Artikelübersicht
- Einweihung der ersten Kuchener Kinderkrippe
- Gemeinderatsbericht vom 23.04.2012
- Gemeinderatsbericht vom 26.03.2012
- Gemeinderatsbericht vom 16.07.2012
- Gemeinderatsbericht vom 18.06.2012
- Gemeinderatsbericht vom 21.05.2012
- Gemeinderatsbericht vom 27.02.2012
- Gemeinderatsbericht vom 30.01.2012
- Bundeslade beeindruckte Besucher
- Gemeinsame Begegnung vor Ort mit Landrat Edgar Wolff
- Neues Kunstobjekt im Freibad
- Gewerbeschau im Espan
- 25 Jahre bei der Gemeinde Kuchen
- B10 Neu - Demo
- Land legt Priorität fest
- Demonstration pro B10 neu
- Noch mehr Stau als sonst
- Weiterer B10 neu-Abschnitt fertig
- Lärmschutzwand entlang der Bahn steht
- Im Gewerbegebiet Espan wird fleißig gebaut
- Kuchen - eine einzige Baustelle
- Internationales Jahr der Wälder
- Benefizausfahrt für MPS
- Auszeichnung für Feuerwehrkommandant Vetter
- Neuer Mitarbeiter bei der Gemeinde
- 40-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde Kuchen
- Konjunkturpaket komplett abgearbeitet
- Bevölkerungsentwicklung auch in Kuchen rückläufig
- Stabwechsel im Schulsekretariat
- Ehrung von Herrn Hans Jakober für seine 25jährige Gemeinderatstätigkeit
- Polizeiposten Kuchen unter neuer Führung
Einweihung der ersten Kuchener Kinderkrippe
Gemeinderatsbericht vom 23.04.2012
Besichtigung von Kindergärten
In der Sitzung am
Montag besichtigte der Gemeinderat den katholischen Kindergarten
„Arche Noah“, den evangelischen Kindergarten „Unter dem Regenbogen“
sowie den kommunalen Kindergarten „Kirchgasse“.
Der Gemeinderat konnte sich vor Ort ein umfassendes Bild von den
vorgesehenen Umbaumaßnahmen im Rahmen der geplanten Krippengruppe
im katholischen Kindergarten und der Aufnahme von Zweijährigen
(evangel. Kindergarten und Kiga Kirchgasse) machen. Vertreter der
Kirchen, des Elternbeirats, der Kindergärten sowie Architekten /
Planer und Verwaltung informierten umfassend über die
Maßnahmen.
Sowohl auf kirchlicher als auch gemeindlicher Seite sollen nun Zug
um Zug weitere Weichen gestellt und die Voraussetzungen zur
Umsetzung der neuen, gemeinsam entwickelten Konzepte geschaffen
werden.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte zu einer
geplanten Gerätehütte auf dem Grundstück Filsstr. 49 das
erforderliche Einvernehmen.
Energetische Sanierung des kommunalen Mietgebäudes
Seetalbachstr. 87 – 89
- Auftragsvergabe
Im
Rahmen der Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan
2012 wurde festgelegt, dass im Jahr 2012 das Dach des
Mietwohngebäudes Seetalbachstraße 87/89 saniert und energetisch auf
den heutigen Stand der Technik gebracht wird.
Für die Gerüstbauarbeiten gingen 6 Angebote ein in der Preisspanne
von 5.486,39 € bis 6.501,21 €.
Für die Zimmer-/ Dachdeckerarbeiten wurden 7 Firmen zu einer
Angebotsabgabe aufgefordert. Es gingen 3 Angebote ein in der
Preisspanne von 40.025,35 € bis 46.717,50 €.
Für die Flaschnerarbeiten wurden 7 Firmen zu einem Angebot
aufgefordert. Es gingen 4 Angebote ein in der Preisspanne von
14.241,02 € bis 16.964,20 €.
Der Gemeinderat beschloss, die Aufträge folgendermaßen zu
vergeben:
Den Auftrag für die Gerüstbauarbeiten erhält die Firma Holzbau
Buchsteiner, Kuchen, zum Angebotspreis von 5.486,39 €.
Den Auftrag für die Zimmer-/Dachdeckerarbeiten erhält die Firma
Holzbau Buchsteiner, Kuchen, zum Angebotspreis von 40.025,35
€.
Den Auftrag für die Flaschnerarbeiten erhält die Firma Hetzler,
Kuchen, zum Angebotspreis von 14.241,02 €.
Brandschutzmaßnahmen an der
Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule
- Bau einer Außentreppe
als 2.Rettungsweg
- Genehmigung der
Planung
Bei einer
Brandverhütungsschau des Landratsamtes wurde festgestellt, dass ein
zusätzlicher Rettungsweg die Sicherheit des nördlichen Gebäudeteils
der Schule im Brandfall deutlich verbessern würde. Im Januar wurde
daher das Gingener Architekturbüro Blum mit der Planung einer
Außentreppe für den nördlichen Gebäudeteil beauftragt.
Gemeinderat Mann regte im Namen der Fraktion der Freien
Wählervereinigung an, die Brandschutztreppe ans nördliche Ende des
Gebäudes zu setzen. Dies ist jedoch, so Architekt Blum, aus
brandschutz- bzw. bautechnischen Gründen nicht möglich, so dass die
Treppe vom Flur in Richtung Nordosten auf den Schulhof geht.
Der Gemeinderat genehmigte in der Sitzung am Montag die Planung und
beauftragte die Verwaltung sowie das Architekturbüro Blum, die
Baugenehmigung zu beantragen. Außerdem wurde die Verwaltung
beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Büro die Ausschreibung und
Vergabe der Arbeiten in die Wege zu leiten.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab die Einladung zum Info-Abend „gemeinsame Schule für Alle“ an
der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule am 03.05. bekannt. Er erklärte,
dass entgegen dem allgemeinen Trend die Schülerzahlen in Kuchen
erfreulicherweise stabil seien, wie aus einem kürzlich erschienen
Artikel in der Geislinger Zeitung hervorging. Dies unterstreiche
den guten Ruf der Kuchener Grund- und Hauptschule. Eine fünfte
Klasse sei damit im kommenden Schuljahr gesichert. Zur Einrichtung
einer Werkrealschule sei die Kooperation mit einer Geislinger
Schule erforderlich, wobei von dort bereits Zustimmung signalisiert
wurde.
Gemeinderat Wohlrab begrüßte für die SPD-Fraktion die geplante
Kooperation. Eine Werkrealschule sei kein Hindernis für eine
mögliche spätere Gemeinschaftsschule, sondern eine Vorlage. Auch
die Fraktion der Freien Wählervereinigung und die CDU-Fraktion
nahmen hiervon zustimmend Kenntnis.
Der Gemeinderat bestätigte außerdem die Annahme von Spenden
(Jagdgenossenschaft: 1000 EUR für Sanierung des Tegelbergbrunnens,
1600 EUR für den Feldwegebau, 500 EUR für die Sprachförderung,
sowie von privater Seite mit 200 EUR und 500 EUR).
Bürgermeister Rößner gab die Einladung zur Eröffnung der Gewerbeschau des Gewerbevereins und der Gemeinde am 06.05. im Espan bekannt.
Von Gemeinderätin Metzger-Kielkopf wurde die Gestaltung des SBI-Festplatzes (Pflanztröge, Pavillon) angesprochen. Gemeinderätin Heuschneider wies auf einige renovierungsbedürftige Fassaden der Häuser entlang der B 10 hin.
Gemeinderatsbericht vom 26.03.2012
Fortsetzung des kommunalen
Straßeninstandsetzungsprogrammes
Im Rahmen der Beratungen
über das Straßeninstandsetzungsprogramm wurde vom Gemeinderat in
der Sitzung vom 07.11.2011 beschlossen, im Jahr 2012 den östlichen
Teil der Tegelbergstraße inkl. Wasserleitung und Kanal umfassend zu
sanieren. Im Rahmen der beschränkten Ausschreibung gaben vier
Firmen ein Angebot ab. Günstigste Bieterin war die Firma Eckle aus
Langenau mit einem Angebotspreis von 192.862,41 €.
Zum Liefern und Verlegen der Wasserleitungen wurden zwei Firmen zur
Angebotsabgabe aufgefordert. Das günstigste Angebot kam von der
Eislinger Wasserversorgung mit 36.999,73 €.
Der Gemeinderat vergab in der Sitzung am Montag die beiden Aufträge an die oben genannten Unternehmen. Zusätzlich wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung für die Sanierung des Marktplatzes vorzubereiten.
Bekanntgabe von Beschlüssen aus vorausgegangenen
nichtöffentlicher Sitzung
Das Gremium wurde über einen
gemeinsamen Termin mit BM Rößner und BM Hick aus Gingen im
Regierungspräsidium informiert. Anlass war das weitere Vorgehen zur
Planung der Grünbrücke und Verkehrsanbindung B 10 alt/neu zwischen
beiden Gemeinden.
Für das Kuchener Freibad wurde ab 15.04.2012 Herr Heinz-Werner Heinrich, ausgebildeter Schwimmmeister, eingestellt.
Bestellung von Herrn Andreas Sapper zum
Eheschließungsstandesbeamten
Da derzeit nur noch zwei
Standesbeamte im Rathaus zur Verfügung stehen, beschloss der
Gemeinderat, Herrn Steueramtsleiter Andreas Sapper mit sofortiger
Wirkung zum Eheschließungsstandesbeamten zu bestellen.
Neufassung der Feuerwehrsatzung
Aufgrund der
Neufassung des Feuerwehrgesetzes vom 02.03.2010 musste die
Feuerwehrsatzung der Gemeinde Kuchen angepasst werden. In Anlehnung
an die Mustersatzung des Gemeindetags Baden-Württemberg beschloss
der Gemeinderat, die Feuerwehrsatzung entsprechend zu ändern.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte folgenden
Baugesuchen bzw. Anträgen das erforderliche Einvernehmen:
Baugesuch auf Anbau eines Wintergartens und eines Balkons an das
Gebäude Adlerstraße 3; Baugesuch auf Errichtung einer Doppelgarage
mit Vordach, Abbruch eines Gewächshauses, Umnutzung eines Tanks zu
einer Zisterne auf dem Grundstück Wagnerstraße 14 und 16; Baugesuch
auf Nutzungsänderung in Kfz-Handel für eine Teilfläche des
Grundstücks Im Gewerbepark 3; Baugesuch auf Aufstockung und Umbau
des Wohnhauses, Anbringung einer Wärmedämmung, Errichtung eines
Gartenhauses auf dem Grundstück Hauffstraße 8; Antrag auf Befreiung
zum Anbau eines Balkons am Gebäude Birkenstraße 7.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab im Namen von Kommandant Uli Vetter die Einladung der Feuerwehr
zur Hauptversammlung am 16.04.2012 bekannt.
Hinsichtlich der diskutierten Nachtfahrverbote teilte Bürgermeister Rößner mit, dass es keinen Sinn mache, die Probleme auf andere Straßen, insbesondere die B10 zu verteilen. Hier sei die Belastung eh schon zu hoch. Die betroffenen Gemeinden – Kuchen, Geislingen, Gingen – sollten bei Gesprächen bezüglich der Nachtfahrverbote beteiligt werden.
Vor dem Hintergrund derzeitiger B10-neu Aktivitäten verlas SPD-Fraktionsvorsitzender Wohlrab anschließend ein Schreiben mit mehreren Fragen und einem Antrag (siehe auch Rubrik „Parteien“), welche in öffentlicher Sitzung behandelt werden sollten.
Bürgermeister Rößner bezeichnete in diesem Zusammenhang zunächst die B10-neu Demonstration als erfreuliches Signal der Bevölkerung. Auf die Fragen bezogen zeigte sich der Vorsitzende des Gemeinderats verwundert, da diese teilweise schon mehrfach in früheren Sitzungen behandelt wurden und auch die SPD-Fraktion selbst von der Verwaltung oder aus schriftlichen Anfragen beim Regierungspräsidium die Informationen erhalten habe. Gegen den Widerstand Wohlrabs, der ankündigte, dass der Bürgermeister „wahnsinnig Ärger mit ihm bekomme“ beantwortete Rößner sogleich die Fragen.
Neben der Angabe zu der Einwohnerzahl an der B10 und Wiederholung der, aus der Vorplanung bekannten, Prognosen für die künftigen Fahrzeugentwicklung, verwies BM Rößner darauf, dass sich bekanntermaßen die im Jahr 2008 vorgelegte Vorplanung mittlerweile in einigen Details (Kreisverkehr, Lärmschutz, Anprallschutz, Grünbrücke…) geändert habe. Wann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werde, sei offen. Wie vom Regierungspräsidium auf SPD-Anfrage schon schriftlich mitgeteilt, habe die Gemeinde im Verfahren kein Vetorecht. Die Stellungnahme der Gemeinde Kuchen (als Träger öffentlicher Belange) werde geprüft, abgewogen und gewichtet. Klar sei, dass man als Gemeinde die Belange der Kuchener Bürger bestmöglich vertreten müsse. Der Antrag über mögliche Formen der Bürgerbeteiligung werde im Juni im Zusammenhang mit dem Thema „Grünbrücke und Verkehrsanschlüsse Gingen/Kuchen“ mit abgearbeitet.
Anschließend zeigte sich GR Wohlrab von den vergangenen Aktivitäten insbesondere der Demo wenig angetan und kritisierte die Initiatoren, aber auch die Teilnehmer. Dies sei üble Politik, unerträgliches Gerede und der falsche Weg. Es wäre auch keine Demokratie - der Gemeinderat sei hier das Gremium. „Die Aktivitäten waren eine Volksverdummungsorgie“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.
BM Rößner zeigte sich - genauso wie mehrere Redner - empört über solche und ähnliche, die Teilnehmer der Kundgebung teilweise diskreditierenden, Aussagen. Es gehe und ging allein um die Sache „Weiterbau B10-neu“, und nicht darum, welche Parteien in Bund oder Land regieren. Im Übrigen seien ja auch mit MdB Riegert (CDU) und MdL Binder (SPD) parteiübergreifend als Mandatsträger dabei gewesen. Es sei wichtig, dass hier die Bevölkerung die politischen Akteure aus dem Kreis und den Gemeinden in dieser Form unterstütze. Eine Demokratie müsse auch diese Form der Beteiligung ermöglichen.
GR Teichgräber (SPD) hielt nichts von solchen Aktivitäten. Mit Demos könnte man nicht alles ins Lot bringen. In Berlin würde man darüber lachen.
GR Markus Maier (FWV) hielt die Demo ebenfalls für sinnvoll und brachte seine Sorge zum Ausdruck, dass die Kuchener SPD sich nun aus den Bemühungen um den B10 Weiterbau ausklinken wolle. FWV-GR Buchsteiner hielt nichts von Alleingängen und bezeichnete es als unmöglich, wenn das Volk demonstrieren müsse, dass sich hier Etwas tue.
Auch SPD-Gemeinderat Kruschina war der Meinung, dass solche Demonstrationen gelebte Demokratie seien und vorangetrieben werden müssten – die Menschen sollen auf die Straßen gehen. Er ergänzte, dass die SPD auch weiterhin grundsätzlich für eine bestmögliche Lösung „B10 neu“ eintreten werde. GR Wohlrab bestätigte dies. FWV-Fraktionsvorsitzender Stegmaier bezeichnete es als eine Unverschämtheit, über 2000 Leute für dumm zu erklären. Dem schloss sich CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Maier zum Ende einer emotionsgeladenen Diskussion an.
Aus dem Gremium wurden außerdem noch die Vereinsförderung (GR Stegmaier), die Benutzung von Ausweichstraßen um die B 10-Staus zu umfahren (GR Maier), SBI-Mühlkanal (GR Kiene), Werbeschilder an der B 10 (GR Teichgräber), beschädigter Barfußpfad im SBI-Park (GRin Funk), verschmutzte Parkplätze am Bahnhof (GRin Funk) und abgesenkter Straßenbelag im ESPAN (GR Buchsteiner) angesprochen.
Gemeinderatsbericht vom 16.07.2012
Neubesetzung des frei gewordenen Gemeinderatsmandats durch
Frau Anke Löffel
Durch das Ausscheiden von Herrn Hansjörg
Wohlrab war ein Gemeinderatsmandat neu zu besetzen.
Bei der Wahl des Gemeinderats am 07.06.2009 wurde als nächst
mögliche Ersatzperson des Wahlvorschlags der SPD Frau Anke Löffel
festgestellt.
Durch das Nachrücken von Frau Anke Löffel sind die von der
SPD-Fraktion besetzten Gremien und Ausschüsse teilweise neu zu
besetzen. Nach dem Vorschlag der SPD ergeben sich folgende
Änderungen:
Vorsitzende SPD-Fraktion: GRin Heuschneider
Stv. Vorsitzender SPD-Fraktion: GR Kruschina
Gemeinsamer Ausschuss Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft
Geislingen/Kuchen/Bad Überkingen: GRin Heuschneider,
Stellvertreter: GR Kruschina
Turnhallen-Kommission: Stellvertreter GRin Löffel (Stv.)
Kindergarten-Beirat: neu GRin Löfflel
Programmbeirat der Volkshochschule: neu GRin Heuschneider
Arbeitskreis SBI: neu GR Taufer (Stv.)
Arbeitskreis
B10-neu: neu GR Teichgräber
Redaktionskommission
Mitteilungsblatt: neu GR Kruschina
Der Gemeinderat nahm von der Nachfolgeregelung zustimmend Kenntnis. Frau Löffel wurde im Anschluss von Bürgermeister Rößner auf ihr Amt als Gemeinderätin verpflichtet und mit einigen persönlich geprägten Willkommensworten und mit dem Wunsch auf eine gute Zusammenarbeit begrüßt. Der Gemeinderat stimmte der von der SPD vorgeschlagenen Neubesetzung der Gremien und Ausschüsse zu.
Neu im Gemeinderat:
Frau Anke Löffel
Fortsetzung des kommunalen
Straßeninstandsetzungsprogrammes
- Bestätigung von Auftragsvergaben:
a) Sanierung der
Straßen rund um das Rathaus /Brunnenleitungen
b)
Sanierung einer Wegeverbindung am Sommerberg
Im Rahmen der
Beratungen über das gemeindliche Straßeninstandsetzungsprogramm
2012 wurde vom Gemeinderat in der Sitzung vom 07.11.2011
beschlossen, zunächst den östlichen Teil der Tegelbergstraße
unfassend zu sanieren. Schon damals waren sich Gemeinderat und
Verwaltung einig, dass eine zweite Maßnahme in Abhängigkeit mit der
finanziellen Lage und der Kostenentwicklung der ersten Baumaßnahme
erfolgen sollte.
Da die Baumaßnahmen in der Tegelbergstraße größtenteils
abgeschlossen sind und größere, kostenintensive „Überraschungen“
ausgeblieben sind, plädierte der Gemeinderat und Verwaltung bereits
in der letzten Sitzung dafür, kurzfristig nun auch die zweite
Straßen-Sanierungsmaßnahme anzugehen. So wurde für die dringend
notwenige Erneuerung der Straßenbeläge rund um das Rathaus
(Marktplatz, Hafengasse, Kirchgasse und Pfarrgasse) ein Auftrag von
100.697,83 € an die Firma Eckle vergeben. Begleitend hierzu werden
vom Geislinger Albwerk diverse Kabel- und Elektroarbeiten zur
Verbesserung der Straßenbeleuchtung und Marktstromversorgung
durchgeführt. Die Eislinger Wasserversorgung wird die
Teilerneuerung zweier Brunnenleitungen vornehmen.
