Artikelübersicht
- Konjunkturpaket komplett abgearbeitet
- Nachlese zum Pfingstmarkt
- Bevölkerungsentwicklung auch in Kuchen rückläufig
- Gewerbeverein übergibt Spendenscheck
- Narren stürmen das Rathaus
- Neujahrsempfang
- Stabwechsel im Schulsekretariat
- Ehrung von Herrn Hans Jakober für seine 25jährige Gemeinderatstätigkeit
- Polizeiposten Kuchen unter neuer Führung
Konjunkturpaket komplett abgearbeitet
Die neue Türanlage in der Schule
Wie bereits mehrfach berichtet, nahm auch die Gemeinde Kuchen in
dem seit Anfang 2009 laufenden Konjunkturpaket II teil. Die
Gemeinde hatte insgesamt 7 Maßnahmen zur Bezuschussung
energetischer Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Alle Maßnahmen
sind inzwischen auch umgesetzt.
Im Einzelnen waren dies:
Gottfried-von-Spitzenberg Schule (Fenster, Türen, Fassadendämmung); Kindergarten Kirchgasse (Fenster, Heizungserneuerung inkl. Nahwärmeanschluss ans Rathaus); SBI-Kindergarten (Heizungserneuerung); Bahnhofturnhalle (neue Fenster, Flachdachsanierung Anbau Ost); Freibad (Erweiterung Solarduschen); Schwimmbadturnhalle (Fenster, neuer Boden) und Bauhof (Dachsanierung).
Die Gesamtkosten hierfür beliefen sich auf über 300.000 Euro. In der vergangenen Woche wurde nun der letzte Teilbetrag vom Land ausbezahlt, so dass nun alle beantragten, maximal möglichen Mittel in Höhe von 184.201 Euro in der Gemeindekasse eingingen. Das Konjunkturpaket II ist damit aus Sicht der Gemeinde abgearbeitet und somit auch abgeschlossen. Bürgermeister Bernd Rößner, der die Umsetzung des Konjunkturpakets II federführend abgewickelt hatte, zeigte sich so nun auch mehr als zufrieden: „Ohne Vorplanung, d.h. von Null auf Hundert durchgestartet, konnten etliche Maßnahmen, die in den nächsten Jahren sowieso gekommen wären, nun vorgezogen werden. Neben der unerwarteten Mitfinanzierung von Bund und Land, den ökologischen Vorteilen durch die daraus resultierenden Energieeinsparungen konnte so auch ein antizyklischer Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung geleistet werden, schließlich blieb ein Großteil aller Aufträge in Kuchen und Umgebung.“
Nachlese zum Pfingstmarkt
Längst nicht so schlecht wie in der Presse dargestellt, verlief am vergangenen Pfingstmontag der Kuchener Pfingstmarkt. Zwar war das Angebot an Ständen mit rund 40 tatsächlich überschaubar, aber ein Vergleich mit 100 Ständen, die es vor Jahren in Ausnahmefällen mal gegeben hat, ist nicht angebracht. Der Markt alleine war noch nie der einzige Publikumsmagnet. Denn früher gab es in der Kuchener Ortsmitte noch zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte, die durch den verkaufsoffenen Feiertag zusätzlich viele Besucher nach Kuchen lockten. Die Zeiten haben sich geändert, die verbliebenen Einzelhändler, die noch zum Verkauf öffnen und die Gaststätten, die traditionelle saure Kutteln anbieten, sind an einer Hand abzuzählen. Auch die Zahl der traditionellen Markthändler ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Die Händler suchen sich angesichts der Konkurrenz gerade an Pfingsten natürlich die Märkte aus, bei denen sie sich das beste Geschäft versprechen und gehen mit ihrem Stand mittlerweile lieber nach Laichingen oder Wäschenbeuren als nach Kuchen. Trotz dieser schwierigen Situation ist es der Markmeisterin Vera Janik gelungen, einen zwar kleinen aber dennoch gefälligen und abwechlungsreichen Markt zu organisieren. Der Markt wurde auch bereichert durch den Feuerwehr-Hock und das gut besuchte Pfingstkaffee der ev. Kirchengemeinde.
Dass die Besuchermassen nicht so strömten wie in früheren Jahren ist nachvollziehbar, zumal neben den Märkten in Laichingen, Böhmenkirch und Wäschenbeuren mit dem Geislinger Frühlingsfest und den Mühlentagen weitere zugkräftige Konkurrenzveranstaltungen stattfanden.
