahren habe er mitentscheidend für die positive Fortentwicklung der
Gemeinde mitgewirkt und gehöre zum festen kommunalpolitischen
Inventar der Gemeinde.
(vlnr.: Hans-Jörg
Frey mit Ehegattin, BM Rößner)
Mit der ihm eigenen Vehemenz und Leidenschaft, Ausdauer und Hartnäckigkeit wäre er immer wieder für seine Heimatgemeinde eingetreten. Menschen mit einer solchen Einstellung brauche man als tragende Säulen der Gesellschaft. Man könne in Worte nicht beschreiben welch großen Verdienste er geleistet habe. Hervorragende Ortskenntnis, fachliche Kompetenz, herzliches Handeln, aktives Anpacken seien Attribute, die ihn auszeichnen. Hansjörg Frey genieße in Bevölkerung, Gemeinderat und Verwaltung zurecht höchste Anerkennung und Wertschätzung. Auch als Bürgermeister wisse er in Hansjörg Frey einen mehr als 100% loyalen Stellvertreter und sei dankbar für manch guten Rat und tatkräftige Unterstützung. Zwischendurch blickte BM Rößner auf das Jahr 1968 zurück: vieles habe sich verändert… angefangen von der Musik, über Autos, Mode, Politik aber auch in der Gemeinde. Viele Ratskollegen sein bisher gekommen und auch gegangen. Nun wolle auch er aus dem Gremium ausscheiden, um einem Jüngeren Platz zu machen – auch dies verdiene Respekt und zeige die Einstellung von Herrn Frey. „Mit dem heutigen Tag geht nun eine erfolgreiche 43-jährige Ära zu Ende… du hinterlässt ein Lücke… viele deiner Spuren werden aber bleiben. Wir verneigen uns vor dir und deinen Leistungen – du hast dich um die Gemeinde Kuchen verdient gemacht.“ Mit diesen Worten schloss BM Rößner seine Ansprache.
Abschließend übergab BM Rößner einige Geschenke und bedankte sich im Namen des Gremiums, der Verwaltung, der Bürgerschaft und auch ganz persönlich herzlich bei Herrn Frey und seiner Familie und wünschte ihnen weiterhin alles Gute.
Für die FWV-Fraktion bedankte sich Gemeinderat Stegmeier bei Herrn Frey für sein Engagement und die schöne Zeit in der er als Berater und Freund tätig war. Ebenso sprach er einen herzlichen Dank an Frau Frey für die Unterstützung aus. Er überreichte Gemeinderat Frey anschließend ein Geschenk. Gemeinderat Frey bedankte sich herzlich beim Gremium und seiner Familie für die jahrelange Unterstützung. Er habe auch gelernt gute Arbeit anzuerkennen und zu loben. Danach sprach er noch ein paar Gedanken zum Jahr 2011. Abschließend bedankte er sich nochmals bei allen die ihn in der langen Zeit begleitet haben. Er habe sein Amt immer nach bestem Wissen und Gewissen ausgeübt und sei dankbar, von der Bevölkerung immer wieder getragen worden zu sein.
Jahresrückblick 2011
Traditionell hielt
Bürgermeister Rößner eine Rede zum Jahresabschluss. Unterm Strich
können man dieses Jahr mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein,
es sei ein sehr gutes, erfolgreiches aber auch sehr
arbeitsintensives Jahr gewesen. Vieles sei in Angriff genommen oder
abgeschlossen worden. Größere Themen seien zum Beispiel die drei
erfolgten Straßensanierungen mit über 400.000 €. An diesem Thema
werde man auch in den nächsten Jahren dran bleiben. Gut gelaufen
ist es im Gewerbegebiet „Im Espan“, hier wurden die neue
Stichstraße fertig gestellt, weitere Flächen (14.000 m²) verkauft
und weitere Betriebe angesiedelt. In der Ankenhalle sei der
erste Sanierungsabschnitt mit rund 450.000 € quasi abgeschlossen.