Kurzfristig erneuert wurde bereits die Wegeverbindung von der
Bahnlinie bis zur Tegelbergstraße entlang des
Sommerberg-Hochwasserschutzgrabens. Hier waren starke
Belagssetzungen und Rissbildungen festzustellen. Der Auftrag wurde
im Rahmen eines Anschlussauftrags an die Fa. Eckle zum
Angebotspreis von 22.270,29 € vergeben. Die bereits vorab erfolgte
Vergabe der Aufträge wurde förmlich bestätigt.
Brandschutzmaßnahmen an der
Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule
Bei einer am 07.12.2011
durchgeführten Brandverhütungsschau des Landratsamtes wurde zur
Verbesserung des baulichen Brandschutzes eine Außentreppe als 2.
Rettungsweg verlangt.
Das Gingener Architektenbüro Blum wurde daraufhin mit der Planung
der Maßnahme beauftragt. Für die Gewerke Stahlkonstruktion und
Fenster-/Türelemente wurden zwischenzeitlich Angebote eingeholt.
Die Gründungsarbeiten, Maler- und sonstige Nebenarbeiten sollen
durch den gemeindlichen Bauhof in eigener Regie ausgeführt
werden.
Für die Arbeiten zur Herstellung der Treppe wurden sechs Firmen zur
Angebotsabgabe aufgefordert. Von den vier abgegebenen Angeboten war
die Fa. Buck aus Geislingen mit einem Angebotspreis von 63.534,10 €
günstigste Bieterin. Für das Gewerk Fenster-/Türelemente (Ausgänge
zur Fluchttreppe) wurde ebenfalls von sechs Firmen ein Angebot
angefordert. Hier war von den vier eingegangenen Angeboten die
Firma Kust aus Kuchen mit einem Angebotspreis von 26.775,00 €
günstigste Bieterin. Der Gemeinderat vergab in der Sitzung am
vergangenen Montag die Aufträge an die oben genannten Firmen.
Energetische Sanierung der Sporthalle Anken
Der
Gemeinderat vergab in der Sitzung vom 27.07.2011 die Aufträge für
die energetische Sanierung der Sporthalle Anken (Heizung,
Regelungsanlage, Warmwasseraufbereitung, Elektronik, BHKW) im
Gesamtbetrag von rund 450.000 €. Die notwendigen
Brandschutzmaßnahmen – insbesondere in der Lüftungszentrale und im
Umkleidebereich – wurden zunächst ausgenommen, damit ein
schlüssiges Konzept erarbeitet werden kann.
Aufgrund der Brandverhütungsschau des Landratsamts Göppingen konnte
nun ein tragfähiges, den Anforderungen entsprechendes Konzept
erarbeitet werden. Entsprechend den Vorgaben des Landratsamts hat
die Firma Greiner nun ein Angebot im Gesamtbetrag von 19.572,00 €
vorgelegt, welches vom Gemeinderat in der nichtöffentlichen Sitzung
vom 18.06.2012 zunächst bestätigt wurde. Die förmliche Bestätigung
der Auftragsvergabe erfolgte durch das Gremium in der Sitzung am
vergangenen Montag.
Bebauungsplan „Kantstraße“ und Örtliche Bauvorschriften in
diesem Bereich
In der Sitzung vom 21.05.2012 signalisierte
der Gemeinderat die Bereitschaft zur Einleitung eines
Bebauungsplanverfahrens für das Grundstück Flst.Nr. 1610 (Auf der
östlichen Seite der Kantstraße, dem Gewerbegebiet ESPAN zugewandt).
Die Fläche ist bis heute unbebaut und wurde in der Vergangenheit
als landwirtschaftlicher Acker genutzt, wobei eine Bebauung auf
diesem Grundstück bereits bisher möglich gewesen wäre.
Die Fläche soll nun einer Bebauung mit Einzelhäusern, evtl.
teilweise auch Doppelhäusern, zugeführt werden. Im Verhältnis zur
Grundstücksgröße ist das bislang bestehende Baufenster aus den 70er
Jahren für heutige Verhältnisse relativ klein. Um eine zeitgemäße
Bauweise mit angemessener Ausnutzung des Grundstücks zu
ermöglichen, soll in diesem Teilbereich der bestehende
Bebauungsplan überplant werden. Insgesamt sollen 10 bis 15
Bauplätze auf der Fläche entstehen.
Wie in allen Neubaugebieten, ist durch die Bebauung mit
entsprechendem Verkehrsaufkommen und Stellplatzmangel auf den
öffentlichen Straßen zu rechnen. Um dem entgegenzuwirken, sollen
auf einer angrenzenden Fläche zusätzliche öffentliche Stellplätze
geschaffen werden. Zudem wird die erforderliche Zahl der
Stellplätze pro Wohneinheit auf 1,5 Stellplätze erhöht, wobei
aufzurunden ist. Je nach Bebauung entstehen so mindestens 25 (10
Bauplätze) bzw. 35 (15 Einheiten) Parkplätze.
GR Teichgräber konnte sich mit der vorgesehenen Planung nicht
anfreunden. Seines Erachtens müsste um das Gebiet eine Straße
führen, um die Erschließung des Grundstücks besser zu sichern.
Zudem würde diese Maßnahme die Zahl der abgestellten Fahrzeuge
entlang der Kantstraße reduzieren. Bürgermeister Rößner teilte
zunächst mit, dass das Grundstück mit dem derzeitigen Bebauungsplan
sehr schwer zu vermitteln sei. Im Sinne des schonenden Umgangs mit
der Natur und der Umwelt mache es durchaus Sinn, Grundstücke zu
verdichten. Hinsichtlich der Stellplätze wies er darauf hin, dass
sich dieser Bebauungsplan hinter keinem Bebauungsplan verstecken
brauche, da die von der Landesbauordnung vorgegebenen
Stellplatzzahl deutlich erhöht wurde – gefordert würden dort nur
10-15 Stellplätze (1 pro Einheit). Zudem ist die Zufahrt und
Erschließung durch die geplanten Wohnwege gewährleistet.
Der Gemeindrat stimmte mehrheitlich der Aufstellung des
Bebauungsplans „Kantstraße“ sowie Örtlicher Bauvorschriften zu.
Vergabe der Gaskonzession in der Gemeinde Kuchen
Der
derzeit bestehende Konzessionsvertrag mit der Energieversorgung
Filstal GmbH & Co.KG (EVF) läuft zum 31.12.2012 aus. Nach der
öffentlichen Bekanntgabe im Bundesanzeiger haben die
Energieversorgung Filstal GmbH (EVF) und die EnBW Regional AG /
Regionalzentrum Alb-Neckar (EnBW) ihr Interesse an der
Gaskonzession bekundet.
Hinsichtlich des Auswahlverfahrens sind gewisse
Mindestanforderungen zu beachten. Es ist erforderlich, vorab die
maßgeblichen Kriterien für die Konzessionsvergabe verbindlich
festzulegen und den Bewerbern vor der endgültigen Angebotsabgabe
mitzuteilen. Dies entspricht auch einer Forderung von
Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt.
Anfang des Jahres wurde die Kanzlei „w2k“ (Wurster, Wirsing,
Kupfer) beauftragt, einen Kriterienkatalog für die Vergabe
auszuarbeiten und das weitere Verfahren voranzutreiben. Einstimmig
wurde nun Form und Inhalt des Verfahrensbriefes, Kriterienkatalog,
Textform des Konzessionsvertrags und Terminplanung bestätigt. Die
beiden Interessenten haben nun bis August Zeit, ihre offizielle
Bewerbung abzugeben.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag
auf Nutzungsänderung in Gewerbe- und Wohnnutzung, Errichtung von
Stellplätzen und Parkgaragen, denkmalschutzgerechte Sanierung und
Umbaumaßnahmen durch Einbau von Wohnungen und Nebenräumen, Anbau
von Balkonen, Einbau von Loggien, teilweise Umbau der
Dachkonstruktion, Auf der Fabrik 1 in Kuchen mehrheitlich das
Einvernehmen.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
lies sich vom Gremium ermächtigen, in der Sitzungspause über das
Einvernehmen bei einfachen Baugesuchen selbst zu entscheiden, um
vorgegebene Fristen einhalten zu können.
Aus dem Gremium wurde das Problem der Marktrückgänge in Form eines
Antrags der Freien-Wähler-Fraktion (GRin Funk), die Fenster im
Gymnastikraum der Ankenhalle (GRin Metzger-Kielkopf), die
Downhill-Strecke im Wald (GRin Heuschneider), Mäharbeiten am
Straßenrand (GR Mann) sowie die Umbenennung der Bushaltestellen (GR
Teichgräber) angesprochen.
Gemeinderatsbericht vom 18.06.2012
Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr
2012
Der vom Kreisforstamt Göppingen erstellte Nutzungs-
und Kulturplan für den Gemeindewald für das Forstwirtschaftsjahr
2012 wurde von Forstdirektor Martin Geisel am Montag ausführlich
erläutert. Der Plan basiert auf dem 10-jährigen Betriebsplan (2009
– 2018), welcher vom Gemeinderat in der Sitzung vom 12.07.2010
beschlossen wurde. Die vom Forstamt erstellte Haushaltsrechnung für
das Jahr 2012 schließt mit einem Überschuss von 2.890 € ab. Es sind
Verkaufserlöse in Höhe von 18.870 € veranschlagt, die Aufwendungen
belaufen sich auf 15.980 €. Wie in den Vorjahren wird sich der
Holzeinschlag jedoch an der aktuellen Marktlage orientieren und so
auch im Rechnungsergebnis 2012 seinen Niederschlag finden. Der
Gemeinderat genehmigte im Grundsatz den Nutzungs- und Kulturplan
für den Gemeindewald mit einer Gesamtnutzung von 400
Festmetern.
Während dieses Jahr keine nennenswerten Schäden durch Insekten zu
erwarten sind, ist eine Pilzerkrankung der Eschen mit Absterben der
Triebe seit einiger Zeit im Kreis Göppingen zu beobachten, so der
Forstdirektor auf Nachfrage von Gemeinderätin Heuschneider.
Gemeinderat Teichgräber erkundigte sich nach Schäden durch
Schwarzwild. Diese spielen im Wald keine Rolle, sondern auf
landwirtschaftlich genutzten Flächen, erläuterte Herr Geisel, wobei
in Kuchen kaum mehr landwirtschaftliche Felder vorhanden
sind.
Wenn so genannte „Downhill-Biker“ auf ihrer unerlaubten Fahrt quer
durch den Wald verunglücken, haften sie grundsätzlich selbst, so
die Auffassung von Bürgermeister Rößner und Herrn Geisel auf
Nachfragen von Gemeinderätin Metzger-Kielkopf und Gemeinderat
Buchsteiner. Eine legale, angelegte Strecke bedarf hingegen aus
versicherungsrechtlichen Gründe einer verantwortlichen
Trägerschaft.
Gemeinderat Buchsteiner merkte an, dass die Errichtung von
Windkraftanlagen jetzt auch im Wald zulässig sei. Dies wurde von
Bürgermeister Rößner und Herrn Geisel im Grundsatz bestätigt.
Allerdings spielen auch Aspekte des Naturschutzes
(Vogelschutzgebiete etc.) und die Zuwegung eine Rolle bei der
Ausweisung von Standorten. Bürgermeister Rößner ergänzte, dass der
so genannte Windatlas von Baden-Württemberg auch kleine Flächen auf
bzw. am Rande der Kuchener Gemarkung am Spitzenberg und
Tegelberg / Kuchalb auf Grund des Windaufkommens als grundsätzlich
interessant ausweist. Man müsse sich in Zukunft an den Anblick von
Windrädern am Rand der Albhochfläche gewöhnen.
Forstdirektor Geisel erläuterte im Anschluss das Alt- und
Totholzkonzept in Baden-Württemberg, ein Projekt, welches dem
Erhalt alten Holzbestandes innerhalb bewirtschafteter Waldflächen
dient. Die Artenvielfalt an Tieren (Käfer wie der Alpenbock usw.)
nimmt insbesondere in der letzten Lebensphase eines Baumes stark
zu, so dass das Alt- und Totholzkonzept einen wichtigen Beitrag für
die Biodiversität leistet. Das Konzept zielt auf eine breite
Artengruppe, wobei Habitatpflege im Wald nur schwer betrieben
werden kann, so Herr Geisel auf Nachfrage von Gemeinderätin Funk.
Angestrebt ist ein Altholzbestand von 5 % des Waldes, erläuterte
Herr Geisel auf Nachfrage von Gemeinderat Markus Maier, wobei dies
letztlich auch auf die Vorstellungen des jeweiligen Waldbesitzers
ankommt. Abschließend schlug er eine Vor-Ort-Begehung mit dem
Gemeinderat vor, damit dieser entscheiden kann, ob für die
gemeindeeigenen Waldflächen das Konzept in Frage kommt. Der
Gemeinderat begrüßte grundsätzlich das Konzept und sagte gern eine
gemeinsame Besichtigung zu.
Antrag von GR Hansjörg Wohlrab auf Ausscheiden aus dem
Gemeinderat
Wie bereits bekannt, zieht sich Herr Wohlrab
aus seinen politischen Ämtern zurück. Neben der Aufgabe seiner
Gemeinderatstätigkeit wird er auch aus dem Kreistag ausscheiden.
Bereits im Mai hatte er mit sofortiger Wirkung das Ausscheiden aus
dem Gemeinderat beantragt.
Obwohl Herr Wohlrab keine offizielle Verabschiedung wollte, sprach
BM Rößner noch einige öffentliche Worte des Dankes aus. Bereits
vorab hatte er sein Bedauern über das Ausscheiden zum Ausdruck
gebracht. In den über 25 Jahren seines erfolgreichen Mitwirkens im
Gemeinderat habe Hansjörg Wohlrab immer wieder seine große
Sachkompetenz bewiesen und seine Standpunkte meist wortreich und
mit vielen Argumenten vertreten. Bei vielen wichtigen Vorhaben sei
er oftmals an vorderster Stelle, stets engagiert und immer wieder
mit guten Ideen und Anregungen beteiligt gewesen. Am Herzen seien
ihm hier vor allem die sozialen Themen gewesen – hier habe er
Akzente, aber auch Maßstäbe geschafft. Auch in seiner Fraktion war
Hansjörg Wohlrab oftmals treibende Kraft und Motor – nicht nur was
die parteipolitische Arbeit betrifft. Wer die Arbeit in der
Fraktion und im Ortsverein betrachtet, wird die letzten Jahren
sicher eng mit dem Namen Hansjörg Wohlrab verknüpfen, so der
Vorsitzende. Sowohl hier als auch im Gemeinderat hat Herr Wohlrab
maßgeblichen Anteil an einer guten Fortentwicklung unserer Gemeinde
in den letzten 25 Jahren – er hat sich um die Gemeinde Kuchen und
ihre Einwohnerschaft damit verdient gemacht. Mit dem Dank der
Einwohnerschaft, des Gemeinderats, der Verwaltung und auch
persönlich verband BM Rößner die besten Wünschen für Herrn
Wohlrab und seine Ehefrau.
Auch Gemeinderätin Heuschneider brachte für die SPD-Fraktion ihr
Bedauern für das Ausscheiden von Gemeinderat Wohlrab zum Ausdruck.
Er war in über 25 Jahren Mitglied der SPD-Gemeinderatsfraktion -
davon über 10 Jahre als Vorsitzender – Antrieb und politische
Kraft, auch innerhalb der Fraktion. Bei Gemeinderatswahlen belegte
er stets die vorderen Plätze, was auch seine Wertschätzung in der
Bevölkerung unter Beweis stellt. Sein großes Engagement galt vor
allem den sozialen Themen, was er als Geschäftsführer beim Aufbau
der Arbeiterwohlfahrt, oder auch bei seinen wortreichen Beiträgen
als Kreisrat und Gemeinderat eindrucksvoll belegte. Seine
Fachkompetenz und sein engagiertes Wirken werde künftig fehlen. Die
SPD-Fraktion dankte für Alles und wünschte Herrn Wohlrab alles
Gute.
Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Ausscheiden aus dem Gemeinderat mit sofortiger Wirkung zu und beauftragte die Verwaltung, die Nachfolgeregelung in die Wege zu leiten.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte drei Bauanträgen
zu Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an einem Küferei- und
Gastronomiebetrieb mit Brennerei und Mosterei in der Hauptstraße
70/1 – 70/3 das Einvernehmen. Da kein qualifizierter Bebauungsplan
für die Grundstücke vorliegt, war das Einvernehmen der Gemeinde
erforderlich. Das Landratsamt wurde aufgefordert, Belange des
Nachbarschutzes und Immissionsschutzes sorgfältig zu prüfen und zu
berücksichtigen.
B 10-neu im Bereich Gingen / Kuchen
- Beschluss
über die Stellungnahme der Gemeinde zur Neuplanung des Anschlusses
Gingen-Ost/Grünbrücke
Bei einer gemeinsamen
Gemeinderat-Sitzung der Gemeinden Kuchen und Gingen vom 27.10.2011
wurden den Gremien durch Vertreter des Regierungspräsidiums neue
Planungsansätze für die Anschlussstelle Gingen-Ost vorgestellt.
Hintergrund war ein zwischen Gingen und Kuchen geplanter
Wildtierkorridor, welcher eine Grünbrücke im Bereich des bisher
vorgesehenen Anschlusses erforderlich machte. Die Gemeinden Kuchen
und Gingen forderten weitere Untersuchungen zur Anschlussstelle und
der geplanten Grünbrücke.
Als mit dem Wildtierkorridor vereinbare Lösungen kamen aus Sicht
des Regierungspräsidiums zwei Anschlussvarianten in Frage:
1. ein Vollanschluss auf Gemarkung Gingen, oder
2. zwei Halbanschlüsse, wobei der Halbanschluss auf Kuchener
Gemarkung mit einer Ampelanlage an der Einmündung B 10 alt
ausgeführt worden wäre
Eine förmliche Beschlussfassung über den Anschluss wurde im Kuchener Gemeinderat bisher nicht gefasst, wobei in einer nichtöffentlichen Vorberatung die Tendenz klar in Richtung Vollanschluss ging. Die berechtigten Interessen der Markungsgemeinde Gingen sind im Sinne eines gutnachbarschaftlichen Miteinanders allerdings ggf. zu beachten, so die klare Haltung von Gemeinderat und Verwaltung.
Der Gemeinderat stimmte in der Sitzung am Montag einem Vollanschluss und dazugehörigem Kreisverkehr auf Markung Gingen zu.
Die genaue Lage und Ausführung der Grünbrücke steht bisher noch nicht fest. Gemeinderat Rainer Kruschina hatte bereits im Vorfeld für die SPD-Fraktion darauf hingewiesen, dass die Grünbrücke um die Breite einer Fahrspur erweitert werden soll, um die Möglichkeit einer aus verkehrstechnisch erforderlichen „Nachrüstung“ der B 10 neu von drei auf vier Fahrstreifen nicht von vorn herein zu verbauen. Der Gemeinderat forderte das Regierungspräsidium auf, die Erweiterung der Grünbrücke um die Breite eines Fahrstreifens ernsthaft zu prüfen, um die Möglichkeit eines späteren vierstreifigen Ausbaus der B 10 offen zu halten.
Bürgermeister Rößner wies darauf hin, dass am Montag ein Straßenbaugipfel des Landes tagte, bei welchem die Prioritätenliste für 20 baureife Bauvorhaben an Bundesstraßen bekannt gegeben werden sollte. Unbefriedigend sei die starke Gewichtung des Kosten- / Nutzenfaktors, da bautechnisch schwierige – und damit teure Vorhaben, z.B. auf Grund der Topographie wie in Kuchen, automatisch nach hinten fallen.
Gemeinderat Mann äußerte für die Fraktion der Freien Wählervereinigung Zustimmung zum vorgestellten Vollanschluss und zur Aufforderung an das Regierungspräsidium, eine Verbreiterung der Grünbrücke zu prüfen. Wichtig sei der Ersatz für bestehende Wegeverbindungen in den Schafenberg, die durch den Neubau der B 10 durchschnitten werden.