Die zeitgleich an verschiedenen Standorten in Kuchen stattfindenden Flohmärkte haben mit dem Kuchener Pfingstmarkt eigentlich nichts zu tun. Lediglich die Tatsache, dass am verkaufsoffenen Feiertag solche Veranstaltungen ohne Probleme möglich sind, führt dazu, dass sich gewerbliche Flohmarktveranstalter auf den Parkplätzen der Einkaufsmärkte ansiedeln. Eine Möglichkeit, dies zu steuern bzw. zu unterbinden besteht nicht.
Bevölkerungsentwicklung auch in Kuchen rückläufig
Wie in den meisten Städten und Gemeinden des Landes ist auch in Kuchen die Bevölkerungsentwicklung in den kommenden 20 Jahren rückläufig. Deutlich wird dies anhand eines Vergleichs der Bevölkerungspyramiden der Vergleichsjahre.
|
|
Gewerbeverein übergibt Spendenscheck
Jürgen Holz (li) und Dieter Würthner bei der Scheckübergabe an Bürgermeister Bernd Rößner
Herzlichen Dank an den Gewerbeverein
Am Dienstag
übergaben die beiden Vorsitzenden des Gewerbevereins, Dieter
Würthner und Jürgen Holz, den Reinerlös der
29.Adventsmarkt-Tombola in Form eines großen symbolischen Schecks
an Bürgermeister Bernd Rößner. Die Spende in Höhe von 731,28 € soll
dazu beitragen, das Mittagessen in der Ganztagesschule für Kinder
einkommensschwächerer Familien zu einem günstigeren Preis
auszugeben. Bereits seit dem Jahr 2008 gibt es hierzu einen
speziellen Fördertopf der Gemeinde, der immer wieder mit Spenden
aufgefüllt wird. Bernd Rößner dankte den beiden Vorsitzenden und
den Mitgliedern des Gewerbevereins dafür, dass schon seit vielen
Jahren der Reinerlös aus der traditionellen Tombala für einen guten
Zweck gespendet wurde. Wie schon all die Jahre zuvor, kann somit
auch dieses Mal wieder eine notwendige Unterstützung an der
richtigen Stelle gewährt werden. Nochmals vielen Dank von dieser
Stelle aus!
Narren stürmen das Rathaus
|
Da staunten die Anwohner des Marktplatzes und die Rathausbeschäftigten nicht schlecht, als am Rosenmontag die Karnevalisten das Rathaus lärmend und rätschend stürmten. Angeführt von der hübschen Gräfin sorgten ein paar Mädels aus der Garde, der Elferrat und Vertreter der Brauchtumsgruppe für mächtig Schwung und Stimmung im ganzen Rathaus. Kurzerhand nahmen sie das Zimmer und sogar den Stuhl von Bürgermeister Bernd Rößner in Beschlag und schmierten so manchem Rathäusler G´sälz um`s Maul. Die Lacher hatten sie auf jeden Fall auf ihrer Seite. Vielen Dank für den netten Besuch! |
Neujahrsempfang
Mit launigen Worten begrüßte Bürgermeister Bernd Rößner am vergangenen Sonntag rund 300 Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Neujahrsempfang in der Bahnhofturnhalle. Nach einer musikalischen Einstimmung durch das Vorstufenorchester des Musikvereins ging Bürgermeister Rößner in seiner Ansprache darauf ein, dass der Jahreswechsel und der Anbruch eines neuen Jahrzehnts zwar nicht die vielen Probleme in der Welt beseitigt habe, es aber dennoch Anzeichen für eine positive Veränderung in vielen Bereichen gebe:
- die Aufträge in der Industrie nehmen zu
- die Zahl der Arbeitslosen sei zwar zu hoch, aber doch nicht so
schlecht, wie angesichts der Wirtschaftskrise befürchtet
- 46% der Bevölkerung gehe nach demoskopischen Erhebungen
hoffnungsfroh in das neue Jahr
- die Gemeinde Kuchen habe eine Pro-Kopfverschuldung von 0 Euro und
es gäbe das Versprechen, im Jahre 2010 keine Steuern und Abgaben zu
erhöhen.
Es bestehe also Hoffnung, so der Bürgermeister, dass der dringend nötige Aufschwung komme, aber er komme eben nicht von allein. Mitanpacken, statt lamentieren und resignieren, laute die Devise, denn nur gemeinsam sei es möglich, die gewaltigen Aufgaben unserer Gesellschaft zu meistern.