Im Kindergarten-bereich habe man habe man in diesem Jahr die
Hauptfinanzierung des Außenbereichs „Arche Noach“ getragen. Ab
September 2012 sei in Kuchen eine Krippengruppe für unter 3 Jährige
fest geplant. Im Bereich Schule habe man die Einführung des 10.
Schuljahres mitgetragen und beschäftige sich derzeit auch mit dem
Thema „Gemeinschaftsschule“. Weitere wichtige Themen seien die
Beratungen und der Bürgertermin zur B10-neu gewesen, hier müsse man
daran arbeiten, wieder ein einheitliches Stimmungsbild zu erhalten
– nur gemeinsam sei man stark genug, um hier möglichst viel für
Kuchen herauszuholen. Keine B10-neu sei für ihn keine Lösung,
so der BM. Wichtig waren in 2011 auch u. a. die Themen:
Lärmschutzwand der Bahn, Baugebiet „In der Gärtnerei“, die
Einführung der gesplitteten Abwassergebühr und der Einstieg in den
Landschaftspark Fils. Bei den Finanzen sehe es gut aus, man habe
2011 weiterhin eine Nullverschuldung und keine Steuererhöhungen
vorgenommen. Das Investitionsvolumen lag trotzdem bei über 1 Mio.
Euro und die Zuführungsrate werde trotz Euro-Krise deutlich besser
liegen als geplant. Auch für 2012 könne man deshalb zuversichtlich
sein. Das Gemeindeschiff steuert nach wie vor auf einem sehr
sicheren Kurs. Lasse man das Gemeindeschiff auch künftig von
Zeit zu Zeit in einem ruhigen Hafen ankern, könne man auch
weiterhin allen äußeren Einflüssen zum Trotz regelmäßig zu manchen,
in realistischer Reichweite liegenden, neuen Ufern – wie z. B. bei
der Kleinkindbetreuung – aufbrechen. Er sei überzeugt, dass die
Gemeinde auch alle Herausforderungen des neuen Jahres 2012 gut
meistern könne und werde.
Viele habe zu einem guten Gelingen in 2011 beigetragen – Vielen gelte es deshalb zu danken: der Bürgerschaft – sie ist die Basis für Alles, dem Gemeinderat für das engagierte Mitwirken, dem Gemeindeteam für die Unterstützung im Arbeitsalltag, den ehrenamtlich tätigen Personen in Kirchen, Vereinen und Organisationen, den Firmen und Handwerkern sowie allen anderen, die oftmals im Stillen, an einer guten Entwicklung unserer Gemeinde mitwirken. Mit den besten Wünschen für 2012 und das bevorstehende Weihnachtsfest schloss Kuchens Bürgermeister die letzte Sitzung des Jahres.
Gemeinderatsbericht vom 30.01.2012
Neubesetzung des frei gewordenen
Gemeinderatsmandats
- Nachrücken von Herrn Markus
Maier
- Verpflichtung von Herrn Maier als
Gemeinderat
- Neubesetzung von
Gremien
Durch das Ausscheiden von Herrn
Hans Georg Frey ist ein Gemeinderatsmandat neu zu besetzen.
Nach § 31 Abs. 2 GemO rückt der als nächste Ersatzmann des
Wahlvorschlags festgestellte Bewerber nach. Bei der Wahl des
Gemeinderats am 07.06.2009 wurde als nächster möglicher Ersatzmann
des Wahlvorschlags der FWV Herr Markus Maier festgestellt, welcher
das Amt angenommen hat.

Durch das Nachrücken von Herrn Maier sind die von der FWV-Fraktion
besetzten Gremien und Ausschüsse teilweise neu zu besetzen. Nach
dem Vorschlag der FWV ergeben sich folgende Änderungen:
Verbandsversammlung Abwasserreinigung Kuchen/Gingen: bisher GR Frey
(Stv.), neu GR Maier, Markus (Stv.)