Gemeinderat Kruschina gab für die SPD-Fraktion zu bedenken, dass das zentrale Thema die Leistungsfähigkeit der neuen B 10 sei. Er habe bisher nicht den Eindruck gewonnen, dass das Regierungspräsidium an einer ernsthaften Prüfung interessiert sei. Es sei zu begrüßen, dass nun immerhin eine Prioritätenliste erstellt werde. Über die Grünbrücke werde der Gemeinderat erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens entscheiden. Die SPD-Fraktion stimme daher dem heutigen Beschlussvorschlag zu.
Seitens der CDU-Fraktion wurde von GR Bilgery der Vollanschluss bei Gingen als ebenfalls verkehrstechnisch bessere Lösung bewertet und die Zustimmung signalisiert.
Bau der B10-neu
- Antrag der SPD-Fraktion zur
Diskussion möglicher Formen der Bürgerbeteiligung gem.
§ 21 und § 22 der Gemeindeordnung
Bereits seit den
1950er-Jahren wird in Kuchen eine Trasse für eine neue B10
freigehalten. Seither ist die B10-neu immer wieder in
Teilabschnitten näher in Richtung Geislingen gerückt – ohne dass
derzeit eine verbindliche Aussage getroffen werden kann, wann die
Ortsumfahrung Kuchens tatsächlich gebaut und für das beständig
steigende Verkehrsaufkommen frei gegeben wird, so der Vorsitzende
des Gemeinderats einleitend bei der Erläuterung seiner
umfangreichen Sitzungsvorlage.
Wie aus dem vorherigen Tagesordnungspunkt ersichtlich, wird an
unserem Abschnitt zwar weiter geplant und verändert… wirklich näher
ist die Realisierung der neuen B10 damit allerdings noch nicht.
Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Landesregierung der
Sanierung von Straßen den Vorrang vor Neubauten gibt. Ähnlich
spiegelt sich dies auch in der Kreistagsfraktion „Bündnis 90 / Die
Grünen“ wieder. Dort wird zwar die Situation der Anliegergemeinden
Süßen/Gingen als unbefriedigend eingestuft und die Realisierung der
Bauabschnitte 3 + 4 mitgetragen, die Notwendigkeit eines Weiterbaus
bis Geislingen aber kritisch gesehen. Berücksichtigt man dann noch
die Vielzahl anderer, notwendiger (?) und geplanter
Straßenbaumaßnahmen in Deutschland in Relation zu den
Finanzmitteln, so wird deutlich, dass die Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens und der Bau unseres Abschnitts noch ein
ganzes Stück entfernt ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass
allein in Baden-Württemberg genügend konkurrierende Baumaßnahmen
der Priorität „vordringlicher Bedarf“ vorhanden sind, bei denen die
Kostenrelation günstiger und die Umsetzung leichter ist – z. B.
Umgehung Vaihingen-Enz, B 29 im Remstal…Im RP rechnet man nicht
damit, dass ein Planfeststellungsverfahren vor Anfang des Jahres
2015 eingeleitet werden kann.
In der Gemeinderatssitzung vom 26.03.2012 stellte
SPD-Fraktionsvorsitzender Wohlrab u. a. einen konkreten Antrag zum
Themenkreis „B10-neu“. Der Antrag lautete konkret:„Eine Politik
des Gehörtwerdens braucht mehr Bürgerbeteiligung. Nach § 20
Gemeindeordnung beantragt die SPD-Fraktion, zum Thema B10 neu
mögliche Beteiligungsformen öffentlich zu beraten.“
Im
Hinblick um eine grundsätzliche kommunalpolitische Weichenstellung
auf das Planfeststellungsverfahren B10 neu, wurde mit Schreiben vom
02.04.2012 der Antrag ergänzt um den Zusatz: „…erweitert die SPD
ihr Interesse am § 20 GemO ausdrücklich um den § 21, wo
Bürgerbegehren und Bürgerentscheid zu würdigen sind.“
Im April 2008 beschäftigte sich der Gemeinderat in zwei
Sitzungen ausführlich mit der Vorplanung des Neubaus der B10 für
den Abschnitt Gingen - Kuchen - Geislingen. Unter dem Motto „Nur im
guten Miteinander aller Beteiligten kann das Jahrhundertprojekt
B10-neu gelingen“, vertrat die Verwaltung schon damals die
Auffassung, dass es zur Abwägung und Gewichtung unterschiedlicher
Gesichtspunkte von Vorteil und sehr wichtig wäre, sich möglichst
frühzeitig mit den Beteiligten (u.a. Bürgerschaft,
Verwaltungsgemeinschaft, Nachbargemeinde Gingen,
Interessengemeinschaft B10-neu) abzustimmen und hierzu einen
Arbeitskreis zu bilden.
So wurde u.a. der einstimmige Beschluss gefasst, die
Einwohnerschaft schon deutlich vor dem förmlichen
Planfeststellungsverfahren über weitere Überlegungen jeweils
aktuell zu unterrichten und dort – wo es Sinn macht und möglich ist
– aktiv einzubeziehen.
Damit liegt man auch auf der Linie des § 20 GemO, der genau dies thematisiert (siehe Anmerkung).
So boten Gemeinderat, Arbeitskreis B10-neu und die Verwaltung
der interessierten Einwohnerschaft in der Vergangenheit schon
mehrfach die Gelegenheit zur umfassenden Information und zum
aktiven Meinungsaustausch:
- mehrmalige öffentliche Beratungen im Gemeinderat (mit Berichten
in Tagespresse)
- aktuelle und regelmäßige Berichterstattung im Mitteilungsblatt +
Internet
- Mehrere Infoveranstaltungen mit Bürgerschaft und Planern (Kuchen,
+ Geislingen)
- mehrere Vorort-Termine mit Begehung ausgesteckter
Trassenbereiche
- Bildung AK B10-neu mit Möglichkeit sachkundige Bürger
einzubeziehen
- Aushang der Pläne im Rathaus/ Bürgerempfang mit Liste „Vorschläge
/ Anmerkungen“
- Aufruf zu Teilnahme an zwei „pro-B10-Demonstrationen“ (auch eine
Form der aktiven Bürgerbeteiligung)
- Zusammenarbeit mit den Kuchener und Geislinger
Interessengemeinschaften
- Veröffentlichung von Schriftverkehr mit Behörden und politischen
Akteuren
Hier sind in nächsten Jahren sicherlich noch weitere Schritte
möglich und notwendig, so die Einschätzung des Bürgermeisters. Die
Erfahrung zeige aber, dass viele Betroffene (und Unbetroffene) zwar
mehr Beteiligung bei Prozessen fordern, leider aber oft erst
„aufwachen“, wenn es eigentlich schon zu spät ist und die Bagger
anrollen – siehe Stuttgart 21.
Spannend wird deshalb sein, wie es gelingt, möglichst viele
Einwohner für dieses, für die Gemeinde und die Region wichtige,
Thema zu interessieren und sie aktiv einzubinden.
Obwohl die Teilnehmerzahlen bei den Vorort-Terminen und den
B10-Kundgebungen ganz ordentlich waren, muss es Ziel sein, hier
noch mehr Menschen zu erreichen und anzusprechen: „Es ist unsere
Gemeinde, die hier von einem baulichen Großvorhaben betroffen ist
und langfristig verändert wird!“
Hier Mittel und Wege zu
finden, die auf eine aktive Mitwirkung größerer Teile der
Bevölkerung hoffen lassen, wird u.a. Aufgabe vom Arbeitskreis
B10-neu sein. Der § 20 GemO „Unterrichtung der Einwohner“ ist
hier sehr allgemein gehalten und hilft nur wenig weiter. Hilfreich
könnten evtl. einige Ideen aus dem Entwurf des Handbuchs des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung von
Verkehrsminister Ramsauer sein. Der Handbuchentwurf stellt einen
Werkzeugkasten mit konkreten Anregungen zur Verfügung, aus dem die
im Einzelfall sinnvoll erscheinenden Maßnahmen ausgewählt werden
können. Der Schwerpunkt liegt auf konkreten Instrumenten und
Methoden einer guten Bürgerbeteiligung. Dabei geht es z. B. um die
Analyse der zu beteiligenden Akteure, den bürgerfreundlichen
Einsatz der Medien und des Internets, zusätzliche
Informationsveranstaltungen und Bürgersprechstunden sowie ggf. den
Einsatz von runden Tischen, Dialogforen u. ä. Der Entwurf stellt
dar, wann und wie diese Instrumente effektiv eingesetzt und den
Wünschen der Bürger entsprechend ausgestaltet werden können. Ihr
Einsatz bietet die Chance, Verfahren im Ergebnis schneller
durchzuführen und spätere zusätzliche Kosten zu vermeiden. Volks-
bzw.Bürgerentscheide sind nicht Gegenstand dieses Handbuchs. Sie
können Planfeststellungsverfahren nicht ersetzen, da dann
Klagerechte und damit Rechtschutzmöglichkeiten der Bürger verloren
gingen. Etliche der genannten Vorschläge wurden bereits auch schon
in Kuchen praktiziert und erfolgreich umgesetzt. Die Mitglieder des
Arbeitskreises sollten überlegen, welche weiteren Aktivitäten im
Laufe der Zeit bis zur Planfeststellung machbar und sinnvoll sind –
z. B:
- Darstellung der Pläne / Informationen auf der
Gemeinde-Homepage / Internet
- Verwendung von „Social Media“ (Facebook, Twitter)
- Diskussionsveranstaltungen / Dialogforum
- Ausstellung eines Modells / Planungsausstellung in einer
„Infobox“ / Flyer, Projektbroschüren..
- weitere Vororttermine mit Einwohnern, Gemeinderäten,
Behördenvertretern, Planern…
- BM- / Arbeitskreis-Sprechstunden vor Ort
Bei allen Möglichkeiten sollte bedacht werden, dass das Gelingen einer aktiven Bürgerbeteiligung zur Stärkung und Erweiterung einer repräsentativen Demokratie an gewisse Rahmenbedingungen geknüpft ist, z. B.:
- klare und transparente Regeln für den
Beteiligungsprozess
- frühzeitige Einbindung der Zielgruppen
- Nachhaltigkeit der Bürgerbeteiligung über die gesamte
Projektdauer hinweg
- ein zum Projekt und der Gemeinde Kuchen passendes
Beteiligungsverfahren
- ein offenes, konstruktiv geprägtes Klima des
Meinungsaustausches
- Klarheit über den zur Verfügung stehenden
Entscheidungsspielraum
Es wurde vorgeschlagen, dass sich die Mitglieder des Arbeitskreises hierzu Gedanken machen und dem Gemeinderat entsprechende Vorschläge bzw. ein Konzept für eine aktive Bürgerbeteiligung zur Beschlussfassung vorlegen.
Zum Thema: § 22 GemO „Bürgerentscheid,
Bürgerbegehren“.
Hier gibt es zwei Wege:
Beim Bürgerentscheid beschließt der Gemeinderat von sich
aus, ein Thema durch die Bürgerschaft entscheiden zu
lassen.
Beim Bürgerbegehren hingegen kommt der „Impuls“ zur Durchführung eines Bürgerentscheids aus der Bevölkerung heraus.
In der Vergangenheit wurde von der SPD-Fraktion mehrfach der in § 21 GemO aufgezeigte Weg eines Bürgerentscheids bzw. eines Bürgerbegehrens angesprochen. Auch im Arbeitskreis B10-neu wurde dies schon andiskutiert. Grundsätzlich kann bei Angelegenheiten, die den Wirkungskreis der Gemeinde Kuchen betreffen, eine Entscheidung durch die Bevölkerung herbeigeführt werden. Dies gilt damit z. B. auch für die förmliche, d. h. offizielle „Stellungnahme der Gemeinde Kuchen zur B10-neu“ im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.
Hierzu gibt es die eingangs erwähnten beiden unterschiedlichen Wege:
1.
Bürgerentscheid:
Der Gemeinderat kann mit einer
Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen aller Mitglieder
beschließen, dass eine Angelegenheit des Wirkungskreises der
Gemeinde, für die der Gemeinderat zuständig ist, der Entscheidung
der Bürger unterstellt wird (Bürgerentscheid). Bei 19 Mitgliedern
des Gemeinderats wären dies 12,66 = 13 Mitglieder.
2.
Bürgerbegehren:
Über eine Angelegenheit des
Wirkungskreises der Gemeinde, für die der Gemeinderat zuständig
ist, kann die Bürgerschaft einen Bürgerentscheid beantragen
(Bürgerbegehren). Beim Bürgerbegehren ist folgendes Quorum zu
erreichen:
Zahl der stimmberechtigten Bürger (Stand Mai 2012) = 4.264
Antragsquorum:
Bürgerbegehren muss von mind. 10% der
stimmberechtigten Bürger unterzeichnet
sein = 427
Abstimmungsquorum:
Mehrheit der gültigen Stimmen,
mindestens aber 25% der
Stimmberechtigten
= 1.066
Der Bürgerentscheid hat die Wirkung eines endgültigen
Beschlusses des Gemeinderats. Wird die erforderliche Mehrheit nicht
erreicht, hat der Gemeinderat die Angelegenheit zu
entscheiden.
Bei allen Entscheidungen, die bei uns in Kuchen zu treffen sind,
geht es allerdings nicht um die abschließende Frage, ob die
neue B10 nun tatsächlich gebaut wird (oder auch nicht), sondern
einzig und allein um unsere offizielle Stellungnahme (oder
Teilbereiche davon) im Rahmen des förmlichen
Planfeststellungsverfahrens als Markungsgemeinde, d. h. als einer
der Träger öffentlicher Belange. Die letztendliche Entscheidung
treffen Land und Bund (und ggf. die Gerichte) – die Gemeinde und
die Bürgerschaft sind „nur“ Verfahrensbeteiligte! Hierauf wies der
Bürgermeister ausdrücklich hin.
Beim Bürgerentscheid kommt es entscheidend auf das Thema und vor
allem die richtige (meist sehr diffizile) Fragestellung an. Dies
konnte man damals beim B10-Bürgerentscheid in Eislingen, beim Bau
des Geislinger Nel Mezzos, Stuttgart 21… oder jetzt auch beim
aktuell diskutierten Baumwipfelpfad in Wiesensteig verfolgen.
Weder das genaue Thema, noch die konkrete Fragestellung eines
möglicherweise herbeizuführenden Bürgerentscheids könnten heute
mangels fehlender (Planfeststellungs-) Unterlagen definiert
werden.
Bürgerentscheide sind eine geeignete Möglichkeit zur Klärung einer
Fragestellung. Sie können gleichermaßen aber auch zur Beunruhigung
einer Situation (je nach aktueller Stimmungslage) führen.Wichtig
ist es deshalb, die Bürgerschaft vorab in Form einer umfangreichen
Informationsoffensive bestmöglich zu informieren und „pro und
contra“ möglichst sachlich aufzuzeigen. Dabei sollte es nicht um
eine einseitige Kampagne zur „Stimmungsmache“, sondern um das
korrekte Aufzeigen aller bis dahin bekannten Fakten gehen.
Allen Beteiligten sollte die Möglichkeit, aber auch die Zeit
gegeben werden, auf die offenenen Fragen Antworten zu geben und
Lösungen zu suchen. Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch sind, kann
sich der Bürger ein umfassendes Bild machen, seine eigene Meinung
bilden und eine Entscheidung treffen.
Wie bereits mehrfach erwähnt, ist die Verwaltung bei der generellen
Frage zur Entscheidung über einen möglicherweise einzuleitenden
Bürgerentscheid grundsätzlich in alle Richtungen offen. Sollte im
weiteren Verfahren der (falsche) Eindruck entstehen, Gemeinderat
und Verwaltung würden über die Köpfe der Bevölkerung hinweg
agieren, so wäre eine Entscheidung durch die Bürgerschaft sogar
zwingend erforderlich, so die Überzeugung der
Verwaltungsspitze.
Für das notwendige Planfeststellungsverfahren müssen noch diverse
Fakten gesammelt, Untersuchungen angestellt, Pläne geändert,
ergänzt, konkretisiert und auf den unterschiedlichsten (Behörden-)
Ebenen abgestimmt werden. Die Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens sei derzeit noch zu weit weg.
Unabhängig davon, und ohne jemand zu nahe treten zu wollen, ist
auch zu hinterfragen:
Wäre es unter demokratischen Gesichtspunkten korrekt und macht es überhaupt Sinn, dass ein bis 2014 amtierendes, politisches Gremium bei diesem wichtigen Thema schon jetzt eine solch weitreichende - und ggf. wohl erst ab dem Jahr 2015 ff relevant werdende - Entscheidung trifft?
Dieses Recht sollte den dann aktuell amtierenden Mitgliedern des
Gemeinderats - die im Anschluss auch unmittelbar mit dem
Planfeststellungsverfahren befasst sein werden - vorbehalten
bleiben. Wird das Planfeststellungsverfahren wider Erwarten früher
eingeleitet, kann hier bei Bedarf immer noch flexibel reagiert und
eine zügige Entscheidung der Frage herbeigeführt werden, so die
Auffassung der Verwaltung.
Die Verwaltung spricht sich deshalb dafür aus, derzeit noch keinen
definitiven Beschluss zu der Frage möglicher Entscheidungswege
herbeizuführen. Vielmehr sollte die verbleibende Zeit genützt
werden, um - im eingangs beschriebenen Sinne - im hierzu gebildeten
Arbeitskreis B10-neu mögliche Bürgerbeteiligungsformen zu erörtern
und ein noch im Gemeinderat zu beratendes Gesamtkonzept
auszuarbeiten.
Gemeinderat Kruschina lobte zunächst die sehr umfangreiche und
inhaltlich gehaltvolle Vorlage. Er erklärte für die SPD-Fraktion,
dass letztendlich eine differenzierte Information der Bürger
entscheidend sei. Bei der Vorplanung im Jahr 2008 hatte die
Gemeinde nur eine kurze Frist, zur Planung eine Stellungnahme
abzugeben. Daher müsse die Zeit bis zum Planfeststellungsverfahren
gut genutzt werden, um das Thema breit in die Bevölkerung
hineinzutragen. Das komplexe Thema „B 10 neu“ müsse in einzelnen
Themenbereichen mit der Bürgerschaft diskutiert werden können. Die
SPD-Fraktion sehe den Bürgerentscheid zu gegebener Zeit als das
richtige Mittel an. Er unterstrich, dass die SPD-Fraktion
grundsätzlich für den Bau einer neuen B10 sei. Die vorgeschlagene
Vorgehensweise der Verwaltung trage man so mit.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf gab für die Fraktion der Freien Wählervereinigung zu bedenken, dass ein Bürgerbegehren von der Bürgerschaft ausgehen müsse. Die Aufgabe des Gemeinderates sei es, die Bürger zu informieren und deren Meinung in die Entscheidungen hineinzutragen. Gemeinderat und Verwaltung hätten in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie „zwei offene Ohren“ für die Anliegen der Bevölkerung hätten. Letztlich müsse eine gute Informationspolitik im Interesse aller sein. Hierzu sei der Arbeitskreis B10-neu bereit, aber auch gefordert.
Auch Gemeinderat Mann wies in seiner Eigenschaft als Vertreter der Interessengemeinschaft B10-neu darauf hin, dass die Zeit für eine Information der Einwohner genutzt werden müsse. Aktionen wie die Demonstrationsfahrten seien zwar insgesamt gut besucht, müssten aber noch mehr Menschen ansprechen und mobilisieren.
Gemeinderätin Heer regte für die CDU-Fraktion an, über Möglichkeiten nachzudenken, wie junge Menschen für das Thema B 10 neu interessiert werden können. Schließlich werden diese am stärksten von der Straße betroffen sein.
Alle drei Fraktionen nahmen die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und stimmten dem vorgeschlagenen Verfahren zur Bürgerbeteiligung so zu.