Beispielhaft erwähnte der Bürgermeister den Abbau der
gigantischen Staatsverschuldung, die nachhaltige Sicherung der
Altersvorsorge und der Sozialsysteme, die notwendige Verbesserung
des Klimaschutzes und Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der
Kommunen.
Vor allem müsse Politik auch wieder mehr an Glaubwürdigkeit
gewinnen, der Staat müsse wieder mehr vom Menschen her gedacht und
gelenkt werden.
Dabei sei es wichtig, dass die Verantwortlichen in Politik und
Gesellschaft die Bürger bei den Veränderungen mitnehmen, denn
Reformen seien nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen!
Schon der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann sagte zu
seiner Zeit:„Wer nichts verändern will, wird auch
das verlieren, was er bewahren möchte.
Mit einem weiteren
Musikstück des Vorstufenorchesters und einer gelungenen
Tanzdarbietung der TSV-Übungsleiterinnen und –Übungsleiter ging der
offizielle Teil des Neujahrsempfangs zu Ende. Bei Brezeln und
Getränken wurden anschließend noch angeregte Gespräche geführt.
Stabwechsel im Schulsekretariat
Marianne Senft (rechts) mit ihrer Nachfolgerin Brigitte Kruschina
Gleichzeitig mit dem Jahreswechsel vollzog sich im Sekretariat
der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule ein Wechsel.
Nach einer 28-jährigen Tätigkeit ging die beliebte Schulsekretärin
Marianne Senft in den wohlverdienten Ruhestand. Im Beisein von
Bürgermeister Bernd Rößner, Hauptamtsleiter Gerhard Rieker und der
Personalratsvorsitzenden Ellen Vossler verabschiedeten Schülerinnen
und Schüler der Grundschule die Schulsekretärin kurz vor
Weihnachten mit einem bunten Strauß fröhlicher Weihnachtslieder.
Schulleiter Rainer Hagmeyer und Bürgermeister Bernd Rößner
würdigten in kurzen Ansprachen die langjährige Arbeit von Frau
Senft und dankten für die treuen Dienste.
Nachfolgerin von Frau Senft im Schulsekretariat wird ab
01.Januar 2010 Frau Brigitte Kruschina, die sich bisher schon
ehrenamtlich als langjährige Elternbeiratsvorsitzende und
Vorsitzende des Fördervereins der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule
um die Belange von Schülerinnen und Schülern gekümmert hat.
Wir wünschen Frau Kruschina einen guten Start an ihrer neuen
Arbeitsstelle.
Bürgermeisteramt
Ehrung von Herrn Hans Jakober für seine 25jährige Gemeinderatstätigkeit
Bürgermeister Rößner dankte Herrn Jakober für seine langjährige
Arbeit und sein großes Engagement im Gemeinderat. Diese Tätigkeit
sei nicht selbstverständlich. Gerade in den heutigen schweren
Zeiten benötige man glaubwürdige, Optimismus verbreitende und vor
allem visionäre Politiker, die den Glauben vermitteln, dass es bald
wieder aufwärts gehe. Dies gelte auch auf kommunaler Ebene und
Gemeinderat Jakober habe dies seit Jahren beispielhaft vorgelebt.
Durch seinen Idealismus, seine Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit,
Glaubwürdigkeit, sein pragmatisches Handel und seine Verbundenheit
zu unserer Heimat.
Herr Jakober habe sein Gemeinderatmandat stets als Mitverantwortung
an der gemeindlichen Entwicklung verstanden und mit eigenen Ideen
aktiv mitgelenkt und Probleme von Mitbürgern lösen geholfen.
Konstruktive Begleitung der Gemeindepolitik, aufrechtes Vertreten
der Ziele und Maßnahmen, notwendige Kritik stets in Fairness und
persönlicher Begegnung vorgetragen, dies zeichne Herrn Jakober
aus.
Mit seiner hervorragenden Ortskenntnis und seiner fachlichen und
sozialen Kompetenz habe er einen unverzichtbaren Beitrag
geleistet.