Arbeitskreis
Biotopverbund: bisher GR Frey, neu GRin
Metzger-Kielkopf
Arbeitskreis SBI: Bisher GR Frey, neu
GRin Funk (Stv.)
Der Gemeinderat nahm von der Nachfolgeregelung zustimmend Kenntnis. Herr Maier wurde im Anschluss von Bürgermeister Rößner auf sein Amt als Gemeinderat verpflichtet. Der Gemeinderat stimmte der von der FWV vorgeschlagenen Neubesetzung der Gremien und Ausschüsse zu.
Wahl des 1. Stellvertreters des Bürgermeisters
Der
Gemeinderat beschloss am Montag, nach dem Ausscheiden von Herrn
Hans-Georg Frey aus dem Gemeinderat das Amt des 1.Stellvertreters
des Bürgermeisters neu zu besetzen.
Mit 15 Stimmen wurde Gemeinderat Wolfgang Stegmaier in das Amt
gewählt. Bürgermeister Rößner gratulierte seinem frisch gewählten
Stellvertreter.
Bahnhofsanierungsprogramm Filstal
Seit rund 10
Jahren diskutieren Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Landes
Baden-Württemberg, des Landkreises, etlicher Filstalgemeinden und
Planer über das dringend notwendige Bahnhofsanierungsprogramm
Filstal. Nach zahlreichen Verzögerungen soll mit der
Sanierungsmaßnahme in Kuchen nun im Juli 2012 begonnen
werden.
Mit den Verzögerungen über die Jahre hinweg war auch eine ständige
Änderung der veranschlagten Kosten und der kommunalen Beteiligung
verbunden.
Einer ersten Kostenschätzung im Jahr 2004 zu Folge hätte der
kommunale Mitfinanzierungsanteil von Kuchen 84.000 EUR betragen.
Durch einen Ausbau der Bahnsteige, welcher einen zukünftigen
möglichen S-Bahnverkehr mit einbindet, sowie Verschiebungen bei der
finanziellen Beteiligung der Projektpartner, steig die kommunale
Beteiligung Kuchens letztlich auf insgesamt 119.400 EUR an.
Die Fraktionen und Verwaltung zeigten sich am Montag
insbesondere darüber enttäuscht, dass die bisher vorgesehene Rampe
zum Bahnsteig in Richtung Ulm entfallen soll und statt dessen
lediglich die Treppenanlage erneuert wird. Menschen mit Rollstuhl,
Kinderwagen etc. haben keine Chance, den Bahnsteig zu erreichen
bzw. zu verlassen. Bisher war eine Rampe vorgesehen, die auf Grund
ihrer Steigung von mehr als 6 % zwar nicht als barrierefrei galt,
jedoch für gehbehinderte Menschen oder auch für Menschen mit
Kinderwagen immer noch eine bessere Lösung als eine Treppe
darstellte.
Der anwesende Vertreter der Deutschen Bahn, Herr Zdzuj, machte
deutlich, dass eine Rampe auf Grund des instabilen Untergrundes
einen technisch und kostenmäßig enormen Aufwand erfordert. Die DB
ist bei der Anzahl an Fahrgästen in Kuchen keiner rechtlichen
Verpflichtung für einen barrierefreien Zugang unterworfen. Der
Gemeinderat stimmte jedoch bei der jetzigen Planung einer
Kofinanzierung nicht zu – der Vertreter der DB sagte daraufhin in
der Sitzung zu, Alternativen zur Umgehung der Treppenanlage
nochmals zu prüfen.
Haushaltssatzung 2012
Der Plan 2012 weist mit
340.856 € eine kleine Zuführungsrate aus; unter den gegebenen
Umständen - 200.000 € für die Straßensanierung veranschlagt und
erneuter Anstieg der Kreisumlage um rd. 100.000 € - ein noch
akzeptables Ergebnis.