Genehmigung der Kindergartenverträge mit der evangelischen
und der katholischen Kirchengemeinde
In einer weiteren
Verhandlungsrunde mit den beiden Kirchengemeinden am 22.05.2012
wurde das vom Gemeinderat am 21.05.2012 beschlossene Angebot der
Gemeinde unterbreitet- wobei für gleiche Bereiche gleiche
Fördersätze zugrunde gelegt wurden.
Kath. Kirche:
Auf Basis der Abrechnung 2010 wird
hier für den Betrieb der beiden Regel- sowie der neuen
Krippengruppe (1-3 Jahre) mit laufenden jährlichen Ausgaben in Höhe
von ca. 339.800 Euro gerechnet. Hiervon sind künftig unter
Einbeziehung von Landeszuschüssen rund 280.000 Euro von der
bürgerlichen Gemeinde zu leisten, ca. 15.700 Euro von der kath.
Kirche; die restlichen 43.000 Euro von den Eltern.
Investitionen werden künftig mit 85% seitens der Gemeinde
mitfinanziert. Für die erstmalige Einrichtung der Krippe werden 95%
der Kosten übernommen.
Ev. Kirche:
Hier wird für die beiden Gruppen (mit
Aufnahme von 2jährigen Kindern) mit jährlichen Betriebsausgaben in
Höhe von rund 250.000 Euro gerechnet. Hiervon sind künftig unter
Einbeziehung von Landeszuschüssen rund 200.000 Euro von der
bürgerlichen Gemeinde zu leisten, ca. 16.000 Euro von der evang.
Kirche; die restlichen 32.000 Euro von den Eltern.
Investitionen werden künftig ebenfalls mit 85% (bisher 50 %)
seitens der Gemeinde mitfinanziert.
Beide Kirchengemeinden stimmten dem Angebot vorbehaltlich der Genehmigung durch die Diözese bzw. des Oberkirchenrats zu.
Mit beiden Kirchengemeinden wurde Einvernehmen darüber erzielt,
dass sich Gemeinde und kirchliche Träger in allen Fragen des
Kindergartenbetriebs (z.B. Personal, Fortbildung, Betreuungszeiten
u.ä.) künftig enger abstimmen und der Gemeinde ein weitgehendes
Mitspracherecht zusteht.
Mit beiden Kirchengemeinden werden Verträge auf der Basis eines
Mustervertrags der kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände
abgeschlossen. Vertragsbeginn ist 01.01.2013. Nach Ablauf von 2
Jahren soll eine Überprüfung der Vertragsparameter erfolgen.
Die Gemeinderätinnen Heuschneider (für SPD-Fraktion) und
Metzger-Kielkopf (für Fraktion der Freien Wählervereinigung)
betonten, dass eine stärkere finanzielle Beteiligung der Gemeinde
auch ein stärkeres Mitspracherecht bedeuten müsse. Sollte der
Anteil der bürgerlichen Gemeinde noch größer werden, sei ggf.
ernsthaft über eine Übernahme nachzudenken. Grundsätzlich könne man
das Verhandlungsergebnis aber so mittragen.
Gemeinderätin Heer wies für die CDU-Fraktion darauf hin, dass
ein Austausch unter den Kindergärten wichtig sei und noch stärker
stattfinden müsse. Die Trägervielfalt sei zu begrüßen, wobei die
Konfessionszugehörigkeit heute wohl für die Eltern bei der Wahl
eines Kindergartens keine allzu große Rolle mehr spiele.
Der Gemeinderat stimmte dem Abschluss der Kindergartenverträge mit
der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde mit den
neuen Fördersätzen einstimmig zu.
Abschließend wies BM Rößner daraufhin, dass es klares Ziel aller Beteiligten sei, ab Januar 2013 die neue Krippengruppe im Kindergarten Arche Noach zu eröffnen. Hier gelte es mit Hochdruck dran zu bleiben; in der nächsten Sitzung werde nun das Baugesuch für den Umbau zur Genehmigung vorgelegt. Beiden Kirchengemeinden dankte er für das gute Miteinander in den Verhandlungen und zeigte sich sicher, dass man gemeinsam die Kindergartenarbeit gut weiter entwickeln werde.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab die Einladung für das diesjährige Schulfest bekannt.
Gemeinderat Kiene sprach die unbefriedigende Situation des Pfingstmarktes mit dem stetigen Rückgang an Händlern an. Das Gremium stimmte nach weiteren Wortbeiträgen dem Vorschlag von Bürgermeister Rößner zu, das Thema nochmals im Marktausschuss zu beraten.
Von Gemeinderat Markus Maier wurden die Bewerbung von Bauplätzen
z. b. über das Internet und die Parksituation in der
Hölderlinstraße angesprochen. Gemeinderat Teichgräber sprach
Werbeschilder an der B 10 an.
Bürgermeisteramt
Gemeinderatsbericht vom 21.05.2012
Zu Beginn der Sitzung gab der Vorsitzende bekannt, dass Gemeinderat Wohlrab nach 25-jähriger Mitwirkung sein Ausscheiden aus dem Gremium beantragt habe. In der nächsten GR-Sitzung werde man hierüber förmlich abstimmen und die Nachfolgeregelung einleiten.
Umsetzung des Projekts „Landschaftspark Fils“ – Bericht über
die historische Erkundung eines Gebäudes im
SBI-Park
In einer seiner letzten Sitzungen hatte der
Arbeitskreis SBI beschlossen, im Rahmen des Projekts
„Landschaftspark Fils“ den SBI Park aufzuwerten und auch das
verfallene Gartenhaus in die Planungen einzubeziehen. Daraufhin
wurden Fördermittel beim Verband Region Stuttgart beantragt. Dieser
erklärt sich bereit, insgesamt 32.000 Euro für Wiederherstellung
des Häuschens sowie kleinere Gestaltungsmaßnahmen zu fördern. Im
Haushaltsplatz der Gemeinde hatte der Gemeinderat dann weitere
Eigenmittel mit 28.000 Euro bereitgestellt.
Das Landesdenkmalamt hatte als Voraussetzung für die Genehmigung
der Maßnahmen eine Dokumentation und Untersuchung des
Gartenhäuschens gefordert, welche Aufschluss über die Bauzeit,
ursprüngliche Nutzung und Gestaltung geben soll. Die
bauhistorischen Untersuchungen wurden durch Prof. Dr. Schneider)
und einer Gruppe Studierender von der Hochschule Stuttgart
(Fakultät Architektur und Gestaltung) durchgeführt, welche als
Grundlage für das weitere Vorgehen und für die weitere Beratung im
Gemeinderat bzw. Arbeitskreis SBI dienen soll. Die interessanten
Ergebnisse wurden nun dem Gemeinderat durch Prof. Dr. Schneider
präsentiert. Neben vielen historischen Erkenntnissen über den SBI
Park, wurden dem Gemeinderat auch Einblicke in das Leben der
Unternehmerfamilie Staub präsentiert.
Im zweiten Teil einer hoch interessanten und kurzweiligen
Präsentation berichtete Prof. Dr. Schneider über die Ergebnisse der
bauhistorischen Untersuchung. Zur Überraschung aller Anwesenden
ergab die Untersuchung, dass das verfallene Gartenhaus ursprünglich
als Kapelle diente. Diese hatte Staub in Andacht an seine
verstorbene Ehefrau errichtet. Abschließend wurden drei Varianten
für eine mögliche Sanierung oder aber künftige Präsentation des
Gebäudes bzw. der „Bauruine“ durch Prof. Dr. Schneider vorgestellt,
welche als Grundlage für weitere Beratungen im Arbeitskreis SBI
dienen.
Baugesuche
Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag
auf Errichtung eines evangelischen Pfarrhauses, Strudelstraße 17,
das Einvernehmen.
Das Einvernehmen wurde auch dem Bauantrag auf Einhausung eines
bestehenden Fahrsilos, Flurstück Nr. 2290, Gewann Pferch,
erteilt.
Kooperation der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule mit der
Tegelbergschule Geislingen zur Errichtung einer
Werkrealschule
– Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Stadt
Geislingen
Bereits in einem früheren GR-Beschluss wurde
die Verwaltung ermächtigt, bei den zuständigen Stellen einen Antrag
auf Einrichtung eines 10. Schuljahres an der
Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule zu stellen. Dieser Antrag wurde
gestellt, allerdings hat die Regierungsübernahme von Grün-Rot
bewirkt, dass für die Errichtung einer Werkrealschule ab sofort
kein Antragsverfahren mehr erforderlich ist, sondern dass kraft
Gesetzes alle Hauptschulen, die ein sechstes Schuljahr führen,
Werkrealschulen sind.
Voraussetzung für ein sechstes Schuljahr ist allerdings das
Erreichen einer Mindestschülerzahl von 16 Schülern, was bei der
Kuchener Schule nicht möglich ist. Es besteht allerdings die
Möglichkeit, durch eine Kooperation mit einer Werkrealschule – die
ein sechstes Schuljahr führt – die Schulartbezeichnung
„Werkrealschule“ dennoch zu erlangen. Der
Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule und der Verwaltung ist es gelungen,
eine solche Kooperation mit der Geislinger Tegelbergschule zu
vereinbaren. Beide Schulen bleiben dadurch selbstständig erhalten,
erhalten dadurch aber den Status „Werkrealschule“. Die 10. Klasse
soll in Geislingen angeboten werden.
Der Gemeinderat begrüßte die Kooperation und beauftragte die
Verwaltung, eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt
Geislingen über die Einrichtung und Unterhaltung sowie die
Kooperation der Grund- und Hauptschule Kuchen mit der
Werkrealschule an der Tegelbergschule Geislingen abzuschließen.
Weiterentwicklung des Schulstandortes Kuchen – Infos über
den
aktuellen Stand und Festlegung der weiteren
Vorgehensweise
Nach Plänen der Landesregierung soll das
dreigliedrige Schulsystem durch Einführung von Gemeinschaftsschulen
erweitert werden. Die Regierung legt hierbei großen Wert darauf,
dass eine solche Entwicklung von unten nach oben stattfindet, d.h.
Schule, Eltern und Schulträger wird die Möglichkeit zur kommunalen
Schulentwicklung eingeräumt.
BM Rößner führte einleitend aus, dass das (Kuchener) Schulangebot
insgesamt flexibel und bedarfsorientiert sein sollte. Ziel müsse es
u.a. sein, dass in Kuchen entweder allein oder in Kooperation mit
anderen ein zukunftsfähiger Schulabschluss angeboten werden könne.
Außerdem sollte in Geislingen auch künftig ein gutes Angebot an
weiterführenden Schulen garantiert sein. Der Gemeinderat sollte bei
allen notwendigen Entscheidungen und Weichenstellungen das Votum
der Eltern als Basis sehen. Gute Schule könne nur stattfinden, wenn
alle Beteiligten dahinter stehen.
Die Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule hat sich in Absprache mit
der Gemeinde auf den Weg gemacht, eine Gemeinschaftsschule für die
Klassenstufen 5-10 einzurichten. In mehreren
Informationsveranstaltungen wurden die Eltern über die wesentlichen
Inhalte der Gemeinschaftsschule informiert. Anschließend hatten die
Eltern die Gelegenheit für oder gegen die Gemeinschaftsschule
abzustimmen. Diese ergab eine deutliche Mehrheit zugunsten einer
Gemeinschaftsschule. Auch eine separate Abstimmung bei den
Drittklässlern, ob die Eltern ihre Kinder dann tatsächlich auch an
der Gemeinschaftsschule anmelden würden, ergab ein positives
Votum.
Die Abstimmungsergebnisse wurden dem Gemeinderat durch Schulleiter
Hagmeyer näher erläutert. Insgesamt 26 Eltern, das sind 59 % der
jetzigen Drittklässler haben sich für die Einführung einer
Gemeinschaftsschule ausgesprochen.
Dieser teilte mit, dass die Schule bereits an einem pädagogischen Konzept arbeite, welches nach Fertigstellung unmittelbar umgesetzt werden soll. Auch der Gemeinderat unterstützt angesichts der deutlichen Mehrheit für eine Gemeinschaftsschule die Bemühungen der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/2014. Er ermächtigte die Verwaltung, einen entsprechenden Antrag zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule zu stellen.
Bekanntgaben – Verschiedenes
GR Kiene lobte die
Verwaltung und den Bauhof für die hervorragende Unterstützung bei
der Gewerbeschau im ESPAN. BM Rößner bedankte sich stellvertretend
für alle Helfer und Unterstützer.
GR Scherf sprach sich für Transportwägen im Friedhof aus. Diese
würden den Transport von schweren Gegenständen erleichtern.
Bürgermeister Rößner befürwortet diesen Vorschlag und wird die
Beschaffung dieser Transportwägen in die Wege leiten.
Aus dem Gremium wurden außerdem noch die marode Bank und Infotafel am Spitzenberg (GRin Funk), die Umbenennung der Bushaltestellen (GR Teichgräber), die Nutzung der Parkplätze am Bürgerhaus (GRin Funk), die Dienstzeiten des Vollzugsdienstes (GR M. Maier), die Öffnungszeiten Freibad (GRin Heuschneider), die Ampelschaltung an der Löwenkreuzung (GRin Funk), und die Fußgängerampeln (GR Teichgräber) angesprochen.
Gemeinderatsbericht vom 27.02.2012
Bahnhofssanierungsprogramm Filstal
Nachdem in der
Januar-Sitzung eine Entscheidung wegen einer unbefriedigenden
Zuwegung des Gleises in Richtung Ulm vertagt werden musste,
beschloss jetzt der Gemeinderat einstimmig, den
Finanzierungsvertrag mit der Deutschen Bahn AG über die Herstellung
eines verbesserten Zugangs zum Bahnhof abzuschließen. Nach
vorausgegangener Vor-Ort-Besichtigung konnte sich das Gremium mit
den von der Gemeinde geforderten, neuen Plänen der Bahn anfreunden,
einen vorhanden Weg so zu sanieren, dass er z.B. auch
Gehbehinderten und älteren Menschen einen besseren Zugang zum
Bahnsteig Richtung Ulm ermöglicht. Sprecher aller Fraktionen
erklärten, dass ein absolut barrierefreier Zugang nicht zu bekommen
sei und daher der gefundene Kompromiss eine zufriedenstellende
Lösung sei. Die Verwaltung wurde ermächtigt, neben dem
Finanzierungsvertrag in Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden
auch noch einen Vertrag über den Unterhalt und die
Verkehrssicherungspflicht für den neuen Weg abzuschließen.
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der vorausgegangenen
nichtöffentlichen Sitzung
Im Zusammenhang mit der
notwendigen Neuvergabe der Gaskonzession in der Gemeinde Kuchen
wurde die Kanzlei Wurster, Wirsing, Kupfer mit dem Entwurf eines
Kriterienkatalogs und der Formulierung eines neutralen Anschreibens
beauftragt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die mit dem
Gemeinderat abgestimmten Verfahrensschritte umzusetzen.
Baugesuche
Einem Antrag auf Befreiung von den
Vorschriften des Bebauungsplans zur Errichtung einer Einfriedigung
Am Krapfenbach 22 wurde das Einvernehmen erteilt.
Ebenso erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen zu einer
Nutzungsänderung auf dem Grundstück Steinstraße 2. Hier soll in
einer bestehenden Gewerbehalle eine Reifenmontage mit
PKW-Mietwerkstattplätzen eingerichtet werden. Mit seinem Beschluss
verband das Gremium allerdings die Forderung an die
Genehmigungsbehörden, die Probleme des Lärmschutzes und der
Umweltbelastungen detailliert zu prüfen und entsprechende Auflagen
zu erlassen.
Fortschreibung des Integrationsberichts der Gemeinde
Kuchen
Zum zweiten Mal nahm der Gemeinderat von einem
Integrationsbericht der Verwaltung Kenntnis.
Laut diesem Bericht gibt es in der Gemeinde Kuchen bei 5.490
Einwohnern 478 (8,7%) Ausländer, wobei die Mehrzahl aus dem
ehemaligen Jugoslawien (33%), Italien (25,3%) und der Türkei
(16,7%) stammen. Weitere ausländische Mitbürger stammen aus
Österreich, Polen, Spanien und Griechenland. Leider liegen der
Gemeinde keine Zahlen über deutsche Staatsangehörige mit
Migrationshintergrund vor. Schätzungen zufolge liegt der Anteil in
Baden-Württemberg bei rund 26% der Gesamtbevölkerung. Während der
Anteil ausländischer Schüler an der Grundschule nur 2,9% beträgt,
liegt er in der Hauptschule bei immerhin 24, 4%. Größere Probleme
sind aber von der Schule nicht bekannt.
Überproportional höher ist auch die Zahl der Ausländer, die HartzIV-Leistungen erhalten. Von insgesamt 226 Personen in Kuchen, die diesem Personenkreis angehören, haben 21,7% eine ausländische Staatsangehörigkeit. Bei den unter 25-jährigen liegt dieser Prozentsatz bei 15%.
Aus Sicht der Verwaltung ergibt sich aus den Zahlen und den
tatsächlichen Verhältnissen in der Gemeinde kein akuter
Handlungsbedarf. Ähnlich sahen dies auch die Mitglieder des
Gemeinderats.
Für die SPD-Fraktion bedankte sich deren Fraktionsvorsitzender
Hansjörg Wohlrab für die Vorlage des Berichts. Die Zahlen zeigten,
dass Kuchen zwar vergleichsweise moderate Ausländerzahlen habe und
von daher keine Probleme bestünden. Trotzdem müsse man das Thema
wachsam beobachten und die interkulturelle Öffnung im Auge
haben.
Gemeinderätin Heer verwies für die CDU-Fraktion auf die internationale Vorbereitungsklasse an der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule, wo Integration beispielhaft gelebt werde. Vermehrt sollten auch die Eltern in Schule, Vereinen und Betrieben mit einbezogen werden.
Der Vorsitzende der FWV-Fraktion Stegmaier betonte die Wichtigkeit der frühen Sprachförderung in den Kindergärten. In diesem Zusammenhang freute er sich über eine Spende der Kuchener Jagdgenossen für diesen Zweck.
Renovierung des Sitzungssaals im Rathaus
Das Gremium
sprach sich einstimmig dafür aus, nach über 40 Jahren die
Möblierung und Gestaltung des Sitzungssaales im Rathaus zu
erneuern. Vorliegende Vorschläge für eine neue Tischanlage mit
Stühlen sollen nochmals überarbeitet und dann nach Bemusterung
endgültig beschlossen werden.
Auch Decken, Wände und die Beleuchtung des Sitzungssaales sollen
verbessert werden.
Erschließung des Gewerbegebietes Espan
Erfreut
nahmen die Gemeinderäte den sehr positiven Bericht von
Bürgermeister Rößner über die Erschließung des Gewerbegebiets Espan
zu Kenntnis.
Inzwischen wurden 9 Flächen mit 22.436qm verkauft, zwei Flächen mit
Vorkaufsrecht/Kaufoption belegt (6.607qm), ein Vorvertrag
geschlossen und für eine Fläche eine Vorreservierung eingeräumt
(zus. ca. 1200 qm). Sechs der neun verkauften Flächen sind bereits
bebaut und als Firmensitz realisiert worden. Weitere Bauaktivitäten
zeichnen sich ab.
Es wurden auch zahlreiche Anfragen abgelehnt, wie z.B.
großflächiger Einzelhandel, Gussputzerei, Komplettaufkauf,
Lagerhalle für Autoreifen, Spedition, Imbiss- und Cateringbetrieb
usw.
Auf Initiative von BM Rößner soll am 06.05.2012 im Espan eine Gewerbeschau in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Gewerbeverein stattfinden, bei der sich die dortigen Firmen aber auch andere Kuchener Gewerbetreibende der Öffentlichkeit präsentieren wollen. 23 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleister haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, weitere stehen in den Startlöchern.