Bei den 6 Gemeinderatswahlen seit 1984 habe er stets gut
Ergebnisse bekommen, da er auch für eine Politik, die dem einzelnen
Bürger diene, gesorgt habe. Gemeinderat Jakober habe stets zu
seiner Meinung gestanden. Herr Jakober gelte im Gremium als
kollegial und sehr kompetent und er habe die Gemeinde zusammen mit
den Ratskollegen in vielerlei Hinsicht weit vorangebracht. In den
25 Jahren wurde viel geleistet, beispielhaft die Ortskernsanierung,
der Bau des Freibades, des Bürgerhauses, der Umbau von Feuerwache
und Rathaus. In all den Jahren lagen ihm vor allem die sozialen
Dinge und alles was mit der Natur und dem Umweltschutz zu tun hat
am Herzen. Gemeinderat Jakober sei stets mir gutem Beispiel voran
gegangen – wie am Samstag, wo er trotz diesjähriger Herz-OP bei der
Biotoppflege kräftig mit Hand anlegte. Bürgermeister Rößner dankte
auch der Familie Jakober, die seine ehrenamtliche Tätigkeit
stets mitgetragen und mit begleitet habe und Verständnis und
Unterstützung zeigte. Herr Rößner wünschte Herrn Jakober viel
Erfolg, Gesundheit, Zeit und Muße für die wichtigen Dinge des
Lebens. Zudem weiterhin viel Freude bei der Gemeinderats-,
Kreistags- und parteipolitischen Arbeit.
Bürgermeister Rößner überreichte Herrn Jakober eine Ehrenurkunde
und Ehrennadel, einen Essensgutschein, ein Buch und einen
Blumenstrauß.
Auch Gemeinderat Stegmaier bedankte sich im Namen der FWV bei Herrn Jakober für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat. Er stellte fest, dass solch ein Engagement keinen falls selbstverständlich sei. Gemeinderat Jakober habe schon vor ca. 35 Jahren beim Stammtisch kontrovers über politische Themen diskutiert. Gemeinderat Stegmaier führte an, dass Herr Jakober sich nicht nur als Gemeinderat sondern auch als Kreistag im Landkreis Göppingen engagiere. Dort sei er für die FDP im Umwelt- und Verkehrsausschuss und Stellvertreter im Verwaltungsausschuss. Seit langem sei er auch schon Vorsitzender der Vereinigung der freien Wähler, für die er ohne Populismus und sachlich die Vorstellungen und Meinungen vortrage. Trotz seiner Herz- OP zeige er immer großen Einsatz. Gemeinderat Stegmaier hoffe, dass Herr Jakober noch viele Jahre so weiter machen werde.
Gemeinderat Jakober bedankte sich für die Reden und das Lob. Er meinte, dass er gut mit seiner Fraktion und den anderen Fraktionen zusammengearbeitet habe und hoffe, dass man auch weiterhin gemeinsam Kuchen voranbringen könne. Zum Schluss dankte er seiner Frau und den anderen Anwesenden für die bisherige Unterstützung seiner Arbeit.
Polizeiposten Kuchen unter neuer Führung
Polizeichef Manfred Malchow und der neue Postenführer Kuchens, Paul Gürtler, beim Antrittsbesuch bei BM Rößner
Wie berichtet ging Postenführer Wolfgang Stier Ende August in
den wohlverdienten Ruhestand. In den letzten Wochen war der
Polizeiposten Kuchen daher nur mit zwei Beamten besetzt. Nun ist
zum 01.12. die Personalentscheidung auf den bereits seit 5 Jahren
in Kuchen arbeitenden und daher bestens bekannten 53-jährigen POK
Paul Gürtler gefallen. Von 1989 bis 2004 war er bereits als
Postenführer des damaligen Einmannpostens in Gingen eingesetzt.
Nach der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Biberach versah
Herr Gürtler seinen Dienst von 1975 – 1979 in Stuttgart, eher er
zum Streifendienst nach Geislingen versetzt wurde. Dort sammelte er
10 Jahre lang die Erfahrungen, die ihn für seinen späteren Dienst
qualifizierten.
Wir freuen uns mit ihm und gratulieren von dieser Stelle aus
nochmals ganz herzlich. Wir Kuchener kennen ihn als einen
ortskundigen und verständnisvollen, aber auch sehr korrekten und
durchsetzungsstarken Polizisten. Hoffen wir nun, dass Herr Gürtler
und Herr Liebscher schnell noch die/den dritte/n Frau/Mann zur
Vervollständigung des Teams an ihre Seite bekommen. Auf jeden Fall
wünschen wir Herrn Gürtler alles Gute in seiner neuen Funktion!