Im Saldo Steuereinnahmen (Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen und
Gewerbesteuer) / Umlagezahlungen (Kreisumlage, FAG-Umlage und
Gewerbesteuerumlage) werden im Jahr 2012 insgesamt rd. 1,1 Mio. €
weniger Einnahmen erwartet als im Rekordjahr 2008.
Der Plan 2012 beinhaltet daher auch keine größeren Maßnahmen. Im
Verwaltungshaushalt werden neben den laufenden - sparsamen -
Ausgaben insbesondere das Straßeninstandsetzungsprogramm
fortgeführt. Im Vermögenshaushalt wird die Erneuerung von
Heizung / Lüftung / Warmwasserbereitung in der Ankenhalle
abgewickelt.
Der HH-Plan 2012 beinhaltet keine eigenen Steuererhöhungen /
Hebesatzänderungen. Auch Wasserzins und Abwassergebühr bleiben
unverändert. Der frei verfügbare Stand der allg. Rücklage wird zum
31.12.2012 voraussichtlich rd. 860.000 € betragen. Der
Haushaltsplan 2012 sieht keine neuen Kreditaufnahmen vor.
Die Schule ist der einzige Bereich der Gemeinde, wo die sogenannte
Budgetierung praktiziert wird. Dem Schulleiter standen im Planjahr
2009 insgesamt 45.925 € eigenverantwortlich zur Verfügung. Im Jahr
2004 (Amtsantritt des Rektors) belief sich dieser Betrag noch auf
39.670 €. In den Folgejahren wurde dieser Betrag kontinuierlich
angehoben, da die Gemeinde „Schule / Jugend“ für eine eminent
wichtige Aufgabe erachtet. Diese Einstellung hat sich bis heute
nicht geändert, vielmehr ist diese Aussage zutreffender denn
je.
In Absprache mit dem Rektor wurden die Budgetmittel im Jahr 2010
auf 39.905 € festgesetzt = 141 € pro Schüler. Im Jahr 2012 wurden
nun 38.000 € veranschlagt = 140 € / Schüler. Dies ist durchaus
vertretbar, zumal einerseits aus dem Jahr 2010 noch nicht in
Anspruch genommene Mittel von rd. 9.000 € der Schule zur Verfügung
stehen und andererseits jeweils größere Anschaffungen in der Schule
nicht aus dem Budget finanziert werden.
Zusätzliche Betreuungsangebote an der Schule gehen ebenfalls nicht
zu Lasten des Schuletats.
Der Sachkostenbeitrag für die Hauptschule ist für das Jahr 2012
vorläufig auf 1.064 €/Hauptschüler - inkl. eines Betrags für
Sicherungsmaßnahmen vor Amokläufen – festgelegt. Solche Maßnahmen
hat die Gemeinde zumindest teilweise schon mit der Erneuerung des
gesamten Eingangbereichs getroffen.
Im mittlerweile siebten Betriebsjahr befindet sich die
Ganztagesbetreuung an der Kuchener Schule. Erfolgreich wurde im
Schuljahr 2008/2009 das Konzept zusätzlich zur Hauptschule auf die
Grundschule ausgedehnt, aus der verlässlichen Grundschule wurde die
so genannte verlässliche Schule.
Wie die Ganztagesbetreuung ist auch das Projekt des Kuchener
Kinder- und Jugendtreffs für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und
18 Jahren im siebten Jahr des Betriebs. Aktuelle Zahlen von über 30
Besuchern pro Öffnungszeit belegen die große Beliebtheit der
Einrichtung bei der Kuchener Jugend. Öffnungszeiten, Aktionen,
Projekte und Turniere werden stets sehr gut angenommen.
Die Sporthalle Anken geht nun ins 31. Jahr ihres Bestehens.