Gemeinderat Stegmaier zeigte sich erfreut über die positiv Entwicklung im Espan und begrüßte ausdrücklich die geplante Gewerbeschau.
GR Wohlrab gar erklärte die Entwicklung des Espan zu einer Erfolgsstory, nachdem der Bebauungsplan lange umstritten gewesen sei. Es habe sich aber gezeigt, dass entgegen der damaligen Auffassung des Landratsamtes die Kuchener Wasserfassung und das Gewerbegebiet Espan nebeneinander problemlos funktionieren.
Bekanntgaben, Verschiedenes
Bürgermeister Rößner gab
bekannt, dass das Landratsamt den Kuchener Haushaltsplan ohne
Einschränkungen genehmigt habe. Außerdem wurde seitens des
Landratsamts die im 2010 Jahre durchgeführte Finanzprüfung für die
Jahre 2005 – 2008 als abgeschlossen betrachtet.
Der Gemeinderat wurde darüber unterrichtet, dass nach neuester
Gesetzeslage, die Festsetzung einer Werkrealschule nicht mehr
beantragt werden muss. Stattdessen sind alle Hauptschulen, die ein
sechstes Schuljahr (Klassenstufe 10) führen kraft Gesetzes
Werkrealschulen. Um diesen Status für die Kuchener Schule zu
erreichen, bedarf es angesichts nicht ausreichender Schülerzahlen
in Kuchen einer Kooperation mit einer anderen Schule. BM Rößner
bestätigte, dass entsprechende Verhandlungen geführt werden und
Rektor Hagmeyer hier sehr engagiert an einer guten Lösung
arbeite.
Verschiedene Wortmeldungen aus der Mitte des Gremiums
beschäftigten sich mit Praktikanten im Kindergarten Kirchgasse (GR
Stegmaier), einem unordentlichen Lagerplatz an der Jahnstraße (GRin
Heuschneider) und der defekten Turmuhr an der Kuchener Schule (GRin
Mühlich).
Aufgrund einer Anfrage von GRin Metzger-Kielkopf wegen der
gesplitteten Abwassergebühr verwies BM Rößner darauf, dass alle
Grundstückseigentümer verpflichtet sind, Veränderungen bezüglich
der Abwassereinleitung dem Rathaus zu melden.
Bürgermeisteramt
Gemeinderatsbericht vom 30.01.2012
Neubesetzung des frei gewordenen
Gemeinderatsmandats
- Nachrücken von Herrn Markus
Maier
- Verpflichtung von Herrn Maier als
Gemeinderat
- Neubesetzung von
Gremien
Durch das Ausscheiden von Herrn
Hans Georg Frey ist ein Gemeinderatsmandat neu zu besetzen.
Nach § 31 Abs. 2 GemO rückt der als nächste Ersatzmann des
Wahlvorschlags festgestellte Bewerber nach. Bei der Wahl des
Gemeinderats am 07.06.2009 wurde als nächster möglicher Ersatzmann
des Wahlvorschlags der FWV Herr Markus Maier festgestellt, welcher
das Amt angenommen hat.

Durch das Nachrücken von Herrn Maier sind die von der FWV-Fraktion
besetzten Gremien und Ausschüsse teilweise neu zu besetzen. Nach
dem Vorschlag der FWV ergeben sich folgende Änderungen:
Verbandsversammlung Abwasserreinigung Kuchen/Gingen: bisher GR Frey
(Stv.), neu GR Maier, Markus (Stv.)
Arbeitskreis
Biotopverbund: bisher GR Frey, neu GRin
Metzger-Kielkopf
Arbeitskreis SBI: Bisher GR Frey, neu
GRin Funk (Stv.)
Der Gemeinderat nahm von der Nachfolgeregelung zustimmend Kenntnis. Herr Maier wurde im Anschluss von Bürgermeister Rößner auf sein Amt als Gemeinderat verpflichtet. Der Gemeinderat stimmte der von der FWV vorgeschlagenen Neubesetzung der Gremien und Ausschüsse zu.
Wahl des 1. Stellvertreters des Bürgermeisters
Der
Gemeinderat beschloss am Montag, nach dem Ausscheiden von Herrn
Hans-Georg Frey aus dem Gemeinderat das Amt des 1.Stellvertreters
des Bürgermeisters neu zu besetzen.
Mit 15 Stimmen wurde Gemeinderat Wolfgang Stegmaier in das Amt
gewählt. Bürgermeister Rößner gratulierte seinem frisch gewählten
Stellvertreter.
Bahnhofsanierungsprogramm Filstal
Seit rund 10
Jahren diskutieren Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Landes
Baden-Württemberg, des Landkreises, etlicher Filstalgemeinden und
Planer über das dringend notwendige Bahnhofsanierungsprogramm
Filstal. Nach zahlreichen Verzögerungen soll mit der
Sanierungsmaßnahme in Kuchen nun im Juli 2012 begonnen
werden.
Mit den Verzögerungen über die Jahre hinweg war auch eine ständige
Änderung der veranschlagten Kosten und der kommunalen Beteiligung
verbunden.
Einer ersten Kostenschätzung im Jahr 2004 zu Folge hätte der
kommunale Mitfinanzierungsanteil von Kuchen 84.000 EUR betragen.
Durch einen Ausbau der Bahnsteige, welcher einen zukünftigen
möglichen S-Bahnverkehr mit einbindet, sowie Verschiebungen bei der
finanziellen Beteiligung der Projektpartner, steig die kommunale
Beteiligung Kuchens letztlich auf insgesamt 119.400 EUR an.
Die Fraktionen und Verwaltung zeigten sich am Montag
insbesondere darüber enttäuscht, dass die bisher vorgesehene Rampe
zum Bahnsteig in Richtung Ulm entfallen soll und statt dessen
lediglich die Treppenanlage erneuert wird. Menschen mit Rollstuhl,
Kinderwagen etc. haben keine Chance, den Bahnsteig zu erreichen
bzw. zu verlassen. Bisher war eine Rampe vorgesehen, die auf Grund
ihrer Steigung von mehr als 6 % zwar nicht als barrierefrei galt,
jedoch für gehbehinderte Menschen oder auch für Menschen mit
Kinderwagen immer noch eine bessere Lösung als eine Treppe
darstellte.
Der anwesende Vertreter der Deutschen Bahn, Herr Zdzuj, machte
deutlich, dass eine Rampe auf Grund des instabilen Untergrundes
einen technisch und kostenmäßig enormen Aufwand erfordert. Die DB
ist bei der Anzahl an Fahrgästen in Kuchen keiner rechtlichen
Verpflichtung für einen barrierefreien Zugang unterworfen. Der
Gemeinderat stimmte jedoch bei der jetzigen Planung einer
Kofinanzierung nicht zu – der Vertreter der DB sagte daraufhin in
der Sitzung zu, Alternativen zur Umgehung der Treppenanlage
nochmals zu prüfen.
Haushaltssatzung 2012
Der Plan 2012 weist mit
340.856 € eine kleine Zuführungsrate aus; unter den gegebenen
Umständen - 200.000 € für die Straßensanierung veranschlagt und
erneuter Anstieg der Kreisumlage um rd. 100.000 € - ein noch
akzeptables Ergebnis.
Im Saldo Steuereinnahmen (Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen und
Gewerbesteuer) / Umlagezahlungen (Kreisumlage, FAG-Umlage und
Gewerbesteuerumlage) werden im Jahr 2012 insgesamt rd. 1,1 Mio. €
weniger Einnahmen erwartet als im Rekordjahr 2008.
Der Plan 2012 beinhaltet daher auch keine größeren Maßnahmen. Im
Verwaltungshaushalt werden neben den laufenden - sparsamen -
Ausgaben insbesondere das Straßeninstandsetzungsprogramm
fortgeführt. Im Vermögenshaushalt wird die Erneuerung von
Heizung / Lüftung / Warmwasserbereitung in der Ankenhalle
abgewickelt.
Der HH-Plan 2012 beinhaltet keine eigenen Steuererhöhungen /
Hebesatzänderungen. Auch Wasserzins und Abwassergebühr bleiben
unverändert. Der frei verfügbare Stand der allg. Rücklage wird zum
31.12.2012 voraussichtlich rd. 860.000 € betragen. Der
Haushaltsplan 2012 sieht keine neuen Kreditaufnahmen vor.
Die Schule ist der einzige Bereich der Gemeinde, wo die sogenannte
Budgetierung praktiziert wird. Dem Schulleiter standen im Planjahr
2009 insgesamt 45.925 € eigenverantwortlich zur Verfügung. Im Jahr
2004 (Amtsantritt des Rektors) belief sich dieser Betrag noch auf
39.670 €. In den Folgejahren wurde dieser Betrag kontinuierlich
angehoben, da die Gemeinde „Schule / Jugend“ für eine eminent
wichtige Aufgabe erachtet. Diese Einstellung hat sich bis heute
nicht geändert, vielmehr ist diese Aussage zutreffender denn
je.
In Absprache mit dem Rektor wurden die Budgetmittel im Jahr 2010
auf 39.905 € festgesetzt = 141 € pro Schüler. Im Jahr 2012 wurden
nun 38.000 € veranschlagt = 140 € / Schüler. Dies ist durchaus
vertretbar, zumal einerseits aus dem Jahr 2010 noch nicht in
Anspruch genommene Mittel von rd. 9.000 € der Schule zur Verfügung
stehen und andererseits jeweils größere Anschaffungen in der Schule
nicht aus dem Budget finanziert werden.
Zusätzliche Betreuungsangebote an der Schule gehen ebenfalls nicht
zu Lasten des Schuletats.
Der Sachkostenbeitrag für die Hauptschule ist für das Jahr 2012
vorläufig auf 1.064 €/Hauptschüler - inkl. eines Betrags für
Sicherungsmaßnahmen vor Amokläufen – festgelegt. Solche Maßnahmen
hat die Gemeinde zumindest teilweise schon mit der Erneuerung des
gesamten Eingangbereichs getroffen.
Im mittlerweile siebten Betriebsjahr befindet sich die
Ganztagesbetreuung an der Kuchener Schule. Erfolgreich wurde im
Schuljahr 2008/2009 das Konzept zusätzlich zur Hauptschule auf die
Grundschule ausgedehnt, aus der verlässlichen Grundschule wurde die
so genannte verlässliche Schule.
Wie die Ganztagesbetreuung ist auch das Projekt des Kuchener
Kinder- und Jugendtreffs für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und
18 Jahren im siebten Jahr des Betriebs. Aktuelle Zahlen von über 30
Besuchern pro Öffnungszeit belegen die große Beliebtheit der
Einrichtung bei der Kuchener Jugend. Öffnungszeiten, Aktionen,
Projekte und Turniere werden stets sehr gut angenommen.
Die Sporthalle Anken geht nun ins 31. Jahr ihres Bestehens.
Verschiedene Anlagenteile haben ihre statistische Lebensdauer
eigentlich schon überschritten. Für Unterhaltungsmaßnahmen in der
Ankenhalle sind im Verwaltungshaushalt 10.000 € (+ HH-Rest aus 2011
von 50.000 €) veranschlagt. Gedacht ist dabei auch an größere
Reparaturarbeiten wie Austausch von Fensterelementen und Erneuerung
der sanitären Einrichtungen. Seit dem Jahr 2007 befasst sich die
Gemeinde mit der Erneuerung der Heizung in der Ankenhalle, da
ständig mit dem Ausfall der nunmehr 30 Jahre alten Heizungsanlage
zu rechnen ist.
Eine vom Ing.büro Straub aus Bad Überkingen ausgearbeitete Planung
mit BHKW, Brennwertkessel, neuer Regelungstechnik, neuer
Warmwasseraufbereitung und Änderungen an der Lüftungsanlage (mit
Brandschutz) wurde vom Gemeinderat in der Sitzung vom 06.12.2010
genehmigt. Das Gesamtkonzept schließt mit Kosten von rd. 616.000 €
(netto).
Für die Erneuerung der Heizung mit BHKW, Regelungstechnik und
Warmwasseraufbereitung sind bisher Aufträge von rd. 450.000 €
vergeben. Diese neuen Anlagenteile sind seit Dezember 2011 in
Betrieb. Im Jahr 2012 ist nun noch die Lüftung (mit Brandschutz) in
Angriff zu nehmen. Bezuschusst werden die Maßnahmen mit 104.000 €
aus dem Sportfördermittelprogramm des Landes und mit 33.539 € aus
dem „Klimaschutz-Plus-Programm“.
Im HH-Plan 2012 sind für die Straßenunterhaltung insgesamt
225.000 € veranschlagt. Hiervon entfallen 25.000 € bis 35.000 € auf
die lfd. Straßenunterhaltung durch den Bauhof sowie auf den
Winterdienst. Die restlichen Mittel stehen für die Fortführung des
Straßeninstandsetzungsprogramms zur Verfügung. In der Sitzung vom
07.11.2011 wurde vom Gemeinderat beschlossen, als erste Maßnahme
die Erneuerung von Wasserleitung und Straßenoberfläche im Bereich
der östlichen Tegelbergstrasse in Angriff zu nehmen, wobei hier
noch die teilweise Erneuerung des Kanals mit veranschlagten 150.000
EUR hinzukommt. Je nach Ausschreibungsergebnis und Auftragslage der
Firmen kann evtl. noch wie im Jahr 2011 eine zweite Maßnahme
angehängt werden, wobei hierüber noch keine definitive Entscheidung
über den betreffenden Straßenzug gefallen ist.
Weitere Investitionen sind veranschlagt unter anderem für die
Aufwertung des SBI-Parks mit Gärtnerhaus (60.000 EUR), Einrichtung
einer Kinderkrippe (50.000 EUR), Mitfinanzierung an der geplanten
Bahnhofsanierung (110.050 EUR), energetische Sanierung an
gemeindlichen Wohngebäuden (30.000 EUR), Investitionen beim
Wasserwerk für das Leitungsnetz und die Hochbehälter (195.000
EUR).
Gemeinderat Stegmaier zeigte sich für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung erfreut über die sehr stabile finanzielle Lage
der Gemeinde. Die Fraktion regte an zu prüfen, in wie weit
Lehrmaterial von Schulen aus dem Umland weiterverwendet werden
kann, sofern diese schließen müssen.
Die Fraktion der Freien Wählervereinigung ermächtigte die
Verwaltung ausdrücklich, die erforderlichen Schritte für eine
Verbesserung des Brandschutzes in der Schule baldmöglichst
einzuleiten. Zur Ankenhalle stellte Gemeinderat Stegmaier fest,
dass mit der Lüftung (incl. Brandschutz) dann im Jahr 2012 die
Sanierungsrunden wohl für die nächsten Jahre abgeschlossen sein
dürften.
Eine evtl. Steuererhöhung in unserer Gemeinde erscheint für die
Fraktion der Freien Wählervereinigung derzeit indiskutabel, so
Stegmaier. Erfreulich sei, dass der Verband Region Stuttgart die
Aufwertung des SBI – Parks mit rund 32.000 Euro Fördermittel
bezuschusse, wobei er doch sehr hoffe, dass Stuttgart 21 mit
weniger als die veranschlagte Beteiligung von 160.000 Euro an
Kuchen vorübergehen werde.
Diskussionsbedarf besteht für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung über die Höhe der Friedhofgebühren und der
Anlagen im Friedhof.
Abschließend stellte die Fraktion der Freien Wählervereinigung den
Antrag, als zweite Straßenbaumaßnahme dieses Jahr den Marktplatz
mit Eulengasse / Am Lippenrain zu sanieren.
Gemeinderat Wohlrab erklärte für die SPD-Fraktion, dass die
Gemeinde bei Kredit, Zinsbelastung und Pro-Kopf-Verschuldung eine
dreifache Null verzeichnen könne, was als starke Leistung anzusehen
sei. Gefragt seien in Zukunft Investitionen in frühkindliche und
vorschulische Bildung, wobei auch Bund und Land bei der
Finanzierung der Kleinkindbetreuung erfreulicherweise mitziehen.
Die Kuchener Schule habe mit ihrem Bildungs- und Betreuungsangebot
ideale Voraussetzungen für eine Gemeinschaftsschule – in diese
Richtung müsse jetzt über die Werkrealschule hinaus rasch
vorangeschritten werden. Die Fraktion stellte folgende Anträge:
keine Erhöhung der Kindergartengebühren in 2012, Erarbeitung eines
Konzepts für eine Gemeinschaftsschule durch Verwaltung und
Vertreter der Schule, Fortschreibung des Berichts zum
demographischen Wandel mit Maßnahmenkatalog, Fortschreibung des
Integrationsberichts, Sanierung des Marktplatzes in 2012 sofern die
bereits beschlossene Sanierung der Tegelbergstraße dies finanziell
zulässt, barrierefreie Zuwegung im Rahmen der
Bahnhofsanierung.
Gemeinderätin Heer äußerte für die CDU-Fraktion, dass ihr der
Haushalt sehr gut gefalle. Auf Gebühren- oder Steuererhöhungen
könne aus Sicht der CDU verzichtet werden. Die
Info-Veranstaltung zur B 10 neu müsse in 2012 endlich stattfinden,
auch um einen Kontakt zwischen Bürgern und Planungsträgern zu
ermöglichen. Der Energiebericht der Verwaltung müsse ebenfalls noch
2012 auf der Tagesordnung stehen. Enttäuscht zeigte sich
Gemeinderätin Heer darüber, dass die Gemeinde nicht selbst einen
Fachplaner für die Bahnhofsanierung einschalte. Sie fragte,
in wie weit vorbeugende Maßnahmen gegen Amokläufe im Schulgebäude
getroffen werden. Ohne Zwang habe die Gemeinde Kuchen sehr gute
Grundlagen für eine Gemeinschaftsschule geschaffen. Sie betonte,
dass nicht Lehrer oder Eltern allein, auch nicht die Medien,
sondern wir alle verantwortlich für unsere Kinder seien. Die
CDU-Fraktion beantragte, gemeinsam mit allen Verantwortlichen eine
Art Zukunftsplanung, moderiert von einem Fachmann, durchzuführen.
Die Fraktion hofft sehr darauf, dass bis September 2012 eine
Kinderkrippe in Kuchen angeboten werden kann. Für diese
Betreuungsform sollte für die Erzieherinnen eine Fortbildungsreihe
stattfinden. Der Fokus müsse in Zukunft verstärkt auf der
Seniorenarbeit liegen – ähnlich wie die Kinderbetreuung immer mehr
ins Bewusstsein der Verantwortlichen rückte und so in Kuchen zum
ersten Krippengipfel führte, müsse auch die Seniorenarbeit sich
weiter entwickeln.
Alle drei Fraktionen äußerten ihre Zufriedenheit und Zustimmung über den vorgelegten Haushaltsplan.
Bürgermeister Rößner erklärte, dass die Verbesserung des
Brandschutzes in der Schule rasch angegangen werden müsse. Weitere
Investitionen seien für die Umrüstung von Arbeitsplätzen im
Physiksaal erforderlich. Was technisch möglich sei, werde an der
Schule gegen Amokläufe unternommen – hierzu zählen Panikschlösser
sowie ein Alarmplan. Absolute Sicherheit könne allerdings nicht
erreicht werden. Auf Nachfrage der FWV-Fraktion erläuterte
Bürgermeister Rößner, dass die Gemeinde Investitionen (z.B.
Sanierungen) an auswärtigen Schulen mit Kuchener Schülern
mitfinanzieren müsse – dies sei bereits durch ein richterliches
Urteil in der Vergangenheit bestätigt worden. Zur Ankenhalle
ergänzte Bürgermeister Rößner, dass die Lautsprecheranlage und die
Beleuchtung Zug um Zug erneuert werden müssen. Bürgermeister Rößner
machte deutlich, dass der Weg in Richtung Gemeinschaftsschule nur
mit breiter Basis einschließlich Eltern, Lehrer und aller anderen
Verantwortlichen beschritten werden könne. Bis jetzt stehen
allerdings noch nicht einmal die Rahmenbedingungen der
Landesregierung fest.