Verschiedene Anlagenteile haben ihre statistische Lebensdauer
eigentlich schon überschritten. Für Unterhaltungsmaßnahmen in der
Ankenhalle sind im Verwaltungshaushalt 10.000 € (+ HH-Rest aus 2011
von 50.000 €) veranschlagt. Gedacht ist dabei auch an größere
Reparaturarbeiten wie Austausch von Fensterelementen und Erneuerung
der sanitären Einrichtungen. Seit dem Jahr 2007 befasst sich die
Gemeinde mit der Erneuerung der Heizung in der Ankenhalle, da
ständig mit dem Ausfall der nunmehr 30 Jahre alten Heizungsanlage
zu rechnen ist.
Eine vom Ing.büro Straub aus Bad Überkingen ausgearbeitete Planung
mit BHKW, Brennwertkessel, neuer Regelungstechnik, neuer
Warmwasseraufbereitung und Änderungen an der Lüftungsanlage (mit
Brandschutz) wurde vom Gemeinderat in der Sitzung vom 06.12.2010
genehmigt. Das Gesamtkonzept schließt mit Kosten von rd. 616.000 €
(netto).
Für die Erneuerung der Heizung mit BHKW, Regelungstechnik und
Warmwasseraufbereitung sind bisher Aufträge von rd. 450.000 €
vergeben. Diese neuen Anlagenteile sind seit Dezember 2011 in
Betrieb. Im Jahr 2012 ist nun noch die Lüftung (mit Brandschutz) in
Angriff zu nehmen. Bezuschusst werden die Maßnahmen mit 104.000 €
aus dem Sportfördermittelprogramm des Landes und mit 33.539 € aus
dem „Klimaschutz-Plus-Programm“.
Im HH-Plan 2012 sind für die Straßenunterhaltung insgesamt
225.000 € veranschlagt. Hiervon entfallen 25.000 € bis 35.000 € auf
die lfd. Straßenunterhaltung durch den Bauhof sowie auf den
Winterdienst. Die restlichen Mittel stehen für die Fortführung des
Straßeninstandsetzungsprogramms zur Verfügung. In der Sitzung vom
07.11.2011 wurde vom Gemeinderat beschlossen, als erste Maßnahme
die Erneuerung von Wasserleitung und Straßenoberfläche im Bereich
der östlichen Tegelbergstrasse in Angriff zu nehmen, wobei hier
noch die teilweise Erneuerung des Kanals mit veranschlagten 150.000
EUR hinzukommt. Je nach Ausschreibungsergebnis und Auftragslage der
Firmen kann evtl. noch wie im Jahr 2011 eine zweite Maßnahme
angehängt werden, wobei hierüber noch keine definitive Entscheidung
über den betreffenden Straßenzug gefallen ist.
Weitere Investitionen sind veranschlagt unter anderem für die
Aufwertung des SBI-Parks mit Gärtnerhaus (60.000 EUR), Einrichtung
einer Kinderkrippe (50.000 EUR), Mitfinanzierung an der geplanten
Bahnhofsanierung (110.050 EUR), energetische Sanierung an
gemeindlichen Wohngebäuden (30.000 EUR), Investitionen beim
Wasserwerk für das Leitungsnetz und die Hochbehälter (195.000
EUR).
Gemeinderat Stegmaier zeigte sich für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung erfreut über die sehr stabile finanzielle Lage
der Gemeinde. Die Fraktion regte an zu prüfen, in wie weit
Lehrmaterial von Schulen aus dem Umland weiterverwendet werden
kann, sofern diese schließen müssen.
Die Fraktion der Freien Wählervereinigung ermächtigte die
Verwaltung ausdrücklich, die erforderlichen Schritte für eine
Verbesserung des Brandschutzes in der Schule baldmöglichst
einzuleiten. Zur Ankenhalle stellte Gemeinderat Stegmaier fest,
dass mit der Lüftung (incl. Brandschutz) dann im Jahr 2012 die
Sanierungsrunden wohl für die nächsten Jahre abgeschlossen sein
dürften.