Eine Infoveranstaltung zur B 10 neu sei derzeit nicht sinnvoll. Der
vom Regierungspräsidium überarbeitete Vorentwurf werde der
Verwaltung noch im Februar vorgestellt und im Anschluss im
Gemeinderat behandelt. Bürgermeister Rößner gab bekannt, dass die
Verwaltung dieses Jahr einen Antrag im Gemeinderat auf
Neumöblierung des Sitzungssaals mit überschaubaren Ausgaben stellen
werde.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Stegmaier erklärte Bürgermeister
Rößner zur Kreisumlage, dass Kuchen ebenso wie andere Gemeinden
auch von Mitteln des Kreises profitiere. Gemeinderat Wohlrab gab
außerdem zu bedenken, dass die Ausgaben des Landkreises im
Sozialbereich sowie für die Kliniken enorm hoch seien.
Haushaltsplan und –satzung sowie der Erfolgs- und Vermögensplan der
Wasserversorgung wurden einstimmig beschlossen.
Neugestaltung der Kuchener
Kindergartenlandschaft
- Bestätigung der Ergebnisse des
'1. Kuchener Krippengipfels'
- Einleitung weiterer
Schritte
In kaum einem Bereich sozialer
Infrastruktur sind in den vergangenen Jahren soviele
gesellschaftliche, konzeptionelle und gesetzliche Veränderungen
erfolgt wie in der vorschulischen Erziehung, der
Kindertagesbetreuung. Ausgelöst durch die Debatte um die
PISA-Studie und ihrer Folgen, der Veränderung der Lebenslagen von
Familien, der Einführung des Orientierungsplan für Bildung und
Erziehung, der veränderten finanziellen Verhältnissen von Eltern,
Kindergartenträgern und Kommune gilt es die Strukturen der
Kindertagesbetreuung in der Gemeinde zu überdenken.
Vor diesem Hintergrund fand am 09.12.2011 eine 1.Trägerrunde der
Kuchener Kindergartenträger (1.Kuchener Krippengipfel) statt, der
von der Tübinger Dipl.Sozialpädagogin Frau Kariane Höhn angeleitet
und moderiert wurde.
Der Ausbau der Betreuung für Kinder unter 3 Jahren kann
schrittweise unter Vorbehalt von erforderlichen baulichen Maßnahmen
an zumindest 3 von 4 Standorten erfolgen.
Dabei soll in einem ersten Schritt zum September 2012 mit einem
ersten Angebot, idealerweise das der Krippengruppe im Katholischen
Kindergarten, an den Start gegangen werden und die weiteren
Anpassungen schrittweise vollzogen werden.
Gemeinderätin Metzger-Kielkopf erklärte für die Fraktion der Freien
Wählervereinigung, dass Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierung der
Erzieherinnen und Umrüstung der Gebäude wichtige Schritte
seien.
Alle drei Fraktionen bekräftigten, dass Frau Höhn einen sehr kompetenten Eindruck hinterlassen habe und man zuversichtlich sei, dass die Einrichtung einer Kinderkrippe unter ihrer Begleitung erfolgreich gelingen werde.
Gemeinderat Kruschina regte an, eine Ferienbetreuung auch im
Kindergarten anzubieten, möglicherweise in Kooperation mit einer
anderen Gemeinde.
Der Gemeinderat bestätigte das Ergebnis des ersten Kuchener
Krippengipfels und beauftragte die Verwaltung zusammen mit dem
Kindergartenbeirat, die notwendigen weiteren Schritte in die Wege
zu leiten.
Neufassung der Redaktionsrichtlinien für das Mitteilungsblatt
der Gemeinde Kuchen
- Antrag der FWV-Fraktion auf
Überprüfung
- Vorschlag der Redaktionskommission zur Neufassung der
Richtlinien
Die vom Gemeinderat eingesetzte
Redaktionskommission, bestehend aus den Gemeinderäten Bilgery,
Scherf und Wohlrab hat gemeinsam mit der Verwaltung in zwei
Sitzungen am 24.10.2011 und 09.01.2012 eine Neufassung der
Redaktionsrichtlinien für das Mitteilungsblatt Kuchen erarbeitet.
Der Gemeinderat beschloss am Montag die Redaktionsrichtlinien.
Bekanntgaben – Verschiedenes
Bürgermeister Rößner
gab bekannt, dass die Verwaltung eine Stelle für einen Bademeister
ausgeschrieben hat, da der bisherige Bademeister die Stelle
wechseln wird.
Bürgermeister Rößner erklärte des Weiteren, dass im Rahmen der
ausgeschriebenen Sanierung der östlichen Tegelbergstraße künftig
auf den Gehweg verzichtet wird – so wird die neue Fahrbahn eine
Breite von 5,4 Meter erhalten. Im Fahrbahnbereich wird eine flache
Rinne zur Regenwasserableitung eingebaut.
Bürgermeister Rößner gab außerdem bekannt, dass Landrat Edgar Wolff
den Gemeinderat bei Gelegenheit zur Pflege des Kontakts besuchen
möchte.
Aus dem Gremium wurden angesprochen die geplanten Loft-Wohnungen
Auf der Fabrik (Gemeinderätin Heuschneider), abgemeldetes Fahrzeug
im Hirtenwiesgässle (Gemeinderätin Heuschneider), Fahrzeuge zum
Verkauf auf dem Asta-Areal (Gemeinderätin Priester), Müll im
Gewerbepark (Gemeinderat Teichgräber), beschädigte und fehlende
Verkehrszeichen in der Tegelbergstr. und Bahnhofstr. (Gemeinderat
Mann), mit Schotter verstopfter Schacht (Am Sommerberg), Toiletten
in der Ankenhalle (Gemeinderat Mann), durch Gehölzschnitt
versperrter Wiesenweg in der Nähe des Tegelbergs (Gemeinderat
Mann), Reste von Fahnenbanner am Sportplatz im Espan (Gemeinderat
Stegmaier), Verkehrszählung über Ampelanlagen auf der B 10
(Gemeinderat Kruschina), schlecht funktionierende Duschen in der
Ankenhalle (Gemeinderat Kruschina), sanierungsbedürftige Tartanbahn
im Ankenstadion (Gemeinderat Kruschina).
Bundeslade beeindruckte Besucher
Am Samstag Abend und Sonntag Nachmittag hatte die Kuchener
Bevölkerung die Möglichkeit, eine detailgetreue Nachbildung der
biblischen Bundeslade in Originalgröße auf dem Kirchengrundstück
der Neuapostolischen Kirche in der Freiheitsstraße zu
besichtigen.
Die Neuapostolische Kirchengemeinde war mit ihrem Festwochenende
mehr als zufrieden. Das sonnige Spätsommerwetter am Sonntag lockte
zahlreiche Besucher in die Ausstellung. Die meisten von ihnen waren
von der Größe und der Professionalität der nachgebauten Bundeslade
sichtlich beeindruckt.
Eingeläutet wurden die Feierlichkeiten am Samstag Abend mit einem
Festakt im Kirchengebäude. Anlass war das 30-jährige Jubiläum der
Kirchweihe.
Gemeindevorsteher Manfred Gaißer betonte in seiner Begrüßung, dass
an diesem Abend nicht die Unterschiede der Religionen und
Konfessionen, sondern deren Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt
stehen.
Wolfgang Krause, der Bezirksvorsteher des neuapostolischen
Kirchenbezirkes Heidenheim, dessen westlichste Gemeinde Kuchen ist,
zeigte in seinem Grußwort die Bedeutung christlicher Werte für
jeden einzelnen Menschen, aber auch für die Gesellschaft
auf.
Bürgermeister Bernd Rößner würdigte den funktionalen und hellen
Kirchenbau als einen wichtigen Bestandteil im Kuchener Ortsbild.
Viele kennen das Gebäude von außen, aber wohl wenige Menschen in
Kuchen kennen es von innen. Auch er, so der Bürgermeister, habe
erst vor knapp vier Jahren diese Kirche zum erstenmal betreten.
Anlass war eine Spendenübergabe der Gemeinde für das
Schüler-Mittagessen. Aber inzwischen sei er immer wieder zu
besonderen Anlässen hier gewesen und es hätte sich ein sehr offenes
und freundschaftliches Verhältnis entwickelt.
Mit besonders viel Beifall wurde der gemeinsame Vortrag von
Pfarrerin Yasna Crüsemann vom evangelischen Dienst für
Mission, Ökumene und Entwicklung und Neshe Bahadir vom
Integrationsrat der Stadt Geislingen bedacht. Das Thema des Abends
„Die Bundeslade und die Wurzeln von drei Weltreligionen“ stellten
sie sehr anschaulich und mitreißend in einem Dialoggespräch über
Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Christen und Muslime
vor.
Der sehr fundierte Vortrag von Peter Lauroschinsy aus der
neuapostolischen Kirchengemeinde ließ so manchen Zuhörer erstaunen,
wie sehr Judentum, Christentum und Islam miteinander verwurzelt
sind.
Nach dem Jubiläumsgottesdienst am Sonntagmorgen, der besonders das
Thema Frieden und Segen zum Inhalt hatte, konnte bis zum späten
Nachmittag das Kirchengebäude und die Bundeslade besichtigt werden.
Türkische und deutsche kulinarische Angebote im Festzelt
unterstrichen nochmals das gemeinsame Miteinander verschiedener
Kulturen.
Somit war das Festwochenende in der Neuapostolischen
Kirchengemeinde in Kuchen ein Zeichen dafür, dass gegenseitige
Wertschätzung, Toleranz und freundschaftliches Miteinander auch mit
unterschiedlichen Religionen gelebt werden kann.
Gemeinsame Begegnung vor Ort mit Landrat Edgar Wolff
Um die Zusammenarbeit mit den 38 Städten und Gemeinden zu
pflegen und weiterzuentwickeln hatte Landrat Edgar Wolff Anfang des
Jahres angeboten, eine gemeinsame Vorortbegegnung durchzuführen. Am
vergangenen Montag besuchte der Landrat die Gemeinde Kuchen, um
sich einen Überblick über die kommunale Entwicklung zu verschaffen
und über aktuelle Projekte zu informieren.
Bürgermeister Rößner begrüßte zunächst im Bürgerhaus neben Landrat
Edgar Wolf und Landkreis-Kämmerer Günter Stolz einige Mitglieder
des Kreistags sowie die (stv.) Fraktionsvorsitzenden und bedankte
sich für das zahlreiche Kommen. Er informierte die Teilnehmer über
Fakten, Daten und Wissenswertes der Gemeinde Kuchen. Zudem erklärte
er Einzelheiten zu anstehenden Projekten (Gemeinschaftsschule,
Krippe, Straßensanierung).
Auch das „Sorgenkind B 10-neu“ wurde dem Landrat ausführlich erläutert. Um sich die momentane Situation auch bildlich vorstellen zu können, wurden im Anschluss einige Stellen vor Ort begutachtet. Zunächst wurde den Teilnehmern vom Waldheim Germania aus ein Überblick von oben verschafft. Auf Bauplänen wurden der B10-Anschluss Süßen, Gingen/Kuchen/Geislingen erläutert. Anschließend wurden noch zwei weitere Standorte (Brücke Seetalbach / Attenriedbrücke) angesteuert und näher erläutert. Abschließend wurde noch das Gewerbegebiet ESPAN und das Freibad in Augenschein genommen.
In der darauf folgenden Gemeinderatssitzung informierte der Landrat das Gremium über aktuelle Themen und Herausforderungen in der Landkreispolitik. Er gab einen interessanten Einblick in die Themen Kreisfinanzen, Kreisumlage, Sozialhaushalt, Aktuelle Schwerpunktthemen. Im Anschluss hatte der Gemeinderat die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Am Ende einer interessanten Diskussion bedankte sich Bürgermeister Rößner für eine gelungene Begegnung vor Ort.
Bürgermeisteramt
Neues Kunstobjekt im Freibad
Neugieriger Paradiesvogel im Freibad
Bestimmt haben die Besucher, die seit Donnerstag die Gelegenheit genutzt haben und schon mal ein paar Runden im erfrischenden Nass geschwommen sind, es schon bemerkt – das Kunstobjekt „Steinbeißer“ hat Gesellschaft bekommen.
Künstler Sigi Winkler hat kurz vor Öffnung des Freibads eine seiner Figuren, den „Paradiesvogel“ aufgestellt. Von dieser Stelle aus nochmals vielen Dank für seine Mühe und den Badegästen schon mal interessiertes „Hinschauen“.

Wir waren dabei:
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Gewerbeschau im Espan
Nachdem sich am Sonntagmorgen die Wetterprognosen, die Regen
vorausgesagt hatten, bewahrheiteten, wurde schnell noch
umdisponiert. Die Firmen, die eigentlich an der Straße „Im Espan“
ihre Stände aufbauen wollten, zogen um in die überdachten Räume und
Hallen der Gewerbebetriebe, die im ESPAN ansässig sind. Es war eine
große Solidarität unter den Ausstellern, die dafür sorgte, dass
pünktlich um 11 Uhr alle Stände aufgebaut waren.
Bürgermeister Bernd Rößner zeigte sich denn auch bei der
offiziellen Eröffnung der Gewerbeschau sehr zufrieden mit der
Beteiligung der Kuchener Gewerbebetriebe. Handwerk neben
Autohandel, Baustoffhandel neben Kranservice, Versicherung neben
Medienfirma, Pflegedienst neben Stromversorger – die Bandbreite der
beteiligten Firmen war sehr breit aufgestellt und bot für jeden
Besucher etwas. Diese kamen in Scharen, als sich gegen Mittag die
Sonne ihren Weg durch die Wolken gebahnt hatte: mehrere tausend
Besucher wurden gezählt. Neben viel Information wurden ihnen mit
dem Segway-Parcours, dem Minibaggerfahren, dem Hubsteigerfahren bis
44 Meter Höhe einige schöne Mitmachaktionen geboten.
Für die Kinder gab es zudem eine Hüpfburg, Kinderbasteln,
Geschicklichkeitsfahrten, Schminken und Gewinnspiele, außerdem
flogen am Nachmittag unzählige Luftballons über Kuchen
hinweg.
Auf dem Bauhofareal wurde zudem für das leibliche Wohl der Besucher
gesorgt. Angefangen vom mit Musik untermalten Weißwurstfrühstück
über frisch gebackenem Brot bis zu Grillwurst mit Pommes gab es für
Groß und Klein eine große Auswahl.
Angesichts der zufriedenen Aussteller und Besucher änderte auch
Bürgermeister Rößner die Bewertung der Schau von „sehr zufrieden“
auf "äußerst zufrieden“. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden des
Gewerbevereins Dieter Würthner besuchte er alle Stände und
informierte sich über deren Einschätzung der Gewerbeschau. Was die
beiden bei ihrem Rundgang hörten, stimmt sie sehr zufrieden, denn
trotz des durchwachsenen Wetters waren auch die Aussteller mit dem
Besucherinteresse zufrieden und der Eine oder Andere fragte denn am
Abend schon mal nach, ob es denn eventuell eine Wiederholung der
Schau geben würde. Hierauf warten auch Kuchener Betriebe, die in
diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht an ausstellen
konnten.
Die gelungene Schau hat gezeigt, dass die Gemeinde Kuchen einen
gesunden, aktiven Mittelstand hat. Diesen weiter zu fördern ist das
erklärte Ziel von Gemeinde und Gewerbeverein, der sich im Übrigen
über neue Mitglieder freut.
Der Dank von Bürgermeister Bernd Rößner und Gewerbevereinsvorsitzender Dieter Würthner gilt dann auch neben den teilnehmenden Firmen und den Besuchern ganz besonders dem Organisationsteam, deren Mitglieder manche freie Stunde für die Vorbereitung der Gewerbeschau geopfert haben.
25 Jahre bei der Gemeinde Kuchen
BM Rößner gratulierte Erwin Fuchs zu seinem 25jährigen Dienstjubiläum
Bauhofmitarbeiter Erwin Fuchs kann es eigentlich selbst nicht fassen, schon 25 Jahre ist er nun bei der Gemeinde Kuchen im Bauhof Gärtner – und das mit Leib und Seele. Egal ob große Bäume, kleine Büsche oder die im letzten Sommer so herrlich blühenden Sommerwiesen in und um Kuchen – Erwin Fuchs weiß als Gärtner wie man richtig schneidet und pflegt und hat einfachen einen „grünen Daumen“. Bürgermeister Rößner bedankte sich in der vergangenen Woche bei ihm für die gute Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren und betonte, dass er sich noch viele Jahre auf ein weiter gutes Miteinander mit Herrn Fuchs freue. Ruhig und bescheiden – so wie Herr Fuchs bekannt ist – wollte er keine große Feier und kein „Aufhebens“ anlässlich seines Dienstjubiläums. Daher überreichte Bürgermeister Rößner ihm eine Dankesurkunde für die 25jährige Treue.
Stau, Stau, Stau….
… sind die Kuchener Anwohner und
Verkehrsteilnehmer der B 10 wirklich (leider!!) schon gewöhnt. Aber
was am vergangenen Freitag zwischen Geislingen und Süßen los war,
war wirklich ungewöhnlich: Über 7 Kilometer Dauerstau von
Geislingen bis Süßen!
Wer eine neue B 10 will, sollte dies auch zeigen, so die Meinung in den Rathäusern der Gemeinden entlang der B 10. Über 2000 Teilnehmer folgten diesem gemeinsamen Aufruf von Landrat Wolff, den vier „B10- Bürgermeistern“ Amann, Hick, Kersting und Rößner sowie der Interessengemeinschaft „B 10 – neu“ zum Demonstrationszug mit abschließender Kundgebung. Die Teilnehmer kamen mit den unterschiedlichsten fahrbaren „Untersätzen“. Landrat Wolff kam mit einem E-Bike, OB Amann fuhr einen E-Roller und BM Rößner wagte sich auf ein Segway. Aber vor allem die vielen Radler, Traktoren, Oldtimer, Rasenmäher, Rollstuhlfahrer, Unimogs, LKW`s, ein Linienbus, Radlader, Autofahrer und Zuschauer nahmen sich so sichtbar und aktiv dieser wichtigen Sache an. Kein Wunder, dass sich schon nach kurzer Zeit ein langer Stau in beiden Richtungen bildete. Der Ruf „Vergesst Kuchen/ Geislingen nicht“ war auf vielen Plakaten zu lesen. Damit wurde auch deutlich gemacht, dass viele Bürger - unabhängig von irgendwelchen (partei-) politischen Überlegungen und „Schuldzuweisungen“ - erwarten, dass sowohl Land als auch Bund nun endlich die Dringlichkeit einer Entlastung unserer Ortsdurchfahrten erkennen und dies bei der Priorisierung auch entsprechend berücksichtigen. „Schwarze-Peter-Spiele“ und Hin- und Hergeschiebe von Verantwortlichkeiten und vermeintlichen Zuständigkeiten (oder auch nicht) bringen uns hier nicht weiter, so die mehrfach zu hörende Einschätzung von Teilnehmern, aber auch der Organisatoren. Das gemeinsame Ziel: Neben dem Weiterbau der B10 bzw. B466 im planfestgestellten Bereich bis Gingen bzw. Donzdorf heißt es, dass parallel dazu zumindest die Weiterplanung und die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für Kuchen über Geislingen hinaus vorangetrieben werden muss. Wir brauchen eine Perspektive! Dies wurde auch nochmals von Landrat Wolff und dem Vorsitzenden der B10- Bürgerinitiative, Peter Maichle, deutlich gemacht. Gegen 17.00 Uhr waren dann wohl auch die meisten dieser zweiten Demo-Fahrt wieder wohlbehalten daheim und die B10 wieder für den normalen Verkehr frei. In diesem Sinne… bis zum nächsten Mal!