Eine evtl. Steuererhöhung in unserer Gemeinde erscheint für die
Fraktion der Freien Wählervereinigung derzeit indiskutabel, so
Stegmaier. Erfreulich sei, dass der Verband Region Stuttgart die
Aufwertung des SBI – Parks mit rund 32.000 Euro Fördermittel
bezuschusse, wobei er doch sehr hoffe, dass Stuttgart 21 mit
weniger als die veranschlagte Beteiligung von 160.000 Euro an
Kuchen vorübergehen werde.
Diskussionsbedarf besteht für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung über die Höhe der Friedhofgebühren und der
Anlagen im Friedhof.
Abschließend stellte die Fraktion der Freien Wählervereinigung den
Antrag, als zweite Straßenbaumaßnahme dieses Jahr den Marktplatz
mit Eulengasse / Am Lippenrain zu sanieren.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD-Fraktion, dass die
Gemeinde bei Kredit, Zinsbelastung und Pro-Kopf-Verschuldung eine
dreifache Null verzeichnen könne, was als starke Leistung anzusehen
sei. Gefragt seien in Zukunft Investitionen in frühkindliche und
vorschulische Bildung, wobei auch Bund und Land bei der
Finanzierung der Kleinkindbetreuung erfreulicherweise mitziehen.
Die Kuchener Schule habe mit ihrem Bildungs- und Betreuungsangebot
ideale Voraussetzungen für eine Gemeinschaftsschule – in diese
Richtung müsse jetzt über die Werkrealschule hinaus rasch
vorangeschritten werden. Die Fraktion stellte folgende Anträge:
keine Erhöhung der Kindergartengebühren in 2012, Erarbeitung eines
Konzepts für eine Gemeinschaftsschule durch Verwaltung und
Vertreter der Schule, Fortschreibung des Berichts zum
demographischen Wandel mit Maßnahmenkatalog, Fortschreibung des
Integrationsberichts, Sanierung des Marktplatzes in 2012 sofern die
bereits beschlossene Sanierung der Tegelbergstraße dies finanziell
zulässt, barrierefreie Zuwegung im Rahmen der
Bahnhofsanierung.
Gemeinderätin Heer äußerte für die CDU-Fraktion, dass ihr der
Haushalt sehr gut gefalle. Auf Gebühren- oder Steuererhöhungen
könne aus Sicht der CDU verzichtet werden. Die
Info-Veranstaltung zur B 10 neu müsse in 2012 endlich stattfinden,
auch um einen Kontakt zwischen Bürgern und Planungsträgern zu
ermöglichen. Der Energiebericht der Verwaltung müsse ebenfalls noch
2012 auf der Tagesordnung stehen. Enttäuscht zeigte sich
Gemeinderätin Heer darüber, dass die Gemeinde nicht selbst einen
Fachplaner für die Bahnhofsanierung einschalte. Sie fragte,
in wie weit vorbeugende Maßnahmen gegen Amokläufe im Schulgebäude
getroffen werden. Ohne Zwang habe die Gemeinde Kuchen sehr gute
Grundlagen für eine Gemeinschaftsschule geschaffen. Sie betonte,
dass nicht Lehrer oder Eltern allein, auch nicht die Medien,
sondern wir alle verantwortlich für unsere Kinder seien. Die
CDU-Fraktion beantragte, gemeinsam mit allen Verantwortlichen eine
Art Zukunftsplanung, moderiert von einem Fachmann, durchzuführen.
Die Fraktion hofft sehr darauf, dass bis September 2012 eine
Kinderkrippe in Kuchen angeboten werden kann. Für diese
Betreuungsform sollte für die Erzieherinnen eine Fortbildungsreihe
stattfinden. Der Fokus müsse in Zukunft verstärkt auf der
Seniorenarbeit liegen – ähnlich wie die Kinderbetreuung immer mehr
ins Bewusstsein der Verantwortlichen rückte und so in Kuchen zum
ersten Krippengipfel führte, müsse auch die Seniorenarbeit sich
weiter entwickeln.