Bürgermeisteramt
Land legt Priorität fest
Entscheidende Phase für die Weiterfinanzierung der B 10 und B
466
Anhand festgelegter Kriterien will die Landesregierung
in den nächsten Wochen über die Zukunft der wichtigsten
Verkehrsinfrastrukturprojekte entscheiden. Neben den harten Fakten
wie Verkehrswirkung, volkswirtschaftlicher Nutzen und Umweltbilanz,
spielt dabei sicher auch die Akzeptanz vor Ort bei der Bewertung
eine wichtige Rolle. Dass die Bauabschnitte 3 und 4 der
planfestgestellten B 10 und B 466 bis Gingen/Ost bzw. um Süßen
herum in Richtung Donzdorf dabei hinsichtlich ihrer Bedeutung im
Land ganz vorne mit dabei sein dürften, steht für Landrat Edgar
Wolff außer Frage. „Umso mehr“, so der Kreischef, „dürfen wir keine
Chance auslassen, den in dieser Frage eindrucksvollen
Schulterschluss aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft erneut
deutlich zu machen“. Zu diesem Zweck kamen Vertreter der
Kreistagsfraktionen, die Bürgermeister der betroffenen Städte und
Gemeinden sowie Vertreter der Bürgerinitiative B 10 am vergangenen
Samstag am derzeitigen Ausbauende bei Süßen/Ost mit dem Landrat
zusammen, um vor Ort für ihr gemeinsames Anliegen zu werben. In
einem Schreiben an Verkehrsminister Winfried Hermann hatte Wolff
vor Wochenfrist gegenüber dem Land nochmals die wichtigsten
Argumente aus Kreissicht formuliert und die Notwendigkeit für den
zügigen Weiterbau daraus abgeleitet. Die hohe Netzwirkung und die
beeindruckende Entlastung für die Ortsdurchfahrten von Süßen und
Gingen, aber auch anderer Gemeinden, die unter den
Ausweichverkehren leiden, würden der Argumentationslinie des
Landratsamts zufolge deutlich machen, dass erst mit der Vollendung
der noch ausstehenden Bauabschnitte 3 und 4 das vorläufige Ziel
erreicht sei. Ein Zusammenhang, den Hermann selbst bei der
Eröffnung des letzten Teilabschnitts der B 10 im vergangenen Herbst
anerkannt hatte. Auch daran erinnerte der Landrat den Minister in
seinem jüngsten Schreiben. Marc Kersting und Marius Hick, die von
den Bauabschnitten 3 und 4 direkt betroffenen Bürgermeister von
Süßen und Gingen, gehen in der Begründung der Dringlichkeit der
Maßnahme sogar noch einen Schritt weiter: “Die neue B 10 und B 466
entlasten nicht nur unsere geplagte Bürgerschaft, sie verbessern
zugleich nachhaltig den seit langem bei uns dringend erforderlichen
Hochwasserschutz“. Schon deshalb sei der volkswirtschaftliche
Nutzen des Baus in diesem Fall besonders hoch zu bewerten. Dringend
notwendige Perspektiven erwarten sich aber auch Kuchens
Bürgermeister Bernd Rößner und Geislingens OB Wolfgang Amann
bezüglich der immer wieder verschobenen Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens bis Geislingen/Ost. Um dem gemeinsamen
Projekt Nachdruck zu verleihen, will man in dieser Woche weitere
Aktionen starten. Schon am Mittwoch findet in Gingen eine weitere
Pressekonferenz statt, bei der die wesentlichen Argumente noch
einmal erläutert werden. Für Freitag, den 23. März, kündigte Peter
Maichle von der Bürgeraktion „B 10 neu“ eine große Demo auf dem
Brückenstummel Richtung Gingen am Ausbauende der B 10 bei Süßen an.
Für Landrat Wolff ist klar, dass die B 10 und die B 466 bei der in
dieser Form erstmaligen offiziellen Bewertung und Priorisierung
durch das Land ganz vorne mit dabei sein müssen, wenn der Weiterbau
in den nächsten Jahren überhaupt zum Zug kommen soll: „Die
Argumente sprechen für uns, nachvollziehen muss sie aber das Land.
Darauf bauen wir.“
„Nicht nur symbolisch – gemeinsam für den Weiterbau der B10 und B 466!“

Von links nach rechts die Zahl „10“ darstellend: Oberbürgermeister Wolfgang Amann, Kreisrätin Susanne Widmaier, Kreisrat Hans Georg Frey, Bürgermeister Marc Kersting, Bürgermeister Marius Hick, Kreisrat Martin Joos, Bürgermeister Bernd Rößner, Landrat Edgar Wolff, 1. Vorsitzender der Bürgeraktion B10-NEU Geislingen Peter Maichle, Kreisrat Wolfgang Rapp.
Bereits an diesem Freitag, 23.03.2012 soll bei einer kurzfristig erfolgenden B10-Demofahrt von Geislingen bis Süßen mit anschließender Kundgebung am derzeitigen B10-neu-Ende auf die Dringlichkeit des Weiterbaus sowie der Weiterplanung der B10-neu bis auf die Albhochfläche hingewiesen werden. Wie bei der letzten Demofahrt startet der Fahrzeugkonvoi um 14.00 Uhr in Geislingen um dann die Kuchener und Ginger später einreihen zu lassen. Je mehr kommen, desto besser… Sind Sie dabei?
Noch mehr Stau als sonst
BM Rößner am Steuer eines "langsamen" Unimogs
Fast nichts ging mehr am vergangenen Freitag auf der B10 zwischen Geislingen und Süßen. Die unabhängige Interessengemeinschaft B10-neu hatte zur Teilnahme an einer Demonstration „pro B10-neu“ aufgerufen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Geislingen, Kuchen, Gingen und Süßen waren dem Aufruf gefolgt und machten mit ihrer Teilnahme deutlich, dass Sie hinter der Forderung „Vergesst Geislingen (und damit auch Kuchen und Gingen) nicht“ stehen. Vom Pferdegespann, über Fahrräder, Rasenmäher, Unimog, Kranwagen, Traktor, Oldtimer bis hin zum Radlader war vieles dabei. Kein Wunder, dass sich schon rasch ein kilometerlanger Stau in beide Richtungen bildete. Ob eine solche Aktion in Stuttgart oder gar dem fernen Berlin einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, ist natürlich mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Aber nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ muss neben allen politischen Aktivitäten auch von Zeit zu Zeit ein deutliches Zeichen durch die Bevölkerung gesetzt werden. Für Bürgermeister Bernd Rößner, der am Steuer eines Unimogs aktiv mitwirkte, seine Amtskollegen Hick (Gingen) und Kersting (Süßen) sowie einige Gemeinderäte war klar, dass hier auch die Gemeinde offiziell Flagge zeigen muss. Viel zu lange schon warten wir in Gingen, Kuchen und Geislingen auf eine Entlastung unserer Ortsdurchfahrten. In der hohen Landes- und Bundespolitik werden derzeit im Zusammenhang mit dem Weiterbau der neuen B10 die Worte „Geislingen“ und „Kuchen“ gar nicht mehr in den Mund genommen. Dies sollte uns zu denken geben. Wer deshalb eine neue B 10 wirklich will, der sollte dies auch zeigen, so die Meinung im Rathaus. Stellungnahmen in Briefen, Zeitungsartikel, lautstarke Forderungen in politischen Gremien, Plakate usw. sind offensichtlich zu wenig. Deshalb heißt es nun auf allen Ebenen dran zu bleiben und auf den unterschiedlichsten Wegen der generellen Forderung zum Weiterbau mehr Nachdruck zu verleihen. Ideen und Vorschläge hierzu sind willkommen. Und wer weiß, vielleicht nehmen bei einer weiteren Veranstaltung ja noch viel mehr teil…
Vielen Dank von dieser Stelle aus an das Organisationsteam der IG B10-neu und vor allem an die Teilnehmer aus Kuchen und Umgebung.
Weiterer B10 neu-Abschnitt fertig
Am Montag wurde im Beisein von Staatssekretär Dr. Scheuer, Verkehrsminister Hermann, Regierungspräsident Schmalzl, diverser Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker, Bürgermeister und vielen Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis ein weiterer Teilabschnitt der B 10 neu für den Verkehr frei gegeben. Um kurz nach 12 Uhr wurde das symbolische Band durchschnitten und damit das nun fertig gestellte Teilstück der „B 10 neu“ zwischen Schlater Straße und der alten B 10 zwischen Süßen und Gingen feierlich für den Verkehr frei gegeben. Nach einer gut dreijährigen Bauphase wurde nun der zweite Bauabschnitt, d.h. 4,5 km Bundesstraße sowie 12 teilweise große Brückenbauwerke fertig gestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 48 Mio. Euro, wobei allein 20,2 Mio. Euro auf die Brückenbauwerke entfallen. In den Ansprachen hoben alle Redner die Bedeutung der Bundesstraße B 10 als überregionale Verkehrs- und Entwicklungsachse hervor. Allerdings konnten oder wollten weder Staatssekretär Dr. Scheuer noch Verkehrsminister Hermann konkrete Aussagen zum Weiterbau der B 10 neu bis Gingen-Ost bzw. der B 466 bis Donzdorf machen. Von einer Kuchener Ortsumfahrung sprachen beide nicht…. Anders Regierungspräsident Schmalzl und Landrat Wolff, die beide den Weiterbau bzw. die Überplanung der „B 10 neu“ über Gingen-Kuchen bis hinter Geislingen einforderten. Während die Mehrzahl der Anwesenden noch zu einem Imbiss im Festzelt verweilte, trafen sich bereits um 13 Uhr Verkehrsminister Hermann, Regierungspräsident Schmalzl, Landrat Wolff, Abgeordnete aus Bund und Land gemeinsam mit den Bürgermeistern der betroffenen B 10 Anliegergemeinden zu einem Meinungsaustausch.
Insbesondere die anwesenden Bürgermeister nutzten die Gelegenheit, für einen Weiterbau der B 10 neu zu werben. Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner brachte seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass derzeit von den politischen Entscheidungsträgern im Zusammenhang mit der „B 10 neu“ meist nur noch von den Abschnitten 3 und 4 – also Gingen-Ost und Donzdorf – gesprochen werde. Dies sei aus Kuchener und Geislinger Sicht nicht zu tolerieren. Ein Bau in Teilabschnitten sei verständlich, allerdings müsse die Planung in einem Guss erfolgen und die Planfeststellung nun auch endlich für den Bereich Kuchen-Geislingen eingeleitet werden. Seit 1955 warte man in Kuchen auf eine neue B 10. Sollte die neue B 10 vor den Toren Kuchens enden, würde dies angesichts der Trichterwirkung zu einem Zusammenbrechen des Verkehrs führen. Gegenüber heute würde sich der Verkehr auf 24 Stunden bezogen im so genannten „Null-Fall-Plus“ (B 10 neu bis Gingen, Möbelhaus Wannenwetsch) um über 50 Prozent erhöhen. Damit werde deutlich, dass eine B 10 nicht in Süßen, nicht in Gingen, nicht in Kuchen und auch nicht in Geislingen, sondern erst auf der Albhochfläche enden dürfe. Eine zügige Weiterplanung und die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt Kuchen-Geislingen sowie ein zügiger Weiterbau in Abschnitten sei deshalb unabdingbar, so die abschließende Forderung des Kuchener Bürgermeisters.

In ähnlicher Weise unterstrich dies OB Wolfgang Amann für Geislingen. Verkehrsminister Hermann machte deutlich, dass rein formal die Abschnitte 3 und 4 (bis Gingen/Donzdorf) im fünfjährigen Investitionsrahmenplan enthalten wären, dieser allerdings insgesamt unterfinanziert sei. Herr Hermann unterstrich, dass der Bundesverkehrswegeplan nicht nach Bedarf, sondern nach Länderquoten abgewickelt werde. Er sehe es als seine Aufgabe an, nun seitens des Landes transparente und nachvollziehbare Kriterien für die Festlegung von Prioritäten auszuarbeiten. Erst im Anschluss könne dann auch tatsächlich entschieden werden, welche Maßnahme zu welchem Zeitpunkt abgewickelt werde. Insgesamt sei festzustellen, dass zu wenig Geld für die begonnenen bzw. noch zu bauenden Verkehrsmaßnahmen vorhanden sei. Regierungspräsident Schmalzl unterstrich, dass das RP alles tue, dass die Planfeststellung für den Bereich Kuchen/Gingen so zügig wie möglich eingeleitet werde. Abschließend unterstrichen alle Abgeordneten des Kreises nochmals die Bedeutung und Dringlichkeit der „B 10 neu“ und forderten den Verkehrsminister auf, für den Weiterbau einer der Hauptachsen Baden-Württembergs einzutreten.
Man darf gespannt sein, wie es nun in der unendlichen Geschichte „B 10 neu“ weiter geht. Wer eine „B 10 – neu“ für unseren Abschnitt will, sollte dies auch kundtun. Eine gute Gelegenheit hierzu wäre z.B. die Teilnahme an der von der Interessengemeinschaft IG B 10-neu für den 30. September geplanten Demonstration von Geislingen nach Süßen. Klar ist, dass die betroffenen Kommunen Süßen, Dondorf, Gingen, Kuchen und Geislingen am Ball bleiben müssen.
Bürgermeisteramt
Lärmschutzwand entlang der Bahn steht
Der Großteil der Lärmschutzwand steht mittlerweile
Der ein oder andere hat es sicher schon bemerkt – die neue, von der Bahn in Auftrag gegebene Lärmschutzwand steht in großen Teilen. Bis Ende der Woche müssten die Mitarbeiter der beauftragten Firma Bilfinger bereits abgezogen sein und die Bauarbeiten damit ein vorläufiges Ende gefunden haben. Vorläufig deshalb, da noch die durchsichtigen Elemente auf der alten Bahnunterführung fehlen und der ganze Bereich entlang des Bahnsteiges. Während die Brückenelemente noch vor Herbst eingebaut werden sollen, dauert es entlang des Bahnsteigs länger. Durch die leider – von Gemeinderat und Verwaltung heftig kritisierte – erneute Verschiebung der Bahnsteigsanierung ins Jahr 2012 kann dieser Bereich erst später fertig gestellt werden, da die Lärmschutzwand hier auf den Bahnsteig aufgelegt wird. Erst im nächsten Jahr wird also die neue „grüne Wand“ Kuchens von der neuen Bahnunterführung bis ans Ende des neuen Bahnsteigs in voller Länge zu sehen sein – wobei „sehen“ zumindest aus Talsicht relativ ist, da hier zumeist Bäume und Sträucher vorgelagert sind. Die Lärmschutzwand wird daher im Moment noch nicht ihre volle Wirkung erzielen können. Was die Wirkung betrifft, sind die Relationen unterschiedlich. Während die Einen darüber berichten, dass es deutlich leiser ist, haben andere noch keine Veränderung bemerkt… wie immer, wenn objektiv (Lärmberechnung) und subjektiv (persönliche Wahrnehmung) aufeinandertreffen. Warten wir es ab, bis die Lärmschutzwand endgültig fertig ist. Bürgermeister Rößner zeigte sich Anfang der Woche in einem Gespräch mit der Firma sehr zufrieden mit dem optischen Erscheinungsbild der Lärmschutzwand und der zügigen und problemlosen Baustellenabwicklung durch die Spezialfirma. Die Mitarbeiter hatten hier meist in Nachtarbeit – zwischen 21.00 und 5.00 Uhr den Großteil der Arbeiten abgewickelt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Bahn nunmehr zu ihren Versprechen steht und die Lärmschutzwand sowie die seit über 10 Jahren geplante und von der Gemeinde mitfinanzierte Bahnsteigsanierung zu einem guten Ergebnis bringt. Die lärmgeplagten und geduldigen Bürger Kuchens hätten es verdient, so die Meinung des Rathauschefs.
Im Gewerbegebiet Espan wird fleißig gebaut
Der ein oder andere Anlieferer des Grüngutplatzes bzw. Spaziergänger hat es schon bemerkt: im Kuchener Gewerbegebiet Espan geht es seit einigen Wochen rund und es wird kräftig gebaut. Wie bereits mehrfach berichtet, konnten schon etliche Flächen verkauft werden. Die ersten Firmenge-bäude stehen schon länger, weitere folgen derzeit. So wird im Moment auf einer Fläche von annähernd 12.000 m² eine größere Baustoffhandlung errichtet, wobei hier ein Verkaufs- und Ausstellungsgebäude, eine Lagerhalle und ein Freilager entstehen sollen. Auf dem Grundstück gegenüber wird eine KFZ-Werkstatt mit Büro und Stellplätzen gebaut. Beide Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auch von anderer Stelle gibt es Erfreuliches zu berichten: am Mittwoch wurde ein Kaufvertrag über weitere 2.200 m² abgeschlossen. Eine bereits angesiedelte Firma will expandieren und ihr Areal erweitern. Alles in allem können Gemeinderat und Verwaltung mit den Entwicklungen im ESPAN damit mehr als zufrieden sein, so die Einschätzung von BM Bernd Rößner zur aktuellen Situation im neuen Kuchener Gewerbegebiet. Während andere Flächen – z. b. Türkheim leider ihr (unbebautes) Dasein fristen, brummt es in Kuchen. Die Erschließungsmaßnahmen sind bereits refinanziert.
Kuchen - eine einzige Baustelle
Beim Einbau der Tragdeckschicht in der Straße „Am Sommerberg“
So oder ähnlich wird mancher vielleicht denken, wenn er derzeit
durch Kuchen geht oder fährt. Tatsächlich werden gegenwärtig
etliche Baustellen abgewickelt.
Besonders erfreulich sind dabei die Entwicklungen im Kuchener
Gewerbegebiet ESPAN. Hier wird derzeit fleißig an der Errichtung
einer großen Baustoffhandlung sowie einer Kfz-Werkstatt gearbeitet.
Eine weitere Firma, die im Bereich der Bronze-verarbeitung tätig
ist, wartet noch auf den notwendigen „Roten Punkt“ um dann sofort
mit der Errichtung einer Werkhalle zu beginnen. Weitere
Baumaßnahmen anderer Firmen sollen schon bald folgen.
Wer in den beiden letzten Wochen auf der B 10 fuhr, musste im einen
oder anderen Fall längere Zeit im Stau stehen. Obwohl noch gar
nicht so lange her, mussten ein weiteres Mal etliche Kanaldeckel
erneuert werden. Die Schachtbauwerke sind dem starken Verkehr
einfach nicht auf Dauer gewachsen. Und wie es manchmal so im Leben
spielt – die Einen fahren drüber und machen’s kaputt, die Anderen
(in dem Fall die Gemeinde Kuchen) darf die Schäden auf eigene
Rechnung beheben.
Anders im Einmündungsbereich der Richard-Wagner-Straße. Hier werden
keine Schäden behoben, sondern u. a. die Stromversorgung für das
Baugebiet „In der Gärtnerei“ sichergestellt. Vom Gebiet Wasserstall
ausgehend sind die Mitarbeiter des Albwerks bzw. einer Baufirma
dabei, hier nun unter der B 10 hindurch, dann im Gehweg
Richard-Wagner-Straße bis hin zur Hölderlinstraße neue Stromkabel
zu verlegen.
Ebenfalls gegraben wurde in der letzte Woche im Bereich des nach
Geislingen / Tennisplätze führenden Fahrradweges Ebersteinach. Hier
hatte die Gemeinde vor einigen Jahren für teures Geld eine
Wegesanierung vornehmen lassen. Leider wurde damals jedoch nicht
fachmännisch gearbeitet, so dass schon relativ früh die alten
Schäden wieder auftraten. Nachdem die damals tätige Baufirma und
das Ingenieur-büro zwischenzeitlich in Insolvenz gingen, ist hier
jedoch nichts mehr zu holen. Die immer wieder notwendigen
Reparaturen gehen auch hier voll und ganz zu Lasten der Gemeinde.