Alle drei Fraktionen äußerten ihre Zufriedenheit und Zustimmung über den vorgelegten Haushaltsplan.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Verbesserung des
Brandschutzes in der Schule rasch angegangen werden müsse. Weitere
Investitionen seien für die Umrüstung von Arbeitsplätzen im
Physiksaal erforderlich. Was technisch möglich sei, werde an der
Schule gegen Amokläufe unternommen – hierzu zählen Panikschlösser
sowie ein Alarmplan. Absolute Sicherheit könne allerdings nicht
erreicht werden. Auf Nachfrage der FWV-Fraktion erläuterte
Bürgermeister Rößner, dass die Gemeinde Investitionen (z.B.
Sanierungen) an auswärtigen Schulen mit Kuchener Schülern
mitfinanzieren müsse – dies sei bereits durch ein richterliches
Urteil in der Vergangenheit bestätigt worden. Zur Ankenhalle
ergänzte Bürgermeister Rößner, dass die Lautsprecheranlage und die
Beleuchtung Zug um Zug erneuert werden müssen. Bürgermeister Rößner
machte deutlich, dass der Weg in Richtung Gemeinschaftsschule nur
mit breiter Basis einschließlich Eltern, Lehrer und aller anderen
Verantwortlichen beschritten werden könne. Bis jetzt stehen
allerdings noch nicht einmal die Rahmenbedingungen der
Landesregierung fest.
Eine Infoveranstaltung zur B 10 neu sei derzeit nicht sinnvoll. Der
vom Regierungspräsidium überarbeitete Vorentwurf werde der
Verwaltung noch im Februar vorgestellt und im Anschluss im
Gemeinderat behandelt. Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass die
Verwaltung dieses Jahr einen Antrag im Gemeinderat auf
Neumöblierung des Sitzungssaals mit überschaubaren Ausgaben stellen
werde.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Stegmaier erklärte Bürgermeister
Rößner zur Kreisumlage, dass Kuchen ebenso wie andere Gemeinden
auch von Mitteln des Kreises profitiere. Gemeinderat Wohlrab gab
außerdem zu bedenken, dass die Ausgaben des Landkreises im
Sozialbereich sowie für die Kliniken enorm hoch seien.
Haushaltsplan und –satzung sowie der Erfolgs- und Vermögensplan der
Wasserversorgung wurden einstimmig beschlossen.
Neugestaltung der Kuchener
Kindergartenlandschaft
- Bestätigung der Ergebnisse des
'1. Kuchener Krippengipfels'
- Einleitung weiterer
Schritte
In kaum einem Bereich sozialer
Infrastruktur sind in den vergangenen Jahren soviele
gesellschaftliche, konzeptionelle und gesetzliche Veränderungen
erfolgt wie in der vorschulischen Erziehung, der
Kindertagesbetreuung. Ausgelöst durch die Debatte um die
PISA-Studie und ihrer Folgen, der Veränderung der Lebenslagen von
Familien, der Einführung des Orientierungsplan für Bildung und
Erziehung, der veränderten finanziellen Verhältnissen von Eltern,
Kindergartenträgern und Kommune gilt es die Strukturen der
Kindertagesbetreuung in der Gemeinde zu überdenken.
Vor diesem Hintergrund fand am 09.12.2011 eine 1.Trägerrunde der
Kuchener Kindergartenträger (1.Kuchener Krippengipfel) statt, der
von der Tübinger Dipl.Sozialpädagogin Frau Kariane Höhn angeleitet
und moderiert wurde.
Der Ausbau der Betreuung für Kinder unter 3 Jahren kann
schrittweise unter Vorbehalt von erforderlichen baulichen Maßnahmen
an zumindest 3 von 4 Standorten erfolgen.
Dabei soll in einem ersten Schritt zum September 2012 mit einem
ersten Angebot, idealerweise das der Krippengruppe im Katholischen
Kindergarten, an den Start gegangen werden und die weiteren
Anpassungen schrittweise vollzogen werden.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf erklärte für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung, dass Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierung der
Erzieherinnen und Umrüstung der Gebäude wichtige Schritte
seien.
Alle drei Fraktionen bekräftigten, dass Frau Höhn einen sehr kompetenten Eindruck hinterlassen habe und man zuversichtlich sei, dass die Einrichtung einer Kinderkrippe unter ihrer Begleitung erfolgreich gelingen werde.
Gemeinderat Kruschina regte an, eine Ferienbetreuung auch im
Kindergarten anzubieten, möglicherweise in Kooperation mit einer
anderen Gemeinde.
Der Gemeinderat bestätigte das Ergebnis des ersten Kuchener
Krippengipfels und beauftragte die Verwaltung zusammen mit dem
Kindergartenbeirat, die notwendigen weiteren Schritte in die Wege
zu leiten.
Neufassung der Redaktionsrichtlinien für das Mitteilungsblatt
der Gemeinde Kuchen
- Antrag der FWV-Fraktion auf
Überprüfung
- Vorschlag der Redaktionskommission zur Neufassung der
Richtlinien
Die vom Gemeinderat eingesetzte
Redaktionskommission, bestehend aus den Gemeinderäten Bilgery,
Scherf und Wohlrab hat gemeinsam mit der Verwaltung in zwei
Sitzungen am 24.10.2011 und 09.01.2012 eine Neufassung der
Redaktionsrichtlinien für das Mitteilungsblatt Kuchen erarbeitet.
Der Gemeinderat beschloss am Montag die Redaktionsrichtlinien.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass die Verwaltung eine Stelle für einen Bademeister
ausgeschrieben hat, da der bisherige Bademeister die Stelle
wechseln wird.
Bürgermeister Rößner erklärte des Weiteren, dass im Rahmen der
ausgeschriebenen Sanierung der östlichen Tegelbergstraße künftig
auf den Gehweg verzichtet wird – so wird die neue Fahrbahn eine
Breite von 5,4 Meter erhalten. Im Fahrbahnbereich wird eine flache
Rinne zur Regenwasserableitung eingebaut.
Bürgermeister Rößner gab außerdem bekannt, dass Landrat Edgar Wolff
den Gemeinderat bei Gelegenheit zur Pflege des Kontakts besuchen
möchte.
Aus dem Gremium wurden angesprochen die geplanten Loft-Wohnungen
Auf der Fabrik (Gemeinderätin Heuschneider), abgemeldetes Fahrzeug
im Hirtenwiesgässle (Gemeinderätin Heuschneider), Fahrzeuge zum
Verkauf auf dem Asta-Areal (Gemeinderätin Priester), Müll im
Gewerbepark (Gemeinderat Teichgräber), beschädigte und fehlende
Verkehrszeichen in der Tegelbergstr. und Bahnhofstr. (Gemeinderat
Mann), mit Schotter verstopfter Schacht (Am Sommerberg), Toiletten
in der Ankenhalle (Gemeinderat Mann), durch Gehölzschnitt
versperrter Wiesenweg in der Nähe des Tegelbergs (Gemeinderat
Mann), Reste von Fahnenbanner am Sportplatz im Espan (Gemeinderat
Stegmaier), Verkehrszählung über Ampelanlagen auf der B 10
(Gemeinderat Kruschina), schlecht funktionierende Duschen in der
Ankenhalle (Gemeinderat Kruschina), sanierungsbedürftige Tartanbahn
im Ankenstadion (Gemeinderat Kruschina).