Vom Bauhof wurde nun ein weiteres Mal eine Teilsanierung
vorgenom-men. Dies wird nicht zum letzten Mal sein, da die unter
dem Weg eingebauten Gabionen „arbeiten“ und es so immer wieder zu
Spaltbildungen kommt.
Fast fertig ist mittlerweile die vorgenommene Sanierung der Straße
„Am Sommerberg“. Die Mitarbeiter der Firma Rossaro haben in der
letzten Woche den Untergrund „ausgekoffert“ und anschließend einen
ersten, groben Asphaltbelag eingebaut. Noch vor der Sommerpause der
Arbeitskolonne soll der abschließende Feinbelag aufgebracht werden,
um so die mit Kosten in einer Größenordnung von rund 163.000 €
verbundene Maßnahme zu einem guten Abschluss zu bringen.
Schon bald soll es in der Nachbarschaft mit der Sanierung der
Hohensteinstraße weitergehen. Die Aufträge zur Erneuerung der
Straße und der Wasserleitung werden in den nächsten Tagen an die
Firmen vergeben.
Und noch eine Baustelle: Wie bereits angekündigt, laufen derzeit
die Maßnahmen der Deutschen Bundesbahn zur Erstellung einer
talseitigen Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie. Schon bald wird
man erste Fundamente und anschließend die Pfostenkonstruktionen für
die später einzuhängenden Lärmschutzwände sehen.
Die ebenfalls von der Bahn (allerdings von einer anderen Abteilung)
geplante Sanierung der Kuchener Haltestation wird wohl nicht mehr
im Jahr 2011 erfolgen. Wie zu hören war, soll die geplante und von
der Gemeinde mitfinanzierte Sanierungsmaßnahme wohl erst im Jahr
2012 erfolgen. Genaueres wollte die Bahn hier den Vertretern der
Gemeinde bei einem Termin Mitte der Woche verkünden.
Was die Baumaßnahmen der Gemeinde betrifft bitten wir um Verständnis, wenn im einen oder anderen Fall mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Dies lässt sich leider nicht immer gänzlich vermeiden. Bei Problemen oder bei Nachfragen – einfach ans Rathaus wenden, wir helfen Ihnen gerne weiter (Tel.: 98 82 – 0).
Internationales Jahr der Wälder
Bürgermeister Rößner und Bauhofleiter Mann beim Probesitzen
Der ein oder andere Besucher des Rathauses bzw. Passant des
Marktplatzes wird sich schon gefragt haben, was für ein „Holzklotz“
da neben dem Gottfried-von-Spitzenberg-Brunnen abgestellt wurde.
Dabei handelt es sich nicht um einen normalen Holzklotz, sondern um
eine 5 m lange Vollholz-Ruhebank, die aus einer Weißtanne
hergestellt wurde. Beschriftet ist die Holzbank u.a. mit einem
Wälderlogo und der Aufschrift „Soviel Holz wächst in 2 Sekunden in
unseren Wäldern“. Die Gemeinde Kuchen nimmt damit auf Initiative
von Bürgermeister Bernd Rößner und Revierförster Wolfgang Stegmaier
an einer landesweiten Aktion im Rahmen des „Internationales Jahr der
Wälder 2011“ teil. Weltweit soll im Jahr 2011 auf die Bedeutung
nachhaltiger Waldbewirtschaftung hingewiesen und die Aufmerksamkeit
der Bevölkerung auf den Wald sowie das Produkt „Holz“ gelenkt
werden.
Im Laufe des Jahres soll außerdem eine kleine Wanderausstellung
sowie eine Fotoausstellung zum Thema „Waldkultur“ in Kuchen Station
machen.
Benefizausfahrt für MPS
OB Amann (auf dem Roller) und BM Rößner (auf dem Quad) beim Start in Geislingen
Bereits zum dritten Mal organisierten die Kuchener Familie
Wachter und die Geislinger Motorrad-freunde eine Benefizausfahrt,
mit der sie auf die bisher noch unheilbare Stoffwechselkrankheit
Mukopolysaccharidose (MPS) und das Schicksal der Betroffenen
aufmerksam machen wollten. Damit verbunden wurden Spenden für die
MPS-Forschung gesammelt. Standen in den beiden ersten Ausfahrten
die betroffenen Kinder im Vordergrund, sollte dieses Mal die
Aufmerksamkeit auch auf die betroffenen Erwachsenen gelenkt
werden.
Am letzten Wochenende fand nun die gut vorbereitete, 3-tägige
Motorradausfahrt statt. Ziel der in Geislingen startenden
Tour war Aschaffenburg, wo die MPS-Gesellschaft ihren Sitz hat.
Über 50 Motorradfahrer waren am Freitagmorgen beim Start am
Geislinger Rathaus anwesend. Mit dabei auch Geislingens OB Wolfgang
Amann und Kuchens BM Bernd Rößner, die die erste Etappe bis
Schwäbisch Gmünd mitfuhren. OB Amann würdigte in seiner
Ansprache das Engagement der Biker für einen guten Zweck. BM Rößner
unterstrich wie wichtig es ist, den betroffenen MPS’ler im Alltag
aber auch mit solchen Aktionen zu signalisieren, dass sie „dazu
gehören“ und nicht allein gelassen werden. Beide übergaben
Organisator Peter Wachter einen Scheck zur Unterstützung der guten
Sache, ehe dann der Startschuss fiel.
Mittlerweile sind die Biker wohlbehalten von ihrer Tour zurück. MPS
gibt es aber weiterhin. Wer mehr über diese Krankheit wissen oder
sich engagieren will, oder für die Erforschung der Krankheit, oder
Unterstützung Betroffener spenden will, kann sich gerne an den
Kuchener Peter Wachter oder das Rathaus wenden.
Von dieser Stelle aus ein herzliches Dankeschön an die Familie
Schlotterer, die dem Kuchener Schultes kurzfristig ein
„Dienstfahrzeug“ zur Verfügung stellten.
BMA
Auszeichnung für Feuerwehrkommandant Vetter
Am vergangenen Sonntag fand der diesjährige Kreisfeuerwehrtag in
Bad Ditzenbach statt. Traditionell nahmen dabei auch die Kameraden
der Kuchener Wehr teil. Unter den Klängen des Fanfarenzugs und mit
großer Mannschaft gaben die Kuchener dabei ein gutes Bild ab.
Bereits morgens um 8 Uhr fand mit der Delegiertenversammlung der
förmliche Teil statt. Kommandant Uli Vetter, seine beiden
Stellvertreter Uwe Hofer und Dieter Goll, vertraten dabei gemeinsam
mit Bürgermeister Bernd Rößner die hiesige Feuerwehr. Eine ganz
besondere Ehre kam im Verlaufe der Versammlung Kommandant Uli
Vetter zuteil. Für seine in 30 Jahren sehr engagiert und
vorbildlich ausgeübte Feuerwehrtätigkeit, insbesondere die
umsichtige und kompetente Führung der Kuchener Wehr, wurde ihm vom
Deutschen Feuerwehrverband in Würdigung seiner Verdienste das
Feuerwehrehrenkreuz in Silber verliehen.
BM Rößner gratulierte Kommandant Vetter namens des Gemeinderats und
der Kuchener Einwohnerschaft zu dieser hohen Auszeichnung und
verband dies mit den besten Wünschen für die weitere Tätigkeit an
der Spitze der Kuchener Feuerwehr.
Welch hohes Ansehen Uli Vetter in seiner „Mannschaft“ genießt,
zeigte sich dann auch am vergangenen Montag: Mit einem einstimmigen
Votum wurde er für weitere 5 Jahre als Kommandant bestätigt. Auch
hierzu herzlichen Glückwunsch!
Neuer Mitarbeiter bei der Gemeinde
Am 01.06.2011 konnte die Gemeindeverwaltung einen neuen Mitarbeiter begrüßen.
Herr Jochen Oesterle wird sich als neuer Gemeindevollzugsbediensteter ab sofort um die Kontrolle des ruhenden Verkehrs in der Gemeinde Kuchen kümmern. Herr Österle ist ehemaliger Bundesbahnbeamter im Ruhestand und stammt aus Geislingen-Stötten.
Wir wünschen ihm für seine nicht einfache Aufgabe Glück und Erfolg und immer ein „gutes Händchen“.
Bürgermeisteramt
40-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde Kuchen
Auf eine 40-jährige Dienstzeit bei der Gemeinde Kuchen konnte
kürzlich die Verwaltungsangestellte Marianne Horwath zurückblicken.
Bei einer kleinen Feierstunde im Kreise der Kollegen würdigte BM
Bernd Rößner diese langjährige Treue zur Gemeinde.
Nach einer Lehre zum Industriekaufmann bei der damaligen ESBI
begann Marianne Horwath am 04.01.1971 als Sachbearbeiterin im
Standesamt. Mittlerweile ist sie dienstälteste Mitarbeiterin bei
der Gemeinde und, wie der Bürgermeister feststellte, mit Sicherheit
die erfahrenste Standesamtsmitarbeiterin im Kreis Göppingen. In
seiner launigen Laudatio ließ Bürgermeister Rößner die letzten 40
Jahre Revue passieren. Er machte deutlich, dass Marianne Horwath
mit ihrer überdurchschnittlichen Leistung, ihrer Loyalität und
ihrer Hilfsbereitschaft ein Glücksfall für die Gemeinde sei. „Sie
sind eine wahre Meisterin Ihres Faches“, so der Bürgermeister in
seiner Zusammenfassung. Mit einem Blumenstrauß und einer
Dankesurkunde dankte er der Jubilarin im Namen der Einwohnerschaft
und des Gemeinderats.
Im Namen der Belegschaft bedankte sich die Personalratsvorsitzende
Ellen Vossler gleichfalls bei der allseits beliebten Kollegin und
gratulierte mit einem Geschenk. Die Jubilarin revanchierte sich für
Glückwünsche und Dankesworte mit einem schmackhaften kalten
Buffet.
Konjunkturpaket komplett abgearbeitet
Die neue Türanlage in der Schule
Wie bereits mehrfach berichtet, nahm auch die Gemeinde Kuchen in
dem seit Anfang 2009 laufenden Konjunkturpaket II teil. Die
Gemeinde hatte insgesamt 7 Maßnahmen zur Bezuschussung
energetischer Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Alle Maßnahmen
sind inzwischen auch umgesetzt.
Im Einzelnen waren dies:
Gottfried-von-Spitzenberg Schule (Fenster, Türen, Fassadendämmung); Kindergarten Kirchgasse (Fenster, Heizungserneuerung inkl. Nahwärmeanschluss ans Rathaus); SBI-Kindergarten (Heizungserneuerung); Bahnhofturnhalle (neue Fenster, Flachdachsanierung Anbau Ost); Freibad (Erweiterung Solarduschen); Schwimmbadturnhalle (Fenster, neuer Boden) und Bauhof (Dachsanierung).
Die Gesamtkosten hierfür beliefen sich auf über 300.000 Euro. In der vergangenen Woche wurde nun der letzte Teilbetrag vom Land ausbezahlt, so dass nun alle beantragten, maximal möglichen Mittel in Höhe von 184.201 Euro in der Gemeindekasse eingingen. Das Konjunkturpaket II ist damit aus Sicht der Gemeinde abgearbeitet und somit auch abgeschlossen. Bürgermeister Bernd Rößner, der die Umsetzung des Konjunkturpakets II federführend abgewickelt hatte, zeigte sich so nun auch mehr als zufrieden: „Ohne Vorplanung, d.h. von Null auf Hundert durchgestartet, konnten etliche Maßnahmen, die in den nächsten Jahren sowieso gekommen wären, nun vorgezogen werden. Neben der unerwarteten Mitfinanzierung von Bund und Land, den ökologischen Vorteilen durch die daraus resultierenden Energieeinsparungen konnte so auch ein antizyklischer Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung geleistet werden, schließlich blieb ein Großteil aller Aufträge in Kuchen und Umgebung.“
Bevölkerungsentwicklung auch in Kuchen rückläufig
Wie in den meisten Städten und Gemeinden des Landes ist auch in Kuchen die Bevölkerungsentwicklung in den kommenden 20 Jahren rückläufig. Deutlich wird dies anhand eines Vergleichs der Bevölkerungspyramiden der Vergleichsjahre.
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Stabwechsel im Schulsekretariat
Marianne Senft (rechts) mit ihrer Nachfolgerin Brigitte Kruschina
Gleichzeitig mit dem Jahreswechsel vollzog sich im Sekretariat
der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule ein Wechsel.
Nach einer 28-jährigen Tätigkeit ging die beliebte Schulsekretärin
Marianne Senft in den wohlverdienten Ruhestand. Im Beisein von
Bürgermeister Bernd Rößner, Hauptamtsleiter Gerhard Rieker und der
Personalratsvorsitzenden Ellen Vossler verabschiedeten Schülerinnen
und Schüler der Grundschule die Schulsekretärin kurz vor
Weihnachten mit einem bunten Strauß fröhlicher Weihnachtslieder.
Schulleiter Rainer Hagmeyer und Bürgermeister Bernd Rößner
würdigten in kurzen Ansprachen die langjährige Arbeit von Frau
Senft und dankten für die treuen Dienste.
Nachfolgerin von Frau Senft im Schulsekretariat wird ab
01.Januar 2010 Frau Brigitte Kruschina, die sich bisher schon
ehrenamtlich als langjährige Elternbeiratsvorsitzende und
Vorsitzende des Fördervereins der Gottfried-v.-Spitzenberg-Schule
um die Belange von Schülerinnen und Schülern gekümmert hat.
Wir wünschen Frau Kruschina einen guten Start an ihrer neuen
Arbeitsstelle.
Bürgermeisteramt
Ehrung von Herrn Hans Jakober für seine 25jährige Gemeinderatstätigkeit
Bürgermeister Rößner dankte Herrn Jakober für seine langjährige
Arbeit und sein großes Engagement im Gemeinderat. Diese Tätigkeit
sei nicht selbstverständlich. Gerade in den heutigen schweren
Zeiten benötige man glaubwürdige, Optimismus verbreitende und vor
allem visionäre Politiker, die den Glauben vermitteln, dass es bald
wieder aufwärts gehe. Dies gelte auch auf kommunaler Ebene und
Gemeinderat Jakober habe dies seit Jahren beispielhaft vorgelebt.
Durch seinen Idealismus, seine Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit,
Glaubwürdigkeit, sein pragmatisches Handel und seine Verbundenheit
zu unserer Heimat.
Herr Jakober habe sein Gemeinderatmandat stets als Mitverantwortung
an der gemeindlichen Entwicklung verstanden und mit eigenen Ideen
aktiv mitgelenkt und Probleme von Mitbürgern lösen geholfen.
Konstruktive Begleitung der Gemeindepolitik, aufrechtes Vertreten
der Ziele und Maßnahmen, notwendige Kritik stets in Fairness und
persönlicher Begegnung vorgetragen, dies zeichne Herrn Jakober
aus.
Mit seiner hervorragenden Ortskenntnis und seiner fachlichen und
sozialen Kompetenz habe er einen unverzichtbaren Beitrag
geleistet.
Bei den 6 Gemeinderatswahlen seit 1984 habe er stets gut
Ergebnisse bekommen, da er auch für eine Politik, die dem einzelnen
Bürger diene, gesorgt habe. Gemeinderat Jakober habe stets zu
seiner Meinung gestanden. Herr Jakober gelte im Gremium als
kollegial und sehr kompetent und er habe die Gemeinde zusammen mit
den Ratskollegen in vielerlei Hinsicht weit vorangebracht. In den
25 Jahren wurde viel geleistet, beispielhaft die Ortskernsanierung,
der Bau des Freibades, des Bürgerhauses, der Umbau von Feuerwache
und Rathaus. In all den Jahren lagen ihm vor allem die sozialen
Dinge und alles was mit der Natur und dem Umweltschutz zu tun hat
am Herzen. Gemeinderat Jakober sei stets mir gutem Beispiel voran
gegangen – wie am Samstag, wo er trotz diesjähriger Herz-OP bei der
Biotoppflege kräftig mit Hand anlegte. Bürgermeister Rößner dankte
auch der Familie Jakober, die seine ehrenamtliche Tätigkeit
stets mitgetragen und mit begleitet habe und Verständnis und
Unterstützung zeigte. Herr Rößner wünschte Herrn Jakober viel
Erfolg, Gesundheit, Zeit und Muße für die wichtigen Dinge des
Lebens. Zudem weiterhin viel Freude bei der Gemeinderats-,
Kreistags- und parteipolitischen Arbeit.
Bürgermeister Rößner überreichte Herrn Jakober eine Ehrenurkunde
und Ehrennadel, einen Essensgutschein, ein Buch und einen
Blumenstrauß.
Auch Gemeinderat Stegmaier bedankte sich im Namen der FWV bei Herrn Jakober für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat. Er stellte fest, dass solch ein Engagement keinen falls selbstverständlich sei. Gemeinderat Jakober habe schon vor ca. 35 Jahren beim Stammtisch kontrovers über politische Themen diskutiert. Gemeinderat Stegmaier führte an, dass Herr Jakober sich nicht nur als Gemeinderat sondern auch als Kreistag im Landkreis Göppingen engagiere. Dort sei er für die FDP im Umwelt- und Verkehrsausschuss und Stellvertreter im Verwaltungsausschuss. Seit langem sei er auch schon Vorsitzender der Vereinigung der freien Wähler, für die er ohne Populismus und sachlich die Vorstellungen und Meinungen vortrage. Trotz seiner Herz- OP zeige er immer großen Einsatz. Gemeinderat Stegmaier hoffe, dass Herr Jakober noch viele Jahre so weiter machen werde.
Gemeinderat Jakober bedankte sich für die Reden und das Lob. Er meinte, dass er gut mit seiner Fraktion und den anderen Fraktionen zusammengearbeitet habe und hoffe, dass man auch weiterhin gemeinsam Kuchen voranbringen könne. Zum Schluss dankte er seiner Frau und den anderen Anwesenden für die bisherige Unterstützung seiner Arbeit.
Polizeiposten Kuchen unter neuer Führung
Polizeichef Manfred Malchow und der neue Postenführer Kuchens, Paul Gürtler, beim Antrittsbesuch bei BM Rößner
Wie berichtet ging Postenführer Wolfgang Stier Ende August in
den wohlverdienten Ruhestand. In den letzten Wochen war der
Polizeiposten Kuchen daher nur mit zwei Beamten besetzt. Nun ist
zum 01.12. die Personalentscheidung auf den bereits seit 5 Jahren
in Kuchen arbeitenden und daher bestens bekannten 53-jährigen POK
Paul Gürtler gefallen. Von 1989 bis 2004 war er bereits als
Postenführer des damaligen Einmannpostens in Gingen eingesetzt.
Nach der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Biberach versah
Herr Gürtler seinen Dienst von 1975 – 1979 in Stuttgart, eher er
zum Streifendienst nach Geislingen versetzt wurde. Dort sammelte er
10 Jahre lang die Erfahrungen, die ihn für seinen späteren Dienst
qualifizierten.
Wir freuen uns mit ihm und gratulieren von dieser Stelle aus
nochmals ganz herzlich. Wir Kuchener kennen ihn als einen
ortskundigen und verständnisvollen, aber auch sehr korrekten und
durchsetzungsstarken Polizisten. Hoffen wir nun, dass Herr Gürtler
und Herr Liebscher schnell noch die/den dritte/n Frau/Mann zur
Vervollständigung des Teams an ihre Seite bekommen. Auf jeden Fall
wünschen wir Herrn Gürtler alles Gute in seiner neuen Funktion!

